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Band 14

  Szeneanfang:

  Hart und der Universit?tsleiter stehen neben dem lachenden Caesar in der Uni-Bibliothek. Hart, kühl: "Herr Caesar ..."

  Caesar schaut auf zu Hart und sagt grinsend: "Ja?"

  Hart: "... Was ist so komisch an Ihrer wissenschaftlichen Lektüre?"

  Caesar, ver?chtlich auf die Bücher weisend: "Das sind Kinderm?rchen."

  Uni-Leiter, protestierend: "Das, was Sie hier lesen, sind die wissenschaftlichen Arbeiten unserer besten Leute Wie k?nnen Sie unsere geistige Elite derart abqualifizieren?!"

  Caesar, gut gelaunt, h?hnisch: "Ihr Elite gibt den Dingen irreführende Namen und verbindet sie dann mit hilflosen Theorien. Ihr Elite sieht die offensichtlichen Zusammenh?nge nicht."

  Hart: "Wollen Sie die gesamte Wissenschaft wegwerfen und bei null anfangen?"

  Caesar, sachlich: "Nein, ich lese von den Experimenten, die gemacht wurden, und ziehe meine eigenen Schlussfolgerungen. So komme ich am schnellsten zu nützlichen Ergebnissen."

  Hart: "Wenn wir gerade bei nützlichen Ergebnissen sind: Ich habe ein Problem mit rebellischen Natural Guards. K?nnen Sie mir einen kampftechnischen Vorteil verschaffen?"

  Caesar denkt: 'Das ist mein Chance.' und sagt nüchtern: "Wenn Sie mich zum Leiter des Universit?t machen, sodass ich das 'geistige Elite' für das Ausarbeitung einsetzen kann, werde ich Ihnen in 24 Stunden etwas Passendes abliefern."

  Hart, kühl zum Uni-Leiter: "Sie haben es geh?rt. Herr Caesar ist neuer Leiter der Universit?t. Ich erwarte, dass ihn alle unterstützen ..."

  Uni-Leiter, aufbegehrend: "Ja, aber ..."

  Hart, ungerührt zu Caesar: "... Ich werde Ihnen einige Guards als Leibwache zuteilen. Lassen Sie s?mtliche kooperationsunwilligen Subjekte in den S?uregraben werfen, sonst kriegen Sie den Laden hier nicht in den Griff ..."

  Hart, zum Uni-Leiter: "... Sie wollten etwas sagen?"

  Uni-Leiter, eingeschüchtert: "?h nein, ... ?h, ... ich wollte Herrn Caesar nur mein Büro anbieten."

  Hart, befriedigt nickend: "Gut."

  Szeneanfang:

  Wagon und Lara flüchten in eine Seitenstrasse ...

  ... und von dort in einen Hinterhof, ...

  ... wo sie sich kampfbereit aufstellen.

  Die zwei Guards sehen gerade noch, wie Wagon und Lara in der Einfahrt zum Hinterhof verschwinden.

  Guard A will sofort nachsetzen, wie Guard B ihn am Arm zurück h?lt.

  Guard A wendet sich überrascht um und sieht, wie Guard B seine Pistole ins Halfter zurücksteckt.

  Guard A, dr?ngend: "Mach keine Scheisse! Wenn wir sie verlieren, werden wir degradiert. Dann k?nnen wir die Uniform abgeben."

  Guard B, beruhigend: "Wir werden sie nicht verlieren, aber steck die Waffe weg."

  Ohne zu verstehen, gehorcht Guard A, w?hrend B zur Einfahrt geht.

  Guard B kommt mit erhobenen H?nden in den Hinterhof, dicht gefolgt von A, der immer weniger versteht.

  Etwa fünf Meter vor Wagon und Lara bleibt Guard B stehen und sagt: "Wir wollen euch nichts tun."

  Lara, erstaunt: "Ein Natural Guard, das uns nicht t?ten will?"

  Wagon, misstrauisch: "Pass auf, das ist ein Trick."

  Guard B, abwehrend: "Nein, das ist kein Trick ... Wir zwei wurden bloss Guards, weil wir keinen Job hatten ... Wir haben nichts gegen die Genvilles."

  Guard A, der inzwischen, ebenfalls mit erhobenen H?nden, neben B getreten ist: "Aber wir haben jetzt ein Problem ... Wenn wir euch entkommen lassen, verlieren wir unseren Job ..."

  Wagon, kichernd: "... Und wenn ihr uns angreift, verliert ihr euer Leben."

  Die Guards sind von dieser Bemerkung nicht gerade begeistert.

  Lara: "Und was sollen wir jetzt tun?"

  Guard B, etwas gequ?lt: "Ich dachte, ... nun ja ... K?nntet ihr uns nicht irgendwie kampfunf?hig machen? ... Dann k?nnt ihr entkommen, und wir bekommen einen Orden, weil wir im Kampf verletzt worden sind."

  Zum Entsetzen der Guards sagt Wagon ernsthaft zu Lara: "Sollen wir sie zusammenschlagen?"

  Guard B meldet sich unbehaglich: "?hm, zusammengeschlagen werden ist nicht sehr ehrenhaft ... Die Verletzung muss von einer überzeugenden Kampfszene stammen."

  Lara, begeistert von ihrer Idee: "Was haltet ihr von folgendem Geschichte: Ihr kommt in das Hinterhof. Wir verletzen euch mit einem Messerwurf und fliehen, wie ihr auf uns zu schiessen beginnt."

  Guard A, dem das Herz in die Hose sinkt: "Ach du Scheisse!"

  Guard B, unbehaglich: "Tut das weh?"

  Lara, sich schmerzlich an ihre Beinverletzung erinnernd: "Au ja, das tut weh!"

  Den Guards wird's zusehends mulmiger.

  Wagon, begeistert: "Meneor hat uns doch Muskell?hmschl?ge beigebracht. Damit k?nnten wir ihre Beine unempfindlich machen, bevor wir reinstechen."

  Die Guards sind schon allein vom Schreck gel?hmt.

  Lara, begeistert: "Genau so machen wir's. Bevor das Bein aufwacht, ist das Sanit?t da und gibt euch ein An?sthesiespritze."

  Zum Schrecken der Guards haben beide Frauen wie aus dem Nichts ein Messer in der Hand.

  Als h?tten sie es geprobt, schlagen Wagon und Lara synchron mit der Handkante auf je einen Guardschenkel ein, ...

  ... um dann das Messer etwa zehn Zentimeter tief in den Oberschenkel zu rammen.

  Bleich vor Entsetzen fallen die Guards hin und halten sich die trotzdem etwas schmerzenden Schenkel.

  Lara, an der Hausfassade hochkletternd: "Jetzt müsst ihr feuern, w?hrend wir fliehen."

  Wagon, sich drohend zu den Guards hinunter neigend: "Sollte eines von uns von einem Kugel getroffen werden, seid ihr beide zwei Zehntelsekunden sp?ter tot."

  Mit grossen Augen vernehmen die Guards die Worte.

  Wagon beginnt ebenfalls die Hausfassade zu erklimmen. Die Guards ziehen mit schmerzverzerrten Mienen die Pistolen ...

  ... und feuern wild, Wagon und Lara verfehlend, auf die Fassade, w?hrend die Frauen flink wie Eichh?rnchen nach oben turnen.

  Wie die Magazine leer geschossen sind, starren die beiden Guards sprachlos auf die leere Hausfassade.

  Guard A, tonlos: "Du hast uns das Leben gerettet. Wie schnell die waren! Wir h?tten nicht den Hauch einer Chance gehabt."

  Guard A bemerkt das schmerzliche L?cheln von Guard B und sagt: "Was gibt es da zu grinsen?"

  Guard B, sehnsüchtig: "Warum haben wir keine solchen Freundinnen?"

  Guard A, am Verstand seines Kollegen zweifelnd: "Bist du übergeschnappt? Was willst du mit einem solchen Monsterweib?"

  Guard B, schmerzlich vertr?umt: "Sie sind irgendwie ... süss."

  Guard A erinnert sich daran, wie Lara und Wagon begeistert Verletzungsideen ausgetauscht haben, und sagt schmerzlich verblüfft: "Ja ... vielleicht ..."

  Guard A, bedrückt vor sich hin: "... in einem andern Leben ..."

  Wagon und Lara fliehen über mehrere Hausd?cher, ...

  ... um dann in eine Strassenschlucht im Rotlichtmilieu hinabzuspringen.

  Niemand hat den tollkühnen Sprung bemerkt. Und sie stehen in der Strasse mit den Sexarbeiterinnen und den Freiern, als geh?rten sie dazu.

  Zwei etwa sechzigj?hrige M?nner kommen auf sie zu. Mann A: "Hallo, ihr Süssen, wie w?r's mit uns?"

  Lara, l?chelnd: "Du willst Sex?"

  Mann A: "Eine Sexarbeiterin verkauft doch Sex, oder verkaufst du auch Milchtüten?"

  Mann B, gr?lend lachend, die H?nde so an seine Brust gehoben, als umfasse er seinen Busen: "Milchtüten ..."

  Mann A sieht die Geste ...

  ... und beide klopfen sich vor Lachen auf die Schenkel, w?hrend sie gemeinsam wiederholen: "Milchtüten ..."

  Wagon und Lara schauen den beiden zu und kichern amüsiert.

  Stimme aus dem Off: "Kotzbrocken ..."

  Lara und Wagon bemerken eine ?ltere Sexarbeiterin, die wiederholt: "... Langweilige Kotzbrocken, wie alle M?nner."

  Lara, l?chelnd zur Sexarbeiterin: "Ich fand das Witz mit den Milchtüten ganz lustig ... Aber das mit dem Sexarbeiterin habe ich nicht verstanden ... Was hat Sex mit Arbeit zu tun?"

  Sexarbeiterin, verblüfft und tadelnd: "Sex mit solchen Idioten ist Arbeit. Glaubst du, ich ficke zum Vergnügen?"

