Szeneanfang:
Piri und Meneor sitzen neben dem Bunkereingang im Gras. Flu hat den Kopf auf Piris Schoss gelegt und wird von ihr gekrault. Meneor betrachtet Flu.
Piri, neugierig: ?Was denkst du gerade?“
Meneor, grinsend: ?Wie wohl Flu schmeckt?“
Flu springt auf und will jaulend davonrennen. Piri h?lt ihn am Schwanz zurück.
Piri, l?chelnd Flu am Schwanz zurückziehend: ?Flu, nun bleib doch ... Meneor macht nur Spass.“
Misstrauisch ?ugend dreht sich Flu um und sagt: ?Ich verrrstehe das Humorrr dieses Herrrn nicht.“
Piri kichert. Meneor grinst.
Immer noch misstrauisch ?ugend, legt Flu seinen Kopf wieder auf Piris Schoss.
Piri, mit dem Anflug eines L?chelns Flu t?tschelnd: ?Jetzt, wo wir Chief Held gerettet haben, wird es uns bestimmt nicht mehr umbringen wollen, ... Was meinst du?“
Meneor, ernst: ?Ein Mann mit so viel Angst vor einem biotechnisch hergestellten Maus wird sich nicht so schnell ?ndern.“
Piri, erschrocken über ihre eigene Erkenntnis: ?Wenn es begriffen hat, dass es nun ein Chromos 1 und also auch ein ?Genmonster‘ ist, wird es vielleicht v?llig durchdrehen ...“
Meneor, ernst: ?... und uns noch mehr hassen.“
Piri, traurig: ?Warum müssen die Natürlichen immer hassen? ... Wie dumm wir waren ... Wir haben die Tr?ume ihres Hasses verwirklicht und Kampforganismen geschaffen, die fast alles Leben auf diesem Planeten ausgerottet haben ...“
?... Wir waren die Instrumente ihres Hasses ... und nun, wo sie gesehen haben, was sie mit ihren Instrumenten angerichtet haben, hassen sie die Instrumente ...“
Meneor, ernst: ?Sie wollen sich gegenseitig beherrschen ... Deshalb kommen sie nie zum Ruhe ...“
Piri, traurig: ?... Sie sind zum ewigen Kampf verdammt ...“
Piri, traurig und überrascht zugleich von ihrem pl?tzlichen Verdacht: ?Und du ... bist du nicht auch verdammt zu ewigem Kampf?“
Meneor, l?chelnd: ?Ich sitze hier und bin so ruhig und friedlich wie ein Kübel voll Sand.“
Trotz ihrer Traurigkeit kichert Piri in die vorgehaltene Hand: ?Ist das Wüstenpoesie?“
Meneor l?chelt.
Piri, ernst: ?Aber als Krieger musst du doch immer wieder k?mpfen, weil du dich sonst langweilst.“
Meneor, ernst: ?Ich habe ein reagierendes Siegbedürfnis, kein Kampfbedürfnis, und schon gar kein wachsendes.“
Piri, nachdenklich: ?Das bedeutet, du musst nur k?mpfen, wenn du angegriffen wirst ... und sonst hast du sozusagen frei.“
Meneor: ?Nicht ganz ... ich habe auch ein Neubedürfnis ... jedenfalls finde ich neue Dinge sehr anregend.“
Piri, überrascht: ?Was! ... Ein Krieger mit einem Neubedürfnis? ... Ich dachte, das h?tten nur wir Forschenden.“
Meneor: ?Und wie ist es mir dir? ... Kommst du jemals zum Ruhe?“
Piri, l?chelnd: ?Ja, wenn ich mein t?gliches Dosis an Neuem gehabt habe ... und ...“
Piri, mit feinem L?cheln die Augen niederschlagend: ?... und wenn ich mich geliebt fühle ...“
Meneor: ??“
Piri, Meneor mit grossen Augen anblickend: ?Kannst du jemanden gern haben“?
Meneor, stirnrunzelnd: ?‘Gern haben‘ ... Was meinst du damit ... In dem Wüste habe ich dieses Ausdruck nie geh?rt.“
Piri, etwas erschrocken: ?!“
Meneor wirkt wieder ruhig und zufrieden, w?hrend Piri zu erkl?ren versucht: ?Wenn du jemandem begegnest ... und du bekommst so ein warmes Gefühl ...“
Meneor, harmlos: ?Du meinst dieses warme Gefühl zwischen den Beinen?“
Piri h?lt sich kichernd die Hand vor den Mund.
Piri legt ihren Kopf in Meneors Schoss, w?hrend Flu den seinen immer noch in Piris Schoss hat. Ein Bild des Friedens.
Piri, fein l?chelnd, Meneor mit grossen Augen anschauend: ?Bei dir weiss ich nie, ob du dich lustig über mich machst oder ob du wirklich nicht verstehst, was ich sage.“
Meneor, l?chelnd: ?Frag Aladan ... Es denkt, ich sei dumm.“
Piri, tr?stend: ?Ja weisst du, dass musst du nicht so ernst nehmen. Wir durften aus Sicherheitsgründen nie Krieger herstellen, deren Intelligenz die Chromos 2 Stufe überstieg ... Für es bist du einfach ein Chromos 2 Dummkopf ... Es hat sich noch nie das Mühe gemacht, dein Intelligenz zu studieren ...“
Meneor, l?chelnd: ?Aber wenn ich nicht verstehe, was du sagst, dann bin ich doch dumm.“
Piri, ihm l?chelnd einen Klaps auf die Wange gebend: ?Dir fehlen einfach viele W?rter und Erfahrungen aus dem Leben mit den Natürlichen ...“
Piri, ihn wieder mit feinem L?cheln und grossen Augen anblickend: ?... Aber wenn ich sehe, wie dein Verstand arbeitet, und da du Chromos 4-Gene hast, musst du genauso intelligent sein wie wir mit Chromos 4 ...“
Meneor erstarrt.
Piri schaut ihn erschrocken an.
Meneor schliesst die Augen, um sich zu konzentrieren.
Meneor sieht vor seinem geistigen Auge Soldaten eine Treppe des Bunkers hochrennen.
Meneor, ernst, aber ohne jede Hektik zu Flu: ?Flu, h?r zu ... Das ist kein Scherz ... Wir werden angegriffen, und du musst uns Zeit verschaffen. Versteck dich unter dem Treppe des Bunkereingangs, und mach ?Fluflu‘, wenn die Soldaten kommen.“
Flu h?rt misstrauisch zu.
Der Ernst in Meneors Tonfall scheint Flu aber zu überzeugen. Er rennt zum Bunkereingang.
Meneor ruft ihm nach: ?Pass auf! Am Fuss des Treppe ist ein Falltür!“
Flu rennt die Treppe hinunter ...
... und überspringt elegant, in hohem Bogen die Falltür, ...
... um sich dann, nach einer abrupten Kehrtwende, unter der Treppe zu verstecken.
Der Anführer versammelt seine elf schwer bewaffneten Natural Guards auf einem Treppenabsatz, um ihnen letzte Instruktionen zu geben.
Eine Reporterin der Natural News h?lt dem Anführer das Mikro hin, w?hrend der Kameramann filmt.
Auf einem grossen Platz in Natural City steht eine riesige Fernsehwand, auf der die Reporterin zu sehen ist, die dem Anführer das Mikro hinh?lt. Zahlreiche Leute schauen gebannt auf die Fernsehwand.
Piri starrt Meneor erschrocken an.
Dieser sitzt immer noch da mit geschlossenen Augen, voll konzentriert, und sieht vor seinem geistigen Auge die Szene auf der Treppe. Der Anführer sagt gerade: ?Natural Guards, ihr seid die Elite der Natur, die Hüter unserer Zukunft. Wir gehen jetzt ...“
Platz, Leute, Fernsehwand: ?... nach Genville und werden Natural City endlich befreien von den Genmonstern, die sich schon viel zu lange im Herzen unserer sch?nen Stadt verstecken und unsere Sicherheit bedrohen ...“
Bild mit Meneor: ?... Soldaten, denkt daran, dass ihr nicht in die Luft schiesst ... Die Glaskuppel darf auf keinen Fall besch?digt werden, sonst k?nnten gef?hrliche Viren aus Genville entweichen und Natural City bedrohen.“
Chief Held und Yon verfolgen mit anderen aus der NG-Zentrale das Geschehen auf einem grossen Bildschirm.
Anführer: ?Keimschutzmasken auf!“
Bildschirm NG-Zentrale. Die NG’s stürmen die letzte Treppe, die zum Bunker-Zugangsraum nach Genville führt.
Meneor beugt sich l?chelnd zu der immer noch erschrockenen Piri ...
... und flüstert ihr etwas ins Ohr.
Beide springen auf ...
... und verstecken sich hinter einem Stein, vor dem ein Gebüsch steht.
Chromos 5 und Antara beobachten von Antaras Wohnung aus Piri und Meneor, wie sie sich hinter dem Stein verstecken.
Antara, lachend: ?Das zierlichste M?dchen und das coolste Killer spielen mit einem sprechenden Hund verstecken ... Was sagst du dazu?“
Chromos 5 schaut fein l?chelnd Antara an und sagt: ?Ich sehe, dass du lachst ... Für mich ist das ein Augenblick des Glücks ...“
Antara schaut ihn schweigend an, l?chelnd, mit grossen Augen.
Antara hat ihren Kopf an Chromos 5s Schulter gelehnt. Beide beobachten schweigend das vermeintliche Spiel.
Mit dem Anführer voran, stürmen die NGs die Eingangshalle des Bunkers, gefilmt vom NN-Team.
Flu unter der Treppe furzt mit breitem Grinsen ?Fluflu‘.
Mitten in der Eingangshalle erlahmt der Ansturm der Soldaten. Hinter den Keimschutzmasken, die keine Gasmasken sind, zeigen ihre Gesichter Verblüffung.
Die Verblüffung verwandelt sich in Panik. Ein paar Soldaten übergeben sich, andere rennen zurück, ...
... bis alle sich übergeben müssen, ausser dem Filmteam, welches Gasmasken tr?gt.
Die Szene ist auch auf dem Riesenschirm in der Stadt zu sehen. Der kotzende Anführer schreit: ?Chemische Kampfstoffe! ... Gasmasken aufsetzen!“
Das Publikum ist betroffen.
In der NG-Zentrale sind alle entsetzt.
Chief Held, zornrot: ?Wenn das so weitergeht, steht die Natural Guard da als Witztruppe!“
Noch ganz ersch?pft von Flus Darbietung sitzen die Guards da und atmen durch Gasmasken.
Mühsam erhebt sich der Anführer und schreit: ?M?nner, reisst euch zusammen ... Jetzt zeigen wir’s ihnen!“
Der Anführer holt Anlauf und springt über die Falltür auf die erste Stufe der Treppe.
Die Guards springen einer nach dem anderen über die Falltür.
Der letzte landet zu kurz ...
... und stürzt schreiend in die Tiefe.
W?hrend die Soldaten nach oben stürmen, klettert das Filmteam übers Treppengel?nder auf die Treppe.
Mit Kampfgeschrei und Hechtrolle springen die Guards aus dem Bunkereingang, dicht gefolgt vom NN-Team.
Am Boden liegend, die Gewehre im Anschlag, warten sie auf weitere Befehle.
Meneor langt mit einem Arm über den Stein und bewegt das Gebüsch davor.
Nerv?s ballern die Guards auf das Gebüsch los.
Anführer: ??“
Mutig steht der Anführer auf und sagt: ?Sofort aufh?ren! ... Wir k?mpfen hier nicht gegen Büsche ... Reisst euch zusammen, M?nner! Wir brauchen eiserne Nerven, wenn wir die Genmonster besiegen wollen ...“
Wieder bewegt sich das Gebüsch.
Alle Guards starren mit einer Mischung aus Angst und Neugier auf das Gebüsch, aber niemand schiesst. Das NN-Team filmt die Guards.
Auf dem Stadtbildschirm erscheint gross der Anführer, wie er sagt: ?Umstellt das Gebüsch! ... Keiner schiesst in die Luft. Die Kuppel darf nicht besch?digt werden.“
Wieder in Genville. Die Guards stürmen auf das Gebüsch zu ...
... und bilden mit angelegten Gewehren einen Halbkreis um Meneor und Piri, die sich scheinbar ?ngstlich aneinander klammern.
