Szeneanfang:
Alle Genville-Leute, ausser Caesar und Antara, die hier nicht erscheint, tragen einen Messergürtel und üben sich im Messerwerfen.
Estragon wirft die Messer so in eine Turmwand, dass sie eine Treppe bilden.
Mit t?nzerischer Leichtigkeit springt Hisch von einer Messerstufe zur anderen.
Sie ist mitten in der Turmwand, als Estragon pfeift.
Hisch dreht sich überrascht zu ihm um.
Die Messer ziehen sich aus der Turmwand ...
... und zischen zu Estragon zurück.
Hisch, auf den Boden plumpsend: "Aua!"
Estragon lacht.
Mit zornrotem Gesicht und pfeilschnell st?sst sich Hisch vom Boden ab ...
... und fliegt auf den verblüfften Estragon zu.
W?hrend Hisch im Flug Estragon die Faust in die Magengrube rammt, klappt dieser zusammen, ...
... packt Hischs Arm, ...
... dreht sich, die fliegende Hisch mitreissend, um 360°, ...
... l?sst Hisch los, welche ...
... zum Turmhaus zurückgeschleudert wird, ...
... wo sie sich erneut abst?sst, ...
... in der Luft dreht ...
... und mit den Füssen voran auf Estragon zufliegt.
Estragon will ihre Beine packen.
Diese sind jedoch pl?tzlich weg, ...
... stampfen vor Estragon in den Boden, ...
... sodass Hischs Oberk?rper nach vorne geschleudert wird.
Hischs F?uste knallen auf Estragons Brustkorb, ...
... der sich nach hinten fallen l?sst.
Hisch landet auf ihm.
Estragons Arme umschlingen Hischs Brustkorb ...
... und pressen ihr die Luft raus, ...
... w?hrend Hischs H?nde sich um Estragons Hals legen ...
... und ihn würgen.
Beide bekommen einen roten Kopf.
Estragon l?sst los und schl?gt Hisch klatschend ins Gesicht.
Hisch schl?gt zurück.
Die wüste Balgerei wirbelt so viel Staub auf, dass nichts mehr zu sehen ist.
Meneor schaut sprachlos zu.
Die anderen kümmern sich nicht darum.
Nachdem die Staubwolken sich gelegt haben, hocken Hisch und Estragon verdreckt und mit blauen Flecken am Boden und lachen.
Meneor ist v?llig verblüfft.
Chromos 5 beobachtet Meneors Verblüffung und tritt zu ihm.
Chromos 5 zu dem immer noch verblüfften Meneor: "Bei uns Forschenden kann normalerweise kein Wut entstehen. Das Wut wurde genetisch ausgeschaltet. Bei Hisch hat das aber nicht geklappt."
Meneor: "Dann t?tet es doch ab und zu jemanden."
Chromos 5: "Hisch ist ein Chromos 4. Das heisst, es hat ein viermal gr?sseres Bewusstsein als die Natürlichen. Es sieht sein Wut kommen und kann es lenken, auch weil es nicht so intensiv ist. Ein ..."
Chromos 5: "... Teil verbraucht es mit seinen ?tzenden Sprüchen. Und wenn das nicht mehr reicht, greift es an. Aber es hat noch nie jemanden ernsthaft verletzt."
Meneor: "Ich spüre nie Wut. Meinst du, dass es bei mir auch abgeschaltet wurde?"
Chromos 5, verblüfft: "Aber ein Krieger sollte doch bersten vom Wut, um m?glichst viel Zerst?rung anzurichten."
Aus einem Gebüsch zischt ein Messer auf Meneors Oberschenkel zu.
Meneor bemerkt es, ...
... und bewegt sich blitzschnell zur Seite. Chromos 5 beobachtet ihn befremdet, ...
... entdeckt das nun auf ihn zufliegende Messer ...
... und bewegt sich ebenfalls blitzschnell zur Seite.
Das Messer bohrt sich nicht tief in Aladans Oberschenkel, der darauf markerschütternd 'Aaaaaaahhhh!!!' schreit, ...
... sich mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden fallen l?sst, ...
... wo er mit den H?nden den schmerzenden Schenkel umfasst und mit wehleidigem Ausdruck ruft: "Welch Biest aus abgründ'gem Tiefe wagt es, das Poesie meines K?rpers zu zerfetzen?!"
Alle schauen einigermassen entsetzt, w?hrend Lara sich bereits auf Aladen zu bewegt und Meneor mit gezogenen Messern, in hohem Bogen auf das Gebüsch zufliegt, aus dem das Messer gekommen ist.
Piri beobachtet Meneor ...
... und springt, es ihm nachmachend, ebenfalls mit zwei gezückten Messern auf das Gebüsch zu.
Piri und Meneor stossen, noch in der Luft, über dem Gebüsch zusammen.
Sich die schmerzenden K?rperstellen reibend, liegen Piri und Meneor hinter dem Gebüsch am Boden.
Leia bückt sich nach einem herumliegenden Messer ...
... und will es gerade in Richtung Aladan werfen, als Meneors Hand sich um ihr Handgelenk legt.
Meneor zu Leia: "Wir haben dich nicht gerettet, damit du uns umbringst."
Leia will sich mit aller Kraft aus Meneors Griff winden und sagt: "Ich will spielen."
Piri weist auf den ausgestreckt am Boden liegenden Flu: "Dann spiel mit Flu und nicht mit Messern. Die sind zu gef?hrlich."
Meneor und Piri treten hinter dem Gebüsch hervor. Im Hintergrund rennt Leia, Steine werfend, dem jaulenden Flu nach.
In einiger Entfernung sitzt Caesar auf einem Stein und beobachtet das Treiben. Stirnrunzelnd denkt er: 'Die Natürlichen wollen uns Forschende vernichten. Es herrscht Krieg. Und diese Schwachk?pfe geben sich mit Spielzeugwaffen ab und führen sich auf wie im Kindergarten.'
Meneor zu Piri: "Du hast gut reagiert."
Piri, verlegen l?chelnd: "Ja, ich weiss, ich h?tte voraussehen sollen, dass wir zusammenstossen, wenn ich zum selben Zielpunkt abspringe."
Meneor grinst Piri breit an.
