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Band 11

  Szeneanfang:

  Tonne, der auf dem Kopf steht, l?sst seinen Deckel kr?ftig gegen den Boden schnellen, so dass er in einem 45°-Winkel hochgeschleudert wird in Richtung des Verteidigungskreises, den die Bewaffneten gebildet haben.

  Meneor beobachtet gespannt Tonnes Flug und denkt: 'Verwandle das feindliche Vorteil in ein Nachteil.'

  Ein paar Bewaffnete schauen verblüfft und ?ngstlich nach oben, wie Tonne über sie hinweg fliegt. Bewaffnete: "Was ist das?"

  Tonne landet in der Mitte des Verteidigungsringes auf den Füssen, ...

  ... ?ffnet sowohl seinen Wurf- als auch seinen Sehschlitz ...

  ... und schiesst nach allen Seiten schwarze Pfeilspitzen ab.

  Etliche Bewaffnete werden in den Rücken getroffen ...

  ... und sinken lautlos tot zu Boden.

  Die Bewaffneten, die Tonnes Flug beobachtet haben, sind nun Tonne zugewendet ...

  ... und legen die Gewehre auf ihn an. Bewaffneter: "Ein Monster!! In unserer Mitte!!"

  Tonne feuert noch einige Salven Pfeilspitzen ab, w?hrend schon erste Kugeln in seinen Panzer eindringen, ...

  ... um dann die Schlitze blitzartig zu schliessen, so dass der nun einsetzende Kugelhagel zwar L?cher in seinen Panzer schl?gt, ihn aber nicht weiter verletzt.

  Tonnes zuletzt abgefeuerte Salven t?ten zahlreiche Bewaffnete, ...

  ... was bei den überlebenden zu Panik führt.

  Viele fliehen aus der Lichtung, in der sie den Verteidigungskreis gebildet haben, durchs Gebüsch ...

  ... und erreichen wieder freieres Gel?nde mit einem Felsen.

  Piri bewegt sich schattenschnell hinter dem Felsen hervor ...

  ... und wirft ihre Messer so schnell, dass die Arme verschwimmen und die Bewaffneten keine Zeit mehr haben, das Gewehr in Anschlag zu bringen.

  Held schaut von seinem erh?hten Beobachtungsposten betroffen zu, wie sich bei jedem Felsen, hinter dem sich eine Genville-Person versteckt hat, dieselbe Szene wie bei Piri abspielt, ...

  ... so dass schliesslich nur noch vereinzelt Bewaffnete übrigbleiben.

  W?hrend die Genvilles ihre Messer einsammeln, ...

  ... merkt Tonne, dass kaum mehr geschossen wird, und ?ffnet die Schlitze, ...

  ... um sofort wieder Pfeilspitzen abzuschiessen, ...

  ... welche die letzten Bewaffneten auf der Lichtung t?ten.

  Meneor hat alle seine blutigen Messer wieder in den Gürtel zurückgesteckt und beobachtet aufmerksam das Schlachtfeld.

  Er nimmt das Gewehr eines Toten ...

  ... und rennt geduckt, nach allen Seiten sp?hend, ...

  ... zu Tonne.

  Meneor kauert neben Tonne hin und sagt grinsend: "Wie ich gesagt habe: Du siehst aus wie ein Sieb."

  Tonne: "Hehe."

  Die k?mpfenden Genvilles n?hern sich ihnen, geduckt mit einem Gewehr im Anschlag, ...

  ... und versammeln sich kauernd um Tonne. Chromos 5, besorgt: "Tonne, hast du Schmerzen?"

  Tonne: "Der Panzer ist ohne Schmerzen. Habe ihn schwach gemacht, um Kugeln zu essen."

  Aladan, auf die Einschussl?cher deutend: "Sollen wir die Projektile rausholen?"

  Tonne: "Nein, ich mach starke Pfeile."

  Die Genvilles, ausser Meneor, sind verblüfft. Hisch: "Es wandelt das Metall um und formt daraus Wurfgeschosse!"

  Chromos 5, bewundernd: "Je mehr du auf Tonne schiesst, desto mehr Munition bekommt es. Was für ein Idee!"

  Aladan, grinsend: "Dann werden wir also gelegentlich auf dich schiessen, damit du immer genügend Metall hast für hochwertige Pfeile."

  Tonne: "Gute Idee, hehe."

  Wagon, l?chelnd: "Du solltest Tonne lieber auf das Schulter klopfen, statt dich lustig zu machen. Schliesslich hat es uns das Leben gerettet."

  Aladan, mit gespieltem Stirnrunzeln: "Gutes Idee, hehe. Bloss wo finde ich bei Tonne die Schultern?"

  Je nachdem, wie gezeichnet sie von der Anstrengung des Kampfes sind, lachen oder l?cheln die anderen.

  Hisch, sp?ttisch: "Nach einem solchen Kampf müssen wir sogar über ein von Aladans faulen Witzen lachen."

  Chromos 5, ernst: "Das war ein grossartiges Kampf, Tonne."

  Tonne: "Ja, Kampf meines Lebens, wie Meneor sagt."

  Meneor, ernst: "Wenn ein feindliches Person überlebt, kann es uns alle t?ten."

  Alle schauen ihn fragend an.

  Blitzschnell dreht sich Meneor um und schiesst.

  Ein Bewaffneter f?llt getroffen zu Boden.

  Den Schreck noch in den Gliedern, h?ren sie Meneor zu: "Geht in die Turmh?user und schiesst auf alles, was sich bewegt ... ausser auf mich ... Ich werde unten alle Verstecke durchsuchen."

  Geduckt stieben die Genvilles auseinander.

  Z?hneknirschend beobachtet Held das Geschehen. Held denkt: 'Ich habe den Krieger untersch?tzt. Er ist f?hig, mit einer Handvoll Leuten eine Armee zu besiegen ...'

  Held nimmt das Fernglas ...

  ... und sucht stadtseitig den Rand des S?uregrabens ab.

  überall sind Panzer, Minen- und Raketenwerfer in Stellung gegangen. Held denkt, b?se l?chelnd: '... Wir werden sehen, ob er auch gegen ein solches Bombardement ein Rezept hat ...'

  Held geht zum Pult ...

  ... und drückt einen Knopf am Kommunikator. Kommunikator: "Ja Chief?"

  Held: "Feuer frei!"

  Kommunikator: "Jahuu!"

  Held l?chelt b?se ...

  ... und geht zurück zur Fensterwand, ...

  ... um ohne Fernglas zu beobachten, was geschieht.

  Von den Turmh?usern herab schiessen die Genvilles auf die letzten, versprengt herum irrenden Bewaffneten, ...

  ... w?hrend Meneor mit rasender Geschwindigkeit durch Genville eilt und überall in m?gliche Verstecke schaut.

  Pl?tzlich, am Rand von Genville f?llt Meneors Blick durch die Glaskuppel auf die schweren Waffen zwischen den H?usern am Rand des S?uregrabens.

  Mit überraschtem Gesichtsausdruck bleibt Meneor für eine Sekunde wie vom Blitz getroffen stehen, ...

  ... um dann aus Leibeskr?ften zu schreien: "ALLE SOFORT ZUM BUNKEREINGANG!!!"

  Elektrisiert h?ren die Genvilles in der Eingangshalle, ...

  ... jene in den Turmh?usern ...

  ... und auch Caesar in seinem Versteck die dr?hnenden Worte.

  Estragon, der immer noch Tanja tr?stend in den Armen h?lt, reagiert sofort, ...

  ... indem er so schnell aufsteht, dass die überraschte Tanja seitlich zu Boden plumpst.

  W?hrend Estragon die sich widersetzende Leia aus dem Sargbeh?lter zieht, sagt er zu Martin: "Martin, nimm Antara auf die Arme."

  Unsicher darüber, was eigentlich geschieht, gehorcht Martin sofort, nimmt Antara auf die Arme ...

  ... und steht mit ihr auf.

  Estragon schwingt die kleine Leia auf Antaras Bauch ...

  ... und nimmt seinerseits den überraschten Martin auf seine Arme, so dass er nun drei Personen tr?gt.

  Estragon rennt zu Tanja ...

  ... und bleibt, ihr den Rücken zuwendend, stehen. Estragon: "Würde Frau Stadtpr?sidentin das Güte haben, auf mein Rücken zu steigen."

  Tanja will gerade protestieren, ...

  ... da sieht sie den tief ernsten Blick, mit dem Martin sie anschaut.

  Tanja beisst sich mit gesenktem Kopf auf die Lippen, ...

  ... gibt sich einen Ruck ...

  ... und klettert mit einem Ausdruck, der zeigt, wie sehr es sie überwindung kostet, auf Estragons Rücken.

  Sofort rennt Estragon los und dies so heftig, dass Tanja fast ihren Halt verloren h?tte.