  Lara und Wagon, mit grossen Augen, zugleich: "Aber ja doch!"

  Mann A h?ngt sich an Lara und lallt: "Verkaufst du mir jetzt deine Milchtüten?"

  Lara, den Geruch wegwedelnd, mit verzogenem Gesicht: "Du stinkst."

  Wagon schultert sich den überraschten Mann B und sagt unternehmungslustig: "Komm, wir waschen uns die Stinker."

  Laras Gesicht hellt sich auf, w?hrend sie Mann A schultert.

  über dem Eingang einer Absteige steht 'Zimmer'. Wagon zeigt darauf ...

  ... und die beiden gehen durch den Eingang, ...

  ... die Treppe hoch. Lara fragt Mann A: "Warum habt ihr uns so direkt nach Sex gefragt? H?ttet ihr uns nicht zuerst zum Essen einladen, dann Blumen schenken und ins Theater gehen sollen?"

  Mann A: "Aber doch nicht bei einer Sexarbeiterin."

  Wagon, mit gerunzelter Stirn: "Wenn Sex also Arbeit ist, braucht es kein Theater."

  Lara, mit grossen Augen: "Das ist mir zu kompliziert."

  Sie stehen im Flur. Wagon blickt durch eine halb ge?ffnete Tür und ruft: "Da hat's Dusche und zwei Betten."

  Ein grosses Zimmer mit zwei franz?sischen Betten. Die zwei M?nner liegen nackt und v?llig ersch?pft auf je einem Bett. Wagon und Lara stehen nackt mitten im Raum. Wagon: "Bei meinem war das Luft schnell raus."

  Lara, nickend: "Ja, bei meinem auch. Die Natürlichen haben eben nicht so viel Stehverm?gen."

  Lara, mit aufhellendem Gesicht: "Wenn wir mit Natürlichen Sex haben wollen, sollten wir zehn Stück in ein Reihe stellen."

  Wagon, gespannt: "Und dann?"

  Lara, ernsthaft: "Ich meine so, wie die Patronen im Magazin eines Pistole. Bei zehn Patronen und einem Schuss pro Patrone sollten wir auf unsere Kosten kommen."

  Wagon lacht.

  Wagon, Lara mit leuchtenden Augen anschauend: "Es ist sch?n, dass du mich zum Lachen bringst ..."

  Wagon, mit leuchtendem, traurigem Blick: "... Es tut mir gut, ... jetzt, wo alles so bedrückend ist."

  Wagon, Lara auf den Mund küssend: "Ich liebe dich."

  Szeneanfang:

  Immer noch in dem ungemütlichen Raum.

  Martin f?llt auf, wie Chromos 5 und Antara, die geheilt ist, ihn aufmerksam betrachten ...

  ... und fragt: "Was schaut ihr so?"

  Chromos 5, l?chelnd: "Du interessierst uns."

  Antara, l?chelnd: "Magst du dich zu uns setzen?"

  Martin, sich zu Chromos 5 und Antara setzend, mit schr?gem L?cheln: "Ich habe ja sonst nichts zu tun."

  Chromos 5: "Mit dem Wisperfeldtheorie haben wir zum ersten Mal das M?glichkeit, Bedürfnisse frei zu entwickeln und einzustellen."

  Antara: "Deshalb müssen wir bestehende Bedürfnisstrukturen untersuchen, um zu sehen, wo die Fehler liegen."

  Chromos 5: "Das bringt uns weiter auf dem Weg zum optimalen Bedürfnisstruktur."

  Martin, mit unfrohem L?cheln: "Ihr wollt also die Fehlkonstruktion Martin Eck analysieren, um zukünftige Martin Ecks zu vermeiden."

  Chromos 5: "Exakt. Wir m?chten wissen, mit welchem Bedürfnisstruktur du es geschafft hast, bei den Natürlichen ganz nach oben zu gelangen."

  Antara: "Hast du so ein starkes Herrschbedürfnis?"

  Martin, mit schr?gem L?cheln: "Ich war noch nie Gegenstand der Forschung. Ein ganz neues Lebensgefühl so als Laborratte."

  Chromos 5, lachend: "Wir sind ja jetzt auch in einem Labyrinth, durch das du uns ganz gut geführt hast."

  Martin, ernst: "Ich will nicht leugnen, dass es sich gut anfühlt, wenn die Leute nach meiner Pfeife tanzen. Aber wenn ich versuche zu verstehen, was mich antrieb, immer h?here Stufen zu erklimmen, kann dieses bescheidene Herrschvergnügen allein es nicht gewesen sein."

  Antara, mit grosser Aufmerksamkeit: "Was war es dann?"

  Martin fühlt sich, als vers?nke er in Antaras Blick und denkt: 'Der Blick dieser Frau kann einen Mann in den Wahnsinn treiben! Reiss dich zusammen, Martin!'

  Martin, sich konzentrierend: "Mein Lebensgefühl bestand von Kindesbeinen an darin, nie zu genügen. Meine Eltern und sp?ter alle andern stellten Forderungen auf. Wenn ich sie erfüllte, bekam ich ein kurzes L?cheln. Danach wurde schon, unter Androhung von Missbilligung bei Nichterfüllung, die n?chste Forderung erhoben. Wie eine Hürde stand sie vor mir. Wollte ich zum n?chsten L?cheln gelangen, musste ich sie überwinden. Erst jetzt begreife ich, dass mein Leben ein einziger Hürdenlauf war auf dem Weg zu ein bisschen ...

  Antara, mit grossem Blick: "... Liebe?"

  Martin, unter Tr?nen: "Verzeiht, ich bin es nicht gewohnt, meine Gefühle so zu offenbaren. Mein Leben lang musste ich sie verstecken, weil sie nicht dem entsprachen, was von mir erwartet wurde. Und jetzt sch?me ich mich vor euch und fürchte, dass ihr mich verachtet."

  Chromos 5 und Antara lachen.

  Martin, elend: "Sehr ihr."

  Antara, l?chelnd: "Martin, wir k?nnen nicht verachten. In uns gibt es keine solchen Gefühlsfelder."

  Martin, befremdet: "Aber warum lacht ihr dann?"

  Chromos 5, l?chelnd: "Wenn jemand etwas Absurdes sagt, ist das wie ein Scherz und wir lachen."

  Martin, die Tragweite begreifend: "Verachten ist für euch absurd?" Das ist ..."

  Antara, l?chelnd: "... vorteilhaft. Verachten erzeugt doch bloss Schmerz. Und Schmerz erzeugt Aggression. Und Aggression führt zu Gewalt."

  Martin, begreifend: "Wie wahr."

  Antara, mit grosser Aufmerksamkeit: "Nachdem du so viele Hürden überwunden hat, sitzt du in diesem finstern Loch. Ist das nicht ..."

  Martin, elend: "... vernichtend."

  Antara, wie oben: "... befreiend?"

  Martin, verwirrt: "Wie kann die Zerst?rung eines Lebenswerks befreiend sein? Mein Hürdenlauf war für die Katz. Ich bin bei null. Ich muss von vorn beginnen."

  Wie Chromos 5 und Antara lachen, sagt Martin unsicher: "Habe ich wieder etwas Absurdes gesagt?"

  Antara, l?chelnd: "Martin, du stehst auf einem Berg von Erfahrung mit Blick bis zum Horizont. Frei von Zwang kannst du voran schreiten in ein Zukunft, das du geschaffen hast, indem du uns Genville hast erfinden lassen, statt uns in das S?uregraben zu werfen. Denn Genville ist das Zukunft für ein Spezies, das von Natur aus zum Scheitern verurteilt ist."

  Martin, verwirrt: "Aber Genville wurde doch eben zerst?rt!"

  Herzliches Lachen von Chromos 5 und Antara.

  Martin seufzt und sagt mit schr?gem L?cheln: "Was ist es dieses Mal?"

  Chromos 5, l?chelnd: "Genville ist nicht an einem Ort und in einem Zeit. Genville ist ein Prozess hin zu mehr Freude und weniger Schmerz. Es kann überall stattfinden, wo die Bedingungen günstig sind."

  Antara, l?chelnd: "Wenn du m?chtest, kannst du uns mit deinem Erfahrung helfen. Aber das ist kein Hürde, das du überwinden musst. Es gibt in Genville kein Müssen, nur ein Wollen."

  Martin, lachend: "Das ist so verrückt, dass ich auch mal lachen muss."

  Martin, sinnierend: "Wenn es kein Müssen mehr gibt, sollte ich mich vielleicht hinsetzen und zum ersten Mal in meinem Leben überlegen, was ich will."

  Antara schenkt Martin ihr tiefgründiges, leicht melancholisches L?cheln.

  Martin sieht es mit stockendem Atem und denkt: 'Dieses L?cheln gilt allem, was ich bin. Ich habe mich noch nie so aufgehoben gefühlt ...'

  Chromos 5, sinnierend: "Ein L?cheln sollte pures Vergnügen erzeugen. Deshalb darf es kein L?chelbedürfnis geben, dessen wachsendes Verlangen zunehmendes Unbehagen erzeugt."

  Antara, nickend: "Ein L?cheln sollst du suchen, um es zu geniessen, nicht aus Verzweiflung."

  Tanja ruft von Weitem: "Martin, l?sst du dir wieder von einem Monsterflittchen den Kopf verdrehen?"

  Martin, auf Tanja zu gehend, ergrimmt: "Wollte Gott uns einen Engel schicken, w?re er wie Antara."

  Szeneanfang:

  Meneor, Piri und Leia in einer belebten Strasse von Natural City. Meneor tr?gt zur Tarnung einen Schnurrbart, Piri eine Kurzhaarperücke, unter der ihr echtes Haar hervorquillt. Leia hat Piri die Hand gegeben. Meneor ist wachsam und interessiert, Piri staunt. Leia schaut mit grossen Augen.

  Pl?tzlich reisst sich Leia los von Piris Hand ...