Der Kameramann filmt die beiden Gefangenen, w?hrend die Reporterin ins Mikro kommentiert: ?Den Natural Guards gelingt gleich zu Anfang ein wichtiger Sieg. Es handelt sich bei dem einen Gefangenen um das Sexmonster, welches vor kurzem in Natural City etliche Frauen vergewaltigt und umgebracht hat ...“
Reporterin, auf Meneor deutend: ?... Offensichtlich ist er gerade dabei, ein Genmonster zu vergewaltigen ...“
Der Anführer: ?Feuer frei!“
Meneor und Piri springen, sich von Angesicht zu Angesicht an den H?nden haltend, mehrere Meter senkrecht in die Luft, w?hrend die Kugeln, wo sie eben noch waren, ins Leere zischen.
Sich immer noch an den H?nden haltend, ziehen Meneor und Piri die Beine an, legen die Füsse aufeinander ...
... und stossen sich gegenseitig an den Füssen ab, ...
... überschlagen sich in der Luft ...
... und landen ausserhalb des Guard-Halbkreises auf den Füssen, Meneor auf der einen, Piri auf der anderen Seite des Halbkreises.
W?hrend einige Guards verblüfft auf den Platz schauen, wo ihre Opfer h?tten sein sollen, und andere suchend nach oben blicken, ziehen Meneor und Piri zugleich je ein langes Messer ...
... und schlagen mit einem gewaltigen Hieb dem vor ihnen stehenden Guard den Kopf ab, ...
... stecken das Messer weg, fangen mit der einen Hand den fallenden Kopf auf und greifen mit der anderen nach dem Gewehr, ...
... springen auf das Dach des auf ihrer jeweiligen Seite n?chstgelegenen Pavillons ...
... und dann auf der anderen Seite hinunter, ...
... rammen das Gewehr mit dem Schaft in den Boden ...
... und stecken den abgeschlagenen Kopf ohne Maske oben drauf.
Chromos 5 und Antara beobachten den Kampf. Chromos 5 wirkt sehr ruhig, Antara hingegen fragt besorgt: ?Solltest du ihnen nicht helfen?“
Chromos 5: ?Das Krieger wird mit ihnen allein fertig. Dass es Piri an seinem Spass beteiligt, geh?rt zu seinem Ausbildungskonzept.“
Antara: ?Ohne das Krieger k?nnten die Soldaten Genville vernichten ... Dann w?re jetzt das Stunde unseres Todes ... Aber warum tut es das? ...“
Chromos 5: ?Indem es uns rettet, bekommt sein Kampf ein Sinn ...“
Antara: ?Wie denn? Unser Leben ist sinnlos ...“
Chromos 5: ?Das Freude ist das Sinn ...“
Antara: ?Ich habe kein Freude ... Das Tod ist mir ein Freund, ... ein Hoffnung auf Erl?sung ...“
Chromos 5: ?Eines Tages ...“
Antara: ?Chromos, ... sag mir ... Was ist Schmerz?“
Chromos 5 schaut Antara überrascht an und denkt: ?Eine gutes Frage ... Was sind Gefühle überhaupt?‘
Die Guards schauen schockiert auf ihre kopflos am Boden liegenden Kameraden.
Der Anführer überspielt seinen Schreck, indem er brüllt: ?Ihr vier folgt mir, der Rest erledigt das weibliche Genmonster!“
Der Anführer rennt mit seinen Leuten Meneor nach. Die anderen vier rennen auf den Pavillon zu, hinter dem Piri verschwunden ist.
Die Piri-Vier umkreist den Pavillon ...
... und st?sst auf das Gewehr mit dem aufgesteckten Kopf. Alle machen ?Aaahhh!‘.
Hinter den Guards hüpft Piri, das Messer zückend, aus der Fenster?ffnung des Pavillons ...
... und schl?gt mit einer weitausholenden Geste dem hintersten Guard den Kopf ab, ...
... steckt das Messer weg, ...
... f?ngt den Kopf und greift sich das Gewehr.
W?hrend die Guards sich nach dem Ger?usch umdrehen, springt Piri mit einem gewaltigen Satz aufs Pavillondach.
Der verzweifelte Guard A hebt sein Gewehr und will feuern.
Guard B schl?gt den Lauf runter und sagt dabei: "Bist du verrückt! ... Wenn du daneben schiesst, bekommt die Kuppel vielleicht ein Loch ... Dann sind wir reif fürs S?urebad."
Gleichzeitig l?st sich aus dem runtergeschlagenen Lauf ein Schuss und trifft den Pavillon.
W?hrend Piri auf die andere Seite des Pavillons hüpft. sagt der beschimpfte Guard A wütend: "Willst du etwa tatenlos verrecken, du Arschloch!"
Das Filmteam ist immer noch dort, wo Meneor und Piri entdeckt worden sind. Es filmt nun, wie Meneor und Piri fast gleichzeitig mit je einem Kopf und einem Gewehr auf dem Boden landen.
Beide stossen den Schaft des Gewehrs in den Boden ...
... und stecken den Kopf ohne Maske oben drauf.
Die schockierte Reporterin, bemüht, ihre Fassung nicht zu verlieren, ins Mikro: "Obwohl wir vorhin einen Schuss geh?rt haben, scheint keines der beiden Genmonster verletzt zu sein. Gespannt warten wir auf den n?chsten Schachzug der Natural Guard."
Guard A, immer noch wütend zu seinen Kameraden: "Kommt Jungs, wir stellen uns mit geschlossenen Augen in einer Reihe auf, dann k?nnen sie uns in aller Ruhe die K?pfe abschlagen."
Guard B, besonnen: "Wenn wir jetzt die Nerven verlieren, sind wir so gut wie tot."
Guard C: "Aber was willst du tun? Mit dieser Sprungkraft kann sie sich hier überall verstecken?"
Guard B: "Wir bewegen uns, Rücken an Rücken, mit schussbereiten Waffen. Dann kann sie sich nicht mehr unbemerkt anschleichen ... Wir brauchen nur einen Treffer, um sie kampfunf?hig zu machen."
Das NN-Team filmt die aufgepflanzten K?pfe, w?hrend Piri und Meneor wie Raketen aus der Szene hinaus springen.
Nun kommt das 'Piri-Team' der Guards ins Bild. In leicht geduckter, schussbereiter Haltung haben sie sich, Rücken zu Rücken, im Abstand von einem Meter zueinander aufgestellt.
Auf der Meneor-Seite kommt das 'Meneor-Team' in der derselben Aufstellung ins Bild.
Die beiden Teams n?hern sich hochwachsam einander. Die Guards, welche ihre aufgepf?hlten Kameraden im Blickfeld haben, beginnen leicht zu zittern, unterdrücken aber tapfer die aufkeimende Panik.
Gleichzeitig sausen Piri und Meneor von oben herab ins Bild ...
... und landen jeweils mitten in ?ihrer‘ Guard-Gruppe.
Piri dreht eine elegante Pirouette und schl?gt dabei allen Guards den Kopf ab.
Meneor hingegen schl?gt nur drei Mal zu. Den Anführer l?sst er am Leben, ...
... nimmt ihm aber das Gewehr weg ...
... und l?sst sein Messer ein Dutzend Mal in die Uniform des Anführers schneiden, ...
... sodass die Uniform in Streifen vom K?rper f?llt ...
... und der v?llig verblüffte Anführer nackt dasteht.
Piri und Meneor stecken in Windeseile die Gewehre in den Boden ...
... und pflanzen die restlichen K?pfe ohne Masken drauf.
Der nackte Anführer hat sich zum v?llig ver?ngstigten Filmteam geflüchtet und beobachtet fassungslos die Szene.
Pl?tzlich springt Meneor mit gezücktem Messer auf den Kameramann zu.
Piri begreift sofort, was Meneor vorhat und hechtet ihm nach.
Sie erwischt ihn am Fussgelenk, so dass er dicht vor dem Kameramann auf den Boden knallt.
Meneor sitzt da mit aufgerichtetem Oberk?rper und schaut Piri fragend an.
Piri bewegt sich auf allen Vieren zu ihm ...
... und flüstert ihm ins Ohr: ?Das ist kein Waffe. Das ist ein Kamera. Damit kann ganz Natural City sehen, was hier geschieht. Nutze das Gelegenheit, um das Stimmung in dem Bev?lkerung zu unseren Gunsten zu beeinflussen.“
Meneor steht auf ...
... und l?chelt breit in die Kamera.
Auf dem Stadtbildschirm ist der l?chelnde Meneor zu sehen, wie er sagt: ?Hallo, ich bin Meneor, das Sexmonster.“
Im Hintergrund ist Piri zu sehen, die sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Kopf fasst.
Stadtbildschirm. Die vor Angst zitternde Reporterin: ?Herr Sexmonst ... ?h, ich meine ... Herr Meneor, ... was haben Sie mit Ihrem Gefangenen vor?“
Stadtbildschirm. Meneor grinst und sagt: ?Ich werde es aufessen.“
Im Hintergrund schl?gt es Piri auf den Rücken.
Bildschirm in der NG-Zentrale. ?Aaahhh‘ schreiend, rennt der nackte Anführer der Guards zum Bunkereingang.
K?seweiss und in ohnm?chtiger Wut ballt Chief Held seine F?uste.
Stadtbildschirm. Meneor, lachend: ?Das war ein Scherz.“
Reporterin, ?ngstlich zitternd: ?Sehr lustig, aber warum lassen Sie Ihren Gefangenen laufen?“
Stadtbildschirm. Meneor, l?chelnd: ?Chromos 5 hat gesagt, wir sollen grosszügig sein, um zu beweisen, dass wir keine Monster sind ... Du kannst dein Maske abnehmen. Im Moment besteht kein Gefahr für dich.“
Stadtbildschirm. Reporterin, ohne Maske, etwas selbstsicherer: ?Aber Sie haben sich vorhin selber als Sexmonster vorgestellt ... Wenn Sie kein Monster sind, warum haben Sie dann so viele Frauen vergewaltigt und umgebracht?“
Stadtbildschirm. Meneor wirft seine Kleider von sich und sagt ernst: ?Wie kann ich so ein Frau vergewaltigen? Und warum sollte ich ein Frau t?ten, das mich nicht angreift?“
Stadtbildschirm. Die Reporterin schaut sprachlos auf Meneors nicht vorhandene Geschlechtsteile.
Stadtbildschirm. Meneor zieht sich wieder an, ...
Stadtbildschirm. ... zieht die perplexe Piri an seine Schulter und sagt strahlend: ?Aber wenn du etwas über Sex wissen willst, frag doch Piri. Es hat schon mit vielen M?nnern und Frauen Sex gehabt.“
Die Reporterin wird rot und hüstelt verlegen.
Das Publikum lacht.
Stadtbildschirm. Piri ist wieder ausser Sicht.
Reporterin: ?Aber wenn Sie nichts getan haben, weshalb wurden Sie als Sexmonster verurteilt und nach Genville verbannt?“
Meneor, ernst: ?Das ?ngstliche Mann hat mich hierher geschickt, um die Genvilles zu t?ten.“
Stadtbildschirm. Reporterin: ?Wer ist der ??ngstliche Mann‘?“
Meneor: ?Du nennst es auch Chief Held.“
Das Publikum lacht schadenfroh.
Stadtbildschirm. Reporterin: ?Das sind schwere Vorwürfe, die Sie gegen den Chief von Natural City erheben ... Warum haben Sie die Genmonst ..., ?h die Genvilles nicht get?tet?“
Meneor, l?chelnd: ?Genville ist das Paradies. Warum sollte ich es zerst?ren?“
Das Publikum ist überrascht.
Stadtbildschirm. Reporterin: ?Die Leute von Natural City fürchten sich aber vor diesem Paradies.“
Meneor, ernst: ?Sie sollten sich lieber vor dem ?ngstlichen Mann fürchten. Sein Angst wird viele Leute t?ten und vielleicht das ganze Stadt vernichten.“
Im Publikum werden einzelne ?Meneor‘-Rufe laut.
Stadtbildschirm. Reporterin: ?Nach dieser Niederlage wird Chief Held seine Anstrengungen verst?rken, um Sie zu besiegen.“
Meneor, strahlend: ?Ich freue mich auf jedes Kampf.“
Zahlreiche begeisterte ?Meneor‘-Rufe im Publikum.
Antara und Chromos 5 sind immer noch im Turmhaus und beobachten das Geschehen. Antara: "Als ich Meneor berührt habe, war da ein Meer des Friedens ..."
Chromos 5, verblüfft: "In einem Krieger?!"
Antara, entrückt: "Jetzt, wo ich sehe, was Meneor tut, weiss ich, dass es kein T?uschung war. Ist es vielleicht ein Engel, gesandt, um uns zu retten?"