  W?hrend Estragon mit einem Affenzahn quer durch Genville rennt, ert?nen die dumpfen Laute der feuernden Geschütze und das Fauchen der Raketenwerfer.

  Held sieht, b?se l?chelnd, wie überall die Geschosse auf der Glaskuppel einschlagen, so dass die Kuppel innert Sekunden von Rissen durchzogen ist.

  überall ist Pulverrauch, so dass Held nicht mehr sehen kann, was in Genville vor sich geht.

  Weitere Geschosse folgen ...

  ... und reissen L?cher in die Kuppel, ...

  ... so dass ein Scherbenregen auf Genville prasselt.

  Estragon rennt die letzten Meter im Scherbenregen ...

  ... und erreicht, schwer atmend, den Bunkereingang, wo die übrigen Genvilles ausser Tonne, schon angstvoll warten, w?hrend Meneor ohne Angst, eher neugierig schaut, was mit der Kuppel passiert.

  Mit einem breiten Grinsen und einer Geste auf den Bunkereingang sagt Meneor zu den verwirrten Genvilles: "Gehen wir."

  W?hrend die Genvilles eilig im Bunkereingang verschwinden, durchschlagen die ersten Granaten die besch?digte Kuppel und explodieren mit Get?se in Genville.

  Mit einem letzten Blick auf die Zerst?rung von Genville verschwindet auch Meneor im Bunkereingang.

  Meneors Kopf taucht aber gleich wieder auf. Seine Augen sind aufgerissen vor angespannter Erregung.

  In einiger Entfernung rennt Tonne auf seinen kurzen Beinen auf den Bunkereingang zu.

  Meneor winkt und schreit: "Beeil dich, Tonne!"

  Tonne rennt, was er kann, w?hrend in seiner N?he Granaten einschlagen.

  Meneor sieht mit grossen Augen einen heranfliegenden Granatenschauer, der Tonne treffen wird ...

  ... und schreit: "Kopfsprung!"

  Tonne st?sst sich mit den Beinen ab, ...

  ... landet auf dem Kopf ...

  ... und l?sst den Deckel gegen den Boden schnellen.

  Kaum ist Tonne einen Meter über Boden, wird er von einer Granate voll getroffen.

  Meneor schaut mit grossen Augen, ...

  ... wie Tonne von der Explosion zerfetzt wird, ...

  ... und seine Teile verschwinden im Rauch und Staub der übrigen Explosionen des Granatenschauers.

  Breit grinsend, beobachtet Held durch die Fassadenscheibe die Zerst?rung Genvilles.

  Auch Meer beobachtet vom Zugangsraum zur Glasr?hre aus das Zerst?rungswerk. Er ist wütend und traurig zugleich.

  W?hrend es oben noch bombt und kracht, eilt Meneor die Treppe des Bunkereingangs hinunter, ...

  ... bis an ihren Fuss, wo er erstaunt stehen bleibt und den grossen leeren Flur nach den Genvilles absucht.

  Ohne sichtliche Anstrengung springt Meneor über die versteckte Falltür.

  Wie er im Flur landet h?rt er ein lautes 'Buhhh!' in seinem Rücken.

  In einem Sekundenbruchteil dreht sich Meneor um und wirft einige Messer in Richtung des Ger?usches.

  Die Genvilles, auch Lara, Flu, Iris und Ewald befinden sich unter der Treppe. Wie sie die heranfliegenden Messer sehen, schreien einige von ihnen 'Ahhh!', w?hrend Chromos 5 sich auf die Messer konzentriert.

  Ein Zucken von Chromos 5s Armen ...

  ... und er hat alle Messer aus der Luft gegriffen. Iris ist sprachlos.

  Mit gequ?ltem L?cheln h?lt er sie Meneor hin, w?hrend Hisch schimpft: "Ihr Dummk?pfe! Ich hab's euch ja gesagt, dass es kein gutes Idee ist, das Krieger w?hrend eines Kampfes zu erschrecken."

  Aladan, Hisch g?nnerhaft auf die Schulter klopfend: "Beruhige dich, liebes Hisch."

  Hisch, ihm einen wütenden Blick zuwerfend: "Pah!"

  Mit gef?hrlichem Unterton sagt Tanja zu Martin, der immer noch Antara auf den Armen tr?gt: "M?chtest du nicht gelegentlich deine Finger von dieser nackten Frau lassen?"

  Martin, dem Antaras Nacktheit selber peinlich ist: "Aber Tanja, Antara ist schwer verletzt. Jemand muss sie tragen."

  Tanja, ?tzend: "Und da ist der kraftstrotzende Held Martin gerade der Richtige."

  Martin, dem das Gewicht Antaras doch schon etwas zu schaffen macht, verlegen: "?hm, nein ... natürlich nicht."

  Martin schaut sich suchend um, wer ihm Antara abnehmen k?nnte, ...

  ... da sagt Antara, schwach l?chelnd zu dem erstaunten Martin: "Es war lieb, dass du mich gerettet hast, mein Held Martin ..."

  Antara küsst Martin auf den Mund, w?hrend dieser rot anl?uft vor Peinlichkeit. Tanja schreit: "Ahhh!"

  Trotz ihrer Ersch?pfung kichern und lachen die Genvilles. Ewald l?chelt, w?hrend Iris schaut, als sei sie in einem Irrenhaus.

  Iris, sich fassend: "Sind wir hier im Krieg oder in einer Seifenoper?"

  Piri, treuherzig zu Iris: "Antara ist unser Seifenoper, egal ob da Krieg ist oder nicht."

  Iris macht eine Miene, als w?re sie im Klub der Schwachsinnigen.

  Der verlegen l?chelnde Martin übergibt Antara an Estragon.

  Piri zu Meneor, der eben seine Messer von Chromos 5 in Empfang nimmt: "Was nun, grosses Krieger?"

  Chromos 5 l?dt sich die verletzte Lara auf die Arme.

  Leia, quengelnd: "Ich habe Hunger."

  Meneor schaut ernst und sagt: "Wie willst du essen, wenn du tot bist?"

  Leia ist geschockt.

  Tanja, emp?rt: "Was unterstehen Sie sich, so mit einem Kind zu reden?!"

  Chromos 5, bes?nftigend: "Ich denke, Meneor will sagen, dass wir uns zuerst in Sicherheit bringen sollen, bevor wir ans Essen denken."

  Tanja, ver?chtlich und verzweifelt zugleich: "Sicherheit! Sicherheit! ... Für uns gibt es keine Sicherheit ... Wir sind so gut wie tot ..."

  Martin: "Psst, wie sprichst du vor dem Kind."

  Tanja, geh?ssig: "Was mischst du dich ein? ... Und seit wann interessierst du dich für Kinder?!"

  Meneor, ungerührt von dem Streit, zeigt auf Iris und Ewald und sagt: "Diese beiden kennen das Weg nach draussen. Sie werden uns führen."

  Iris, emp?rt: "Soweit kommt es noch! Wir helfen den Monstern bei der Flucht und werden dafür von der Natural Guard erschossen ..."

  Meneor zieht das Büchlein, welches er einem Guard-Führer abgenommen hat, aus seiner Kleidung und sagt: "Hier ist das Verzeichnis der Fallen in diesem Bunker ..."

  Meneor, sich zum Gehen wendend: "... Wir werden ein Weg finden."

  W?hrend Meneor vorangeht, rennt ihm Ewald nach und sagt: "Warte ..."

  Meneor schaut ihn fragend an. Ewald: "... Ich werde euch führen. Das geht schneller."

  W?hrend Ewald sich anschickt, die Führung zu übernehmen, rennt Iris ihm nach, ...

  ... reisst ihn am Arm herum und schreit: "Bist du verrückt?! In was für eine Scheisse ziehst du mich da hinein?!"

  Ewald legt bes?nftigend die Hand auf Iris' Schulter und sagt ruhig: "Mach dir keine Sorgen, Iris ... Wir sagen einfach, wir h?tten uns kurz vor dem Bombardement in Sicherheit gebracht, und dass wir nichts wüssten von den Genvilles, ... ?h, den Monstern."

  Iris, mit gesenktem Blick, bedrückt, leise: "Eigentlich spielt es gar keine Rolle, was wir tun. Sie nehmen uns sowieso als Geiseln ... Und wenn sie uns nicht mehr brauchen, bringen sie uns um ..."

  Pl?tzlich sieht Iris in ihrem Blickfeld eine Hand, die ihr ein Messer mit dem Schaft voran hinstreckt.

  Iris schaut auf und sieht das l?chelnde Gesicht Meneors. Meneor: "Willst du gegen mich k?mpfen?"

  Verwirrt schüttelt Iris den Kopf.

  Meneor, l?chelnd: "Ich t?te dich nur, wenn du gegen mich k?mpfst."