  ... und rennt zu einer vor einer Boutique aufgebauten Auslage von Hüten, ...

  ... schnappt sich einen Hut ...

  ... und rennt zurück zu Piri.

  Leia ist stolz auf ihren Hut und sie gehen weiter. Stimme aus dem Off: "Verzeihung ..."

  Ohne die Stimme zu beachten, gehen die drei weiter.

  Ein ver?rgerter Boutiquebesitzer überholt sie im Laufschritt. Meneors Hand zuckt zu den unter der Kleidung verborgenen Messern. Piris Hand zuckt bes?nftigend auf Meneors 'Messerhand'.

  Der Boutiquebesitzer hat sich vor den dreien aufgebaut und sagt, sichtlich ver?rgert, aber um Beherrschung ringend, auf den Hut zeigend: "Dieser Hut kostet 50 Credits!"

  Piri, strahlend zum Boutiquebesitzer: "Wie nett von Ihnen."

  Die drei gehen weiter und lassen einen perplexen Boutiquebesitzer zurück.

  Vorsichtig, aber entschlossen, sich nicht verarschen zu lassen, schnappt sich der Boutiquebesitzer den Hut von Leias Kopf.

  Leia dreht sich um und ruft, wütend an Piri zerrend: "Mein Hut! Mein Hut!"

  W?hrend Piri und Meneor die Szene beobachten, erkl?rt der Boutiquebesitzer Leia: "Das ist nicht dein Hut. Solange deine Eltern den Hut nicht bezahlt haben, ist das mein Hut."

  Leia, weinend am Hut zerrend: "Gib mir meinen Hut! Das sind nicht meine Eltern ... Sie haben meine Eltern get?tet."

  Vor Erstaunen l?sst der Boutiquebesitzer den Hut los. Etliche Passierende haben sich der Szene zugewandt.

  Passant zum Boutiquebesitzer: "Wenn das Kind Recht hat, müssen Sie die Polizei benachrichtigen."

  Passantin: "Da kommen Guards."

  Passantin, winkend: "Hallo Guards!"

  W?hrend zwei Natural Guards herankommen, zeigt die Frau aus dem Bild heraus in die Richtung von Meneor und Piri und sagt: "Diese zwei dort haben die Eltern dieses Kindes get?tet."

  Der Platz, wo Piri und Meneor gestanden haben, ist leer. Die Guards schauen auf die leere Stelle und einer fragt: "?hm, wen meinen Sie?"

  Szeneanfang:

  Wagon und Lara betreten einen Nachtklub mit vielen G?sten und Stripteaset?nzerinnen. Lara: "Hier hat es genug M?nner."

  Wagon: "Aber wie kriegen wir hier zwanzig M?nner zusammen? Soll ich mal schreien?"

  Lara, mit einer bes?nftigenden Geste Wagons Arm berührend und gleichzeitig auf die Stripteaset?nzerinnen zeigend: "Schreien ist vielleicht zu auff?llig. Dann haben wir wieder die Guards am Hals. Machen wir's doch wie diese Frauen. Schau doch wie die M?nner sie anstarren."

  Wagon, skeptisch: "Aber warum starren die denn so? Bloss weil die Frauen an einem Stange herumturnen? Was ist daran so Besonderes?"

  Lara, ratlos: "Ja, ich weiss auch nicht."

  Lara, sich Mut machend, Wagon an der Hand ziehend: "Ach komm jetzt, wir turnen auch ein bisschen und sehen, was geschieht."

  Zur Verblüffung derer, die es bemerken, springen Wagon und Lara über die K?pfe der G?ste auf einen grossen, runden Tisch.

  Lara und Wagon beginnen sich t?nzerisch zu wiegen. Ein paar M?nner schauen neugierig, ...

  ... verlieren aber rasch das Interesse und schauen wieder zu den Stripteaset?nzerinnen.

  Wagon und Lara bemerken das Desinteresse. Wagon: "Wir müssen wohl mehr turnen."

  Wagon, den Fuss leicht vorschiebend: "Steh auf mein Fuss."

  Lara gehorcht ...

  ... und Wagon hebt Lara mit dem Fuss hoch, als wiege sie nur ein paar Gramm.

  Wagon hebt Lara so hoch, wie es anatomisch m?glich ist. Einige M?nner schauen mit offenem Mund.

  Wagon l?dt sich Lara auf die rechte Handfl?che ...

  ... und h?lt sie mit waagrecht ausgestrecktem Arm. Die meisten M?nner schauen, tuschelnd oder sprachlos, hin. Wagon: "Siehst du, ein bisschen turnen hilft."

  Lara: "Aber was ist daran so interessant, dass alle schauen?"

  Wagon: "Kein Ahnung."

  Pl?tzlich ruft ein Mann: "Ausziehen!"

  Wie elektrisiert greifen die M?nner das Wort auf und skandieren begeistert: "Ausziehen! Ausziehen! Ausziehen! ..."

  Wagon und Lara schauen sich l?chelnd an ...

  ... und innerhalb einer Sekunde sind beide nackt. Dass es für die M?nner wie Zauberei wirkt, ist an ihren Gesichtern deutlich abzulesen.

  Lara beugt sich zu Wagon hinunter, indem sie sich auf Wagons Kopf stützt, auf dem linken Bein stehenbleibt und das rechte zum Spagat hoch in die Luft streckt. Lara, in Wagons Ohr flüsternd: "Was haben die davon, dass wir nackt sind?"

  Wagon, schulterzuckend: "Kein Ahnung. Vielleicht ist das so ein Art Spiel."

  Die M?nner sind begeistert von Laras neuer Stellung und machen 'Ahh' und Ohh'.

  W?hrend Lara runter auf den Tisch springt, fragt Wagon burschikos in die Runde: "Wollt ihr Sex mit uns?!"

  Schweigen.

  Mann, zaghaft: "Was kostet's?"

  Wagon, fr?hlich: "Na nichts, du Trottel."

  Ein Begeisterungssturm mit einem gewaltigen 'Jaahhh' und einigen M?nnern, die sp?ttisch wiederholen 'Na nichts, du Trottel', 'Na nichts, du Trottel'.

  Wagon und Lara springen, ihre Kleider umklammernd, Hand in Hand, über die verblüfften K?pfe der M?nner zum Ausgang. Wagon: "Dann kommt."

  Gefolgt von einer Horde von M?nnern, hüpfen Wagon und Lara nackt zum Eingang der Absteige, in der sie vorhin schon gewesen sind.

  Als der wilde Haufen in die Eingangshalle quillt, ruft der Portier protestierend: "He, halt!"

  Wagon dreht sich auf der Treppe um und sagt fr?hlich: "Gebt dem Mann etwas zu trinken, dann bekommen wir kein ?rger."

  Mit einem schwachen Handheben, dessen Vergeblichkeit er l?ngst begriffen hat, steht der Portier hinter seinem Tresen, der überquillt von Bier-, Wein-, Champagner- und Spirituosenflaschen, und sagt hilflos: "?h ..."

  Szeneanfang:

  Im selben Zimmer wie vorhin. Lara und Wagon sind dabei, sich anzuziehen. Der halbe Raum ist abgefüllt mit nackten, ersch?pften, zufriedenen M?nnern. Wagon, strahlend: "Nach diesem Orgie fühle ich mich wie neugeboren ..."

  Wagon, nahe an Laras Gesicht, z?rtlich: "... Ich k?nnte dich aufessen vor Z?rtlichkeit ..."

  Lara, sich mit geschlossenen Augen anbietend: "Tu's doch ..."

  Sie küssen sich.

  Pl?tzlich platzt eine Horde von wütenden Zuh?ltern ins Zimmer. Mausi, der Zuh?lter, dem Estragon und Aladan schon begegnet sind, ist der Anführer.

  Mausi, drohend: "Ihr Schlampen bietet hier Gratis-Sex an. Wir lassen uns unser Gesch?ft nicht versauen ..."

  Mausi, Wagon mit einem Messer bedrohend: "... Verschwindet hier sofort! ... Sonst ..."

  Wagon packt mit der einen Hand Mausis Messerfaust und mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand die Klinge des Messers.

  Unter dem stieren Deppenblick Mausis bricht die Klinge seines Messers mit einem 'Pling'.

  Zuh?lter B spottet: "Mit deiner Messerattrappe kannst du die Schlampe nicht beeindrucken, Mausi."

  Die anderen Zuh?lter gr?len.

  Zuh?lter C, mit hochgereckten F?usten: "Meine F?uste sind keine Attrappen."

  Wagon, l?chelnd zu Lara: "Ein bisschen Training w?re nicht schlecht."

  Lara, Wagon ins Ohr flüsternd: "Ja, aber nicht zu stark zuschlagen. Ich vertrage jetzt kein Blutbad."

  Wagon nickt und blinzelt Lara mit einem Auge zu, ...

  ... da kommt schon die Faust von Zuh?lter C geflogen.

  Blitzartig taucht Wagon ab, ...

  ... packt Zuh?lter C bei den Hüften, ...

  ... um ihn Lara zuzuwerfen mit den Worten: "Das ist für dich."

  Lara stoppt den Heranfliegenden, indem sie ihn an den Schultern fasst, ...

  ... was ihm Gelegenheit gibt, Laras Hals mit den H?nden zu würgen.

  Blitzschnell führt Lara ihre H?nde von unten zwischen seine Arme und sprengt den Würgegriff, indem sie ihre Arme hoch streckt.

  Lara l?sst ihre F?uste von oben herab auf den Sch?del des Zuh?lters krachen, was diesen unverzüglich in Ohnmacht versetzt.

  Aus dem Off h?rt Lara Wagons Stimme: "Das N?chste!"

  In hohem Bogen kommt der bedepperte Mausi angeflogen, ...

  ... den Lara am Kragen herunterholt, ...

  ... am Boden auf den Rücken legt ...

  und mit einem gezielten Faustschlag auf die Herzspitze schlafen schickt.