Chromos 5 betrachtet Antara mit einem langen, zweifelnden Blick, ...
... der Antara veranlasst, Chromos 5 zu berühren ...
... und zu sagen: "Ich spüre dein Sorge, dass mein zu starkes Angst mich hinabzieht in ein Verliess aus Verwirrung, aus dem ich nicht mehr entkommen kann. Aber seit ich das Meer des Friedens gespürt habe, ...
Antara, sich an die Brust fassend: "... ist da ein kleines Licht, das ich behüten will."
Chromos 5 ist gerührt und umarmt Antara spontan.
Szeneanfang:
Meer beobachtet das Geschehen auf einem Bildschirm im Labor und denkt: ?Jetzt wird Held ganz durchdrehen und Genville in die Luft jagen ...‘
Meer eilt zur Kellertür und denkt: ?... Das muss ich verhindern ...‘
Szeneanfang:
Stadtbildschirm. Zwischen den aufgepf?hlten K?pfen liegt Piri mit vors Gesicht geschlagenen H?nden auf den Knien, zittert und schluchzt bitterlich.
Stimme der Reporterin aus dem Off: ?Piri, die Kampfgef?hrtin Meneors, ist überraschend zusammengebrochen ... Ein seltsamer Anblick ... Bisher wusste ich nicht, dass Genmonster weinen k?nnen ...“
Stadtbildschirm. Estragon tritt herbei und deklamiert l?chelnd: ?Das Klang eines Schusses verirrte sich in die G?nge meines Geh?rs. So folgte ich seinem Ruf, um zu erschauen, was geschah.“
Stadtbildschirm. Estragon bemerkt die aufgespiessten K?pfe, was ihm aber nur ein leichtes Heben einer Augenbraue entlockt.
Stadtbildschirm. Dann f?llt sein Blick auf die schluchzende Piri, und er ist sichtlich betroffen, ...
Stadtbildschirm. ... eilt gleich zu ihr, ...
Stadtbildschirm. ... kniet sich, tr?stend nach ihrer Schulter fassend, neben sie.
Stadtbildschirm. Eine Grossaufnahme Estragons, wie er mit einem von Z?rtlichkeit und Mitleid erfüllten Gesicht sanft Piris Rücken streichelt.
Das Publikum ist gerührt.
Stadtbildschirm. Estragon hebt den Kopf zu Meneor und sagt: ?So sprich, Krieger, ... Was ist mit ihm?“
Stadtbildschirm. Hisch tritt auf und schreit wütend: ?Dieses Holzk?rper hat Piri für seine Brutalo-Spielchen missbraucht und jetzt hat es ein Nervenzusammenbruch!“
Stadtbildschirm. Hisch, zornbebend auf Meneor zurasend: ?Dafür werde ich dir ein Reise zur Kuppel und zurück spendieren.“
Das Publikum ist überrascht von diesem Wutausbruch.
Stadtbildschirm. Hisch holt aus zu einem gewaltigen Tritt, den sie Meneor in den Hintern servieren will.
Das Publikum ist noch mehr überrascht.
Stadtbildschirm. Meneor weicht dem Tritt aus.
Stadtbildschirm. Hisch f?llt vom Schwung des danebengehenden Trittes auf den Rücken.
Stadtbildschirm. Wagon und Lara hechten pfeilschnell herbei ...
Stadtbildschirm. ... und halten die tobende Hisch am Boden fest.
Das Publikum ist überrascht.
Stadtbildschirm. Hisch katapultiert Wagon mit ihren Beinen in Richtung Meneor.
Das Publikum ist überrascht.
Stadtbildschirm. Wagon ist auf dem Flug zu Meneor. Dieser will sie l?chelnd auffangen.
Stadtbildschirm. Aber die Wucht des Aufpralls ist so gross, dass Meneor und Wagon an die Wand des n?chsten Bungalows knallen.
Das Publikum ist überrascht.
Stadtbildschirm. Hisch schüttelt Lara ab ...
Stadtbildschirm. ... und rennt faustschlagbereit auf Meneor zu, der mit Wagon in den Armen an der Wand des Bungalows lehnt.
Stadtbildschirm. Hisch l?sst ihre Faust auf Meneors Kopf zurasen.
Stadtbildschirm. Dieser kann knapp ausweichen, so dass Hischs Faust ein Loch in die Hauswand schl?gt.
Das Publikum ist überrascht.
Stadtbildschirm. W?hrend Hisch ein zweites Loch neben dem ausweichenden Meneor in die Hauswand schl?gt, l?sst Meneor Wagon unsanft fallen, ...
Stadtbildschirm. ... was Hisch Gelegenheit gibt, ihren dritten Faustschlag in Meneors Magengrube landen zu lassen, was Meneor zusammenklappen l?sst.
Das Publikum ist perplex.
Stadtbildschirm. Wagon hat ihren Oberk?rper aufgerichtet und landet ihrerseits einen Faustschlag in Hischs Magengrube, so dass Hisch schmerzvoll zusammenklappt.
Das Publikum ist verwirrt.
Stadtbildschirm. Für eine Sekunde gefriert die Szene mit den drei geschw?chten K?mpfenden und Piris Stimme ert?nt aus dem Off: ?Warum streitet ihr euch eigentlich? ...“
Stadtbildschirm. Piri in Grossaufnahme auf den Knien, mit tr?nenumflorten Augen, aber glücklich l?chelnd: ?... Ich weine doch bloss, ...“
Stadtbildschirm. Totale von Piris Gesicht: ?... weil ich so glücklich bin, dass ich noch lebe.“
Das Publikum schnieft vor Rührung.
Stadtbildschirm. Piri, immer noch kniend, streckt die Hand nach Meneor aus und sagt: ?Meneor hat uns alle gerettet ...“
Das Publikum ist gebannt.
Stadtbildschirm. Meneor hat sich zu Piri hinuntergekniet.
Piri, ihn mit Tr?nenflor strahlend anblickend: ?... Meneor, ...“
Stadtbildschirm. Totale von Piris Gesicht: ?... mein Held ...“
Stadtbildschirm. Totale, wie Piri Meneor lange und sinnlich küsst.
Das Publikum schnieft vor Rührung.
Stadtbildschirm. L?chelnd knien Meneor und Piri einander gegenüber.
Hisch kniet sich zu den Zweien und sagt l?chelnd zu Piri, auf Meneor deutend: ?Wir müssen also diesem Holzapfel dankbar sein?“
Das Publikum ist gespannt.
Stadtbildschirm. Im Hintergrund n?hert sich Aladan.
Piri, l?chelnd zu Hisch: ?Du verdankst ihm dein Leben.“
Stadtbildschirm. Hisch in Grossaufnahme strahlend zu Meneor: ?Meneor, ...“
Stadtbildschirm. Hisch: ?... mein Held ...“
Stadtbildschirm. Totale wie Hisch den verblüfften Meneor lange und sinnlich küsst.
Das Publikum ist verwirrt.
Stadtbildschirm. Die Kussszene aus gr?sserer Distanz mit Lara und Wagon, Aladan und Estragon.
Aladan sagt mit gespieltem überschwang: ?Was für ein Vers?hnungsszene.“
Alle Genvilles kichern.
Das Publikum ist verwirrt.
Stadtbildschirm. Aus dem Off ert?nt ein markerschütterndes Geschrei: ?Iiiihhhh!!!“
Alle drehen erschrocken den Kopf.
Auch das Publikum erschrickt.
Stadtbildschirm. Mit weit aufgerissenen Augen die aufgespiessten K?pfe anstarrend, f?llt Tanja auf die Knie, ...
Stadtbildschirm. ... faltet ihre H?nde, senkt den Kopf ...
Stadtbildschirm. ... und beginnt zu beten: ?Herr im Himmel, bewahre mich vor dem B?sen, schütze meine Seele und errette mich aus dieser H?lle ...“
Reporterin: ?Es ist Tanja Eck, die Gattin des ehemaligen Stadtpr?sidenten ... Der Anblick des Gemetzels scheint sie sehr mitzunehmen.“
Stadtbildschirm. Aladan zu Estragon: ?Sein Gedicht ist ja ganz sch?n, aber ich verstehe nicht, was dieses pl?tzliche poetische Schub ausgel?st hat ...“
Estragon: ?Mag sein, das ?sthetische Anordnung der K?pfe hat es zu diesem Anfall des Entzückens veranlasst.“
Stadtbildschirm. Tanja, mit Tr?nen in den Augen und voller Wut zu Estragon und Aladen: ?Ihr unsensiblen Ausgeburten der H?lle findet dieses Massaker natürlich lustig!“
Estragon, ganz ruhig: ?Meneor hat uns das Leben gerettet ... Sollen wir dies betrauern?“
Stadtbildschirm. Tanja, mit Tr?nen und mit vor Entrüstung blitzenden Augen Meneor fixierend: ?Natürlich das Sexmonster ... einmal ein Killer, immer ein Killer. Was für ein Scheusal!“
Stadtbildschirm. Aladan, auf Meneor zeigend: ?Dieses blonde Jüngling hat Ihnen, sehr verehrtes Frau Stadthexe, das Leben gerettet, und Sie danken es ihm mit Gekeife.“
Reporterin, überrascht von Aladans Umgangston: ?In Genville haben Amt und Würden offenbar keine Bedeutung.“
Stadtbildschirm. Aladan schaut auf die Reporterin und merkt nicht, wie Tanja einen faustgrossen Stein nach ihm wirft.
Stadtbildschirm. Der Stein trifft Aladan voll ins Gesicht.
Stadtbildschirm. Piri schaut Meneor mit grossen, erstaunten Augen an und sagt: ?Aber Meneor ist ja gar nicht blond.“
Stadtbildschirm. Meneor l?chelt. Aladan h?lt sich mit s?uerlichem L?cheln die schmerzende Backe. Tanja macht ein finsteres Gesicht. Die übrigen Genvilles kichern, inklusive Piri.
Reporterin: ?Offensichtlich hilft der Galgenhumor diesen Mon..., Men..., ?h ... Wesen ...“
Stadtbildschirm. Estragon ruft der Reporterin l?chelnd zu: ?Nennen Sie uns doch einfach ?Genvilles‘.“
Reporterin, err?tend: ?... Danke ... Offensichtlich hilft der Galgenhumor den Genvilles, ihre aussichtslose Situation besser zu ertragen ...“
Stadtbildschirm. Meneor, auf die Reporterin zugehend: ?Wieso aussichtslos?“
Reporterin, ?ngstlich: ??h, ich meine ... nun, Sie wissen doch, dass Chief Held eine ganze Armee im Rücken hat ... Früher oder sp?ter ... ich meine ...“
Stadtbildschirm. Meneor, l?chelnd, ganz in der N?he der nun zitternden Reporterin: ?Das Armee wird uns früher oder sp?ter ausrotten?“
Reporterin: ?Bitte tun Sie mir nichts ... Ich wollte Sie nicht ver?rgern ...“
Stadtbildschirm. Meneor, l?chelnd: ?Ich bin nie ver?rgert ... Wie sollte das Armee des ?ngstlichen Mannes uns ausrotten?“
Reporterin, zitternd: ?Nun, wenn nicht durch einen Kommandoeinsatz, dann vielleicht durch Beschuss mit schweren Waffen ... oder indem ganz Genville in die Luft gesprengt wird.“
Stadtbildschirm und NG-Zentrale. Meneor, l?chelnd: ?Wenn das ?ngstliche Mann das Glashimmel besch?digt, werden Viren freigelassen, die ganz Natural City in wenigen Tagen in ein lebloses Wüste verwandeln.“
Chief Held, Yon und die Leute in der NG-Zentrale sowie das Publikum auf dem Stadtplatz sind schockiert.
Stadtbildschirm und NG-Zentrale. Reporterin, tapfer ihr Erschrecken unterdrückend: ?Aber die Natural Guard k?nnte Giftgas einstr?men lassen. Das würde die Genvilles t?ten, ohne die Glaskuppel zu besch?digen.“
Meneor, l?chelnd: ?Die Viren sind in kleinen Kampforganismen. Ihnen macht das Giftgas nichts aus. Und sobald sie es spüren, suchen sie sich ein Weg nach Natural City.“
Chief Held kocht vor Wut. Yon, die Leute in der NG-Zentrale und das Publikum auf dem Stadtplatz sind schockiert.