  Iris ist beeindruckt.

  Iris, unsicher: "Das heisst, ihr lasst uns gehen?"

  Meneor nickt l?chelnd.

  Iris, dr?ngend zu Ewald: "Hast du's geh?rt, Ewald? Komm, lass uns verschwinden, ehe wir in Teufels Küche geraten."

  Ewald, ruhig: "Geh ruhig voraus ... Ich habe hier noch etwas zu erledigen."

  Iris wirft Ewald einen flehenden Blick zu.

  Wie sie merkt, dass es nichts nützt, sagt sie geknickt: "Ich hab's gewusst ..."

  Iris, sich in ihr Schicksal fügend: "... Also gehen wir."

  Ewald und Iris setzen sich den Flur entlang in Marsch, dicht gefolgt von Meneor.

  Die übrigen Genvilles folgen dem Trio.

  Iris und Ewald gehen durch eine Tür, hinter der eine Treppe liegt.

  Iris zischelt Ewald leise zu: "Lass uns die Monster in eine Falle führen ... Vielleicht eine Sprengladung, die hinter uns hoch geht und sie alle zerfetzt ..."

  W?hrend sie die Treppe runtereilen, f?hrt Iris fort zu flüstern: "... Stell dir die Story vor: 'Natural News Team erledigt unbesiegbare Monster!' ... Wir w?ren die Gr?ssten ..."

  Iris ist überzeugt, dass Meneor, der einige Meter hinter ihr folgt, sie nicht h?ren kann. Meneor: "Warum willst du wachsen?"

  Iris, sich nach Meneor umdrehend, verdattert: "?h ... Wie bitte? ... Wovon sprechen Sie?"

  Meneor, l?chelnd: "Du hast gesagt, wenn ihr uns umbringt, seid ihr die Gr?ssten. Wenn du das Gr?sste sein willst, musst du wachsen. Aber warum willst du wachsen? Dein K?rper ist doch gut so."

  Iris schaut Meneor entgeistert an.

  Iris schreit: "Ahhh! ... Das halte ich nicht aus!" ...

  ... und rennt mit zugehaltenen Ohren die Treppe hinunter.

  Ewalds erschrockener Blick f?llt auf die Fotozellen an der Decke, am Anfang des Zwischenbodens zur n?chsten Treppe.

  Meneor folgt Ewalds Blick und sieht ebenfalls die Fotozellen.

  W?hrend Iris die Lichtschranke unterbricht, ...

  ... huscht Meneor wie ein Schatten an Ewald vorbei.

  Iris befindet sich schon auf dem Zwischenboden, als die Decke sich nach unten bewegt.

  Meneor beobachtet, wie die von einem Hydraulikelement bewegte und als verputzte Decke getarnte Stahlplatte nach unten schiesst, auf die genau darunter stehende ahnungslose Iris zu.

  Blitzschnell ist Meneor neben Iris und stemmt sich mit nach oben gereckten Armen gegen die Stahlplatte.

  Iris spürt die N?he Meneors, ...

  ... dreht sich emp?rt um ...

  ... und gibt Meneor eine Ohrfeige mit den Worten: "Bleiben Sie mir vom Leib, Sie zudringlicher Kerl!"

  Schattengleich rasen, Piri, Wagon und Aladan herbei ...

  ... und stemmen ihre Arme ebenfalls gegen die Stahlplatte, was Iris sichtlich verwirrt.

  Iris schaut nach oben ...

  ... und schreit, wie sie die Gefahr endlich erkennt: "Ah! Eine Falle!"

  Sofort flüchtet Iris vom Zwischenboden auf die n?chste Treppe, ...

  ... w?hrend sich die vier Genvilles mit grosser Anstrengung gegen den Druck der Platte stemmen.

  Chromos 5s Arme verschwimmen ...

  ... und vier Messer fliegen auf die Schl?uche zu, welche das Hydraulikelement mit ?l versorgen.

  Die Messer durchtrennen die Schl?uche.

  W?hrend das ?l herausspritzt, l?sst der Druck auf die Platte sofort nach.

  Erleichtert lassen die vier Genvilles ihre Arme sinken.

  Chromos 5 pfeift seine Messer zurück, ...

  ... die sich prompt umdrehen und einen Raketenstrahl ausstossen, ...

  ... welcher das heraus spritzende ?l entzündet, ...

  ... was die erschrockene Hisch zum Ausruf verleitet: "Flieht, dieses Idiot will uns garen!"

  Hektisch rennen alle über den Zwischenboden zur n?chsten Treppe.

  W?hrend sich alle auf der Treppe dr?ngeln, versperrt ihnen Iris auf der untersten Stufe den Weg mit den Worten: "Halt! Wir müssen ..."

  Iris, eine getarnte Tür neben der Treppe aufstossend: "... hier lang."

  W?hrend das brennende ?l von der Stahlplatte fliesst, verschwinden alle in der Geheimtür.

  Hinter der Geheimtür ist eine zweite Treppe, die parallel zu derjenigen verl?uft, die sie eben verlassen haben. Die Treppe ist enger und düster erleuchtet. Iris erkl?rt: "Die andere Treppe ist zwar sch?ner, aber voller Fallen. Die hier ist sicher."

  Aladan, mit gespieltem Ernst: "Wie praktisch."

  Das brennende ?l ist die innere Treppe hinabgeflossen. Flammen schlagen an der Geheimtür hoch und beginnen sie zu erhitzen.

  Leia, die sich mit der Hand an der Geheimtür abstützt, ...

  ... zieht die Hand pl?tzlich zurück und schreit 'Bua?hh'.

  Tanja fragt erschrocken: "Was ist denn, mein Kleines?"

  Leia zeigt weinend auf die Tür: "Heiss ..."

  Hisch, aufgeregt: "Das brennende ?l fliesst das Treppe hinunter. Bald sind wir in einem Backofen."

  Ewald: "Weg hier!"

  Eilig trippeln Ewald und Iris voraus die Treppe hinunter.

  Meneor: "Wartet!"

  Iris und Ewald halten überrascht inne. Die übrigen schauen Meneor fragend an.

  Meneor, mit geschlossenen Augen: "Still!"

  Niemand macht mehr einen Laut.

  Meneor h?rt das Aufschlagen von Milit?rschuhen ...

  ... und sagt, die Augen ?ffnend: "Die Guards kommen uns entgegen."

  Iris, erfreut: "Toll, dann sind wir gerettet."

  Meneor legt sein Ohr an die Aussenwand und sagt: "Sie werden euch t?ten."

  Iris, selbstsicher: "Wir sind das Natural News Team. Warum sollten sie uns t?ten?"

  W?hrend Meneor konzentriert an der Aussenmauer lauscht, sagt Chromos 5: "Diese Guards werden das Auftrag haben, s?mtliche überlebenden in Genville auszul?schen."

  Iris protestiert: "Das ist nicht wahr. Die Freiwilligen, die überlebt haben, werden begnadigt und bekommen eine Belohnung."

  Chromos 5, düster: "Ich glaube eher, dass dieses Einsatz der 'Freiwilligen' ein anderes Form des Hinrichtung war. Und das Hinrichtung wird jetzt vollendet."

  Iris, stirnrunzelnd: "Auch wenn es so w?re, gibt es keinen Grund, uns umzubringen."

  Ewald: "Wenn es stimmt, was er sagt, dann werden sie zuerst auf alles schiessen, was sich bewegt ... und erst dann schauen, wer es war."

  Meneor schl?gt mit der Faust ein Loch in die Mauer, so dass alle zu ihm herumfahren.

  Mit ein paar weiteren Faustschl?gen macht er das Loch so gross, dass jemand hindurchklettern kann.

  Meneor: "Schnell, verschwindet durch dieses Loch."

  Ohne lange zu fragen, beginnen die Genvilles durch das Loch zu schlüpfen.

  Iris, kopfschüttelnd: "Die sind dem vielleicht h?rig."

  Ewald l?sst sich davon nicht beeindrucken und geht auch zum Loch, wobei er sagt: "Komm, lieber ein bisschen h?rig und dafür am Leben."

  Piri stellt sich l?chelnd neben Meneor und sagt: "Und wir zwei werden die Guards aufhalten."

  Meneor, l?chelnd: "Das k?nnen wir nicht. Wir sind tot."

  Piri kneift sich in den Arm und sagt: "Findest du?"

  Meneor, lachend: "Komm mit."

  Meneor eilt, gefolgt von Piri, die Treppe hoch zur Geheimtür.

  Meneor und Piri stehen neben der heissen Tür. Meneor: "Wenn wir die Guards t?ten, wissen die, die sie finden, dass wir am Leben sind. Wenn wir ihnen das Feuer schicken, denken sie, dass wir tot sind."

  Piri, begreifend: "Und sie werden uns nicht mehr suchen."