Unbeachtet rennt Leia im Hintergrund, sich schreiend die Nase zuhaltend, vor dem breit grinsenden Flu davon.
Alle schauen zu dem auf dem etwas entfernten Stein stehenden und gestikulierenden Caesar. Caesar: "Vooortraag! Vooortraag!"
Wagon, seufzend: "Gerade jetzt, wo's so lustig war, will es uns mit einem Vortrag langweilen."
Aladan, in den Armen Laras liegend und sein schmerzendes Bein haltend, emp?rt: "Was sagt es? Was denkt es? Denkt es überhaupt? Mein Leiden findet es 'lustig'. Es lacht über mein Schmerz, verspottet mich. Ist sein Herz aus schwarzem Kristall?"
Meneor, stirnrunzelnd: "Kann ein Kristall Blut pumpen?"
Alle lachen, w?hrend Aladan eine Ohnmacht vort?uscht.
Caesar wartet schon ungeduldig auf der Vortragsbühne, w?hrend sich die übrigen auf der Sitztreppe verteilen. Lara legt den Ohnmacht vort?uschenden Aladan auf die oberste Treppenstufe.
Alle schauen Caesar an und heucheln Interesse.
Caesar spricht pathetisch: "Millionen von Natürlichen, die da draussen leben, wollen Genville vernichten. Wir haben Krieg ... und ihr habt Kindergarten ..."
Wagon, protestierend: "Was heisst hier Kindergarten? Wir trainieren hart."
Caesar, sp?ttisch: "Und mit welchem Training k?nnte wohl ein Handvoll Forschende mit einem Handvoll Messer das Krieg gegen Natural City gewinnen?"
Betroffenes Schweigen im Publikum.
Piri erhebt sich und sagt: "Meneor hat uns das Rezept zum Siegen gebracht: Vorsicht, übersicht, Voraussicht. Damit werden wir siegen."
Caesar, sp?ttisch: "Ah, das Held tritt dem Millionenheer entgegen mit einem Rezept in dem linken und einem Messer in dem rechten Hand. Das Heer wird zweifellos zittern vom Angst und fliehen."
Meneor bleibt sitzen und sagt l?chelnd: "Siegen heisst auch, am Leben zu bleiben gegen ein übermacht, das dich t?ten will."
Caesar: "Wie kannst du am Leben bleiben gegen ein übermacht, das dich t?ten will?"
Meneor, l?chelnd: "Sei vorsichtig, verschaffe dir ein übersicht und verhalte dich dann so, dass du voraussichtlich am Leben bleibst."
Caesar: "Warum h?rt ihr auf dieses Schw?tzer? Wir brauchen ein starkes Führung, die ein klares Strategie verfolgt, um unsere Kr?fte zu konzentrieren."
Estragon: "Und was schl?gst du vor?"
Caesar: "W?hlt mich zum Kaiser. Ich führe euch zum Sieg!"
Hisch: "Ja, das ist ein ausgezeichnetes Idee! ...
Hisch, aufspringend: "... Kommt, wir heben es hoch, unser Kaiser!"
Alle springen auf und eilen zu Caesar.
Meneor bleibt sitzen: "?"
Caesar ist umringt von den Forschenden, die ihn in die Luft werfen und rufen: "Unser Kaiser lebe hooch! ..."
Sie werfen ihn h?her in die Luft: "... H?her! ..."
Sie werfen ihn so hoch, dass er im Bogen davonfliegt: "... Am h?chsten!"
Caesar landet im Teich des Essgartens.
Das Weiherputzwesen schwimmt auf ihn zu und will ihn beissen.
Entsetzt flieht Caesar aus dem Weiher.
Mit zornrotem Gesicht faucht er das Weiherputzwesen an: "Du bl?des Viech. Siehst du nicht, dass ich kein Müll bin?"
Weiherputzwesen, denkt: 'Kein Müll?'
Meneor sagt zu der lachenden Gruppe der Forschenden: "Dafür wird es euch hassen."
Erstaunt schauen sie ihn an.
Estragon: "Ausser Hisch haben wir Forschenden kein Wut. Wir haben Caesar noch nie wütend gesehen."
Meneor: "Es t?uscht euch."
Ungl?ubige Blicke.
Lara, lachend: "Wird schon nicht so schlimm sein."
Szeneanfang:
Tanja wird aus der Pr?sidentenvilla in Handschellen abgeführt.
Tanja steht, gehalten von zwei Security Guards und immer noch in Handschellen, in Meers Labor, der ihr Blut abzapft.
Meer betrachtet stirnrunzelnd das Ergebnis seiner Untersuchungen auf einem flachen Computerbildschirm und sagt: "Sie ist eindeutig genverseucht."
Tanja, die immer noch einen Hoffnungsschimmer gehabt hat, f?llt innerlich zusammen.
Meer zu den Security Guards, ihnen ein Papier entgegen streckend: "Hier ist das Untersuchungsergebnis. Bringen Sie die Gefangene zu Richter Zufall!"
Szeneanfang:
In der Zentrale der Natural Guard. Jüngling Yon, in NG-Uniform, Pistole im Halfter, tritt an Chief Helds Pult und sagt: "Chief Held, darf ich sie kurz unter vier Augen sprechen?"
Held, l?chelnd: "Aber ja."
Die beiden verlassen die Zentrale.
Als die Tür sich hinter ihnen geschlossen hat, sagt ein an einem Pult sitzender NG zu seinem Nachbarn: "Was dieser Heuchler wohl von unserem Chief will?"
Nachbar, w?hrend beide dreckig grinsen: "Frag lieber, was der Chief vom Heuchler will."
Draussen, im düsteren Gang. Held zieht Yon an der Hand in eine kleine Kammer und sagt: "Hier sind wir ungest?rt."
Yon schliesst die Tür. Es herrscht düsteres Licht in der Kammer.
Als Yon sich mit nachdenklichem Gesicht umdreht, sagt Held überrascht: "Was hast du? Du schaust so bedrückt."
Yon berichtet leise und niedergeschlagen: "Seit du nicht mehr Chief der Security Guard bist, haben einige unserer wichtigsten Geldgeber das Vertrauen in die Natural Guard verloren. Wenn es so weiter geht, haben wir bald kein Geld mehr."