  Wieder ert?nt Wagons Das N?chste!' aus dem Off. Diesmal kommt einer mit den Beinen voran geflogen.

  Lara packt ihn an den Fusskn?cheln ...

  ... und balanciert seinen Flugschwung so aus, dass er aufrecht steht, w?hrend sie ihn auf Schulterh?he an den Fusskn?cheln h?lt.

  Wütend zieht der Mann eine Pistole aus der Jacke und will sie auf Lara richten, ...

  ... da l?sst ihn Lara los, sodass er hinuntersaust.

  W?hrend er noch die letzten Zentimeter f?llt, packt Lara die Pistolenhand und schl?gt ihm den Pistolengriff an die Schl?fe.

  W?hrend der Mann bewusstlos zu Boden geht, schaut Lara zu Wagon.

  Wagon steht vor einem Haufen bewusstloser Zuh?lter und sagt l?chelnd zu Lara: "Ich habe mir ein paar mehr geg?nnt. Macht's dir was aus?"

  Lara, mit der einen Hand abwinkend, mit der anderen auf ihr nicht mehr sichtbar verletztes Bein deutend, ernsthaft: "Das macht doch nichts. Ich muss mich ohnehin noch schonen."

  Lara, Wagon anblickend, l?chelnd: "Liebes Schwester, du bist mein Herz."

  Wagon, an Laras Brust horchend: "Es ist sch?n, in dir zu schlagen."

  Sie schauen sich an und lachen, ...

  ... ihre Blicke verschmelzen, ...

  ... ihre Lippen finden sich in einem innigen Kuss.

  Wie sie sich l?sen, sagt Lara, ganz benommen von dem Kuss: "Mir wird ganz schwindlig ob der Süsse deiner Lippen."

  Wagon, auch benommen von dem Kuss, mit Blick auf ihre Sexpartner: "Diese Naturals waren ja auch etwas trocken."

  Lachend, mit einander um die Schultern gelegten Armen und wieder angezogen, verlassen sie das Zimmer.

  Szeneanfang:

  Meneor und Piri rennen so schnell durch Natural City, dass einige Passierende sich erstaunt nach den vorbeihuschenden Gestalten umblicken.

  Piri, im Laufen, etwas gestresst: "Leia wird uns verraten ... Wir müssen von dem Strasse verschwinden."

  Meneor zieht die überraschte Piri am Handgelenk in eine menschenleere Seitengasse.

  Piri, Meneor den Schnauz aus dem Gesicht und sich die Perücke vom Kopf reissend: "Und das Verkleidung nützt uns auch nichts mehr ..."

  Piri, Schnauz und Perücke wegwerfend: "... Sie werden n?mlich genau nach Leuten mit diesen Haaren suchen."

  Meneor drückt den Türgriff eines kleinen Portals nieder.

  Die Tür ?ffnet sich und Meneor sp?ht vorsichtig durch den Spalt.

  Beide huschen durch die Tür ...

  ... und landen im D?mmerlicht einer mittelgrossen Kirche.

  Ger?uschlos trippeln sie hinter eine S?ule ...

  ... und sp?hen, Piri auf der einen, Meneor auf der anderen Seite nach vorn zum Altar, ...

  ... wo eine Nonne vor dem Altar, mit dem dahinter am Kreuz h?ngenden Jesus, kniet und mit gesenktem Kopf betet.

  Erschrocken bemerkt Piri, wie Meneor ein Messer zieht, ...

  ... packt das Gelenk seiner Messerhand und schüttelt den Kopf.

  Meneor, das Messer weg steckend, flüsternd: "Es riecht harmlos ..."

  Meneor, auf Jesus am Kreuz zeigen, flüsternd: "... Aber warum kniet es vor diesem gequ?lten Figur?"

  Piri, schulterzuckend, flüsternd: "Ich weiss auch nicht so recht ..."

  Piri, flüsternd: "... Aber du solltest nicht nur riechen. Setz doch mal dein Feldsinn ein. Dann kannst du seine Gefühle spüren."

  Meneor ist etwas überrascht von diesem Gedanken, ...

  ... schliesst dann aber die Augen und konzentriert sich auf die Nonne.

  Meneor, wie oben, flüsternd: "Verzweiflung ... Leid ..."

  Piri h?ngt fasziniert an seinen Lippen.

  Meneor, wie oben: "... Ein grosses Vertrauen ... Herr, hilf meinen Kindern ..."

  Piri ist fassungslos.

  Fast bestürzt ruft Piri aus: "Meneor, du kannst Gedanken lesen?!"

  Meneor wird aus der Konzentration gerissen und ?ffnet die Augen.

  Von Piris Ausruf in ihrer Andacht gest?rt, dreht sich die Nonne nach dem Ger?usch um, ...

  ... kann jedoch nichts entdecken, da Meneor und Piri hinter einer S?ule stehen, ...

  ... und erhebt sich, um nach der Herkunft der Stimme zu forschen.

  Meneor, der Piris Aufregung nicht versteht, im Normalton: "Chromos 5 sagt, Gedanken sind auch nur Wisperfelder. Warum sollte ich sie also nicht spüren k?nnen mit meinem Feldsinn?"

  Piri, verblüfft von der einfachen Argumentation, im Normalton: "?h ... ja, logisch ..."

  Pl?tzlich taucht die Nonne neben der S?ule auf und sieht die beiden mit leichtem Erschrecken.

  Piri und Meneor sind ebenfalls überrascht, dass sie die Nonne nicht haben kommen h?ren.

  Meneor, zerknirscht: "Das war schlecht."

  Piri, nichts verstehend: "Was meinst du?"

  Meneor, wie oben: "Wir haben nicht aufgepasst. Es h?tte uns nicht überraschen dürfen."

  Piri, begreifend, leicht erschrocken: "Es h?tte uns t?ten k?nnen."

  Nonne, ?usserst befremdet von dem seltsamen Gespr?ch: "Was redet ihr da?"

  Piri zieht vor den erschrockenen Augen der Nonne ein Messer und sagt: "Wenn du im Kampf bist, darf dein Aufmerksamkeit nicht nachlassen, sonst bist du tot."

  Die Nonne erholt sich von ihrem Schreck und sagt streng: "Dies ist ein Haus Gottes. Was f?llt euch ein, mit Waffen herumzufuchteln?"

  W?hrend Piri brav ihr Messer wegsteckt, fragt Meneor neugierig: "Hier wird nicht gek?mpft?"

  Nonne, bestimmt: "Nein, hier wird nicht gek?mpft."

  Meneor, auf Jesus am Kreuz weisend: "Dieses Mann hat auch nicht gek?mpft?"

  Nonne, mit ergriffenem Blick auf Jesus: "Er hat sich geopfert, um uns zu retten ... retten vor der H?lle ..."

  Meneor: "H?lle?"

  Piri, erl?uternd: "Ein Ort des Schreckens."

  Meneor, begreifend: "Ah, es meint das Wüste."

  Nonne, irritiert: "Ihr macht euch lustig über mich ..."

  Nonne, davongehend: "... Der Herr wird euch dafür bestrafen."

  Piri und Meneor schauen sich verst?ndnislos an.

  Wie die Nonne schon weiter weg ist, ruft ihr Piri nach: "Hallo Frau ..."

  Nonne, sich umdrehend: "Nenn mich Mutter."

  Piri, treuherzig: "Aber wir haben kein Mutter."

  Nonne, mit seufzendem Gesichtsausdruck und zum Gebet gefalteten H?nden nach oben blickend: "Herr, vergib ihnen."

  Wie die Nonne weitergehen will, ruft Piri ihr nach: "Mutter, was ist mit den Kindern?"

  überrascht, dass Piri etwas von den Kindern weiss, bleibt die Nonne stehen.

  Sie senkt den Kopf und ein Schatten liegt auf ihrem Gesicht, wie sie leise sagt: "Ja, die Kinder ..."

  Neugierig gehen Piri und Meneor auf die in der Kirche klein und verloren wirkende Gestalt der Nonne zu, die ihnen immer noch den Rücken zukehrt.

  Wie Meneor und Piri bei der Nonne anlangen, fragt Piri: "Warum soll das Herr den Kindern helfen?"

  Die Nonne schweigt voller Gram, ist aber auch seltsam berührt davon, dass Piri ihren stummen Wunsch kennt.

  Schliesslich geht die Nonne auf eine Seitentüre zu und winkt den beiden, ihr zu folgen.

  Szeneanfang:

  In einem Labor der Universit?t steht Caesar und streckt stolz auf der Handfl?che ein Garnkn?uel dem irritierten Kommandant Hart unter die Nase.

  Kommandant Hart, ver?rgert: "Und wegen dieses Wollkn?uels haben Sie mich kommen lassen?"

  Caesar, selbstsicher auf das Kn?uel weisend: "Sie wollten ein kampftechnisches Vorteil. Hier ist es, Kommandant Hart."

  Hart, h?hnisch: "Ah, ich verstehe ... Wenn die Natural Guards zu Hause sitzen und Pullover stricken, k?nnen sie von feindlichen Kugeln nicht mehr getroffen werden."

  Caesar, unbeeindruckt von Harts Hohn: "Sie sind nahe dran."

  Hart, wütend: "Und wie soll ich mit strickenden Tunten einen Kampf gewinnen?!"

  Caesar, wie oben: "Ein bisschen zurückschiessen müssen Sie natürlich schon. Aber im Prinzip sind Sie und ihre Leute dank der Pullover unverwundbar."

  Hart, endlich begreifend: "Sie wollen aus dem Garn Schusswesten herstellen? ..."

  Hart, ungehalten: "... Aber das hatten wir doch schon ... Das Projektil dringt zwar nicht in den K?rper, aber die Aufschlagsenergie bricht Knochen und setzt den Mann trotzdem ausser Gefecht."

  Caesar, geheimnisvoll l?chelnd: "Nicht bei meinem System."