  Piri, bewundernd: "Du bist das vollkommene Krieger."

  Meneor, mit gesenktem Blick: "Nein, ich bin das vollkommene Idiot."

  Piri, verwirrt: "Aber wieso?"

  Meneor, ernst: "Als Tonne zum Bunkereingang rannte, habe ich ihm gerufen, es solle ein Kopfsprung machen. Ich dachte, es w?re dann schneller. Aber als es auf dem Kopf lag, schlugen die Granaten in sein schwach geschütztes Unterseite und zerfetzten ihn ..."

  Piri, betroffen: "Oh."

  Piri, betroffen Trost spendend: "Die Granaten h?tten ihn sowieso zerfetzt. Sein Panzer w?re nicht stark genug gewesen ..."

  Piri, Meneor den Hals küssend: "... Im übrigen habe ich dich lieber, wenn du auch mal ein Fehler machst."

  Meneor l?chelt schwach.

  Meneor, schwach l?chelnd, ein Messer zückend: "Dann lass uns jetzt das Feuer schicken."

  Meneor ?ffnet mit der Messerspitze die Geheimtür einen Spalt breit, ...

  ... und beide rennen windschnell die Treppe hinunter ...

  ... und hechten ins Mauerloch, ...

  ... w?hrend das brennende ?l durch die Geheimtür auf die Treppe fliesst.

  Im schwachen Schein, der durch den Mauerdurchbruch f?llt, sind die anderen zu sehen. Sie stehen in einem dunklen, leeren Raum.

  Piri will sich zu ihnen gesellen, ...

  ... sieht jedoch, wie Meneor beginnt, die herausgeschlagenen Mauerstücke wieder einzusetzen, und sagt: "Oh ja."

  Dann kniet sie sich zu Meneor und hilft ihm, das Loch zuzumachen. Aladan, protestierend: "Müsst ihr uns noch das letzte Rest Licht wegnehmen?"

  Meneor: "Mit deinem Ultraschall kannst du auch im Dunkeln sehen."

  Aladan, verblüfft: "Ah ja."

  Meneor und Piri setzen den letzten Brocken ins Loch. Meneor: "Wenn wir Glück haben, übersehen sie das Loch."

  Piri, l?chelnd: "Das grosse Krieger redet von Glück?"

  Meneor: "Ohne Glück kannst du nicht überleben ... Denk an Tonne."

  Piri senkt betroffen den Blick.

  Ein Trupp Natural Guards stürmt schwer bewaffnet die Geheimtreppe hoch.

  Von seinem hohen Beobachtungsposten schaut Held zufrieden auf das Bild der Zerst?rung hinunter. Die Glaskuppel ist weitgehend zerst?rt. Nur einzelne Riesensplitter ragen noch in den Himmel. überall schlagen noch Granaten und Raketen in Genville ein.

  Held, im Befehlston in seinen Kommunikator: "Feuer einstellen!"

  Mit dem Fernglas prüft Held die Wirkung des Bombardements. Wo Genville war, ist nun eine leblose Kraterlandschaft.

  Helds Fernglas fixiert den Bunkereingang. Held denkt ungeduldig: 'Wo bleiben die Guards?'

  Held, in seinen Kommunikator: "Hier Chief Held ..."

  W?hrend der Guard-Trupp weiter die Geheimtreppe hinaufstürmt, t?nt es aus dem Kommunikator des Anführers: "... Wo bleibt der Genville-Sturmtrupp?"

  Der Anführer schreit in seinen Kommunikator: "Chief Held, wir sind gleich ..."

  Der Anführer bemerkt das lodernde ?l, welches auf ihn zufliesst, und schreit: "... Ah! Zurück M?nner!"

  Held schaut irritiert in seinen Kommunikator ...

  ... und bellt dann: "Verdammt, was ist los?!"

  W?hrend der Trupp so schnell wie m?glich die Treppe runterrennt, schreit der Anführer in seinen Kommunikator: "Eine brennende Flüssigkeit kommt die Treppe herab! Wir müssen uns zurückziehen! ... Das Bombardement muss einen Tank getroffen haben!"

  Held in den Kommunikator, unzufrieden: "Verstanden."

  Held kaut auf seiner Unterlippe, w?hrend er hastig Genville mit dem Fernglas absucht.

  überall liegen die Leichen der 'Freiwilligen', ...

  ... aber keine Genvilles, ...

  ... bis der zerfetzte Leib Tonnes ins Blickfeld kommt. Held denkt, bitter l?chelnd: 'Aha, den hat's also erwischt ...'

  Held setzt das Fernglas ab und denkt stirnrunzelnd: '... Aber der Rest ... Wo sind die anderen Monster? ... Dieser Krieger hat bestimmt wieder ein hinterlistiges Spielchen laufen ...'

  In dem dunklen Raum geht Aladan selbstsicher auf eine Tür zu und sagt: "Hier ist ein Tür, mir nach!"

  Martin kann zwar nichts sehen, hebt aber in Richtung, aus der die Worte kamen, die Hand und sagt warnend: "Warte, Aladan!"

  Erstaunt h?lt Aladan inne und schaut zu Martin.

  Aladan: "Warum, Herr Stadtpr?sident?"

  Martin: "Wir sind in diesem geschlossenen Raum ziemlich auf dem Pr?sentierteller. Wenn die Tür eine Falle ausl?st, haben wir keine Chance."

  Aladan, weiter auf die Tür zugehend, sp?ttisch: "Und wenn wir uns vor jedem Tür in das Hose machen, sind unsere Hosen bald so voll, dass wir uns nicht mehr bewegen k?nnen."

  Hisch ultraschallt die Situation ...

  ... und hechtet Aladan an, sodass es ihn von den Beinen fegt.

  Hisch, auf dem gef?llten Aladan sitzend: "Wenn das Herr Stadtpr?sident etwas sagt, wirst du dich nicht so einfach darüber hinweg setzen, du eingebildetes Einfaltspinsel."

  Meneor, der mit seinen Restlicht verst?rkenden Augen die ganze Szene beobachtet hat, sagt, l?chelnd das Büchlein aus seinen Kleidern ziehend: "Streitet noch ein wenig. Dann habe ich Zeit, im Buch nachzuschauen."

  W?hrend Meneor im Buch liest, schauen alle verblüfft in die Richtung, aus der Meneors Stimme gekommen ist. Piri hat den Arm um Meneor gelegt und versucht auch, im Buch zu lesen. Piri: "Ich sehe überhaupt nichts. Wie willst du da lesen?"

  Meneor: "Warum soll ICH nicht lesen k?nnen, wenn DU nichts siehst?"

  Allgemeine Verblüffung. Aladan, eher sp?ttisch: "Was für ein entwaffnendes Logik!"

  Meneor, als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt: "Hier steht, dass Aladans Tür beim ?ffnen das Boden nach unten klappen l?sst. Wir würden alle in ein tiefes Schacht stürzen."

  Allgemeines Entsetzen.

  Meneor zeigt zur Decke, wo sich eine Art verschlossene Luke befindet, und sagt: "Das Ausgang ist hier."

  Alle schauen ratlos ...

  ... und Piri fragt: "?h, Meneor ... Wo ist 'hier'?"

  Meneor betrachtet die ratlosen Gesichter, die durch ihn hindurch zu schauen scheinen ...

  ... und sagt: "über mir, in dem Decke ist das Ausgang."

  W?hrend Meneor das Büchlein in seinen Kleidern verschwinden l?sst, besteigt er die überraschte Piri, ...

  ... die ihn dann aber bereitwillig auf ihren Schultern tr?gt.

  Meneor dreht das Rad am Lukendeckel ...

  ... und st?sst den Lukendeckel nach oben auf.

  Ein Lichtstrahl f?llt durch die ?ffnung.

  Meneor springt von Piri herunter, ...

  ... packt die erschrockene Piri ...

  ... und rennt mit ihr weg vom Lichtstrahl.

  Hisch: "He, Meneor, was soll das? Kannst du dein Leidenschaft nicht zügeln? Wir sind immerhin auf dem Flucht."

  Meneor, l?chelnd auf die Luke deutend: "Ich rieche Kampforganismen. Willst du das Kopf da rausstrecken?"

  Sofort bilden Chromos 5, Aladan, Hisch, Wagon und Piri in respektvollem Abstand einen Ring um den Lichtstrahl. Ihre H?nde ruhen entweder kampfbereit auf den Messergriffen, oder sie haben bereits ein Messer gezogen.

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  Meneor schliesst sich dem Kreis an.

  Iris zischelt wütend zu Ewald: "Warum hast du Idiot die Kamera kaputt gemacht. Das ist doch DIE Story, wenn die Genville-Monster von ihrer eigenen Monsterbrut zerhackt werden."