NG-Zentrale. Reporterin: ?Sie meinen, es w?re besser, wenn der ?ngstliche Mann ..., ?h, ich meine, wenn Chief Held die Feindseligkeiten einstellen und in Verhandlungen mit Genville treten würde?“
Meneor: ?Ich weiss nicht, wo hinein das ?ngstliche Mann treten sollte. Es soll uns lieber Feindliche schicken.“
NG-Zentrale. Reporterin, befremdet: ?Ich verstehe Ihren Wunsch nicht ... Damit w?ren Sie doch dauernd in Lebensgefahr ... und ohne Aussicht auf Frieden.“
Meneor, l?chelnd: ?Ich bin Krieger. Das Kampf ist mein Leben.“
Szeneanfang:
Meer in den düsteren G?ngen des Gef?ngniskellers. Er blickt sich suchend um und denkt, sp?ttisch l?chelnd: ?Wo mag er sich nur verstecken, der ??ngstliche Mann‘?‘
Meer entscheidet sich für eine Richtung und ruft laut: ?Hallo, ist hier jemand? Ich suche Chief He-eld!“
Als er ein Klicken h?rt, f?hrt Meer erschrocken herum ...
... und starrt in die Mündung eines Gewehrs. Der Natural Guard fragt unwirsch. ?Was willst du vom Chief?“
Meer reisst sich zusammen und sagt: ?Ich m?chte ihn sprechen ... Wenn Sie die Güte h?tten, mich hinzubegleiten ...“
Guard, unwirsch: ?H?r auf zu labern, Klugk?rper ... Ich werde den Chief fragen, und wenn er dich nicht sehen will, blase ich dir das Gesicht weg.“
Meer sarkastisch: ?Wenn Sie einen so üblen Mundgeruch haben, dass Sie mir damit das Gesicht wegblasen k?nnen, sollten Sie vielleicht etwas dagegen tun ...“
Der wütende Guard feuert einen Schuss ab, der den geschockten Meer an den Haaren streift.
Guard, nach seinem Kommunikator greifend, h?misch zum leichenblassen Meer: ?Mach ruhig deine Witze ... Ich habe noch viele Patronen.“
Guard in den Kommunikator: ?Hallo Zentrale, hier will ein Klugk?rper mit Arztkittel den Chief sprechen ... Soll ich ihn abknallen?“
Kommunikator: ?Wie ist sein Name?“
Meer, um Fassung ringend: ?Meer ... Doktor Meer, Gef?ngnisdirektor.“
Guard, Meer den Kommunikator hinhaltend, h?misch: ?H?rst du, wie die letzten Sekunden deines Lebens aus dem Kommunikator knistern?“
Meer, der sich wieder einigermassen gefasst hat: ?Wenn du mir noch ein Haar krümmst, wird Chief Held dich in den S?uregraben bef?rdern, mein Junge.“
Verunsichert schaut der Guard auf seinen Kommunikator, aus dem Folgendes ert?nt: ?Bringen Sie Doktor Meer in die Zentrale und behandeln Sie ihn mit Respekt!“
Mit einer Mischung aus Genugtuung und Verachtung beobachtet Meer die Reaktion des Guards.
Guard, mit ausdruckslosem Gesicht: ?Folgen Sie mir.“
Meer folgt dem Guard durch düestere Kellerg?nge, ...
... Kellerg?nge, ...
... Kellerg?nge ...
... bis vor die Tür der NG-Zentrale.
Der Guard ?ffnet die Tür ...
... und staunend, was hier ohne sein Wissen entstanden ist, betritt Meer die Zentrale.
Niemand nimmt Notiz von Meer, denn alle stehen um den grossen Bildschirm und verfolgen das Interview mit Meneor.
Der Kommunikator auf Chief Helds Pult kr?ht: ?Chief Held, Chief Held, die Leute in der Stadt spielen verrückt! Sie rufen st?ndig ?Meneor, Meneor‘! ... Was sollen wir tun?“
Leichblass und erfüllt von eiskalter Wut, h?rt Chief Held die Nachricht.
Für einen Augenblick schliesst Held die Augen, ...
... dann sagt er, leicht zitternd vor unterdrückter Wut: ?Füllt das oberste Stockwerk des Bunkers mit Sprengstoff! Wir jagen diese H?llenbrut in die Luft, ... aber wartet auf meinen Befehl!“
Kommunikator: ?Jawohl, Chief.“
Yon, entsetzt: ?Aber Chief, wenn das mit den Viren stimmt, ist es Selbstmord, Genville zu sprengen.“
Held, eiskalt und zitternd: ?Wir werden so viel Sprengstoff da reinpacken, dass sie samt ihren Viren ins All fliegen ...“
Yon, entsetzt: ?Aber ...“
Held, eiskalt und zitternd: ?... Im übrigen solltest du lernen, nicht auf jeden Bluff hereinzufallen.“
Yon, überrascht: ?Bluff? ... Es ist nur ein Bluff?“
Meer, aus dem Off: ?Wenn ich etwas dazu sagen dürfte ...“
Alle fahren herum und bemerken erst jetzt die Anwesenheit Meers.
Held, endlich ein Opfer für seine Wut findend, brüllt Meer an: ?Wer hat Sie hereingelassen?!“
Meer, ruhig: ?Nun, ich habe mich angemeldet ...“
Held, zerknirscht, weil ihm pl?tzlich in den Sinn kommt, dass Meer Recht hat: ?Jaja, schon gut ... Also, was wollen Sie?“
Meer, voller Ernst und Eindringlichkeit: ?Ich weiss, dass die Genvilles in der Lage sind, Viren herzustellen, die alles Leben in Natural City innerhalb einer Woche ausrotten k?nnen ...“
Die Guards in der Zentrale sind entsetzt.
Yon: ?Genau das hat Meneor vorhin auch gesagt und behauptet, sie h?tten sie schon hergestellt.“
Meer, im Brustton der überzeugung: ?Dann würde ich keine Sekunde lang daran zweifeln ... Bedenken Sie, dass die Genvilles in einer aussichtslosen Lage sind. Sie werden zum ?ussersten greifen, um sich zu verteidigen ... Sie haben nichts mehr zu verlieren.“
Auf Helds Gesicht ist deutlich zu sehen, wie intensiv es in seinem Gehirn arbeitet.
Fast flehend, er m?ge doch auf Meer h?ren, schaut Yon Held an.
Helds Gesicht entspannt sich, und er sagt: ?Nun, ich habe erst den Befehl zum Vermienen des Bunkers gegeben. über die Sprengung k?nnen wir sp?ter entscheiden.“
Alle in der NG-Zentrale sind erleichtert.
Held zu Meer: ?Wie sieht Ihr wissenschaftlicher Standpunkt aus bezüglich der Vernichtung der Genmonster?“
Meer sagt: ?Als ich hereingekommen bin, habe ich geh?rt, wie der Krieger gesagt hat, er wolle k?mpfen ... Geben Sie ihm, was er will.“
Meer denkt: ?Eine bl?de Idee. Aber wenigstens gewinnen die Genvilles etwas Zeit.‘
Held: ?Sie meinen also, ich solle alle meine Guards nach Genville schicken und von diesem Monster zerfleischen lassen ... Das k?nnte Ihnen so passen!“
Meer: ?Wer spricht denn von Guards? ...“
Erstauntes Publikum.
Meer: ?... Schreiben Sie einen Wettbewerb aus. Wer den Krieger besiegt, erh?lt 10 Millionen Credits. Ist er einmal tot, kann die Siegperson alle anderen ebenfalls erledigen ... und das Problem ist gel?st.“
Held denkt mit grüblerischem Gesichtsausdruck: ?Die Wettk?mpfe k?nnten die Bev?lkerung solange ablenken, bis meine Natural Guard jeden Widerstand gebrochen hat.‘
Held, hintergründig l?chelnd: ?Dann lasst mal Tribünen bauen über dem S?uregraben. Die Leute sollen doch mit eigenen Augen sehen, wie das Blut spritzt.“
Szeneanfang:
Immer noch auf dem Kampfplatz in Genville. Reporterin unsicher zu Meneor: ?Dürfen wir jetzt gehen ... oder werden Sie uns umbringen? ...“
Meneor, l?chelnd: ?Warum sollte ich dich t?ten? Du hast mich nicht angegriffen.“
Die Reporterin ist erleichtert.
Froh, wegzukommen, scheucht sie ihren Kameramann in Richtung Bunkereingang.
Kaum sind die beiden im Bunkereingang verschwunden, sagt Piri mit grossen Augen zu Meneor: ?Warum hast du ihnen von den Viren erz?hlt? ... Wir haben doch gar keine solchen Viren.“
Tanja schreit aus dem Off: ?Waaas?! ...“
Alle schauen nach Tanja, die weiter schreit: ?... Es gibt keine Viren?! ...“
Tanja, Richtung Bunkereingang rennend: ?... Das werde ich der Reporterin sofort sagen ... Dann kann Chief Held mit euch Genmonstern endlich aufr?umen!“
Zum Entsetzen aller verschwimmen Meneors Arme, und seine s?mtlichen Messer fliegen in Richtung Tanja.
Doch die Messer zischen an Tanja vorbei und bleiben vor ihr im Rasen stecken, das Wort ?STOP‘ formend.
Tanja erschrickt ...
... und begreift pl?tzlich, dass der Tod sie eben gestreift hat.
Schaudernd und blass dreht sie sich langsam um zu den anderen, ...
... die sie alle gespannt beobachten.
Aladan, mit gespieltem Erstaunen: ?Erstaunlich, das Krieger kann schreiben, etwas unbeholfen zwar, doch immerhin, es kann schreiben.“
W?hrend die Genvilles kichern, sagt Meneor protestierend: ?Das ist nicht wahr. Ich kann gar nicht schreiben. Ich habe nur irgendwo dieses Zeichen gesehen und gedacht, dass es so etwas wie ?anhalten‘ bedeutet.“
W?hrend Meneor l?chelt, die anderen Genvilles lachen, sagt Piri überrascht: ?Was, du kannst nicht schreiben?“
Tanja hat einmal mehr das Gefühl, in einem Irrenhaus zu sein.
Estragon zu der nun vor Vergnügen strahlenden Piri, w?hrend Meneor l?chelt und die anderen Genvilles kr?hen vor Lachen:
?Immer in dem Wüste leben
und unter Kampfeswut erbeben,
das f?rdert nicht des Schreibens Pracht,
viel eher doch des Geistes Nacht.“
Tanja im Irrenhaus.
Tanja, wütend: ?Warum lachen Sie so idiotisch, und warum wird mit Messern nach mir geworfen?!“
Abrupte Stille.
H?flich verbeugt sich Wagon vor Tanja und sagt: ?Sehr verehrtes Frau Stadtpr?sident, gestatten Sie mir, Ihnen unser seltsames Verhalten zu erkl?ren ...“
Wagon, wieder aufrecht, ernsthaft: ?... Wir sind alles hochsensible Wesen ...“
Hisch, mit kritischem Blick zu Meneor: ?Da staun‘ ich aber.“
Wagon, leicht l?chelnd: ?... hochsensible Wesen und eben einem Mordanschlag entronnen. Das daraus resultierende übererregtheit hat sich eben in einem, zugegeben etwas hysterischen Gel?chter entladen ...“
Aladan, sich sp?ttisch in Richtung Tanja verbeugend: ?... und, grossartiges Frau eines grossartigen Mannes, was Ihr zweites Frage anbelangt, ...“
Aladan, aufrecht und ernsthaft: ?... die Messer hat Meneor nach Ihnen geworfen, um Sie vor dem Selbstmord abzuhalten ...“
Tanja, nicht begreifend, ver?rgert: ?Ich werde fast ermordert, um mich vom Selbstmord abzuhalten? ... Wenn nur ein einziges Messer meinen Rücken getroffen h?tte ...“
Wagon: ?Ich denke, Meneor k?nnte Ihnen auf zwanzig Meter Entfernung mit seinen Messern die Haare schneiden, ohne Sie zu verletzen.“
Tanja, ver?rgert: ?Ich verzichte auf diesen Service.“
Aladen: ??h?m ... wenn ich auf meine Ausführungen zurückkommen dürfte ...“
Tanja, ver?rgert: ?Ich bitte darum.“
Aladen: ?... Haben Sie sich schon einmal überlegt, was geschieht, wenn Chief Held Genville vergast? ...“
Aladen, sich würgend an den Hals greifend: ?... Wenn das Giftgas Ihre Atemnerven l?hmt und Sie ersticken ...“
Aladen, Beine und Arme grotesk ineinander verschlungen: ?... Haben Sie überlegt, was geschieht, wenn Chief Held Genville in das Luft sprengt und Sie durch das Explosion nur noch ein unf?rmiges Klumpen Fleisch sind ...“
Tanja, fauchend: ?Chief Held will euch Genmonster vernichten, nicht mich!“
Wagon: ?Ja, aber Sie sind in seinen Augen mittlerweile auch ein Genmonster ... Und wenn es Genville vernichtet, wird es wohl kaum mit dem Helikopter einschweben, um Sie zu retten.“
Tanja f?ngt an zu begreifen, w?hrend Aladan eindringlich sagt: ?Ihr Schicksal ist mit Genville untrennbar verbunden, weil Sie mit uns gefangen sind in diesem Kerker. Wenn Sie das nicht begreifen wollen, rennen Sie dem Reporter nach und sagen ihm das Wahrheit über die Viren. Damit unterschreiben Sie unser aller Todesurteil.“
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Tanja, den Tr?nen nahe: ?Aber warum bin ich gefangen ... Ich habe doch gar nichts getan!“
Hisch, bitter: ?Und wir? ... Was haben wir getan?“
Tanja, w?hrend sie weinend davonrennt: ?Ihr seid wenigstens Monster!“
Betroffen von Tanjas Unverbesserlichkeit, schauen ihr die Genvilles schweigend nach.