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  Hart runzelt misstrauisch die Stirn.

  Szeneanfang:

  Piri und Meneor folgen der Nonne durch die Seitentür und den langen, engen Gang dahinter.

  Meneor zu Piri: "Was bedeutet 'Mutter'? Ich kenne das Wort, aber ich weiss nicht, was es bedeutet."

  Die Nonne ist irritiert.

  Piri, ernsthaft: "Wenn ein Frau mit seinem Bauch ein Kind herstellt, ist es Mutter."

  Da sie sich selbst als Mutter bezeichnet hat, schwant der Nonne Ungutes und sie runzelt die Stirn.

  Meneor, interessiert: "Haben die Frauen ein Tank im Bauch?"

  Piri, wie oben: "Ja, das heisst Geb?rmutter. Aber das haben nur natürliche Frauen. Wir Genvilles brauchen externe Tanks."

  Die Nonne bekommt Angst und denkt: 'Genvilles?'

  Meneor will es genau wissen: "Wenn du mit einem externen Tank ein Kind herstellst, bist du kein Mutter?"

  Piri: "Nein."

  Meneor schliesst messerscharf, auf die Nonne weisend: "Wenn es ein Mutter ist, dann hat es die Kinder, zu denen es uns bringt, mit ihrem Bauch hergestellt."

  Piri: "Ja vielleicht."

  Die Wut über die Zweifel an ihrer Keuschheit obsiegen über ihre Angst ...

  ... und die Nonne dreht sich um und sagt zornbebend: "Ihr zieht nicht nur die Sch?pfung des Herrn ins L?cherliche, ihr spottet auch über seine Dienerin ... Ihr seid das reine B?se ... Der Herr wird euch bestrafen!"

  Meneor, interessiert zu Nonne: "Wann kommt denn dieses Herr? ... Für ein Kampf ist es etwas eng hier. Du k?nntest verletzt werden."

  Die Nonne ist sprachlos, weil sie Meneors Worte für die dreisteste Gottesl?sterung h?lt, die sie je geh?rt hat.

  Die Nonne dreht sich um und sagt, eine Tür ?ffnend: "Ich bringe euch hinaus."

  Durch die Tür gelangen sie in ein grosses Spitalzimmer, in dem etwa zwanzig Jungen und M?dchen ohne Haare entweder in Betten liegen oder in einer Spielecke spielen.

  Ein spielender Junge bemerkt Meneor, ...

  ... rennt sogleich auf Meneor zu und ruft: "Mann, ist der stark!"

  Im Laufen wird dem Jungen schwindlig und er beginnt zu taumeln ...

  ... und f?llt hin.

  Meneor kniet spontan hin ...

  ... und stellt den Jungen auf die Beine.

  Meneor stützt den Jungen, damit er nicht wieder hinf?llt, w?hrend der Junge mit grossen Augen Meneors Muskeln anstarrt.

  Junge, etwas ehrfürchtig: "Darf ich mal anfassen?"

  Meneor, l?chelnd: "Was denn?"

  Junge, auf Meneors Bizeps deutend: "Diese Muskeln."

  Meneor krümmt l?chelnd seinen Arm, so dass der Bizeps sch?n prall absteht und nickt.

  Ehrfürchtig tastet der Junge mit seinen kleinen H?nden Meneors Bizeps ab und sagt nur: "Woah ..."

  Piri beobachtet l?chelnd die Szene.

  Ein ziemlich geschw?chtes M?dchen schaut vom Bett aus unverwandt auf Piri.

  Piri bemerkt den Blick und wendet sich l?chelnd dem M?dchen zu.

  Piri strahlt das M?dchen an ...

  ... und das M?dchen sagt, obwohl es vor Schw?che kaum sprechen kann: "Du bist so sch?n ..."

  M?dchen, wie oben: "... Bist du ein Engel? ..."

  W?hrend ihr L?cheln wie eine Sonne auf das M?dchen einstrahlt, setzt sich Piri auf den Bettrand und sagt: "Nein, ich bin kein Engel."

  M?dchen, entt?uscht: "Dann nimmst du mich nicht mit in den Himmel?"

  Piri, wie oben: "Was willst du im Himmel?"

  M?dchen, mit grossen Augen: "Ich werde bald sterben ... Dann komme ich in den Himmel ..."

  Piri, betroffen: "Warum wirst du sterben?"

  M?dchen: "Ich habe Krebs."

  Piri beginnt wieder zu strahlen und sagt fr?hlich: "Aber Krebs ist doch nichts Schlimmes."

  Die Nonne, die bis zum Ende des Zimmers weitergegangen ist, hat sich umgedreht und sagt nun, voll unterdrückter Wut über so viel Herzlosigkeit, mit einer steinharten Stimme: "Es reicht jetzt! Verlasst sofort dieses Haus!"

  Piri steht auf vom Bett ...

  ... und fragt l?chelnd in die Runde: "Habt ihr alle Krebs?"

  Ein vielstimmiges, aber schwaches 'Ja'.

  Piri, fr?hlich: "Ich werde euch heilen."

  Auf dem Gesicht der Nonne widerspiegelt sich eine Mischung aus ?rger, Unglauben und Hoffnung.

  M?dchen im Bett, mit grossen Augen: "Aber wir k?nnen nicht geheilt werden. Wir werden alle sterben."

  Piri, strahlend wie ein Engel, zu dem M?dchen: "Dein K?rper muss lernen, die Krebszellen und die gesunden Zellen voneinander zu unterscheiden. Dann kann es die Krebszellen abt?ten und du bist gesund."

  M?dchen, verzweifelt: "Aber mein K?rper kann nicht in die Schule. Er kann nichts lernen."

  Piri, lachend, wie ein Engel: "In meinem Blut sind Enzyme, die deinem K?rper sagen, was zu tun ist. Wenn du mein Blut trinkst, wird dein K?rper lernen, sich zu wehren."

  Die Nonne erschrickt ...

  ... und denkt, mit gefalteten H?nden im Gebet versunken: 'O Herr, erl?se uns von diesen Teufelsanbetern ...'

  Meneor, zweifelnd zu Piri: "Werden sie dann nicht zu Chromos 1... Die Guards werden sie sofort t?ten."

  Piri, w?hrend sie zu einem Waschbecken geht: "Nein, es handelt sich nur um ein Enzym- nicht um ein Gentransfer. Sie bleiben natürlich."

  W?hrend Piri am Waschbecken ein Zweilitergef?ss ausw?scht, sagt Meneor zu ihr: "Geht mein Blut auch?"

  Piri sagt: "Ja." ...

  ... und sieht im Augenwinkel, wie Meneor ein Messer zieht.

  Der kleine Junge, der die Muskeln anfassen wollte, schaut zu dem stehenden Meneor mit dem gezogenen Messer auf. Der Anblick ist für ihn eine Verk?rperung all seiner Heldenfantasien und er sagt: "Woah! ..."

  Meneor führt das Messer zu seinem Unterarm. Piri aus dem Off: "Warte, Meneor!"

  Meneor schaut fragend zu Piri.

  Piri erl?utert: "Mit deinen vier Herzen brauchst du keine Schlagadern. Dadurch wird es unm?glich, dich mit einem Schuss t?dlich zu treffen ..."

  Piri, strahlend: "... Du bist das perfekte Krieger."

  Junge, zu Füssen Meneors, begeistert: "Woah! ..."

  Nonne, mittlerweile auf Knien betend, denkt: 'Herr, erl?se uns von den teuflischen M?chten, die deine heilige St?tte entweihen ...'

  Meneor, nicht verstehend zu Piri: "Ja und?"

  Piri, fr?hlich das Zweilitergef?ss schwenkend: "Wenn du dich schneidest, tr?pfelt es ein bisschen. Dann schliesst sich das Wunde. So kommen wir nie zu den zwei Litern Blut, die wir brauchen."

  Entt?uscht schaut Meneor auf Unterarm und Messer. Piri muss bei diesem Anblick lachen: "Schau doch nicht so entt?uscht. Du hast schliesslich ein tolles K?rper."

  Der Junge nickt eifrig dazu.

  Piri geht strahlend auf Meneor zu ...

  ... und küsst ihn z?rtlich auf den Mund. Der Junge: "Woah! ..."

  Nonne, wie oben, denkt: 'Herr, beschütze uns vor jenen, die das Laster in die Welt tragen ...'

  Piri flüstert dem überrascht-erschrockenen Meneor ins Ohr: "Du wirst mir jetzt das Halsschlagader aufstechen und zwei Liter Blut herausfliessen lassen ... Dann machst du ein Druckverband und rettest mein Leben."

  Piri kniet auf den Boden ...

  ... und beugt den Kopf so zurück, dass ihre Halsschlagader entbl?sst wird.

  Piri stellt den Zweiliterkrug so in Position, dass er das heraus spritzende Blut auffangen kann.

  Ziemlich verwirrt kniet Meneor zu ihr ...

  ... und zieht, nicht wissend, ob er es wirklich tun soll, ein passendes Messer.

  Piri bezeichnet die Stelle, wo er stechen soll mit dem Finger und schliesst die Augen.

  Wie von einer fremden Macht gelenkt, hebt Meneor zwei Finger zu der von Piri bezeichneten Stelle, ...

  ... um die Klinge auf die Fingerkuppen zu legen, damit sie geführt ist.

  Aus einer etwas gr?sseren Distanz sieht das Bild aus wie ein biblische Opferszene.

  Meneor hat das Messer am hinteren Ende mit drei Fingern gefasst ...

  ... und st?sst es nun, wie in Trance, mit einer blitzschnellen Bewegung nach vorn, ...

  ... um es eben so schnell wieder zurückzuziehen.

  Mit einem kr?ftigen Strahl spritzt das Blut in den Kübel und Piri sagt l?chelnd, mit geschlossenen Augen: "Ich habe fast nichts gespürt ... Du bist ein Künstler, Meneor."