  Estragon zischelt ?tzend zu Iris: "Und wenn das ganze Raum tapeziert ist mit Fleischbrocken von Genville-Monstern, wird das Monsterbrut angesichts des Natural News Teams urpl?tzlich mediengeil, bindet sich ein Schlips um und stellt sich, mit bluttropfenden Z?hnen, zum Interview."

  W?hrend die Genvilles kichern, emp?rt sich Iris: "Was f?llt Ihnen ein, mich so anzuzischeln ..."

  Und zu Ewald: "... Was meint dieser Gewürzst?nder überhaupt?"

  Ewald, in der bedrohlichen Situation nur schwach l?chelnd: "Er meint, dass wir im selben Boot sitzen."

  Iris, ausser sich: "K?nnte mir hier vielleicht jemand mit klaren, einfachen Worten, unter Verzicht auf Gleichnisse und Kurzgeschichten, die Situation erkl?ren."

  Martin, bes?nftigend: "Bitte beruhigen Sie sich doch. Sie machen die Kampforganismen auf uns aufmerksam ... Also Estragon meint, wenn die starken Genvilles von den Kampforganismen besiegt würden, w?ren wir Schwachen das Dessert."

  Iris, allm?hlich begreifend: "Dessert? ..."

  Iris, aufstampfend vor Emp?rung: "Ich bin aber kein Dessert!"

  Aladan, nüchtern: "Nach diesem Geschrei k?nnen wir wohl jedes Form von überraschungsangriff vergessen."

  Hisch, forsch zu Meneor: "Und was jetzt, du geniales Taktiker? ... Das Stadium des Vorsicht haben wir erreicht. Jetzt kommt wohl das übersicht."

  Meneor, ernst auf Iris zeigend: "Wir nehmen dieses laute Natürliche und halten es durch das ?ffnung. Dann sehen wir, ob ihm das Kopf abgebissen wird."

  Iris ist entsetzt. Wagon will protestieren: "Wa...", ...

  ... sieht aber, wie ihr Meneor zuzwinkert und sagt ernsthaft: "Warum nicht? Wir binden es mit Tüchern so fest zusammen, dass es sich nicht mehr beugen kann ..."

  Piri, mit ganz feinem L?cheln: "... Ja, dann k?nnen wir es wie ein Stange durch das ?ffnung schieben."

  Iris entreisst Estragons Gürtel ein Messer ...

  ... und steht, zitternd vor Angst und Wut, das Messer drohend in der Hand, da, als sie sagt: "Niemand wird mich durch eine ?ffnung schieben."

  Aladan prustet los. Die drei Schwestern kichern. Meneor grinst breit. Die übrigen schauen mehr oder weniger verst?ndnislos.

  Ewald nimmt der verwirrten Iris das Messer aus der Hand und sagt bes?nftigend: "Keine Angst, Iris, sie machen doch nur Spass."

  Caesar, v?llig humorlos: "Kann mir jemand erkl?ren, weshalb wir den Kampforganismen so viel Zeit geben, sich für ein Angriff vorzubereiten?"

  Meneor, l?chelnd: "Sie riechen nicht nach Angriff."

  Aladan, überrascht und ironisch zugleich: "Aha! Da haben wir's! Das Duft des Friedens."

  Meneor nimmt ein Messer mit einer breiten Klinge und steckt dessen Griff im 45°-Winkel auf die Spitze eines anderen Messers.

  Dann nimmt er das dritte Messer und steckt es hinten ins Zweite.

  Im Nu hat er so viele Messer ineinander gesteckt, dass er das schr?ge durch die Luke führen kann.

  Meneor dreht den Messerspiegel im Kreis und sagt dabei, nach oben starrend: "Ein Kampforganismus ist in einem K?fig ..."

  "... und dort hat's ein Panzerechse. Es ist frei."

  Meneor baut seine Messerstange blitzschnell wieder auseinander und l?sst die Messer im Gürtel verschwinden.

  Meneor st?sst sich vom Boden ab und sagt dabei: "Ich werde es fragen."

  W?hrend er durch die Luke fliegt, bleiben fragende Gesichter zurück.

  Fragend oder befremdet schauen Chromos 5, Aladan, Hisch, Wagon und Piri einander an, ...

  ... um sich schliesslich achselzuckend vom Boden abzustossen.

  Nacheinander fliegen sie durch die Luke.

  Tanja freundlich zu Caesar: "Herr Caesar, wollen Sie sich dem Expeditionscorps nicht anschliessen? Ihr starker Arm w?re vielleicht hilfreich."

  Caesar, schleimig l?chelnd: "Aber Frau Stadtpr?sident, was geschieht, wenn pl?tzlich hier ein Gefahr auftaucht? Wie k?me es mir in das Sinn, Sie schutzlos zurückzulassen."

  Tanja ist geschmeichelt. Estragon und Lara tauschen mit feinem L?cheln einen Blick aus. Estragon: "Pfff."

  Lara: "Gib nicht so an, Caesar, du hast doch bloss die Hosen voll."

  Caesar ist wütend, Tanja emp?rt.

  Tanja, tr?stend zu Caesar: "H?ren Sie nicht auf diesen P?bel. Was wissen die schon von den Qualit?ten eines Kavaliers."

  Caesar l?chelt gef?hrlich.

  Szeneanfang:

  Auf dem Dach des Gef?ngnisses steigt Held zu Yon, der am Steuer sitzt, in den Helikopter, dessen Rotor schon dreht.

  Der Helikopter hebt ab ...

  ... und fliegt auf Genville zu.

  Von allen Seiten kommen weitere Helis auf Genville zugeflogen, darunter schwere Truppentransporter.

  W?hrend Yon und Held in der Luft warten, landen die übrigen Helis ...

  ... und spucken schwerbewaffnete Natural Guards aus.

  Die Guards schw?rmen aus ...

  ... und beginnen Genville systematisch zu durchk?mmen.

  Einige Guards finden eine schwer verletzte 'Freiwillige', die ihnen hilfesuchend die Hand entgegenstreckt und st?hnt: "Gott sei Dank ... Helft mir ..."

  Die Guards wechseln wortlos Blicke, ...

  ... richten ihre Gewehre auf die entsetzte 'Freiwillige' ...

  ... und t?ten sie mit einigen Schüssen.

  Held und Yon beobachten vom Heli aus das Vorrücken der Guards.

  Yon, düster: "Hast du in letzter Zeit in den Spiegel geschaut?"

  Held, gebannt auf Genville hinunterschauend: "Warum? Bin ich schlecht rasiert?"

  Yon, düster: "Ja, aber abgesehen davon siehst du aus wie fünfundzwanzig."

  Held, unkonzentriert, gefangen von dem Geschehen in Genville: "Vielen Dank für das Kompliment."

  Yon, bitter: "Du h?rst mir gar nicht zu."

  Held, nerv?s und ungehalten: "Nein, verdammt, ich will endlich wissen, ob's den Krieger erwischt hat."

  Yon, bitter und lauter: "Das ist doch v?llig unwichtig, wenn du aussiehst wie fünfundzwanzig!"

  Held reisst sich zusammen und sagt, Yon aufmerksam anschauend: "Ich sehe, du wirst nicht eher Ruhe geben, bis ich dir zugeh?rt habe ... Also was willst du?"

  Yon, düster vor sich hin schauend: "W?hrend du dich für diese Show hier feiern l?sst, werden alle sehen, dass du ein Chromos 1 bist."

  Held, nerv?s lachend: "Und wer wird seine Hand erheben gegen den Zerst?rer von Genville?"

  Yon, wie oben: "Und wer wird seine Hand erheben für einen Chromos 1?"

  Held, seinen Arm tr?stend um Yon legend: "Wir waren doch schon tot und haben dem Tod ein Schnippchen geschlagen ... Wenn er uns jetzt endgültig holt ... Was soll's?"

  Yon, mit tiefem, ernstem Blick: "Ich sehe das anders ... Wir haben ein zweites Leben bekommen, ... ein zweites Leben und nicht bloss ein paar Tage ... Wir haben sogar die Unsterblichkeit bekommen und damit die M?glichkeit, in unserem Leben ein Jahrtausendwerk zu vollbringen ..."

  Yon, eindringlich: "... Ein Jahrtausendwerk, verstehst du? ... Nicht so ein kleinkarierter Mist wie dieses B?se-B?se-Genmonsterle-Spiel ...?"

  Held h?rt mit steinerem Gesicht zu.

  Stimme aus Held's Kommunikator: "Chief, wir haben überreste von diesem fassf?rmigen Monster gefunden ... Von den übrigen fehlt jede Spur."

  Helds Augen glühen vor Wut.

  Szeneanfang:

  Hans Hart steht allein auf dem Dach des Polizeipr?sidiums und beobachtet mit ausdruckslosem Gesicht das zerst?rte Genville mit den anfliegenden und landenden Helikoptern.