Chief Held bekommt einen Wutanfall: "Diese dreckigen Gelds?cke. Wir haben ihre Gegner reihenweise mit falschen Beweisen ins Gef?ngnis gebracht. Und jetzt, wo es ein paar Schwierigkeiten gibt, lassen sie uns h?ngen!"
Chief Held, mit vor Rachedurst v?llig verzerrtem Gesicht zu dem erschrockenen Yon: "Der Tag wird kommen, an dem ich sie vernichten werde!"
Yon reisst sich zusammen und legt Held bes?nftigend den Arm um die Schultern. Yon: "Ist ja gut, Chief. Beruhige dich. Der Tag der Rache wird kommen. Aber er ist noch fern und wir brauchen heute Geld."
Held l?st sich aus der Umarmung und schreit, wild mit den Armen fuchtelnd: "Geld, Geld ... Hier geht es um das überleben der Natürlichen und diese Schwachk?pfe denken nur ans Geld!"
Held, schreiend und fuchtelnd durch den Raum schreitend: "Geeeld! Geeeld! Geeeld!"
Vorsichtig schl?gt Yon vor: "Wir k?nnten natürlich unsere Leute fragen, ob sie auf ihr Gehalt verzichten würden."
Blitzschnell dreht sich Held um, ...
... packt Yon am Kragen und sagt mit ?usserster Eindringlichkeit: "Glaubst du im Ernst, dass die Natural Guard ohne Geld überleben kann?"
Yon, vor Schreck stotternd: "N-n-nein ... Nein."
Pl?tzlich beginnt Held teuflisch zu grinsen, was Yon noch mehr verwirrt. Held: "Wir holen uns das Geld von den Gelds?cken, die sich illegal in Genville therapieren lassen."
Held, zielstrebig die Türe ?ffnend: "Komm mit! Deine Waffe wird uns nützlich sein."
Yon: "?"
Sie eilen durch die düsteren Kellerg?nge des riesigen Gef?ngniskomplexes.
Held ?ffnet einige Zentimeter weit eine Kellertür von Meers Labor. Durch den Schlitz ist Meer zu sehen und eine auf einem Tisch festgeschnallte Gestalt.
Meer zu der Gestalt: "Was wirst du sagen, wenn du vor Richter Zufall stehst?"
Gestalt: "Ich bin unschuldig!"
Meer dreht an einem Knopf.
Die Gestalt verf?llt in wilde Zuckungen und schreit 'AAAAAAAHHH!!!'.
Meer dreht den Knopf zurück und sagt stolz zur erschlaffenden Gestalt: "Der Muskelkrampferzeuger ist meine pers?nliche Erfindung. Findest du nicht auch, dass er grossartig arbeitet?"
Die Gestalt schweigt. Aus ihren Mundwinkeln rinnt Blut, die Augen sind angsterfüllt.
Meer l?chelt selbstgef?llig.
Meer t?tschelt l?chelnd seinen Muskelkrampferzeuger: "Wenn du dich weiterhin weigerst, deine Schuld zu gestehen, werde ich dir mit Hilfe meines Babys s?mtliche Knochen im Leib brechen ..."
Meer: "... Im Totenschein aber werde ich schreiben 'Todesursache: Lungenentzündung'. In diesem feuchten Gem?uer ist das leider eine h?ufige Todesursache."
Meer lacht schallend über seinen Witz, ...
... bis er das kalte Metall von Yons Pistole im Nacken spürt.
Held: "Für den Moment haben wir genug gelacht."
Meer, ?ngstlich und wütend zugleich: ?Was wollen Sie?! Ich habe doch getan, was Sie verlangt haben!“
Held, b?se l?chelnd: ?Mir ist noch etwas eingefallen, das ich verlangen k?nnte.“
Meer, nun mehr wütend als ?ngstlich: ?Und aus welchem Schlamassel muss ich Sie diesmal rausholen?“
Held, b?se l?chelnd: ?Wir brauchen Geld.“
Meer, neugierig und ver?rgert: ?Wer ist ?wir‘?“
Held, grimmig: ?Die Natural Guard. Wir k?mpfen für die genetische Reinheit und das überleben der Natürlichen.“
Meer, v?llig unbeeindruckt: ?Klingt beeindruckend. Vielen Dank für das Angebot, aber ich kann nicht jede gemeinnützige Organisation unterstützen.“
Held, mit teuflischem L?cheln: ?Eigentlich wollten wir Ihre Spende nicht ohne Gegenleistung in Empfang nehmen, Herr Doktor.“
Meer, Ungutes ahnend: ?Was soll das heissen?“
Held, mit teuflischem L?cheln: “Für eine Spende von 80 % der Einkünfte aus illegaler Gentherapie würden wir dich am Leben lassen ...“
Held schaltet den Muskelkrampferzeuger auf volle Leistung und sagt: ?Zahlst du nicht, k?nntest du in diesen feuchten Gem?uern leicht an Lungenentzündung sterben ...“
Die Gestalt verkrampft sich entsetzlich, ...
... schreit auf ...
... und stirbt.
Held: ?So wie diese bedauernswerte Kreatur.“
Yon ist entsetzt über den kaltblütigen Mord, Meer eher über die Drohung.
Meer, wütend über die Erpressung: ?Hat Ihnen schon jemand gesagt, was für ein widerliches Subjekt Sie sind?“
Held, mit lachendem Gesicht: ?Ja, aber die sind alle verstorben ... an Lungenentzündung sozusagen.“
Held lacht schallend über seinen Witz.
Held, sehr ruhig, sehr ernst zu Meer: ?Also, her mit dem Geld.“
Meer, mit unterdrückter Wut: ?Glauben Sie, ich trage es mit mir herum?“
Held, immer noch ruhig und ernst: ?Dann hol es. Yon wird dich bald wieder besuchen.“
Held und Yon auf der düsteren Treppe, die zu den Kellergew?lben führt. Yon ist sehr nachdenklich, was Held bemerkt.
Held greift nach Yons Hand, ...
... die dieser ihm jedoch entzieht.