Aladen, ergeben: ?Es ist kaum m?glich, ihr Geist ...“
Estragon: ?... falls vorhanden...“
Aladan, ergeben: ?... zu erreichen. Wenden wir uns also unserem zunehmend unerfreulichen Situation zu.“
Lara: ?Du brütest etwas aus, nicht wahr?“
Aladen, fein l?chelnd: ?Das Idee des Kriegers finde ich nicht schlecht ... Ich k?nnte so ein Virus entwickeln ...“
Die Genvilles folgen gebannt bis entsetzt Aladans Ausführungen: ?... Ich habe mir gedacht, dass dieses Virus bestimmte Genabschnitte der Natürlichen in jedem Zelle besch?digen sollte. Bevor dann das Zelle an ihrem Gendefekt stirbt, muss das Virus weiterwandern, und das n?chste Zelle besch?digen ...“
Aladan: ?... Indem wir uns auf spezifische Gensequenzen der natürlichen Menschen konzentrieren, wird das Killervirus gezielt die natürlichen Menschen ausrotten und uns und alle anderen Lebewesen verschonen ...“
Hisch, begeistert von Aladans Vorschlag: ?Wir brauchen auch gar nicht auf ein Angriff zu warten. Wir k?nnen ihnen das Virus durch das Glasr?hre, in Fluginsekten verpackt, rüberschicken... Dann, nach einem Woche k?nnen wir Genville einfach verlassen ... Und wir sind frei! Endlich frei!“
Lara geht auf Aladan zu und sagt: "Aladan, du bist doch Egoist? ..."
Aladan, erstaunt über die Frage, in scherzhaftem Ton: "Betrachte das Pracht meines Egos, dann weisst du warum."
Lara, nun bei Aladan, eindringlich: "Wenn dein Herz sich verh?rtet im Hass gegen die Natürlichen, ...
wenn dein Ohr sich verschliesst vor den Schreien der Sterbenden, ...
wenn voller K?lte du über die Leichen der Ausgerotteten schreitest, ...
wie willst du dann, zu Stein geworden, noch erzittern ob dem Z?rtlichkeit eines Kusses? ..."
Lara küsst Aladan z?rtlich und innig auf den Mund.
Aladan geniesst es sichtlich.
Alle schauen ergriffen auf die Kussszene.
Hisch, zerknirscht den Kopf senkend: "Ich hab's ja nicht so gemeint ... Es ist eben schwer, die Nerven zu behalten, wenn dich die Natürlichen dauernd ausrotten wollen ... Es ist schwer, nicht zu werden wie sie ..."
Wagon, heftig: "Das ist es nicht! Das ist es nicht! Wir haben ein anderes Bedürfnisstruktur! Wir k?nnen glücklich sein, ohne jemanden zu unterdrücken und zu demütigen!"
Piri, mit abwesendem Blick: "Vielleicht sollten wir uns nicht so verkrampft ans Leben klammern ... Wir sollten bereit sein zu sterben ..."
Ausser Meneor, der die Diskussion interessiert verfolgt, machen alle überrascht : "Was?!"
Piri, sehr friedlich, mit lebendigem Blick: "Ich war so nahe dem Tod ... Ein einziges Fehler, und die Guards h?tten mich erschossen ... Beim Gedanken daran verkrampft sich mein Herz, mein Brust wird eng, ich will ersticken ... Bin ich aber bereit zu sterben und zu verl?schen, l?st sich das Krampf, ich kann wieder atmen und fühle mich frei ..."
Aladan, mit gespieltem Ernst: "Aber es w?re doch so schade um mich! ..."
Alle lachen, l?cheln oder kichern.
Aladan, in Fahrt: "... Und wenn wir schon beim Glücklichmachen sind ... Ihr müsst zugeben, dass mein Idee brillant war, ... rein wissenschaftlich gesehen ..."
Die Forschenden, ausser Hisch, grinsend im Chor: "Aladan, du bist das Gr?sste!"
Hisch, grinsend: "Aladan, du hast das Gr?sste!"
Aladan verneigt sich geschmeichelt.
Caesar, der sich hinter einem Bungalow versteckt h?lt, h?rt die Reden und denkt, hinterh?ltig l?chelnd:
'Ein gesundes Herrschaftsstreben
dient allemal dem überleben.'
Caesar, sich aus seinem Versteck entfernend, denkt: 'Diese Verirrungen der Gentechnik werden an ihrem Harmlosigkeit zugrunde gehen. Ich hingegen werde mir, sozusagen als kleines Lebensversicherung, Aladans Virus basteln.'
Lachend und schwatzend entfernen sich auch die Genvilles von der Kampfst?tte.
Die Kampfst?tte mit den aufgespiessten K?pfen liegt verlassen da.
Im Hintergrund springt Flu mit einem eleganten Satz aus dem Bunkereingang ...
... und n?hert sich wedelnd den aufgespiessten K?pfen.
Inmitten der K?pfe bleibt Flu stehen und macht grinsend 'Fluflu'.
W?hrend Flu vergnügt davon trottet, erreicht die Duftwolke die aufgespiessten K?pfe, welche ihre Augen entsetzt aufreissen und ihre Münder voller Ekel verziehen.
Szeneanfang:
Caesar steht im Labor, am Bioskop, auf dessen Grossbildschirm Gensequenzen zu sehen sind. Caesar denkt stirnrunzelnd: 'Das Virus braucht eigentlich nur das Selbstzerst?rungssequenz zu aktivieren ... Wie aber kann ich das Virus dazu bringen, dass es das Zelle verl?sst, bevor das Zelle stirbt? ... Hm ...'
Hischs Stimme aus dem Off: "Was forschst du, Caesar?"
Ertappt f?hrt Caesar herum.
Caesar, mit gequ?ltem L?cheln: "Nun, ... du weisst doch, dass ich ein ausgepr?gtes Herrschbedürfnis habe, nicht wahr?"
Hisch, nickend: "Ja, darum bist du auch so ein Arschloch."
Caesar, s?uerlich, gequ?lt l?chelnd: "Siehst du ... Eben das macht mir zu schaffen ... Ich m?chte genauso bliebt sein wie die anderen."
Hisch, fragend die Arme ausbreitend: "Aber was willst du tun? ... Dein Bedürfnisstruktur ist dein Schicksal."
Caesar, entschlossen die Faust ballend: "Ich werde mein Schicksal ?ndern!"
Hisch, traurig: "Was denkst du, wie oft ich mir schon gewünscht habe, meine Wutanf?lle loszuwerden? ..."
Hisch, ihren traurigen Blick zu Caesar erhebend: "Weisst du, wie satt ich es habe, immer wieder jene zu verletzen, die ich liebe? ..."
Caesar, mit gerunzelter Stirn: "Weisst du, wie satt ich es habe, immer von den anderen ausgelacht und gedemütigt zu werden?"
Hisch, mitfühlend, Caesar die Hand auf die Schulter legend: "Ja, ... aber kannst du denn nicht froh sein darüber, dass sie uns mit Humor ertragen? ... Anstatt uns zusammenzuschlagen, auszustossen oder gar zu t?ten, ... machen sie ein paar Witze ... Sie bewundern unser Arbeit, wir bekommen genug Sex, wir geh?ren zu ihnen, ... auch wenn du ein humorloses, machtgeiles Ekel bist ... und ich ein j?hzorniges Hexe ..."
Caesar denkt 'Mir kommen gleich die Tr?nen.' und sagt mit geheucheltem Mitgefühl: "Ja, du hast Recht ... Wir k?nnen froh sein über so viel Verst?ndnis und Toleranz ... Trotzdem werde ich versuchen, mein Herrschbedürfnis loszuwerden."
Hisch: "Wir sind noch nicht so weit, dass wir gewachsene Gehirnstrukturen gentechnisch ab?ndern k?nnen ..."
Caesar: "Wie du richtig sagst: 'Noch nicht' ... Lass es mich versuchen. Vielleicht schaffe ich das Durchbruch."
Hisch, vers?hnlich l?chelnd: "Genug Genie h?ttest du ja dazu ... Aber du nimmst es mir nicht übel, wenn ich nicht daran glaube ..."
Hisch, das Labor verlassend: "... Wenn ich mich jetzt darauf freue, mein Wut loszuwerden ... und dann klappt's doch nicht ... Ich habe einfach Angst vor dem Entt?uschung."
Hisch hat das Labor verlassen.
Caesar denkt: 'Na endlich habe ich Ruhe ... Dieses langweilige Gut-sein-wollen schl?gt mir auf die Hirnlappen.'
Szeneanfang:
Antara beobachtet aus ihrem Turmhaus Tanja und Leia. Tanja schimpft: "Ich kann dich nicht gern haben, Leia, wenn du so ein ungezogenes M?dchen bist."
Leia, trotzig: "Du bist nicht meine Mama. Du bist eine Scheisswurst."
Tanja gibt Leia eine Ohrfeige und marschiert wütend davon. Leia weint herzzerreissend.
Antara ruft: "Leia!"
Ernst, aber freundlich winkt Antara Leia zu sich.
Neugierig und misstrauisch zugleich n?hert sich Leia mit ihrem tr?nenüberstr?mten Gesicht Antaras Turmhaus.
Leia steht im Turmzimmer und starrt Antara, die nur ihr durchsichtiges Schleierkleid tr?gt, mit offenem Mund an.
Antara winkt Leia freundlich zu sich heran.
Leia, sich n?hernd: "Warum hast du keine Kleider?"
Antara: "Das Haus ist mein Kleid."
Leia: "Du bist sch?n."
Antara: "Viele Wesen sind sch?n. Und trotzdem schmerzen sie."
Leia, muffig: "So wie Tanja."
Antara, mitfühlend: "Wenn du magst, erz?hle ich dir das Geschichte von den warmen und den kalten Herzen. "
Leia nickt.
Antara hockt sich hin, damit sie mit Leia auf Augenh?he ist. Antara: "Jedes Kind wird mit einem warmen Herz geboren ..."
Antara: "... Dann begegnet es Menschen mit einem Herz aus Stein, die mit Worten und Taten das warme Herz verletzen, bis es blutet ..."
Antara: "... Das warme Herz will sich schützen und verwandelt sich dort, wo es verletzt wurde, in Stein ..."
Antara: "... Mit jedem Verletzung wird das warme Herz ein wenig mehr zu Stein. ..."
Antara: "... Bis es ganz versteinert ist und selber warme Herzen verletzt ..."
Leia, stirnrunzelnd: "Das ist bl?d."
Antara h?lt Leia die Handfl?che so hin, als l?ge darauf ein Gegenstand: "Ja, deshalb habe ich ein Geschenk für dich ..."
Antara: "Jedes Mal, wenn du dieses K?stchen ?ffnest, ist ein Herzpfl?sterchen drin. Sobald dich jemand verletzt, nimmst du ein Pfl?sterchen und legst es auf das Wunde an deinem Herzen. Du musst das Schmerz ertragen und warten, bis das Pfl?sterchen das Wunde geschlossen hat und dein Herz wieder gesund und warm ist."
Leia, entt?uscht: "Aber da ist kein K?stchen."
Antara: "Das K?stchen ist unsichtbar, damit es dir niemand wegnehmen kann. Du kannst es in deinem Brust aufbewahren und immer hervorholen, wenn du es brauchst."
Leia greift z?gernd nach dem nur in der Fantasie vorhandenen K?stchen ...