  Der Wissenschafter, der Helds Kaffeetasse untersucht hat, ist in seinem Labor und spricht in den Kommunikator: "Kommandant Hart ..."

  Hart, in seinen Kommunikator: "Ja?"

  Harts Kommunikator: "Die Kaffeetasse mit der Speichelprobe, die Sie mir gebracht haben ... Nun, es sind Chromos 1-Gene."

  Das steinerne Gesicht Harts nimmt einen schwachen Ausdruck des Erstaunens an.

  Hart, trocken in den Kommunikator: "Danke."

  Mit steinernem Gesicht beobachtet Hart den in der Luft schwebenden Heli von Held und Yon.

  Szeneanfang:

  Meneor, Hisch, Piri, Aladan, Chromos 5 und Wagon stehen mit gezückten Messern um die Luke in einem Laborraum. Meneor zeigt auf eine entfernte Stelle und sagt: "Dort war das Echse. Jetzt ist es weg."

  Chromos 5: "Echsen sind gepanzert. Unsere Messer werden da nicht viel helfen."

  Meneor: "Ja genau."

  Die andern sind etwas erschrocken, w?hrend Hisch protestiert: "Das ist nicht das, was wir h?ren wollten."

  Piri, besorgt: "Ist das Echse ganz voll Wut,

  spritzt bald fr?hlich unser Blut?"

  Aladan, schmerzlich l?chelnd: "Was für ein Frohnatur."

  Meneor, grinsend: "Wenn das Echse angreift, halten vier von uns seine Arme und Beine fest. Ich breche ihm dann das Genick."

  Die anderen sind etwas angewidert von dieser Vorstellung. Aladan, etwas angewidert: "Was für ein Gemütsmensch."

  Aus der Luke t?nt eine Stimme: "Hallo, würdet ihr mir bitte helfen."

  Mit nach oben gestreckten Armen balanciert Martin auf den Schultern Estragons.

  Wie auf Befehl sinken Wagon und Chromos 5 auf ein Knie, ...

  ... beugen sich hinunter ...

  ... und ziehen Martin schwungvoll durch die Luke nach oben.

  Martin wird von der Gruppe neugierig gemustert. Martin: "Danke."

  Hisch: "Was ist denn in dich gefahren?"

  Martin, l?chelnd: "Und wenn hier jemand auf euch schiesst? ... Dann muss ich euch doch mit meinem Schussesswesen beschützen."

  Mit gespielter Beeindrucktheit nicken sich die anderen zu.

  Hisch, lachend, die Klauengr?sse mit den H?nden zeigend: "Und was machst du, wenn ein Panzerechse angreift mit solchen Klauen?"

  Martin, gewitzt: "Dann würde ich einem von euch Superschnellen empfehlen, der Echse ein langes Messer durch den ge?ffneten Rachen, direkt ins Gehirn zu stossen."

  Verblüffung. Hisch: "Mann, für ein Chromos 1 bist du aber nicht bl?d."

  Martin, sich leicht gekr?nkt r?uspernd: "Danke."

  Chromos 5, fasziniert von Martins Anregung: "Wenn wir schon Schwachstellen suchen, k?nnten wir auch das Auge in Erw?gung ziehen. Denn immerhin gibt es vom Auge auch ein direktes Verbindung zum Gehirn. Das Auge ist ebenfalls nicht gepanzert und wir h?tten ein bedeutend geringeres Risiko, weil wir nicht unser Arm zwischen zwei Reihen scharfer Z?hne strecken müssten ..."

  Aladan, mit erhobenem Finger dozierend: "Diese ganzen Erw?gungen lassen das entscheidende Punkt ausser acht ..."

  Gespanntes Zuh?ren.

  Aladan, wie oben: "... Ebenso gef?hrlich wie das Maul sind die Klauen eines Panzerechse. W?hrend wir mit unseren Messern an seinem Kopf herumfummeln, schneidet es uns mit seinen Klauen in Streifen ..."

  Hisch, kichernd: "Gestreiftes Aladan ..."

  Wagon, kichernd: "... an Rahmsosse."

  Die andern kichern oder grinsen.

  Aladan, mit gespielter Hochn?sigkeit: "Pah, ich werde wieder einmal nicht ernst genommen."

  Chromos 5, l?chelnd: "Nach all diesen Erw?gungen kommen wir zum Schluss, dass Meneors Vorschlag das am vielversprechendste zu sein scheint ..."

  Ein 'Gch-ch-ch' l?sst sie herum fahren. Durch ein Lagergestell voll von Kisten und Ger?ten sind die Gitterst?be eines raumhohen K?figs auszumachen.

  In der Deckung von Labortischen und Gestellen pirschen sich die Genvilles an den K?fig heran.

  Im K?fig steht eine zierliche, nackte Frau mit einem fremdartig sch?nen, an eine Schlange erinnernden Gesicht. Der ge?ffnete Mund entbl?sst zwei lange, runde, dünne und spitze Eckz?hne, die dem lieblichen Gesicht etwas Bedrohliches geben.

  Chromos 5, erstaunt: "Ein Kampforganismus ... Hier?"

  Meneor tritt aus seiner Deckung auf den K?fig zu. Piri, ?ngstlich: "Nicht, Meneor! Wo bleibt dein Vorsicht?"

  Meneor bleibt einen Meter vor dem K?fig stehen und sagt: "Das K?fig bietet Schutz für die, die hier arbeiten ... Also auch für uns."

  Aladan, skeptisch: "Und wenn es ein Falle ist?"

  Meneor: "Dann würde das Wesen nach Angriff riechen ... Aber es riecht nach Angst."

  Beeindruckt von Meneors Analyse, wagen sich die Genvilles aus ihrer Deckung und treten zu Meneor.

  Das Schlangenwesen scheint zu staunen über diese Leute, ...

  ... legt dann die H?nde vors Gesicht ...

  ... und dreht sich um.

  Der Rücken des Schlangenwesens ist offen, und die Organe sind zu sehen. Bei diesem schockierenden Anblick machen die Genvilles 'Ahhh', 'Ohhh' 'Uhhh'.

  Hisch, mitfühlend: Wie monstr?s!"

  Aladan, betroffen: "Ein richtiges Genmonster."

  Martin Eck schaut die beiden irritiert an.

  Martin, vorwurfsvoll: "Was ist denn in euch gefahren? ..."

  Hisch und Aladan schauen ihn fragend an.

  Martin, wie oben: "... Dauernd werden wir von den Natürlichen als Genmonster beschimpft, bloss weil wir etwas anders sind. Und jetzt, wo ihr einem Wesen begegnet, dass sich von uns unterscheidet, fangt ihr auch mit diesem Monsterzeug an."

  Hisch und Aladan schauen sich nachdenklich an.

  Schliesslich sagt Aladan schulterzuckend: "Wo es Recht hat, hat es Recht."

  Wagon, Martin bes?nftigend die Hand auf die Schulter legend: "Sei nicht so streng mit uns, Martin. Bevor es uns gelang, das Gentechnik zu vervollkommnen, gab es viele Fehlschl?ge. Das waren echte Monster im Sinne einer gentechnischen Fehlleistung, nicht lebensf?hig, zum Leiden verurteilt. Wir mussten sie rezyklieren ..."

  Martin, mit grossen Augen: "Rezyklieren?"

  Wagon: "... Ja, wir haben sie sanft get?tet, püriert, zentrifugiert und die daraus gewonnenen Flüssigkeiten als N?hrl?sung wiederverwertet."

  Martin, weiss vor Ekel und übelkeit: "Püriert und zentrifugiert ..."

  Wagon, als w?re es die natürlichste Sache der Welt, auf das Schlangenwesen zeigend: "Ja und dieses Monstrosit?t h?tten wir eben auch rezyklieren müssen."

  Martin, gegen die übelkeit ank?mpfend, auf das Schlangenwesen zeigend: "Aber dieses Wesen hier ist überlebensf?hig. Es zu t?ten ist Mord!"

  Chromos 5, neugierig: "Was hast du gegen Mord? ..."

  Martin schaut ihn entgeistert an.

  Chromos 5, ernst: "... Mord ist natürlich. Früher ermordeten die pflanzenfressenden Tiere die Pflanzen. Die fleischfressenden ermordeten die pflanzenfressenden. Die Menschen haben alle Tiere und Pflanzen ausgerottet, und die letzten Natürlichen sind dabei, sich gegenseitig abzuschlachten ... Chief Held hat vor Kurzem 500'000 Natürliche von den Tribünen in das S?uregraben stürzen lassen ..."

  Martin h?rt mit grosser Betroffenheit zu.

  Chromos 5, ernst: "Mord ist das 'natürlichste' Sache des Welt ... Warum also sollen wir nicht morden?"

  Fasziniert schauen die Genvilles teils Chromos 5, teils Martin an.