Held, stirnrunzelnd: ?Was hast du?“
Yon, mit abwesendem Blick: ?Warum hast du den Mann umgebracht?“
Held lacht verkrampf: ?Ach das.“
Held, ernst und verstimmt: “Willst du etwa einen Zeugen unserer Unterhaltung, der demn?chst vor Richter Zufall gestanden h?tte, einfach laufen lassen?“
Yon: ?Aber Richter Zufall ist doch dein Freund.“
Held: ?Und wenn die Verhandlung im Fernsehen übertragen wird? Willst du dann live miterleben, wie der Mann von unserem Gespr?ch erz?hlt?“
Die beiden Gestalten von hinten, im düsteren Kellergang. Yon hat sich selbst die Arme um den K?rper gelegt und sagt mit leiser Stimme und gesenktem Kopf: ?Nein, natürlich nicht.“
Szeneanfang:
Im Gerichtssaal. Tanja steht in sich zusammengesunken, gefesselt mit Handschellen, vor Richter Zufall.
Richter Zufall denkt mit regungslosem Gesicht: ?Mit Hilfe dieses H?ufchens Elend k?nnen wir den Stadtpr?sidenten endlich kalt stellen.‘
Richter Zufall beginnt würdevoll zu sprechen: ?Tanja Eck, das gerichtsmedizinische Gutachten beweist eindeutig, dass Sie sich einer gentechnischen Behandlung unterzogen haben. Was sagen Sie dazu?“
Tanja, leise, mit gesenktem Kopf: ?Ich bin schuldig.“
Richter Zufall wartet gespannt darauf, dass noch etwas kommt und denkt: ?Will sie etwa nicht auspacken?‘
Dann donnert Zufall los: ?Ist das etwa schon alles!“
Tanja, erschrocken den Kopf hebend: ??“
Zufall, donnernd: ?Hat Ihr Mann Sie dazu angestiftet oder hat er davon gewusst?!“
Zufall denkt zornrot: ?Verdammt, sie deckt ihn.‘
Zufall, drohend: ?Sie sind genverseucht. Wenn Sie jetzt nicht sofort alles sagen, was Sie wissen, machen Sie Ihre Lage nur noch schlimmer!“
Tanja, gefasst: ?Wie k?nnte sie noch schlimmer werden?“
Zufall, b?se l?chelnd: ?Ob ich Sie zu Gef?ngnis oder Genville verurteile, kommt ganz darauf an, ob Sie aussagen.“
Tanja, schockiert: ?Genville ... nein, bitte nicht nach Genville ... ich bin doch kein Genmonster.“
Zufall, boshaft-selbstgef?llig l?chelnd: ?Dann lassen Sie uns h?ren, wer an Ihrer Gentherapie beteiligt war.“
Einen Augenblick scheint es, als wolle Tanja aussagen, aber gleichzeitig sieht sie vor ihrem geistigen Auge Martin Eck, der weinend an ihrem Bett kniet.
Tanja denkt mit Tr?nen in den Augen: ?Martin hat mich aus Liebe gerettet ... und ich habe ihn nur beschimpft.‘
Tanja, mit Tr?nen in den Augen, aber mit entschlossener Stimme und festem Blick zu Zufall: ?Ich habe nichts zu sagen.“
Zufalls Gesicht versteinert.
Zufall, mit steinernem Gesicht: ?Ich verurteile Sie zu lebensl?nglich Genville.“
Tanja steht da wie in Trance und l?chelt entrückt, weil sie Martin vor ihrem geistigen Auge sieht. Tanja denkt: ?Martin, ich liebe dich.‘
Tanja wird von den Security Guards aus dem Gerichtssaal geführt.
Szeneanfang:
Im Fernsehsender Natural News ist Redaktionssitzung. Redaktor 1 referiert: ?Wie wir alle wissen, steigt die Verbrechensrate, seit Chief Held nicht mehr Polizeipr?sident ist ..."
Redaktor 1: ?... Stadtpr?sident Eck hat mir gegenüber den Verdacht ge?ussert, dass die Security Guards selbst Verbrechen inszenieren, um Eck in Verruf zu bringen ...“
Das Redaktionsteam ist erstaunt, amüsiert oder entsetzt.
Redakteurin 2: ?Das erz?hlt Eck doch nur, um von seiner Unf?higkeit abzulenken.“
Redaktor 1 zu Redakteurin 2: ?Du würdest dem Hinweis also nicht nachgehen?“
Redakteurin 2: ?Bestimmt nicht. Für einen solchen Mist w?re mir meine Zeit zu schade.“
Redakteur 1, hinterlistig l?chelnd: ?Ich habe meine Zeit verschwendet und versteckte Kameras eingesetzt ...“
Redakteur 1, die Fernsteuerung eines grossen Fernsehschirms bet?tigend: ?... Dabei sind mir folgende Aufnahmen gelungen.“
Auf dem Grossbildschirm ist ein Verkaufsgesch?ft mit Verkaufspersonal und Kundschaft zu sehen.
Zwei Security Guards schlendern herein, ...
... ziehen je einen Revolver aus der Jackentasche ...
... und knallen, bis auf einen Kunden, alle Anwesenden ab.
Freundlich l?chelnd der eine, mit ernstem Gesicht der andere, gehen sie auf den geschockten Kunden zu, ...
... und drücken ihm in jede Hand einen Revolver.
Guard, l?chelnd: ?Hier, nimm ...“
Die Guards ziehen ihre Dienstwaffen. Guard, l?chelnd: ?... Für dich brauchen wir n?mlich unsere Dienstwaffen, denn du bist der T?ter.“
Die Guards schiessen den Kunden zusammen.
Die Guards drehen sich gerade um, als Redakteurin 2 mit einem Kameramann den Laden betritt.
Redakteurin 2: ?Was ist hier geschehen: Wir haben Schüsse geh?rt.“
L?chelnder Guard, aber mit ernstem Gesicht: ?Ein Raubüberfall. Der T?ter hat die Nerven verloren und alle Leute erschossen ...“
Auf den ?T?ter‘ weisend: ?... Aber wir haben ihn erwischt.“
Redakteurin 2, emp?rt in die Kamera ihres Begleiters: ?Seit Chief Held weg ist, steigt die Kriminalit?tsrate unaufhaltsam. Kann denn niemand diesen Irrsinn stoppen?“
Der Bildschirm verl?scht.
Geschockte Stille im Redaktionsraum.