... und sagt zweifelnd, es in die Brust steckend: "Ist es nicht besser, ein Herz aus Stein zu haben? Dann k?nnen mir die anderen nicht mehr weh tun."
Antara: "Ein Herz aus Stein kann nicht glücklich sein."
Antara streicht Leia übers Haar und eine Woge von Trauer durchflutet sie, was sie vor dem Kind zu verbergen sucht.
Leia verl?sst wortlos das Turmzimmer. Antara schaut ihr bekümmert nach und denkt: 'Dein Herz ist schon halb aus Stein ...'
Leia steht am Rand des Weihers und greift sich an die Brust, um das K?stchen zu entnehmen, ...
... und wirft es ver?chtlich in den Weiher. Leia: "Ich will kein bl?des K?stchen."
Das Weiherputz: "?"
Szeneanfang:
Piri und Meneor gehen auf einer Wiese. Piri tr?gt ein eingerolltes Bildschirmwesen unter dem Arm.
Piri entrollt das Bildschirmwesen ...
... und legt das etwa 2 m2 grosse Wesen auf den Wiesenboden, neugierig beobachtet von Meneor.
Piri setzt sich vor das Bildschirmwesen und klopft mit der Hand neben sich auf den Boden, w?hrend sie fr?hlich sagt: "Setz dich, Meneor ... Ich mache jetzt ein Schriftgelehrten aus dir."
Meneor setzt sich im Schneidersitz hin ...
... und schaut erwartungsvoll auf Piri.
Piri streckt ihren nackten Fuss aus, ...
... bis ihre Fusssohle die Fusssohle von Meneor berührt.
Piri kichert 'Hihihi', und Meneor fragt sich, was das soll.
Auf dem Bildschirmwesen erscheint 'Hihihi', was Piri zum Lachen reizt und Meneors Verst?ndnislosigkeit vergr?ssert.
Piri, fr?hlich Meneor anstupsend: "Das Bildschirmwesen ?fft mich nach. Findest du das nicht lustig?"
Meneor, mit gequ?ltem L?cheln: "Doch, doch ... sehr ..."
Meneor, nicht verstehend: "... ?h, was ist ein Bildschirmwesen?"
Piri ist irritiert.
Piri, in lehrhaftem Tonfall, auf das Bildschirmwesen weisend: "Verehrte Damen und Herren, Sie sehen hier ein Bildschirmwesen. Es ist f?hig, winzige Bereiche auf seinem Haut dunkler erscheinen zu lassen, so dass es sogar Buchstaben und Zahlen abbilden kann. Darüber hinaus ist es in dem Lage, Gesprochenes zu verstehen und als Geschriebenes erscheinen zu lassen. Es ersetzt uns die von den Natürlichen noch immer gebrauchten Wandtafeln ..."
Piri, lehrhaft: "... Schreibe: 'Meneor lernt das Alphabet.'"
Auf dem Bildschirmwesen erscheint der von Piri diktierte Satz.
Meneor: "Was ist ein Wandtafel?"
Piri, sich ratlos am Kopf kratzend, zu sich selbst: "Das scheint schwieriger zu werden, als ich mir gedacht habe ... Reiss dich zusammen, Piri!"
Piri, sich zusammen reissend, lehrhaft: "Ein Wandtafel ist ein Folterinstrument für Kinder. Die Kinder werden unter Androhung von Strafe gezwungen, auf das Wandtafel zu schauen. Die Folternden schreiben dann auf das Tafel Dinge, welche die Kinder entweder nicht begreifen oder für die sie sich überhaupt nicht interessieren ..."
Piri, lehrhaft: "... Die, die das Folter lange genug ertragen, bekommen ein Ausweis. Mit dem Ausweis dürfen sie sich an ein Arbeitsplatz setzen und Arbeiten verrichten, deren Sinn sie nicht verstehen. Für dieses Arbeit bekommen sie etwas Geld, das sie dann für Dinge ausgeben k?nnen, die ihnen dabei helfen, die Schmerzen des Arbeit zu vergessen."
Meneor ist beeindruckt von der Schilderung, ...
... denkt nach ...
... und wendet dann ein: "Aber ihr habt auch viel gearbeitet, um Genville aufzubauen."
Piri, l?chelnd: "Wir brauchen nicht zu arbeiten. Alles, was wir brauchen, lassen wir wachsen, die H?user, das Essen, die Kleider. Wir werden nie krank. Was wir tun, tun wir aus Spass und Neugier."
Meneor, l?chelnd: "Dann bist du jetzt aus Spass mein Folterndes und ich bin das Kind, das sich aus Spass qu?len l?sst."
Piri, lachend: "Macht doch Spass, oder?"
Meneor, ernsthaft: "Ich werde dir das Spass verderben ... Ich will n?mlich wissen, wie das geht mit den Buchstaben ..."
Piri ist freudig überrascht.
Meneor: "Kannst du zuerst 'Meneor' schreiben?"
Piri schreibt in grossen Lettern "Meneor" in den Sand.
Meneor malt einen erigierten Penis mit Hodensack an das Ende des "r".
Lara hat sich gen?hert und sagt kichernd: "Piri, dein Schreibunterricht nimmt aber seltsame Formen an."
Piri kichert.
Meneor geht weg: "Ich werde jetzt Aladan ein Wort mit einem Geschlechtsorgan zeigen."
Lara und Piri: "?"
Lara und Piri, von dem Wort wegspazierend. Lara: "Wie kommt es auf dieses absurde Idee?"
Piri, begreifend: "Vielleicht hat Aladan ihm erkl?rt, dass wir nur s?chliche W?rter benutzen, weil W?rter eben kein Geschlechtsorgan haben."
Lara: "Und Meneor will es jetzt davon überzeugen, dass das falsch ist?"
Piri: "Glaub ich nicht. Meneor braucht ja jetzt selber das s?chliche Form."
Lara und Piri drehen sich um, weil sie ein Lachen h?ren, und sehen den lachenden Aladan und den grinsenden Meneor.
Fokus wieder auf Lara und Piri, die immer noch die beiden M?nner betrachten. Piri: "Das erste Begegnung der beiden war nicht so toll ..."
Lara: "... Aber seit Meneor da ist, scheint Aladan aufzublühen."
Lara, sinnierend: "Wie macht ein Krieger das ...?"
Lara, zweifelnd: "Erschleicht es unser Liebe, um uns im Schlummer seligen Vertrauens abzustechen?"
Piri: "Da mein Herz schneller schl?gt, wenn ich Meneor sehe, bin ich wohl befangen. Aber abgesehen davon: H?tte es das nicht schon l?ngst tun k?nnen?"
Lara: "Hey, hey, mein Herz schl?gt auch schneller in seinem Gegenwart!"
Lara, lachend: "Wollen wir messen, welches schneller schl?gt?"
Piri nickt eifrig ...
... und ruft zu Laras Verblüffung: "Wagon, Hisch! ... Meneor!"
Neugierig n?hern sich die Gerufenen.
Piri, mit einer Miene, als handle es sich um eine wichtige wissenschaftliche Untersuchung: "Lara und ich wollen prüfen, welches Herz in dem Gegenwart von Meneor am schnellsten schl?gt."
Wagon und Hisch: "H??"
Piri, keinen Widerspruch duldend: "Wir stehen jetzt um Meneor herum und jedes misst dem Linksstehenden das Puls!"
Kopfschüttelnd gehorchen auch Wagon und Hisch.
Meneor, der interessiert mitmacht: "Und was muss ich machen?"
Piri, geheimnisvoll: "Einfach sein."
Hisch, sp?ttisch: "Einfach-Sein ist ja sein St?rke."
Meneor macht absichtlich ein dümmliches Gesicht und bringt damit die Schwestern zum Lachen.
Die Schwestern halten sich an den Handgelenken und konzentrieren sich mit Blick auf den l?chelnden Meneor auf das Messen des Pulses.
Jede ruft Namen und Zahl der links von ihr stehenden: "Wagon 45! Lara 48! Piri 52! Hisch 58!"
Lara, lachend: "Unser zornigstes Schwester findet Meneor am attraktivsten!"
Hisch, mit schiefem L?cheln: "Pah."
Piri, strahlend: "Ich bin immerhin zweites!"
Wagon, düster: "Dieses Krieger hat ein verheerendes Einfluss auf uns ..."
Die andern: "?"
Wagon, lachend: "Wir werden immer kindischer!"
Allgemeines Gel?chter.
Szeneanfang:
Martin Eck sitzt mit h?ngenden Schultern auf einem Felsen und starrt trostlos ins Leere.
Lara schlendert heran ...
... und bemerkt überrascht die traurige Gestalt.
Sie macht eine blitzartige Bewegung ...
... und sitzt pl?tzlich entspannt neben Eck auf dem Stein, der nichts davon wahrnimmt.
Mit dem Zeigefinger tippt sie ihm leicht auf die Schulter, was Eck betr?chtlich erschreckt.
Lara kichert, w?hrend Eck zu ihr herumf?hrt. Eck: "Was ..."
Lara, kichernd: "Verzeihen Sie, Herr Stadtpr?sident, ich wollte Sie nicht erschrecken ... oder vielleicht h?chstens ein bisschen."
Eck, unglücklich vor sich hin blickend: "Verzeihen Sie, Frau Lara, aber mir ist im Moment nicht nach Scherzen zumute."
Lara, ernst: "Das habe ich bemerkt. Deshalb wollte ich Sie ja aufheitern."
Eck, etwas erstaunt über diese Antwort: "Warum sollten Sie das wollen?"
Lara: "Ihr Schmerz ist mein Schmerz."
Eck, sichtlich verwirrt: "Wie ist das m?glich?"
Lara: "Wir Forschenden haben ein ausgepr?gtes Einfühlungsverm?gen. So verstehen wir uns gegenseitig viel besser, was gut ist für das Teamarbeit. Und gutes Teamarbeit steigert unser wissenschaftliches Leistungsf?higkeit enorm ..."
Lara: "... Deshalb ist Ihr Leid auch mein Leid ..."
Eck, Lara ein wenig staunend anschauend: "Das habe ich nicht gewusst ... Ich hielt Sie immer für ..."
Lara: "... Monster?"
Eck, abwehrend: "Neinnein, ich geh?re nicht zu jenen Leuten, die sich das Leben so einfach machen ..."
Eck, sinnierend: "Irgendwie habe ich immer geglaubt, Forschende seien ... kalt ... ja, kalt wie die Krieger, die sie herstellen."
Lara, sich l?chelnd an Eck schmiegend: "Fühle ich mich kalt an, Herr Pr?sident?"
Eck wird rot.
Lara, sich l?chelnd an ihn schmiegend: "Sie werden ja ganz rot, Herr Pr?sident."
Eck ist rot und hilflos.
Ohne wütend zu werden, st?sst Eck Lara von sich und sagt: "Das dürfen Sie nicht, Frau Lara ... Wenn meine Frau uns sieht, stürzt der Himmel ein."
Lara blickt nach oben und sagt naiv und ungl?ubig: "Sie meinen, das Glaskuppel wird auf uns herunter fallen?"
Widerwillig muss Eck l?cheln, ...
... nimmt dann Laras Hand wie die eines Kindes und erkl?rt, wieder ernst und nicht mehr ganz so traurig: "Ich meinte damit, dass meine Ehe mit Tanja dadurch noch mehr Schaden erleidet ..."
Lara, brav deklamierend:
"Suchst du Wehe,
schliess' ein Ehe."
Eck, Laras Hand zwischen seinen H?nden auf und ab bewegend: "Nein, Frau Lara, Sie verstehen mich falsch ... ich habe meine Frau aus Liebe geheiratet, ..."
Eck, Laras Hand an seine Brust drückend, schmerzvoll: "... und ich liebe sie immer noch ... Sie ist mein Herzblut."
Eck merkt pl?tzlich, dass er Laras Hand an seine Brust drückt, und sagt verwirrt und err?tend: "Oh Verzeihung, Frau Lara, ..."
Eck, Laras Hand auf ihren Schenkel legend, verwirrt und rot: "... das wollte ich nicht ... Es war ein Versehen ..."
Eck fasst sich wieder und sagt mit einem Leuchten im Gesicht: "Wir haben unsere Ehe im Antlitz des Herrn geschlossen, und alle unkeuschen Gedanken beschmutzen unsere Liebe und tr?nken uns mit Sünde."
Lara: "Das h?tte ich sehen wollen."
Eck, aus seiner Entrückung gerissen: "Was?"
Lara: "Na, wie Sie zwei in einem Antlitz stehen. Das wird doch eng."