  Martin, hilflos stammelnd: "Aber ... Aber ihr wollt doch besser sein."

  Chromos 5, entrückt, leise: "Besser heisst nicht bl?d. Wenn du, auf dem Suche nach dem Besseren, mit Genen experimentierst, musst du die Fehler sofort ausl?schen. Wenn du das nicht tust, wirst du neues Elend in das Welt setzen und das Horror endet nie."

  Martin, ernst, bedrückt: "Ich verstehe, was du meinst, ... aber deine Logik schaudert mich ..."

  Chromos 5 legt Martin die Hand auf die Schulter und sagt ernst und leise: "Glaubst du, mir gef?llt es?"

  Martin schaut überrascht und bekümmert zugleich.

  Meneor h?rt eine Bewegung am anderen Ende des Labors ...

  ... und dreht blitzschnell sein Gesicht auf den Rücken, ...

  ... um eine etwa 2,50 m grosse Panzerechse zu ersp?hen. Die Echse steht auf ihren Hinterl?ufen und hat kr?ftige Vorderpranken und ein enormes Maul. Tief aus ihrem Rachen kommt ein 'GROAR'. Die Genvilles fahren erschrocken herum.

  Meneor schreit: "Aaangriff!" und rast auf die Echse zu.

  Reaktionsschnell folgen ihm die drei Schwestern und Aladan.

  W?hrend die vier heranzischen und je eine Extremit?t packen, springt Meneor vom Boden ab, ...

  ... h?lt sich mit einer Hand am Oberkiefer der Echse fest, wobei sein K?rper über die Echse schwingt, ...

  ... und knallt mit den Füssen in den Rücken der Echse.

  Rasch fasst Meneor die Echse unter dem Unterkiefer ...

  ... und reisst ihr den Kopf mit aller Kraft nach hinten.

  Am Hals der Echse macht es 'Ritsch', wie der Stoff auseinanderreisst.

  Der überraschte Meneor fliegt mit dem Kopf in der Hand nach hinten, ...

  ... dreht sich aber katzenartig in der Luft ...

  ... und landet hinter der Echse auf den Beinen.

  Meneor dreht sich blitzschnell um, ...

  ... betrachtet erstaunt den ausgefransten Stoffrand am Hals des gek?pften Echsenk?rpers ...

  ... und schaut mit demselben Blick in den hohlen Kopf in seinen H?nden.

  Wieder macht es 'Ritsch', und die vier Extremit?ten der Echse reissen sich unter dem Gezerre der Schwestern und Aladans vom K?rper los.

  Die Echse f?llt hin, und dort, wo vorher die bedrohlichen Extremit?ten einer Kampfechse waren, ragen kümmerliche Arme und Beine heraus und eine Stimme ert?nt aus dem Brustkorb der Echse: "Tut mir nichts! Ich bin harmlos!"

  Unter den verblüfften Augen der Angreifenden kraxelt ein gut aussehender, weiss bekittelter Mann aus dem Hals der Echse.

  W?hrend der Mann sich hochrappelt, schaut Meneor sich reflexartig nach weiteren Bedrohungen um.

  Unter den neugierigen Blicken der Genvilles erkl?rt der Mann, sich r?uspernd seinen Laborkittel zurecht zupfend: "?hm, ja, also ... Ich bin Lapsus, ein Chromos 2 Gentechniker, und verstecke mich seit der Verfolgung hier in diesem Labor, wo ich meine Forschungen weiterführe."

  Wagon, auf den zerfetzten Echsenk?rper weisend: "Und was soll das Maskerade?"

  Gentechniker: "Ihr habt davon gesprochen, Ili zu t?ten. Ich habe gehofft, euch zu verscheuchen."

  Piri, neugierig: "Was ist Ili?"

  Die Frau im K?fig ?ffnet die Gittertür und sagt l?chelnd: "Ich bin Ili."

  Die Genvilles sind verblüfft. Chromos 5s Hand zuckt zum Messergürtel, w?hrend Martin vorsichtig einen Schritt zurückweicht und erstaunt ausruft: "Was ... Die Tür war offen?!"

  Ili tritt auf den etwas angespannten Chromos 5 zu, h?lt ihm die rechte Hand hin und sagt artig: "Guten Tag."

  Vorsichtig fasst Chromos 5 Ilis Handgelenk ...

  ... und dreht ihre Handfl?che nach oben.

  Ili, l?chelnd: "Wie du siehst, habe ich keinen Giftstachel in der Handfl?che ... Und wie ist es mit dir?"

  Chromos 5 zeigt ihr l?chelnd seine Handfl?chen.

  W?hrend sich ihre H?nde umschlingen, schauen sie sich tief in die Augen.

  Ili dreht sich l?chelnd um zu Martin und geht auf ihn zu.

  Martin l?chelt unsicher und h?lt ihr seine Handfl?chen zur Inspektion hin.

  Lachend gibt Ili ihm die Hand, ...

  ... küsst den überraschten Martin auf die Wange und flüstert ihm ins Ohr: "Du bist süss."

  Martin denkt err?tend: 'Zum Glück ist Tanja nicht hier.'

  Im Hintergrund ragt Tanjas Kopf aus der Luke.

  Tanja, rot vor Wut: "Kaum lasse ich dich eine Sekunde aus den Augen, vergnügst du dich wieder mit scheusslichen Kreaturen!"

  W?hrend Martin, err?tet vor Scham, den Kopf einzieht, sagt Ili lachend: "Was bist du für ein Schlimmer!"

  Alle lachen. Das Eis ist gebrochen.

  Die übrigen Genvilles, Ewald und Iris werden nacheinander durch die Luke gehievt, ...

  ... wobei Lara sich wieder auf Flu legt und Antara vorsichtig getragen werden muss.

  Fürsorglich springt Lapsus herum, um für die verletzten Frauen Matratzen herbei zu schaffen.

  Schliesslich springen noch Caesar und Estragon aus eigener Kraft durch die Luke.

  Iris beobachtet voller Ekel Ilis offenen Rücken mit den sichtbaren Organen. Ili unterh?lt sich weiter entfernt mit einem Genville. Iris zu Ewald: "Was für eine ekelerregende Monstrosit?t. Schade, dass du Idiot dir die Kamera hast kaputt machen lassen ..."

  Iris, Ewald geringsch?tzig musternd: "... Ein Kameramann ohne Kamera ... Das ist wie ein Mann ohne Schwanz ..."

  Iris, Ewald h?hnisch auslachend: "... Du Kameraeunuch!"

  Ewald grinst s?uerlich mit.

  Iris, auf Ilis Rücken zeigend: "Stell dir vor, was wir für Einschaltquoten h?tten mit solch einem Rücken ..."

  Iris, mit einer ausholenden Armgeste das Labor bezeichnend, schw?rmerisch: "... überhaupt, was für eine Story! Dieses verborgene Labor mit dem Monsterprofessor ... Damit würden wir allen anderen NN-Teams den Rang ablaufen."

  Lapsus taucht pl?tzlich neben Iris auf und sagt besorgt: "Eine solche Story w?re unser Todesurteil."

  Ewald: "Lass gut sein, Iris, wir sind doch schon die Nummer Eins. Nach der Eins kommt nur noch die Null."

  Iris, ver?chtlich: "Schwachkopf, wir müssen immer wieder von neuem beweisen, dass wir die Besten sind ..."

  Iris, zu Lapsus: "... Und was Sie angeht, ... Sie sind sowieso so gut wie tot. Früher oder sp?ter werden die Guards Sie entdecken. Da spielt es doch keine Rolle, ob wir vorher noch eine gute Story in den Kasten kriegen und ordentlich was dabei verdienen ... Seien Sie doch nicht so egozentrisch."

  Lapsus, eingeschüchtert: "Mir w?re es aber angenehm, etwas sp?ter zu sterben statt früher ... Oder vielleicht gar nicht, wenn wir weiterhin Glück haben und nicht entdeckt werden."

  Caesar: "Wenn wir gerade vom Sterben reden ... Lapsus, bring doch die beiden einfach um, dann wird dich niemand verraten."

  W?hrend es Ewald sichtlich ungemütlich wird, l?sst die Bemerkung Iris kalt.

  Caesar zieht der in der N?he stehenden Wagon ein Messer aus dem Gürtel, ...

  ... h?lt es Lapsus hin und sagt: "Nun mach schon! Dann hast du Ruhe."

  Lapsus nimmt zum Entsetzen von Ewald das Messer in die Hand ...

  ... und betrachtet es, erfüllt von innerem Zwiespalt.

  Ewald, nerv?s zu Iris: "Iris, nun sag schon, dass du auf diese bl?de Story verzichtest ..."

  Iris, ver?chtlich: "Pfff, Hosenscheisser ... Sie werden es nicht wagen einer Natural News Reporterin etwas anzutun."