Redakteurin 3, blass und tonlos: ?Warum tun die sowas?“
Redakteur 4, nerv?s: ?Stadtpr?sident Eck soll als Versager dastehen, sodass Chief Held zurück an die Macht kann.“
Redakteur 1: ?Und diesmal vielleicht als Stadtpr?sident.“
Redakteur 4, gestikulierend: ?Zuerst als Stadtpr?sident, dann als Diktator! Mit solchen Guards kann er die Demokratie wegfegen!“
Redakteurin 2, unsicher: ?Aber wenn wir das senden, stürmen die Guards vielleicht den Sender und erschiessen uns alle.“
Redakteur 1, mit finsterem Blick: ?Und wenn wir es nicht senden, kommt Held an die Macht und wir werden einfach sp?ter abgeknallt.“
Redakteurin 2, entschlossen: ?Ich bin für sp?ter.“
Redakteur 4, gestikulierend: ?Ich bin für gar nicht abgeknallt werden. Wenn wir es jetzt bringen, k?nnen wir die Demokratie retten und unser Leben.“
Szeneanfang:
Stadtpr?sident Eck sitzt mit Tr?nen in den Augen in seinem Büro und denkt: ?Tanja ... du hast geschwiegen, um mich zu retten, obwohl ich dich ins Verderben gestossen habe ...‘
Eck denkt: ? ... Tanja ...‘
Auf dem Bildschirm ist die Sprecherin der Natural News zu sehen: ?Schockierende Aufnahmen beweisen die Beteiligung der Security Guard an abscheulichen Verbrechen ...“
Das Video mit der Szene im Laden l?uft. Kommentar: ?... Die Sinnlosigkeit dieser Bluttat zeigt eindrücklich, dass es dabei nicht um pers?nliche Bereicherung geht. Das Ziel des Verbrechens ist es offenbar, den Ruf des Stadtpr?sidenten und Polizeichefs Eck zu ruinieren ...“
Kommentar: ?... Die Kr?fte, die mit solcher Rücksichtslosigkeit vorgehen, wollen Eck zum Rücktritt zwingen, um selber an die Macht zu gelangen ...“
Wieder ist die Nachrichtensprecherin zu sehen, die sagt: ?Einen Hinweis auf die Hinterm?nner des Ladenmassakers gibt die Aussage eines Security Guards. Chief Held und Richter Zufall h?tten den gefassten Kriminellen stets noch unaufgekl?rte Verbrechen in die Schuhe geschoben ...“
?... Dadurch haben sie scheinbar fast 100 % aller Verbrechen aufgekl?rt. Aber eben nur zum Schein. In Tat und Wahrheit sei die ?ffentlichkeit betrogen und in falscher Sicherheit gewiegt worden ...“
?... Die starken M?nner, die uns schützen sollten, seien selber machtgierige Kriminelle, die ihre ?mter auf zynische Weise missbraucht h?tten.“
Eck schaltet den Fernseher aus und denkt müde und resigniert: ?Was hat das alles jetzt noch für eine Bedeutung ... ohne dich Tanja.‘
Nur mühsam rafft sich Eck auf und sagt in seinen Kommunikator: ?Security Guard, verhaften Sie Chief Held und Richter Zufall.“
Kommunikator: ?Jawohl, Her Stadtpr?sident.“
Szeneanfang:
Tanja wird von zwei Guards und Meer in den Vorraum zu Genville geführt. Sie ist noch einigermassen gefasst, ...
... wie sie jedoch die Blechs?rge sieht, weiten sich ihre Augen vor Angst.
W?hrend die Guards ihre Handschellen l?sen, wendet sie sich verzweifelt an Meer: ?Bitte ... gibt es keine andere L?sung? ... Bitte ... t?ten Sie mich, ... aber nicht nach Genville, ... ich will nicht zu den Genmonstern ...“
Meer, kühl: ?Sie sind ein Genmonster.“
Tanja wehrt sich, weint und schreit laut ?Neiiin!‘, wird aber von den Guards an den Armen zu einem Blechbeh?lter gezerrt.
Mit roher Gewalt zwingen sie die wild strampelnde Tanja in einen Blechbeh?lter.
Kurz bevor der Deckel zuknallt, sind Tanjas panikerfüllte Augen noch zu sehen. Sie schreit markerschütternd: ?Neiiiiiiiinnnn!!!!“
Meer schüttelt angewidert den Kopf, w?hrend der Deckel zuknallt.
Meer zu den Guards: ?Ihr k?nnt jetzt gehen.“
Die Guards salutieren und verlassen den Raum.
Meer rollt den Blechbeh?lter summend zur Glasr?hre nach Genville.
Meer bringt sein Gesicht nahe dem Deckel und sagt l?chelnd: ?Die Genvilles brauchen Frischfleisch für ihre Experimente. Sie werden Freude haben an dir.“
Tanja: ?Iiiiiiihhhhhh!!!“
Lachend schiebt Meer den Beh?lter in die Glasr?hre.
W?hrend der Beh?lter mit der schreienden Tanja sich durch die Glasr?hre bewegt, sagt der vor Vergnügen strotzende Meer in die Gegensprechanlage: ?Hallo Monsters, ... Frischfleisch.“
Szeneanfang:
Piri im Empfangsraum von Genville. Erschrocken schaut sie auf den schreienden Beh?lter, der aus der Glasr?hre kommt.
W?hrend Piri den Deckel ?ffnet, verstummt das Schreien.
Tanja liegt im ge?ffneten Sargbeh?lter und starrt mit panikerfüllten Augen auf Piris Messergürtel, w?hrend sie sagt: ?Werde ich jetzt geschlachtet?“
Piri h?lt sich die Hand vor den Mund und kichert ?Hihihi‘.
Dann sagt Piri scheinbar ernsthaft: ?Ja, wir freuen uns darauf. Das Feuer brennt und alle warten.“
Tanja l?uft schreiend davon. Piri ist verblüfft über die Wirkung ihrer Worte.
Sie rennt Tanja hinterher ...
... und packt sie bei den Schultern.
Tanja will Piri abschütteln, ...
... aber Piri h?lt sie fest, ...
... so dass Tanja schliesslich aufgibt ...