  Wie gel?hmt und an seinem Verstand zweifelnd, starrt Meneor auf das heraus spritzende Blut, welches sich im Kübel der Zweilitermarke n?hert.

  Kurz bevor das Blut die Zweilitermarke erreicht, kippt Piri um und verspritzt ihr Blut über den Boden.

  Meneors H?nde zucken, das Messer loslassend, auf Piris Hals zu. Meneor, erschrocken: "Piri!"

  W?hrend Meneors H?nde sich um Piris Hals legen, um die sprudelnde Wunde abzupressen, f?llt das Messer von Meneor unbeachtet in den Kübel.

  Meneor ruft zu der ins Gebet vertieften Nonne: "Mutter! Mutter! Hilf mir!"

  Die Nonne schreckt auf, ...

  ... sieht fassungslos das Blutbad in ihrem Krankenzimmer, ...

  ... reagiert aber dann sehr professionell, indem sie aufsteht, ...

  ... aus einem Kasten Verbandszeug herausreisst, ...

  ... zu Piri rennt ...

  ... und einen Druckverband um Piris Hals anlegt.

  Bleich, süss und ohnm?chtig liegt Piri im Schoss der Nonne.

  Nonne, mit tiefem Ernst und festem Blick zu Meneor: "Du bist vom Teufel besessen."

  Meneor, den die Sache so verwirrt, wie kaum etwas vorher in seinem Leben, beachtet die Worte nicht, w?hrend er sein Messer sucht.

  Erschrocken entdeckt Meneor das Messer im Kübel, wo es schon so viel Blut aufgesogen hat, dass nur noch eineinhalb Liter drin sind.

  Rasch zieht er das Messer aus dem Kübel, ...

  ... betrachtet Stirn runzelnd seinen Unterarm, ...

  ... schüttelt leicht den Kopf, ...

  ... um sich dann das Messer etwa zehn Zentimeter in die Seite zu stecken.

  Meneor verdreht die Klinge in seinem K?rper, sodass die Wunde auseinander klafft, ...

  ... und stellt den Kübel darunter.

  Das Blut rinnt schwach, aber stetig ...

  ... und füllt den Kübel mit qu?lender Langsamkeit.

  Nonne, nickend, ernst: "Es ist gut, dass du dich t?test. Dann muss der Teufel dich verlassen."

  Wie der Kübel voll ist, l?sst Meneor das Messer in seinem Gürtel verschwinden ...

  ... und steht mit dem Kübel in der Hand auf.

  Meneor steht mitten im Raum mit leicht angehobenem Kübel und sagt: "Ihr müsst jetzt dieses Blut trinken, dann werdet ihr geheilt."

  Alle Kinder schauen, aber keines regt sich.

  Die Spannung steigt, ...

  ... bis der kleine Junge, der Meneor so bewundert, davonrennt, ...

  ... sich ein Glas greift ...

  ... und zu Meneor eilt, ...

  ... wo er prompt wieder vor Schw?che umzufallen droht.

  Meneor stützt den Kleinen ...

  ... und schenkt einen Deziliter Blut ins Glas ein, ...

  ... welches der Junge sofort zu den Lippen führt.

  Mit angewidertem Gesicht, aber tapfer trinkt der Junge das Glas aus.

  Fassungslos, immer noch Piri im Schoss, schaut die Nonne zu.

  Vorsichtig legt sie Piri auf den Boden ...

  ... und geht dann mit ernstem Gesicht zur Tür, wobei sie denkt: 'Das Spiel des Satans muss ein Ende haben.'

  Als h?tte der Junge einen Bann gebrochen, str?men pl?tzlich die Kinder herbei und strecken Meneor ihr Glas entgegen.

  Mit für ihn ungewohntem Ernst füllt Meneor die Gl?ser.

  W?hrend die Kinder mit angewiderten Gesichtern das Zeug runter schlucken, geht Meneor zu den bettl?gerigen Kindern ...

  ... und schenkt einem nach dem andern ein.

  Zuletzt landet er beim M?dchen, welches schon mit Piri gesprochen hat.

  M?dchen, trotzig: "Ich trinke nicht."

  Meneor, erstaunt: "Warum?"

  M?dchen, mit einer Tr?ne im Auge: "Sie ist kein Engel ..."

  M?dchen, wie oben: "... Ich will, dass ein Engel kommt und mich in den Himmel bringt ..."

  Meneor, l?chelnd: "Aber Piri ist ein Engel ..."

  Meneor denkt: '... Was immer das auch ist.'

  M?dchen, unter Tr?nen protestierend: "Nein, sie hat gesagt, sie ist kein Engel!"

  Meneor, l?chelnd: "Dann hat es gelogen."

  M?dchen, mit grossen Augen: "Aber Engel lügen nicht."

  Meneor, l?chelnd: "Es wollte dich nicht erschrecken ... Es will dich retten mit seinem Blut."

  M?dchen, wie oben: "Ein Engel rettet mich mit seinem Blut? ..."

  M?dchen, geschw?cht: "... Ich komme nicht in den Himmel? ..."

  Wie er sieht, dass die Lebenskraft aus dem M?dchen weicht, ist Meneor alarmiert.

  Sofort hebt er den Kopf des M?dchens an und führt gleichzeitig das Glas an ihre bleichen Lippen.

  Meneor, ins Ohr des M?dchens flüsternd: "Trink das Blut eines Engels und werde gesund."

  Mit letzter Kraft und geschlossenen Augen schlürft das M?dchen das Blut, ...

  ... um dann mit blutverschmiertem Mund bewusstlos zurückzufallen.

  Behutsam zieht Meneor seine Hand unter dem Kopf hervor, ...

  ... um dem M?dchen mit der Handfl?che das Blut vom Mund zu wischen.

  Nachdenklich auf die Blutspuren in seiner Hand blickend, sagt Meneor: "Die Spuren müssen weg."

  Rasch und entschlossen stellt sich Meneor in die Mitte des Raumes und sagt: "Ihr müsst alle Gl?ser und dieses Kübel auswaschen. Wascht euer Mund, das Boden. Wenn die Natural Guards unser Blut bei euch finden, werden sie euch t?ten."

  Ein Kind, beeindruckt von Meneors Worten: "Haben die Guards die Engel nicht gern?"

  Meneor, halb belustigt, halb ernst: "Nein, ich glaube nicht."

  So gut die geschw?chten Kinder es k?nnen, beginnen sie eifrig alle Blutspuren zu beseitigen.

  Meneor l?dt die bewusstlose Piri auf seine Arme ...

  ... und geht in Richtung der Tür, durch welche die Nonne den Raum verlassen hat.

  Wie Meneor mit Piri vor der Tür steht, kommt sein kleiner Bewunderer angerannt ...

  ... und ?ffnet Meneor die Tür.

  Meneor schenkt dem Jungen ein breites L?cheln, welches der Junge mit leuchtenden Augen erwidert.

  Meneor tritt durch die Tür?ffnung in einen Gang.

  Wie Meneor die Mitte des Ganges erreicht hat, ruft der Junge, der in der Tür?ffnung stehengeblieben ist, ihm nach: "Bleib doch bei uns."

  Meneor dreht sich um und sagt: "Ich kann nicht ..."

  Meneor: "... Wenn ich bei dir bliebe, w?rst du immer in Gefahr ... Du weisst ja, ..."

  Meneor, weitergehend: "... Guards lieben keine Engel."

  Traurig schaut ihm der Junge nach ...

  ... und schliesst dann die Tür.

  Meneor erreicht die Tür am Gangende und drückt mit einem Fuss die Türfalle herunter, ...

  ... um sie mit dem selben Fuss aufzustossen.

  In dem Empfangsraum dahinter steht die Nonne mit zwei mit Pistolen bewaffneten Guards. Die Guards sind ganz sch?n erschrocken, wie Meneor in der Tür?ffnung steht, und einer von ihnen stammelt: "M... Meneor ..."

  Aber auch Meneor ist v?llig überrascht ...

  ... und er denkt Stirn runzelnd: 'Was ist los mit mir? Wo bleibt mein Vorsicht? ...'

  Jetzt aber mustert Meneor blitzschnell die Guards und sieht, dass sie sich vor Schreck nicht bewegen.

  Meneor beruhigt sich und sagt ernst: "Wollt ihr k?mpfen? ... Ich werde zuerst Piri in Sicherheit bringen. Dann komme ich zurück und wir k?mpfen."

  Der ?ngstlichere Guard, der 'Meneor' gestammelt hat, sagt, zitternd vor Angst: "K... K?mpfen? ... Wer will denn k?mpfen ... I... Ich glaube, das wird nicht n?tig sein ..."

  Obwohl er auch Angst hat, schaut der andere Guard seinen Kollegen befremdet an.

  Meneor geht, die Guards anl?chelnd, an ihnen vorbei zum Ausgang des Empfangsraumes.

  Wie Meneor mit dem Rücken zu ihnen beim Ausgang anlangt, zuckt die Hand des weniger ?ngstlichen zum Pistolengriff. Voller Entsetzen registriert der ?ngstlichere diese Bewegung ...

  ... und seine Hand zuckt auf die Hand, die am Pistolengriff liegt.

  Meneors Kopf dreht sich um hundertachtzig Grad nach hinten, um zu beobachten, wie der eine Guard die Pistole herausreissen will, w?hrend der andere sie mit aller Kraft ins Halfter zurückst?sst. Beide Guards sind so in ihr seltsames Ringen vertieft, dass sie Meneors Blick nicht bemerken. Die Nonne schreit, schockiert von Meneors Kopfbewegung, entsetzt: "Ahhh, der Teufel!"

  Vom Ruf der Nonne aufgeschreckt, sehen die Guards in das nun breit l?chelnde Gesicht Meneors, was ihre Kampfeslust sofort auf null absinken l?sst.