  Ewald, nerv?s, sich aufregend: "Diese Leute haben eben 500 Bewaffnete umgebracht, um ihr Leben zu schützen. Warum sollten sie bei dir eine Ausnahme machen?"

  Iris, sich betroffen an die Geschehnisse erinnernd: "Was für Monster!"

  Ewald, dr?ngend: "Iris, bitte, leg deine Vorurteile mal für einen Moment beiseite und schalt deinen Verstand ein."

  Aladan, mit gespieltem Stirnrunzeln: "Gibt es dafür überhaupt ein Schalter?"

  Niemand lacht. Es ist still. Alle schauen auf Lapsus, der unentschlossen auf das Messer starrt.

  Lara, von ihrem Matratzenlager: "Lapsus ..."

  Lapsus schaut zu ihr. Lara: "... Vielleicht k?nntest du Ewald verschonen. Es hat mir das Leben gerettet. Ich glaube nicht, dass es uns verraten wird."

  Lapsus schaut wieder aufs Messer und schweigt.

  Antara, die im künstlichen Licht keinen Schleier braucht und nackt auf einer Matratze liegt: "Jemanden einfach so kaltblütig abzustechen. Das will mir gar nicht gefallen."

  Caesar, h?hnisch: "Du hast's gerade n?tig, solche Reden zu schwingen. Was liegt denn da mit einem Schusswunde, weil es sich nicht verteidigt hat?"

  Antara: "Auch wenn du Recht hast, Caesar, ist es doch etwas anderes, ein Person im Kampf zu t?ten, als es einfach so abzustechen."

  Caesar, h?misch: "Aber Chromos 5 hat doch eben erl?utert, dass wir gezwungen sind, unsere Fehlsch?pfungen zu t?ten. Ist das etwa nicht kaltblütig?"

  Antara: "Das Zerst?rungspotential eines Fehlsch?pfung ist wesentlich gr?sser als das eines Wasserstoffbombe. Im Vergleich damit hat Iris so gut wie kein Zerst?rungspotential."

  Aladan, zweifelnd: "Wenn seine M?glichkeiten ausreichen, uns zu zerst?ren, dann ist das für mein Geschmack schon recht heftig."

  Hisch, sp?ttisch: "Sagte das kostbarste aller Egos."

  In der angespannten Atmosph?re erntet sie nur ein schwaches L?cheln des Publikums.

  Wagon: "Ich glaube, das Kampf hat unsere Gehirne umnebelt ... Oder weshalb sonst k?nnen so intelligente Leute das Wesentliche nicht sehen? ..."

  Alle schauen verblüfft oder gespannt.

  Wagon: "... Wir fliehen ohnehin von hier. Dann nehmen wir Ili und Lapsus doch einfach mit, und das Natural News Team kann hier ein paar langweilige Laborger?te filmen."

  Allgemeine Verblüffung, ausser bei Lapsus, der aber aus seiner Versunkenheit erwacht ...

  ... und protestiert: "Ich kann hier nicht weg. Sonst habe ich kein Labor mehr."

  Aladan geht zu Lapsus und sagt laut und deutlich, aber hinter vorgehaltener Hand: "Mal unter uns, Kollege, Ihr Labor hier ist doch v?llig veraltet. Damit k?nnen Sie gerade noch einem Fliege ein Schwanz wachsen lassen."

  Lapsus ist betroffen.

  Lapsus, sich zusammenreissend: "Das Verbessern der Ausrüstung ist Bestandteil meiner Arbeit ... Ich brauche das Labor ..."

  Lapsus, mit erhobenem Zeigefinger, das Messer in der anderen Hand, auf Iris zugehend: "... Aber ich habe eine bessere L?sung des Problems ..."

  Iris weicht erschrocken zurück.

  Lapsus wirft Caesar das Messer zu und packt gleichzeitig Ewald und Iris bei den Handgelenken, ...

  ... verdreht ihnen die Arme auf den Rücken, dass die entsetzte Iris 'Aua' schreit, ...

  ... und führt die beiden ab in Richtung K?fig.

  Kr?ftig st?sst Lapsus die zwei in den K?fig, ...

  ... um dann schnell die Tür zuzuziehen und abzuschliessen.

  Lapsus dreht sich um, weist auf den K?fig und sagt, gel?st l?chelnd: "Ich behalte sie hier. Dann k?nnen sie mich nicht verraten und ich brauche sie nicht zu t?ten."

  Allseitiger Applaus. Ewald ist betroffen. Iris platzt fast vor Wut und Entsetzen.

  Szeneanfang:

  In dem grossen Raum vor seinem Büro wartet Hans Hart darauf, bis die letzten von etwa 50 Natural Guards eingetroffen sind ...

  ... und die Türe hinter sich geschossen haben.

  Wie meistens ist sein Gesicht unbewegt, von kühler Strenge. Hart, ein Gutachten in die H?he haltend: "Wisst ihr, was das ist? ..."

  Keiner der Guards wagt es, etwas zu sagen. Gespannt warten sie auf die Antwort.

  Hart, den Arm mit dem Gutachten in die Luft streckend: "... Hier drin ist der wissenschaftliche Beweis, dass Chief Held ein Chromos 1 ist."

  Zweifel und Verblüffung widerspiegeln sich in den Gesichtern der Guards.

  Hart, das Gutachten auf das Pult vor ihm werfend, seine Leute aber mit seinen Augen fixierend: "Ich sehe Zweifel in euren Gesichtern ..."

  Hart: "... Aber wie kann es sein, dass Held pl?tzlich um Jahrzehnte jünger aussieht? ... Und wie kann es sein, dass sein Speichel Chromos 1-Gene enth?lt? ... Und wenn ich mich irre, so werdet ihr fragen ... Wenn dieses Gutachten gef?lscht, die Speichelprobe eine Verwechslung oder ein Betrug und seine Jugendlichkeit das Ergebnis einer Hormonbehandlung oder plastischer Chirurgie ist? ..."

  Hart: "... Ja, ihr habt Recht! ... Dann ist es ungeheuerlich, den Gründer der Natural Guard und Vernichter von Genville derart zu verd?chtigen ..."

  Hart macht eine Kunstpause, um die Spannung zu steigern. Die Guards h?ngen an Harts Lippen.

  Hart: "... Aber wie, wenn Held tats?chlich ein Chromos 1 ist? Die Natural Guard als Marionette eines Genmonsters! ... Unser Kampf eine Farce! ... Wir, das Gesp?tt der Bev?lkerung! ... Die Leute werden jeden Respekt vor uns verlieren! Es wird Aufst?nde geben, einen endlosen Krieg! ..."

  Gebannt h?ren die Guards zu.

  Hart: "... Im Interesse unseres Gründers und unserer Sache müssen wir Chief Held sofort ein faires Verfahren vor Gericht verschaffen. Das Gericht wird weitere Untersuchungen anordnen, die alle Zweifel ausr?umen werden. Ist Held unschuldig, so ist damit allen Zweifeln und Gerüchten der Wind aus den Segeln genommen. Ist Held schuldig, wird er hingerichtet, und die Glaubwürdigkeit der Natural Guard ist wieder hergestellt."

  Manche Guards zweifeln, die meisten nicken.

  Hart: "Wer sich in dieser Angelegenheit neutral verhalten m?chte, soll bitte jetzt den Raum verlassen. Von denen, die bleiben, erwarte ich die unbedingte Bereitschaft, sich an einem Kommandounternehmen zur Verhaftung von Chief Held zu beteiligen."

  Fünf Guards verlassen mit unzufriedenen Gesichtern den Raum ...

  ... und werden draussen, nachdem die Tür sich hinter ihnen geschlossen hat, von Guards mit angeschlagenen Gewehren umzingelt. Erschrocken heben die fünf ihre Arme.

  Anführer der Bewaffneten: "Folgt uns! Ihr werdet arrestiert, bis die Sache mit Held ausgestanden ist."

  Gefangener, erschrocken: "Warum?"

  Anführer: "Damit ihr Held nicht warnen k?nnt ... Los jetzt!"

  Die Bewaffneten führen die Gefangenen auf einen grossen Lift zu.

  Die Lifttür ?ffnet sich und der Anführer befiehlt: "Rein da und auf die Knie! Im Lift ist es eng. Da will ich keinen Nahkampf erleben."

  W?hrend der Lift nach unten f?hrt, knien die Gefangenen an der Liftwand. Die Bewacher werfen sich Blicke zu, ...

  ... ziehen sich lautlos Geh?rschütze über, ...

  ... richten die Gewehre auf die Nacken der Gefangenen ...

  ... und feuern je einen Schuss ab.

  Die Gefangenen sinken tot auf den Liftboden.

  Anführer, die Geh?rschütze abziehend: "Die werden uns nicht mehr in den Rücken fallen."

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