Eck braucht ein paar Sekunden, um zu verstehen, was sie meint, und schaut in dieser Zeit recht verst?ndnislos drein.
Dann schl?gt Eck erschüttert die H?nde vors Gesicht und sagt verzweifelt: "Sie verstehen nicht, Sie verstehen nicht."
Lara: "Wie sollte ich? Vor vier Jahren erst wurde ich gemacht ... Auch wenn Sie jetzt wieder etwas jünger aussehen, Sie haben bestimmt zw?lf Mal l?nger gelebt als ich ..."
Lara, mit grossem Blick: "... Helfen Sie mir zu verstehen?"
Eck, erst jetzt begreifend, was das bedeutet: "Sie sind erst vierj?hrig?"
Lara, kokett l?chelnd, mit Augenaufschlag: "Bin ich etwa zu jung für Sie?"
Eck muss unfreiwillig lachen.
Eck, vers?hnlich l?chelnd: "Verzeihen Sie meine Reaktion von vorhin. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie erst vierj?hrig sind ... Sie wirken so erwachsen."
Lara h?lt ihm ihre nackten, prallen Brüste vors Gesicht und sagt: "Ja, gell."
Eck, seine Augen bedeckend: "Nein ... bitte ... Sie wecken sündige Gedanken ..."
Lara, ihre Brüste wieder einpackend:
"Sündige Gedanken
lassen Martin wanken,
bis es sich eines Tags vergisst
und auf das Bund des Ehe pisst."
Eck hat die H?nde vom Gesicht genommen und sagt, halb weinend, halb lachend:
"Ein Kind, das mit dem Busen spielt,
nicht wissend, was der Martin fühlt,
es giesst nur ?l in jenes Feuer,
das brennt in mir ganz ungeheuer."
Lachend klatscht Lara Beifall.
Lara, strahlend: "Sie haben ja ein Sinn für Poesie. Ich dachte immer, Natürliche seien nur machtgeile Monster."
Eck r?uspert sich, halb geschmeichelt von ihrem Applaus, halb gekr?nkt von den 'machtgeilen Monstern'.
Lara, Eck fr?hlich und kumpelhaft auf die Schultern klopfend: "Nun, Herr Pr?sident, welches Feuer qu?lt Sie denn?"
Eck, etwas befremdet ob der burschikosen Behandlung: "Also ..."
Eck, in einen melancholischen Gesichtsausdruck verfallend: "... ?hm, ... ich ... meine Frau verachtet mich ... Seit dieser Meneor mich blossgestellt hat, h?lt sie mich für einen ?ngstlich schlotternden Feigling ... Ich solle mir ein Beispiel nehmen an Caesar ... Der fürchte sich nicht vor dem Sexmonster und sei bereit, sein Leben zu opfern, um sie zu beschützen ..."
Lara h?rt einfühlsam zu.
Lara, etwas erregt: "Aber wenn Sie gegen Meneor k?mpfen, ist das so, als tr?ten Sie mit blossen H?nden gegen ein Panzer an ... Kann Ihr Frau das nicht verstehen und Sie trotzdem lieben?"
Eck, mit Tr?nen: "über zwanzig Jahre sind wir nun zusammen ... Dann kommen zwei kr?ftige Oberarme, und alles ist zunichte ..."
Eck, das Gesicht in die H?nde gesunken: "... Ich verstehe das nicht."
Lara, ihm tr?stend den Arm um die Schultern legend: "Natürliche Weibchen wollen starke M?nnchen. Starke M?nnchen sind solche, die ein hohes soziales Position haben ..."
Lara: "... Als Stadtpr?sident waren Sie das st?rkste M?nnchen von Natural City ... Hier in Genville sind Sie k?rperlich und geistig das weitaus schw?chste M?nnchen ..."
Eck, bitter: "Müssen Sie mir die Wahrheit so ungeschminkt ins Gesicht hauen? ... Ich dachte, Sie wollten mich tr?sten."
Lara, ernst: "Was ist das für ein Trost, das auf einem Lüge beruht?"
Eck, heftig: "Aber wenn dem so ist, wie Sie sagen, gibt es keine Hoffnung ... Ich werde nie ein Krieger sein und nie so intelligent wie ein Forschender! ... Nie werde ich in Genville eine hohe soziale Position bekleiden k?nnen! Nie werde ich den Respekt von Tanja zurückgewinnen! ..."
Lara, protestierend: "In Genville gibt es sowieso keine 'hohen sozialen Positionen'. Für uns gilt:
M?nnchen, die sich wichtig machen,
sind stets ein Grund zum fr?hlich Lachen."
Eck, verblüfft: "Und wer sagt, wo's langgeht?"
Lara: "Das klügste Gedanke leitet uns."
Eck, triumphierend: "Ha! Dann sind jene mit den meisten 'klügsten Gedanken' die Leitfiguren!"
Lara: "Da wir, ausser Caesar, kein Herrschbedürfnis haben, fehlt uns jedes Gefühl für 'Leitfiguren'. Deshalb ist es unwichtig, wer wie viele kluge Gedanken hat."
Eck, ungl?ubig: "Die Genville-Weibchen, ... ich meine natürlich -Frauen, reagieren also nicht auf Macht und Muskeln?"
Lara, l?chelnd: "Sie k?nnen jedes Genville-Weibchen und -M?nnchen haben ... Sie brauchen es nur anzul?cheln."
Eck ist baff.
Eck, von der Wucht seiner Misere erneut niedergedrückt: "Aber ich liebe Tanja ... und mein L?cheln bewirkt bei ihr überhaupt nichts."
Lara und Eck hocken schweigend und deprimiert nebeneinander auf dem Felsen.
Szeneanfang:
Ein grosser, von hohen, düsteren Mauern umgebener Platz am Rande des gigantischen S?uregrabens, der Genville umfasst. Der Platz ist Bestandteil des Gef?ngniskomplexes. Am S?uregrabenrand des Platzes steht ein grosser Kran mit einem Greifarm. Der Platz wimmelt von Natural Guards und gefesselten Gefangenen.
Dicht an der Glaskuppel stehend, beobachtet Chromos 5 das Treiben auf dem Platz.
Meneor stellt sich schweigend neben Chromos 5.
Beide betrachten das Treiben auf dem Platz.
Chromos 5, ohne seinen Blick vom Platz zu richten: "Warum hast du uns gerettet?"
Meneor, ohne seinen Blick vom Platz zu richten: "Ihr seid doch Freundliche."
Chromos 5: "Was bedeutet Freundschaft einem Krieger?"
Meneor: "Zus?tzliche Arme und Beine zum K?mpfen."
Chromos 5, lachend: "So habe ich es noch nie gesehen."
Auf dem Platz wird eine junge Frau zum Kran geführt. Sie tr?gt Ledergurten um den Leib mit einer Schlaufe im Nacken, so dass sie an der Schlaufe hochgehoben werden kann. Ein kleines Kind klammert sich an ihre Beine und schreit 'Mammaa!'.
Wie die Frau den Kran erblickt, ger?t sie in Panik ...
... und ruft verzweifelt: "Bitte nicht ... Was habe ich denn getan?!"
Natural Guard, grimmig: "Du hast 'Meneor, Meneor' gerufen. Unterstützung von Genmonstern ist Hochverrat."
Meneor, für Chromos 5 den Dialog wiederholend: "... Unterstützung von Genmonstern ist Hochverrat."
Chromos 5, erstaunt: "Kannst du wirklich h?ren, was die sagen?"
Meneor: "Ja, ich kann das Empfindlichkeit meines Geh?rs einstellen."
Frau, flehend: "Aber ich habe doch gar nicht gerufen. Das waren Leute um mich herum."
Guard, streng: "Willst du etwa das Urteil von Richter Zufall anzweifeln? ... Das w?re n?mlich auch Hochverrat."
Frau, flehend: "Nein ... Aber ich habe nicht 'Meneor' gerufen ..."
Guard, mit zynischem L?cheln: "Nun reg dich ab ... Du hast es gleich hinter dir."
Meneor: "... gleich hinter dir."
Der Krangreifer kommt von oben herab. Der Guard packt gleichzeitig den Krangreifer und die Schlaufe im Nacken der Frau.
Frau, panisch: "Neiiin! ... Bitte, bitte."
Der Krangreifer schnappt um die Schlaufe zu ...
... und hebt die Frau an. Das Kind h?lt sich an ihrem Bein fest und schreit j?mmerlich 'Mama, Mama!'
Frau, einer Ohnmacht nahe: "Was soll aus meinem Kind werden? ... Ich darf nicht sterben ... Mein Kind braucht mich ..."
Guard, kühl: "Was sorgst du dich? Es kommt ja mit dir."
Meneor: "... Es kommt ja mit dir."
W?hrend die Frau hochgehievt wird, kann sich das Kind nicht mehr halten und f?llt runter.
Frau, weinend: "Was geschieht mit meinem Kind? ..."
Guard, das Kind auffangend: "Ich hab's. Es ist ihm nichts geschehen."
Die Mutter ist erstaunt über die Menschlichkeit des Guards.
Wie sie das Kind in den Armen des Guards sieht, stiehlt sich ein kleines L?cheln in ihr Tr?nen überflutetes Gesicht.
Der Guard, das Kind im Arm, und das Kind beobachten, wie die Mutter langsam über den S?uregraben hinaus gehievt wird, ...
... immer weiter hinaus.
Der Guard geht mit dem Kind zu den Bedienungselementen des Krans.
Der Guard sagt zum Kind: "Willst du deiner Mama helfen?"
Das Kind schaut mit seinem verweinten Gesicht den Guard an und nickt.
Guard, auf den Ausl?seknopf des Greifarms zeigend: "Dann musst du hier drücken."
Das Kind drückt den Ausl?seknopf.
W?hrend die Greifzange des Krans sich ?ffnet, sagt der Guard zu dem staunenden Kind: "Schau, deine Mutter lernt jetzt fliegen."
Meneor: "... lernt jetzt fliegen."
Die Mutter f?llt ...
... und f?llt weit hinunter in den S?uregraben, ...
... wo sie in der S?ure versinkt ...
... und sich zischend aufl?st.
Zwei Guards, sp?ttisch lachend, der eine zum Guard mit Kind: "Ah, ein neuer Papa ... Wann gehst du Windeln kaufen? ..."
Ohne eine Miene zu verziehen, fragt der Guard das Kind: "M?chtest du zu deiner Mutter?"
Das Kind nickt.
Der Guard geht mit dem Kind an den Rand des S?uregrabens, ...
... fasst das Kind mit einer Hand an einem Bein, ...
... holt aus ...
... und wirft es in hohem Bogen hinunter in den S?uregraben, ...
... wo es sich zischend aufl?st.
Geschockt über die K?lte ihres Kameraden, ist den beiden spottenden Guards das Lachen vergangen.
Betreten, so als seien sie durch ihren Spott mitschuldig, schauen sie sich an, ...
... um dann schweigend, mit gesenkten K?pfen davonzugehen.
Chromos 5, im Bann des eben Erlebten, auf den Platz schauend, blass und tonlos: "Meneor, sag mir, was ist Schmerz?"
Meneor, unbekümmert: "Wenn ich jemanden berühre, der Schmerzen hat, ... dann ist es wie ein zweites Paar H?nde ..."
Chromos 5, wie oben: "H?nde?"
Meneor: "... Ja, als k?nnte ich mit einem zweiten Paar H?nde in das K?rper hineingreifen und das Schmerz anfassen ..."
Chromos 5, wie oben: "Das Schmerz ist also ein Art Kraftfeld, ?hnlich einem Magnetfeld?"
Meneor: "Was ist ein Magnetfeld? ... Wenn ich Gefühle spüre, ist es, als würden die Nerven flüstern ... und als k?nnte ich dieses Flüstern anfassen ..."
Chromos 5, wie oben: "Wispernde Nerven, ... Kraftfelder des Wisperns ... Wisperfelder, bestehend aus Gefühlsenergie ... Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? ..."
Chromos 5 f?ngt an zu zittern.
Meneor, ihn besorgt betrachtend: "Was hast du?"
Chromos 5, zitternd: "Ich versuche zu verdr?ngen, was wir vorhin gesehen haben, ... aber es gelingt mir nicht ... Wie ist das mit dir?"
Meneor, unbekümmert: "Ich kann mein Mitgefühl ein- und ausschalten ... So hat das Schrecken des Terrors kein Gewalt über mich."
Chromos 5, st?rker zitternd, krampfhaft l?chelnd: "Das 'Schrecken des Terrors' ... Das klingt, als spr?chest du von einem Waffe."