  Obwohl der Schreck die Guards l?hmt, bewegen sich ihre H?nde langsam nach oben, so dass es aussieht, als würde eine fremde Macht sie lenken.

  Mit erhobenen H?nden stehen die Guards da, w?hrend Meneor wieselflink durch die mittlerweile ge?ffnete Eingangstüre verschwindet.

  Jetzt l?st sich der Bann und w?hrend die Guards ihre H?nde runter nehmen, schimpft der weniger ?ngstliche: "Warum hast du mich gehindert, den Kerl zu erschiessen, du verdammter ..."

  Der ?ngstlichere, protestierend: "Jetzt spiel dich nicht so auf! Hast du nie ferngesehen? Meneor ist schneller als eine Klapperschlange ..."

  Der weniger ?ngstliche, wütend: "Dummes Zeug, Klapperschlangen gibt's ja gar nicht mehr ..."

  ?ngstlicherer: "... Wir w?ren beide drauf gegangen ..."

  Nonne, harsch: "Was seid ihr, Polizisten oder Feiglinge?"

  Wie auf Kommando drehen sich die beiden nach der Nonne um.

  Der weniger ?ngstliche: "Sie wird uns verraten ... Dann ist uns der S?uregraben sicher."

  Der ?ngstlichere, mit heimtückischem L?cheln: "Nicht, wenn Meneor sie get?tet hat und wir zu sp?t gekommen sind."

  Der weniger ?ngstliche schaut seinen Kollegen nicht begreifend an, ...

  ... um dann zu bemerken, wie dieser einen Dolch zieht ...

  ... und damit auf die Stirn runzelnde Nonne zu geht.

  Weniger ?ngstlicher, mit ausgestrecktem Arm den anderen symbolisch zurückhaltend: "Du kannst doch nicht ..."

  Pl?tzlich begreift die Nonne ihre Lage und schreit angstvoll: "Hiiilfeee!!"

  Der ?ngstlichere hebt den Dolch zum Stoss. Die Nonne murmelt entsetzt: "Herr vergib mir meine Sünden."

  Da f?llt vor den entsetzten Augen der Nonne der Kopf ihres Angreifers pl?tzlich seitw?rts herab.

  Die fassungslose Nonne sieht die beiden gek?pften Guards in grossen Blutlachen vor sich am Boden liegen. Ihre K?rper sind gespickt mit Messern. Meneor steht ohne Piri dazwischen und sagt l?chelnd: "Meine Messer müssen essen."

  Entsetzt beobachtet die Nonne, wie die blutsaugenden Messer die Leichen schrumpfen lassen, ...

  ... sinkt betend auf die Knie und ruft dabei gequ?lt: "Ahhh... Herr, verlass mich nicht! ..."

  Rasend schnell sammelt Meneor die Messer ein ...

  ... und verschwindet wie ein Spuk durch die ge?ffnete Tür.

  Die Nonne st?hnt, h?nderingend: "... Er ist der Teufel! ... Er hat mich gerettet, um meine Seele zu bekommen ... Herr, rette mich! ..."

  Meneors Kopf taucht in der Tür?ffnung auf und sagt ernst: "He, Mutter, wenn wir gerade beim Retten sind ..."

  Nonne, sich ans Herz fassend: "Ahhh, weiche, Satan, ... meine Seele kriegst du nicht!"

  Meneor, wie oben: "... Sag den Guards nichts vom Blut, das die Kinder getrunken haben ... Sonst landen sie alle im S?uregraben."

  Erschrocken h?rt die Nonne die Worte.

  Szeneanfang:

  In einem grossen Labor der Universit?t. Kommandant Hart, einige Guards, Laborassistierende und Caesar sind anwesend. Ein Guard, die Testperson, ist von Kopf bis Fuss in einen hautengen, mit Kn?pfen verschlossenen Anzug aus einer Art Pulloverstoff gehüllt. Nur seine Augen sind zu sehen. Testperson, protestierend: "Dieser Anzug ist doch l?cherlich! Ich sehe ja aus wie ein Stofftier!"

  Ver?rgert über die Kritik an seinem Werk, entreisst Caesar einem nahe stehenden Guard das Schnellfeuergewehr, ...

  ... entsichert es ...

  ... und feuert vor den entsetzten Augen der Anwesenden das ganze Magazin auf die Testperson.

  Wo die Projektile auf den Schutzanzug treffen, bilden sich Rauchw?lkchen ...

  ... und die Fasern verbacken zu harten handtellergrossen Fl?chen, welche die Geschosse stoppen ...

  ... und erlahmt herabfallen lassen.

  Testperson ruft angstvoll: "Aua, ich verbrenne!"

  Ausser Caesar starren alle verblüfft auf die augenscheinlich v?llig unversehrt dastehende Testperson. Testperson, jammernd: "Was starrt ihr alle so? ... Und niemand interessiert sich für meine Verbrennungen ..."

  Hart, mit dünnem L?cheln: "Sie verkennen das Wesentliche ..."

  Etwas erschrocken, schaut die Testperson zu Hart.

  Hart, wie oben: "... Sie sollten eigentlich tot sein."

  Die Testperson ist noch mehr erschrocken.

  Hart, auf die Testperson zugehend: "Ziehen Sie den Schutzanzug aus!"

  Die Testperson zieht zuerst die Kopfmaske aus, ...

  ... um dann das Oberteil aufzukn?pfen.

  Hart mustert interessiert die leicht ger?teten Hautstellen am entbl?ssten Oberk?rper der Testperson.

  Caesar tritt hinzu und erl?utert: "Es sind nur leichte Verbrennungen. Ein Teil des Aufprallenergie des Projektils wird durch mein Faser in W?rme umgewandelt. Das W?rme führt zum Verglasung der Fasern, was ein handgrosses Schutzplatte entstehen l?sst. Treffen weitere Geschosse auf dieses Platte, werden sie ebenfalls aufgehalten."

  Hart, interessiert: "Aber warum nicht gleich ein Anzug aus diesen Platten?"

  Caesar: "Dann w?re das Bewegungsfreiheit erheblich eingeschr?nkt, was das Kampfkraft schw?cht ..."

  Caesar: "... Mit meinem System kann ein Person zahlreiche Treffer einstecken, bevor es sein Beweglichkeit verliert."

  Hart nickt zustimmend und denkt dabei: 'Der Mann ist genial.'

  Hart dreht sich um und sagt im Befehlston: "Rüstet mir eine Eingreiftruppe von 100 Natural Guards mit diesem Schutzanzug aus! Wir werden sie dort einsetzen, wo Helds Terroristen als n?chstes zuschlagen."

  Szeneanfang:

  Es ist Nacht. Auf dem Dach des Natural News Senders sind etliche dunkle Gestalten zu sehen.

  Aus der N?he betrachtet, handelt es sich um die abtrünnigen Guards, welche dabei sind, zwei leichte Raketenwerfer aufzustellen.

  Held beaufsichtigt den Aufbau, ...

  ... wie ein Offizier zu ihm tritt und fragt: "Warum stellen wir diese leichten Werfer hier auf? Damit k?nnen wir keine Geb?ude ein?schern."

  Held, mit ver?chtlichem L?cheln: "Hart weiss nicht, wo wir als n?chstes zuschlagen. Also wird dieser Stümper eine Eingreiftruppe zusammenstellen ... Und was ist die schnellste Methode, einen Trupp quer durch eine Stadt zu bewegen?"

  Offizier, begreifend: "Aha, er wird seine Leute mit Hubschraubern hierher verlegen ... Und die schiessen wir dann ab."

  Held, anerkennend: "Ausgezeichnet, Offizier... Ich werde Sie mir merken."

  Der Offizier strahlt stolz.

  Held, zu seinen Leuten: "Die Elektroniker sollen jetzt die Alarmanlage ausschalten. Anschliessend werden wir das Geb?ude infiltrieren ..."

  Held, mit diabolischem Grinsen: "... Und ab morgen werden die Natural News wieder die Wahrheit verkünden, ... die Wahrheit über den Verr?ter und Naturfeind Hans Hart!"

  Szeneanfang:

  Die karge Kammer der Nonne in der Nacht. Sie liegt schlaflos im Bett und denkt: 'Warum, Herr, habe ich den Guards nichts davon gesagt, dass die Kinder Blut getrunken haben? ...'

  Nonne denkt unglücklich: '... Hat der Teufel mich schon in seinen F?ngen? ...'

  Nonne, wie oben, denkt: '... Bin ich vom rechten Weg abgekommen? ...'

  Leise h?rt sie das Geschrei herumtollender Kinder und denkt, Stirn runzelnd: '... Jetzt h?re ich schon die Stimmen herumtobender Kinder ... Der Teufel will mich narren ...'

  Nonne, mit geschlossenen Augen, in schmerzlich-konzentrierter Andacht, zum Gebet gefalteten H?nden, leise: "... Herr, lass mich diese Prüfung bestehen ..."

  Pl?tzlich eine deutliche Stimme aus dem Off: "Aua, du Idiot! Du hast mein Kissen kaputt gemacht!"

  Erschrocken reisst die Nonne die Augen auf, ...

  ... um dann zielstrebig in ihrem Nachthemd das Bett zu verlassen, ...

  ... aus ihrer Kammer auf den Gang zu treten ...

  ... und weiter zur Tür des Krankenzimmers.

  Die Nonne steht, die Hand noch an der Klinke, in der ge?ffneten Tür und ist v?llig sprachlos.

  Sie sieht zwanzig Kinder in einer voll entbrannten Kissenschlacht, an der sich auch die Bettl?gerigen beteiligen. Der Eifer der Kinder ist so gross, dass sie die Nonne überhaupt nicht bemerken. Der Raum ist erfüllt von Federn aus zerfetzten Kissen.

  Sich ihrer Pflichten als verantwortliche Pflegerin erinnernd, reisst sich die Nonne zusammen und ruft, mit strengem Gesicht in die H?nde klatschend: "Ruhe, Kinder! Seid sofort ruhig!"