... und ersch?pft und verzweifelt schluchzend zusammenbricht.
Piri nimmt die schluchzende Tanja tr?stend in die Arme und fragt, immer noch verblüfft über Tanjas Reaktion: ?Was hast du?“
Mit tr?nenüberstr?mtem Gesicht faucht Tanja zurück: ?Was f?llt Ihnen ein, mich zu duzen! Ich bin Tanja Eck, die Gattin des Stadtpr?sidenten, und erwarte Respekt!“
Piri, wieder mehr verblüfft: ?Sie weinen, weil ich Sie geduzt habe?“
Tanja, weinend und wütend zugleich: ?Natürlich nicht, Sie dumme Person ... Ich weine, weil Sie an mir herumgedoktert haben und ich nun dazu verdammt bin, hier zu sterben.“
Piri, mit grossen Augen: ?In jenem Nacht, als sie Sie zu uns geschickt haben, w?ren Sie gestorben. Ihr natürliches Leben war vorbei. Ihr Gehirn w?re in diesem Augenblick zerst?rt und mit ihm alle Erinnerungen und Bedürfnisse. Ihr Pers?nlichkeit h?tte sich aufgel?st in nichts ...“
?... Aber nun haben Sie ein zweites Leben geschenkt bekommen.“
Tanja: ?Ja, als Genmonster.“
Piri: ?Nein, Sie sind immer noch ein natürliches Wesen mit einem natürlichen Bedürfnisstruktur. Sie haben jetzt bloss ein unverwüstliches Gesundheit.“
Tanja: ?Wenn ich bin, was ich war, warum darf ich dann nicht leben, wie ich es gewohnt bin?“
Piri: ?Da müssen Sie die Natürlichen fragen, die Sie hergeschickt haben ...“
?... Versuchen Sie doch, Ihr zweites Leben zu sehen als ein Geschenk. L?sen Sie sich von Ihren Erinnerungen an Ihr früheres Leben. Fühlen Sie sich frei, neu zu beginnen und schauen Sie mit den neugierigen Augen eines Kindes, was Ihnen dieses neue Leben zu bieten hat."
Tanja: ?Frei? In einem Gef?ngnis?“
Piri: ?Genville bedeutet Forschen, Denken, Erfinden, Gestalten, aber auch Sch?nheit und Geniessen. Hier k?nnen Sie gut essen und viel Sex haben.“
Tanja, entsetzt: ?Sex?!!“
Tanja, weinend: ?Ich will keinen Sex, ich will Martin.“
Piri schaut v?llig perplex aus dem Bild heraus.
Piri, einfühlsam: ?Ist dieses Martin Ihr Kater?“
Tanja weint verzweifelt in den Armen Piris. Piri neigt den Kopf und küsst sie da und da und da aufs Gesicht.
Nach einer Zeit.
Tanja liegt schlafend in Piris Armen mit glitzernden Tr?nen im Gesicht.
Sp?ter.
Piri kommt mit einem Kater zu Tanja, die eben in Piris Bett erwacht. Piri, freudestrahlend: ?Ich habe Ihnen ein Martin gemacht.“
Tanja nimmt Martin in die Arme und sagt schwach l?chelnd: ?Ist der süss.“
Martin: ?Streicheln.“
Entsetzt wirft Tanja den Kater von sich: ?Das Monster kann ja sprechen!“
Piri, l?chelnd: ?Ja, Sie müssen ihm nur noch W?rter beibringen, dann k?nnen Sie sich mit ihm unterhalten. Ist doch gut, oder?“
Tanja zittert vor Entsetzen ...
... Dann wirft sie sich auf den Bauch und f?ngt an zu heulen.
Martin zu Piri: ?B?se?“
Piri: ?Nein, traurig.“
Martin springt zu Tanja aufs Bett, ...
... reibt seinen Kopf an ihrer Schulter und sagt: ?Nicht traurig.“
Tanja, die H?nde ins Bett krallend; schluchzend: ?Ich hasse Genmonster!“
Szeneanfang:
Im Hauptquartier der Natural Guards. Yon stürmt auf Chief Helds Schreibtisch zu.
Nerv?s und ausser Atem bleibt er neben Chief Helds Schreibtisch stehen. Held schaut ihn verwundert l?chelnd an und sagt: ?Yon, warum so stürmisch?“
Yon, zitternd: ?Eben kam eine Meldung aus dem Justizpalast ... Stadtpr?sident Eck hat den Befehl gegeben, dich ... ich meine Sie und Richter Zufall zu verhaften.“
Held, erstaunt: ?Warum denn?“
Yon, zitternd: ?Die Natural News bringen ununterbrochen Meldungen, wie Sie und Richter Zufall die Verbrechensstatistiken gef?lscht h?tten und nun versuchten, durch Gewalttaten der Security Guards wieder an die Macht zu kommen ...“
Held, aus vollem Halse lachend: ?Aber Yon, das ist doch alles wahr!“
Yon, verwirrt und angstvoll: ?Was soll nun geschehen?“
Held, pl?tzlich ernst werdend: ?Die Stunde null.“
Ein ehrfürchtiges Raunen geht durch die übrigen Natural Guards im Raum, aus dem nur ?Die Stunde null‘ zu vernehmen ist.
Dann pl?tzlich brüllen die Natural Guards begeistert los: ?Die Stunde null!!! Es lebe Chief Held!!!“
Yon steht, etwas verloren l?chelnd, da, w?hrend Chief Held sich geschmeichelt im Bürostuhl zurücklehnt und seine Leute wohlwollend betrachtet.
Chief Held: ?Dann mal los, Leute. Verbreitet die frohe Botschaft über ganz Natural City.“
Leute: ?Jawohl, Chief!“
Szeneanfang:
Der stellvertretende Chief der Security Guard, Kommandant Hart, in seinem Büro im Justizpalast. Er zieht seine Uniformjacke aus ...
... und heftet sich ein Natural Guard Emblem auf die linke Brustseite seines Hemdes.
Ruhig verl?sst er sein Büro ...
... und steht gelassen im Grossraumbüro, in dem es von Security Guards nur so wimmelt.