Meneor: "Piri und ich haben dieses Waffe auch eingesetzt, indem wir die K?pfe der Guards auf die Gewehre gesteckt haben ... Die restlichen Guards waren durch das Anblick so gel?hmt, dass wir sie leicht überwinden konnten."
Chromos 5, stark zitternd, krampfhaft l?chelnd: "Das Kunst des T?tens ..."
Meneor, Chromos 5 sorgenvoll betrachtend: "Nein, das Kunst des überlebens."
Chromos 5 bricht zitternd zusammen.
Meneor f?ngt ihn auf ...
... und h?lt den Zitternden in den Armen. Meneor, besorgt: "Was hast du?"
Chromos 5, zuckend, flüsternd: "Schnell, ruf die anderen... Du allein kannst mich nicht halten ... Das Kraft wird furchtbar sein ..."
Meneor, mit einfühlsamem Blick Chromos 5 an die Brust pressend: "Ich verstehe nicht ..."
Chromos 5, st?rker zuckend, mit letzter Kraft: "Schnell."
Meneor reagiert und schreit: "Hiiilfeee!"
Blitzartig tauchen Caesar, Aladan, Estragon und die vier Schwestern auf.
Die Neuank?mmlinge sind nicht überrascht von Chromos 5's Zustand. Zielstrebig packen je zwei eine Extremit?t von Chromos 5, w?hrend Aladan Meneor sanft von Chromos 5 wegzieht.
W?hrend Meneor verwirrt daneben steht, wirft sich Aladen auf das noch freie Bein von Chromos 5.
Der K?rper von Chromos 5 zuckt wie wild, und die Forschenden haben alle Mühe, die Gliedmassen festzuhalten.
Chromos 5's Bein, an dem Aladan h?ngt, zuckt pl?tzlich zurück ...
... und vor, wobei Aladan mit ungeheurer Wucht davongeschleudert wird, ...
... an einen Baumstamm kracht und sich mit einem h?sslichen 'Kricks' das Genick bricht.
Hilflos f?llt Aladan zusammen ...
... und bleibt gel?hmt, mit eklig verdrehtem Kopf am Boden liegen.
Immer noch nicht begreifend, worum es geht, stürzt sich Meneor auf das frei strampelnde Bein von Chromos 5 ...
... und h?lt es mit aller Kraft so fest, dass er nicht davongeschleudert werden kann.
Der Kampf dauert ...
... und dauert, ...
... bis Chromos 5 das Bewusstsein verliert.
Wagon, v?llig geschafft: "Schnell, zu Antara mit ihm. Es weiss am besten, wie unser Supergenie zu beruhigen ist."
Wie einen toten K?nig tragen sie Chromos 5 davon, w?hrend Lara sich mit besorgter Miene auf Aladan zu bewegt.
Lara, erschrocken und mit Tr?nen, wie sie Aladan so verrenkt daliegen sieht: "Nun sag doch was, du philosophisches Knallk?rper."
Aladan, mit schmerzverzerrtem Gesicht, leise: "Peng ..."
Weinend und lachend zugleich, kniet sich Lara neben ihn und will seinen Kopf anfassen.
Da wird ihr bewusst, was sie tun will, und sie sagt, mit den H?nden zurück zuckend: "Nein, was bin ich bl?d! ..."
Lara, aufstehend: "Halt aus, beweg dich nicht ... ich komme gleich zurück!"
Aladan, w?hrend Lara davon rennt, leise zu sich selbst: "Kein Angst, mein T?ubchen, ich lauf' dir nicht davon."
Die Prozession mit Chromos 5 gelangt zu Antaras Turmhaus.
Lara eilt schon wieder herbei zu Aladan.
Lara kniet keuchend neben Aladan, zeigt ihm einen Schmerzegel und sagt: "Ich setze dir jetzt ein Schmerzegel an. Wir wissen ja, wie wehleidig du bist."
Aladan, mit ob soviel Verst?ndnis verkniffenen Lippen, leise: "Danke, danke."
Lara ?ffnet sein seidenes Gewand, ...
... und legt ihm den Schmerzegel auf die Brust.
Lara schliesst die Augen und ultraschallt Aladans Halsbereich.
Immer noch ultraschallend packt sie mit der einen Hand Aladans Kopf und greift mit der anderen an seinen Nacken.
Es ert?nt ein h?ssliches 'Knirsch', w?hrend sie, immer ultraschallend, den Kopf und den gebrochenen Halswirbel zurück in die Normalstellung dreht, wobei Aladan die Augen verdreht ...
... und das Bewusstsein verliert.
L?chelnd t?tschelt Lara Aladans Wange und sagt: "Mein Held ..."
Lara nimmt eine lebende Manschette ...
... und legt sie auf Aladans Hals.
Sofort umschlingt die Manschette Aladans Hals. Lara: "Das Manschettenwesen wird deine Knochen zusammenhalten, bis sie geheilt sind. Wir wollen doch nicht, dass du dein hübsches K?pfchen verlierst."
Chromos 5 liegt bewusstlos in Antaras Schlafzimmer auf dem Bett. Auf der einen Seite des Bettes sitzt Antara, auf der andern Meneor. Die anderen sind gegangen. Antara ist dabei, Chromos 5 zu ultraschallen.
Antara, mit tiefem Blick Chromos 5 betrachtend: "Es hat nichts gebrochen."
Meneor ergreift Antaras Hand ...
... und sagt: "Du hast starke Wisperfelder für dieses Mann."
Antara, erstaunt und schmerzlich lachend zugleich: "Ist das eines deiner Scherze? Du einziges Krieger mit Humor."
Meneor, l?chelnd: "Ich habe ihm erkl?rt, dass Schmerz wie ein Flüstern der Nerven ist, das ich anfassen kann, ... und es hat dann gesagt, es seien Wisperfelder."
Antara schaut Meneor verblüfft an: "Wisperfelder, na klar! ... Warum sind wir nicht früher drauf gekommen?"
Meneor runzelt verwirrt die Stirn.
Antara sieht sein Gesicht und l?chelt leicht.
Mit einem eleganten Sprung setzt sie übers Bett ...
... und landet in Meneors Schoss, ...
... wo sie sich an ihn kuschelt, w?hrend sie sagt: "Wenn du wüsstest, wie gut es mir tut, dich hier zu haben ..."
Meneor staunt über den Gefühlsausbruch.
Meneor, Antara in den Armen haltend: "Ich spüre, dass du leidest, ... aber ich verstehe nicht warum."
Antaras und Meneors Gesichter sind dicht beisammen. Antara: "Chromos 5 und ich sind Prototypen eines Gensatzes des Stufe Chromos 5. Es war das Erste, weshalb es Chromos 5 genannt wurde ..."
Antara: "... Unser Bewusstsein ist fünf Mal gr?sser als dasjenige eines natürlichen Menschenwesens, unsere Nerven arbeiten fünf Mal schneller. Dadurch k?nnen wir fünfundzwanzig Mal schneller Probleme l?sen als Natürliche, d. h. unser Intelligenzquotient ist etwa bei 2500."
Meneor: "Aber die anderen Forschenden sind auch sehr klug."
Antara: "Ja, es sind alles Chromos 4. Ihr Bewusstsein ist vier Mal gr?sser, die Nerven arbeiten vier Mal schneller. Sie haben einen IQ von 1600."
Meneor: "Was ist IQ? ... So ein Art Kilogramm?"
Amtara lacht ...
... und küsst ihn auf den Mund.
Dann erkl?rt sie ihm l?chelnd: "Es ist ein Mass für das Intelligenz. Natürliche Menschenwesen haben im Durchschnitt ein IQ von 100."
Meneor, erstaunt: "Dann sind die ja ziemlich bl?d."
Antara, nachdenklich, l?chelnd: "Ja, leider."
Antara: "Wir Chromos 5-Prototypen bezahlen jedoch ein hohes Preis für unser Intelligenz ... Für mich zum Beispiel gilt: Leut und Licht ertrag' ich nicht."
Meneor: "Warum nicht?"
Antara: "Sonnenstrahlen bohren sich wie Nadeln in mein Haut und schmerzen entsetzlich, so dass ich nie nach draussen kann ... Und wenn viele Leute um mich herum sind, werde ich so nerv?s, dass ich fast durchdrehe ..."
Meneor: "Und was ist mit Chromos 5"?
Antara: "Wenn ihn etwas stark anrührt, fangen seine Nerven an, sich zu überreizen, und es bekommt ein Anfall, wie du es vorhin erlebt hast."
Meneor: "Du meinst, seine Wisperfelder werden zu stark und lassen dann die Muskeln zucken?"
Antara schaut Meneor erstaunt an: "Du bist kein gew?hnliches Krieger ... Du begreifst viel zu schnell ..."
Meneor:
"Ich lasse mir mein Denken
nicht von den Muskeln lenken."
Innerlich entspannt und l?chelnd schaut Antara ihn an.
Antara stützt sich auf dem Bett auf ...
... und macht einen Salto rückw?rts, ...
... um auf der anderen Seite des Bettes zu landen.
Antara, Chromos 5 massierend, l?chelnd: "Ich werde jetzt Chromos 5 massieren und mit weisen Worten sein Nervenkostüm beruhigen, seine Wisperfelder streicheln und seine fünf Glieder ... dann, nach einem Zeit, wird Friede sein in ihm ..."
Meneor ist dabei, das Zimmer zu verlassen, dreht sich aber zurück zu Antara und sagt: "Warum machst du dir kein Zelt?"
Antara: "?"
Meneor: "Ich meine, ein Zelt, das mit dir geht und dich beschützt vor dem Licht und dem L?rm der Leute."
Antara, in eine innere Ferne blickend: "Ich habe mich abgefunden mit meinem Schicksal, ... meinem Schmerz, ... dem Trauer ... Aber du bist ein K?mpfer, du bist mein Held ... Ich danke dir für dieses wunderbare Idee ..."
Meneor, die Treppe von Antaras Turmhaus herab steigend, denkt: 'Intelligente Wesen sind manchmal etwas seltsam.'
Szeneanfang:
Fieberhaft werden überall, über den S?uregraben, hinaus in Richtung Genville Tribünen gebaut.
Natural News Sprecherin auf dem riesigen Stadtbildschirm: "Wem es gelingt, das Sexmonster von Genville im Zweikampf zu t?ten, erh?lt ein Preisgeld in der H?he von 10 Millionen Credits ..."
Leute schauen gebannt auf den Schirm. Da und dort stehen Natural Guards.
Auf dem Platz mit dem Stadtbildschirm steht eine Art Marktstand, der von Natural Guards betrieben und bewacht wird. über dem Marktstand h?ngt ein Schild mit der Aufschrift 'Anmeldung zum 10 Millionen-Kampf'.
Einige Bewerber n?hern sich bereits dem Stand, ...
... als ein Gedr?hn und Geknatter sie herumfahren l?sst.
Eine Motorradgang mit 12 brachialen Gestalten umkreist den Bewerber, der dem Anmeldestand am n?chsten ist.
Gangführer zum Bewerber, ruppig: "He, Süsser, an diesem Stand gibt's keinen Kuchen. Da gibt's was für M?nner ... Willst du dir nicht lieber ein passendes Lokal suchen, ..."
Das Gesicht des Bewerbers versteinert vor Wut.
Gangführer, sp?ttisch: "... eines mit vielen Süssigkeiten für Zuckerpopos wie du."
Die Gangmitglieder gr?len vor Vergnügen.
Bewerber, mit steinerner Wut: "Pass auf, dass du dich nicht an dem Zuckerpo verschluckst, du Schwuchtel."
Allseitige Verblüffung in der Gang.
Der Bewerber zieht blitzschnell ein Messer und sagt sp?ttisch: "Ist die Luft etwa schon raus?"
Der Gangführer wird wütend.
Gangführer, wutschnaubend den Gasgriff seines Motorrades aufdrehend: "Gas!"
Vier der zw?lf Motorr?der preschen auf dem Hinterrad nach vorn ...
... und zerquetschen mit ihren Vorderr?dern den Bewerber.
W?hrend die Fahrzeuge zurückrollen und die Vorderr?der auf den Boden knallen, sinkt der zerquetschte Bewerber tot zusammen.
Die Gang stellt ihre Motorr?der ab ...
... und versammelt sich um den Anmeldestand.
Gangführer, scheinheilig zu einem Guard: "Sorry für diesen Zwischenfall, Herr Offizier, aber Sie haben ja gesehen, es war Notwehr."
Guard, ihm ungerührt ein Bündel Formulare hinhaltend: "Schon gut, füllt das hier aus."