  Als h?tte eine Vakuumpumpe alle Schallwellen abgesaugt, herrscht sofort Totenstille und alle Kinder schauen überrascht oder erschrocken zur Nonne.

  Nonne, streng: "Was ist hier los?"

  Der kleine Bewunderer Meneors rennt auf die Nonne zu und ruft dabei: "Mutter, Mutter! Schau, mir ist nicht mehr schwindlig ..."

  Er umklammert das Bein der Nonne und sagt, mit freudigem Gesicht zu ihr aufblickend: "... Ich bin gesund."

  Ein bettl?geriges M?dchen: "Ich kann wieder essen, ohne zu erbrechen."

  Ein Junge mit Kopfverband: "Mein Kopf tut nicht mehr weh."

  Ein Junge mit Beinverband: "Meine Wunde blutet nicht mehr."

  Mit schmerzlichem Staunen, den kleinen Jungen an der Hand, geht die Nonne durchs Krankenzimmer.

  Als sie zu dem M?dchen kommt, welches Piri als Engel angesehen hat, sagt dieses l?chelnd: "Ich w?re heute gestorben ... Aber der Engel hat mich gerettet."

  Nonne, schmerzlich erschrocken: "Der Engel?"

  Der Junge an ihrer Hand, eifrig: "Ja, sie haben gesagt, dass sie Engel sind."

  Die Nonne weiss nicht mehr, wo ihr der Kopf steht.

  Mit von Zweifeln zerfurchtem Gesicht l?sst sie das Kind los und geht eiligen Schritts auf die andere Tür des Krankenzimmers zu.

  Wie sie die Kirche betritt, l?sst sie der Anblick von Jesus am Kreuz ihren Schritt verlangsamen.

  Nonne, in konzentrierter, schmerzlicher Andacht vor dem Altar kniend: "Herr, ich habe deine Gesandten nicht erkannt ... Vergib einer schwachen, einer zaudernden Seele, dass sie an deiner Herrlichkeit und Güte gezweifelt hat ... Herr, du besch?mst mich mit deiner Liebe ..."

  Nonne, flach, mit ausgebreiteten Armen vor dem Altar auf dem Bauch liegend: "... Ich werde Busse tun ..."

  Szeneanfang:

  Hart und wenige Offiziere beobachten, wie einige der Guards auf einem Kasernenhof den neuen Schutzanzug ausprobieren.

  Hart, zu einem Offizier, kühl wie meistens: "Was ist der schnellste Weg, um Truppen innerhalb einer Stadt zu transportieren?"

  Offizier: "Der Hubschrauber, denke ich."

  Hart: "Und welche Antwort wird wohl der Verbrecher gegen die Natur Held auf diese Frage geben?"

  Offizier: "Dieselbe, denke ich."

  Hart: "Womit wird er uns also erwarten, wenn wir mit Hubschraubern anfliegen?"

  Offizier: "Mit Flugabwehrraketen, denke ich."

  Hart: "Was tun Sie dagegen?"

  Offizier: "Auf die Helikopter verzichten, denke ich."

  Hart ist verblüfft, bemüht sich aber, kühl zu bleiben: "Und weiter?"

  Offizier: "Ich würde die 100 Mann der Eingreiftruppe auf 25 Polizeiautos verteilen, die mit der Sirene relativ schnell überall hin kommen, denke ich."

  Hart ist beeindruckt, zeigt es aber nicht.

  Hart: "Wir werden die Hubschrauber trotzdem einsetzen."

  Offizier, überrascht: "Aber Kommandant, die Schutzanzüge nützen nichts gegen einen Sturz aus grosser H?he, denke ich."

  Hart, dünn l?chelnd: "Wir setzen die Hubschrauber ein als Ablenkungsman?ver, damit der Verbrecher Held glaubt, sein Plan gehe auf. Dadurch gewinnen wir Zeit, um mit den Polizeiwagen das Kampfgebiet zu erreichen."

  Offizier, beeindruckt: "Raffiniert, denke ich."

  Hart, wie oben: "Sie sind ein f?higer Offizier. Ich werde mir Ihren Namen merken."

  Offizier, stolz strahlend: "Danke, Kommandant Hart."

  Hart schaut wieder auf die Guards mit den Schutzanzügen und denkt: 'Wie heisst der Kerl überhaupt?'

  Szeneanfang:

  Stadtbildschirm. Iris sitzt am Nachrichtenpult. Neben ihr Chief Held. Iris, mit ihrer undurchschaubaren, professionellen Freundlichkeit: "Chief Held hat uns freundlicherweise einen Besuch abgestattet und m?chte Ihnen nun die neuesten Nachrichten des Tages bekannt geben. Chief Held, bitte ..."

  Stadtbildschirm. Chief Held, feurig: "Ich bin der Sch?pfer der Natural Guard und damit der kompetenteste Streiter für die natürliche Sache. Hans Hart ist mir aus pers?nlichem Ehrgeiz in den Rücken gefallen. Um seine pers?nlichen Ziele zu erreichen, ist Hart nicht vor Lüge und Verleumdung zurückgeschreckt. Wer wie Hans Hart die Natural Guard aus pers?nlichen Motiven spaltet und schw?cht, macht sich zum Verbrecher an der Natur. Ich fordere deshalb jeden anst?ndigen Guard auf, sich mir anzuschliessen und den Egoisten und Naturzerst?rer Hart zu isolieren und unsch?dlich zu machen. Wer für die Idee einer reinen und heilen Natur ist, soll sich beim Natural News Sender einfinden und an unserer Seite gegen die Verr?ter k?mpfen."

  Hart ist in einem Büro der Kaserne und schaut mit seinen Offizieren stehend fern. Held ist auf dem Bildschirm zu erkennen. Hart denkt alarmiert: 'Er will seine Autorit?t einsetzen, um beim Sender eine Rebellenarmee zusammenzuziehen.'

  Hart zu seinen Offizieren: "Held sieht aus wie ein Dreissigj?hriger. Damit hat er allen bewiesen, dass er ein Chromos 1 ist ..."

  Die Offiziere nicken zustimmend.

  Hart im Befehlston: "Sperren Sie sofort alle Strassen zum Sender! Wir müssen die Deserteure abfangen ..."

  Hart, wie oben: "... Die Helikopter sollen allf?llige Flugabwehrstellungen auf dem Senderdach angreifen! ..."

  Hart, wie oben: "... Die Eingreiftruppe im Schutzanzug in die Polizeiautos und ab zum Sender ... Die Kostümprobe ist jetzt vorbei ..."

  Wie Hart schweigt und die Offiziere auffordernd anblickt, ...

  ... stieben diese auseinander, um die Befehle auszuführen.

  Held schaut aus einem Fenster des Senders, etwa im fünften Stock, auf die Strassen hinunter und beobachtet, wie Natural Guards Strassensperren errichten. Sie stellen dazu einen Jeep mit auf-montiertem Maschinengewehr mitten auf die Strasse und dazu links und rechts vom Jeep je einen Personenwagen, hinter den sich Guards verschanzen.

  Held befiehlt ruhig und mit ver?chtlichem L?cheln in seinen Kommunikator: "Putzt die Strassensperren weg!"

  Zwischen Sendergeb?ude und Strassensperre lehnen sich pl?tzlich auf beiden Strassenseiten Helds Guards mit tragbaren Raketenwerfern aus dem ersten Stockwerk.

  Fauchend rasen Raketen auf die Strassensperre zu und verwandeln sie in eine einzige Explosion.

  Wie sich der Rauch verzieht, liegen nur noch Leichen und Trümmer herum.

  Held betrachtet, zynisch l?chelnd das Vernichtungswerk und sagt zu sich selber: "Und jetzt schickst du deine Leute mit dem Hubschrauber, nicht wahr?"

  Held schaut suchend durchs Fenster zum Himmel, ...

  ... sieht einige Helis sich n?hern und sagt, grimmig l?chelnd: "Hans Hart, deine Taktik ist so durchsichtig wie diese Fensterscheibe."

  Held, in den Kommunikator: "Ihr auf dem Dach, schiesst die Hubschrauber ab! Schnell und pr?zis, es darf keiner landen!"

  Fauchend rasen die Flugabwehrraketen vom Dach des Senders auf die Helis zu. Auch von den Helis l?sen sich Raketen, ...

  ... welche unterhalb der Flachdachkante in die Fassade des Geb?udes einschlagen. Gleichzeitig werden die Helis von den Luftabwehrraketen gesprengt.

  L?cher in der Fassade und rauchende Heli-Trümmer, die herabstürzen.

  Held verfolgt einen abstürzenden Heli mit den Augen und denkt grimmig, ohne zu l?cheln: 'Das ist schon gar nicht mehr vergnüglich, Hart, das ist j?mmerlich!'

  Der Klang von Polizeisirenen zieht Helds suchenden Blick auf die Stadt.

  Er sieht, wie vor der zerst?rten Strassensperre drei Polizeiautos auffahren und sagt ungl?ubig: "Ist das schon dein letztes Aufgebot Hart ... die Dorfpolizisten?"

  Je vier mit Gewehren bewaffnete Guards in Schutzanzügen springen aus den Polizeiautos. Held denkt v?llig verblüfft: 'Hart hat den Verstand verloren ...'

  Held, kopfschüttelnd in den Kommunikator: "T?tet die Strampelanzüge!"

  Die M?nner, die vorher so wirkungsvoll die Strassensperre in die Luft gejagt haben, lehnen sich aus dem Fenster im ersten Stock und schiessen mit Gewehren auf die heran rennenden Hart-Gardisten.

  Held beobachtet die Beschiessung und registriert verblüfft, dass keiner der Hart-Gardisten hinf?llt.

  Wie sie unterhalb der Fenster stehen, aus denen Helds Leute schiessen, richten Harts Leute ihre Waffen nach oben ...

  ... und putzen mit wenigen Schüssen Helds Leute aus den Fenstern.

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