Eine SG, die ihr Pult in seiner N?he hat, beobachtet ihn verstohlen l?chelnd und denkt: ?Was hat er sich da an die Brust geheftet? ... Soll wohl ein Partyscherz sein.‘
Laut, deutlich und emotionslos verkündet Kommandant Hart pl?tzlich: ?Darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten?!“
Das Treiben nimmt ein abruptes Ende und alle schauen zu Hart.
Hart: ?Es ist soweit ... Es ist die Stunde null.“
Die eine H?lfte der Security Guards zeigt eine Mischung aus ?Wie vom Blitz getroffen‘ und Freude, w?hrend die andere H?lfte nur ??‘ versteht.
Die ?verstehende‘ H?lfte zieht ihre Uniformjacken aus und heftet sich ebenfalls das Natural Guard Emblem ans Hemd. Die andere H?lfte betrachtet das Treiben ratlos.
Als alle bereit sind, zieht Kommandant Hart seine Dienstwaffe ...
... und durchl?chert die Frau, die vorhin noch l?chelnd an einen Partyscherz gedacht hat.
Das ist der Auftakt zu einem wilden Geballer, ...
... bei dem s?mtliche Security Guards auf der Strecke bleiben.
Die Natural Guards versammeln sich vor Kommandant Hart.
Hart: ?übernehmt sofort die Kontrolle über die schweren Waffen und vernichtet alles, was Widerstand leistet. Es lebe Chief Held!“
?Es lebe Chief Held!“ brüllend, rennen die Natural Guards aus dem Raum.
Szeneanfang:
Zwei Security Guards schlendern durch Natural City.
Der Eine bleibt, seine Uniformjacke ausziehend, etwas zurück.
Mit dem Natural Guard Emblem auf der Brust und seine Waffe ziehend, sagt er zum vor ihm gehenden Partner: ?He Partner, hast du’s schon geh?rt?“
Der Vordere dreht sich um und sieht verblüfft den Aufzug seines Kameraden.
Natural Guard: ?Es ist Stunde null“
Security Guard: ?Was bedeutet das?“
Natural Guard, ihn genüsslich niederschiessend: ?Das bedeutet, du hast null Stunden mehr zu leben ... Partner.“
Die Leute ringsum sind entsetzt.
Als der Security Guard in seinem Blut auf dem Boden liegt, bemerkt der Natural Guard die allgemeine Aufmerksamkeit.
Wütend faucht er die v?llig ver?ngstigten Leute, sie mit seiner Waffe bedrohend, an: ?Was gafft ihr?! ... Habt ihr ein Problem mit der Natural Guard?! ... Dann sagt es jetzt, ich kann es gleich l?sen.“
Er schiesst in die Luft, und die Leute stieben panisch auseinander.
Szeneanfang:
Gepanzerte Schützenwagen und Kampfhubschrauber umzingeln ein verbarrikadiertes Geb?ude. Ein Natural Guard spricht in ein Megafon: ?Ergebt euch, dann bleibt ihr am Leben ... wenn nicht, pusten wir euch weg!“
Die Natural Guards finden das k?stlich und lachen dreckig ?Hohoho“.
Etwa ein Dutzend mit Schnellfeuergewehren ausgestattete Security Guards h?ngt mutlos in einem Raum des belagerten Geb?udes herum.
Tonlos murmelt einer der SG’s: ?Vielleicht sollten wir uns ergeben. Wir haben keine Chance.“
Ein anderer erwidert heftig: ?Bist du verrückt! Die knallen uns doch ab!“
Eine weiblich SG l?sst ihr Gewehr klirrend fallen ...
... und geht, ihre Pistole ziehend, in einen Nebenraum, wobei sie sagt: ?Mich kriegen die nicht lebend.“
Einige SG’s, die in ihrer N?he sitzen: ??“.
Ein SG, der ihr nachgeschaut hat, ruft pl?tzlich entsetzt: ?Nein! Tu’s nicht!“
Er rennt in den Nebenraum, w?hrend ein lautes ?Peng“ ert?nt.
Mit durchschossenem Kopf liegt die SG tot in seinen Armen, w?hrend Tr?nen aus seinen Augen fliessen.
Er hebt die Frau hoch ...
... und geht mit ihr über die Treppe, ...
... aufs Dach.
Am Dachrand stemmt er die Tote hoch über seinen Kopf.
Die Natural Guards verstehen Bahnhof: ??“.
Mit aller Kraft schleudert er die Leiche hinunter auf die Strasse, den NG’s vor die Füsse.
Der NG mit dem Megafon tritt mit zwei Begleitern zur Leiche, ...
... l?chelt und sagt ins Megafon zu der Figur auf dem Dach: ?Vielen Dank für das Geschenk. Wenn du noch mehr davon hast, kriegst du das Natural Guard Verdienstabzeichen.“
Die NG’s gr?len ?Hohoho“.
Der SG auf dem Dach l?sst sich blitzschnell Fallen, ...
... schiebt sein Gewehr über die Dachkante ...
... und durchl?chert mit einer Salve die drei NG’s, die vor der Leiche stehen.
Sofort er?ffnet ein Kampfhubschrauber das Feuer ...
... und zerfetzt den SG auf dem Dach.
Der Damm ist gebrochen. Die Natural Guards feuern aus allen Rohren, ...
... bis das verbarrikadierte Haus in sich zusammenf?llt und die restlichen Security Guards unter sich begr?bt.
Szeneanfang:
Das Geb?ude der Natural News. Schwer bewaffnete Natural Guards stürmen auf den Eingang zu.
Als sie in die Eingangshalle eindringen, stellen sich zwei Wachleute den NG’s entgegen. Der eine sagt: ?Halt, was ist hier los?“
Der Anführer der NG’s sagt mit zynischem Grinsen: ?Die Natural Guard ist los.“
Gleichzeitig durchsieben die NG’s die beiden Wachleute.
Die NG’s stürmen die Treppe hoch ...
... und treffen irgendwo in den oberen Stockwerken auf eine Tür mit der Aufschrift ?Redaktion‘.
Ein kr?ftiger Fusstritt l?sst die Tür aufspringen.
Das auf etliche Schreibtische verteilte Redaktionsteam schaut erschrocken auf. Es sind dieselben Leute wie bei der Besprechung über das versteckte Kamera-Video.
Der Anführer der NG’s sagt, zynisch l?chelnd: ?Hier haben wir also all die kleinen Kl?ffer, die unserem Chief Held ans Bein pinkeln wollen.“
Die Redaktorin, die sich seinerzeit gegen die Ausstrahlung des Videos gewehrt hat, steckt sich ein NG-Abzeichen an und sagt: ?Ich geh?re zu euch.“
Anführer NG: ?Na, dann tritt mal sch?n zur Seite, Süsse, wir brauchen freies Schussfeld.“
Als der Rest des Redaktionsteams begreift, was diese Worte bedeuten, rennen alle in Panik davon ...
... und werden von den Kugeln der NG’s ausgel?scht.
Szeneanfang:
Tanja schleudert den sich an ihr reibenden Kater Martin mit einer heftigen Armbewegung vom Bett und schreit mit tr?nenüberlaufenden Augen: ?Verschwinde, du Scheusal!“
Kater Martin fliegt miauend durch die Luft.
Piri ist erschrocken über diesen Wutausbruch.
Martin knallt mit dem Nacken gegen den Rand der Fenster?ffnung ...
... und bleibt mit gebrochenem Genick am Boden liegen.
Piri rennt auf den Kater zu, ...
... nimmt ihn auf die Arme ...
... und sagt, ihn mit traurigem Blick streichelnd: ?Es ist tot.“
Tanja, pl?tzlich begreifend, was sie getan hat: ?Das wollte ich nicht ... Es tut mir Leid, ...“
Tanja, am ganzen K?rper zitternd: ?... Aber ich fürchte mich so vor Genmonstern ...“
Piri schaut sie mit grossen Augen an: ?Warum?“
Tanja, mit angstgeweiteten Augen: ?Sie bedeuten den Untergang der Menschen.“
Piri, naiv: ?Was ist denn so wichtig an den Menschen, dass sie nicht untergehen sollen?“
Tanja, entsetzt über die Frage: ?Aber die Menschen sind Gesch?pfe Gottes. Sie dürfen nicht einfach ausgerottet werden.“
Piri: ?Bis auf das Bev?lkerung von Natural City haben sich die Menschen selber ausgerottet. Vielleicht will Ihr Gott dieses herrschbedürftige und gewaltt?tige Spezies durch etwas Erfreulicheres ersetzen.“
Tanja: ?Warum sagen Sie ?Ihr Gott‘? Glauben Sie nicht an Gott?“
Piri, lachend und zwinkernd: ?Ich weiss nicht, ob es Ihr Gott gibt, aber wenn ich ihm begegne, werde ich ihm zuzwinkern und ihn fragen, ob es mit mir schlafen will.“
Tanja ist sprachlos vor Entsetzen.
Piri geht zur Tür?ffnung hinaus, wobei sie sich zurückdreht und l?chelnd sagt: ?Kommen Sie, ich zeige Ihnen die anderen Genvilles ... Erschrecken Sie nicht, wenn Sie ein paar eindeutige Angebote bekommen.“
Sie gehen durch den Nahrungsgarten, ...
... wo Piri den toten Kater in den Blutstrauch legt.
Dann beginnt Piri pl?tzlich laut zu schreien: ?Vooortraaag!!!“
Tanja zuckt zusammen.
Ausser Antara, Meneor und Caesar sitzen die Genvilles auf den Stufen des Amphitheaters. Piri steht mit Tanja auf der Bühne.
Piri: ?Die ist Tanja Eck, das Frau des Bürgermeisters. Es m?chte, dass wir sein hohes Position respektieren und es mit Frau Eck ansprechen.“
Aladan, ernst: ?Ich respektiere das hohe Position Ihres Büstenhalters.“
Alle kichern.
Tanja, angewidert: ?Was für ein Widerling.“
Lara, lachend: ?Pass auf, Aladan, sonst verscherzt du dir noch s?mtliche Begattungspunkte.“
Aladan, seufzend: ?Wie schrecklich, dabei k?me mir doch ein bisschen Abwechslung in diesem traurigen Dorfe ganz recht.“
Tanja, angewidert: ?Was für ein Niveau.“
Estragon steht auf und hebt deklamatorisch an:
?Was für ein Tag, das solch hohes Position uns beschert.
Das Trottel Aladan indess, macht alles verkehrt.
Statt dem hohen Gesch?pf alles Achtung zu zollen,
bringt es dieses mit seinem Gegeile zum Schmollen.
...“
Seinen Gewürzmantel ?ffnend:
?... So bitte ich nun das hohe Gesch?pfe,
zu schauen, wie auf ich mich kn?pfe.
...“
In Exhibitionistenpose dastehend:
?... Nackt steh‘ ich da, wie die Menschen mich schufen,
und wage um Gnade dich anzurufen.
M?ge mein Unschuld dich bewegen,
nicht l?nger im Zorn mehr zu erbeben
und beim Anblick meines Jugendblüte
zu verzichten auf das Kotzestüte.“
W?hrend Aladan eine gespielt s?uerliche Miene aufsetzt, klatschen die übrigen Genvilles begeistert, lachen und rufen ?Bravo“.
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Tanjas Gesichtsausdruck l?sst keinen Zweifel darüber aufkommen, dass sie sich im Irrenhaus w?hnt.
Caesar betritt pl?tzlich mit ernstem Gesicht die Bühne, ...
... ergreift Tanjas Hand, ...
... beugt sich tief hinunter, w?hrend er sagt: ?Caesar, Ihr Diener, Madame.“ Dazu denkt er: ?Ah, das Frau Stadtpr?sidentin. Daraus sollte sich doch ein Vorteil gewinnen lassen.‘
Dann küsst er ihre Hand.
Die anderen betrachten mit einem grossen ??“ die Szene.
Lara: ?Ich denke, dieses Monsieur plant nichts Gutes.“
Hisch: ?Jedenfalls weiss es, wie es sich bei einem Natürlichen einschleimen muss.“
Nach all den Schrecknissen ist Tanja von Caesars H?flichkeit sehr angetan.
Wagon: ?Ich wette, dass Caesar das Erstbesteiger des pr?sidialen Lustgebirges ist. Wer h?lt dagegen?“
Aladen: ?Ich. Aber das Wette gilt nur für die n?chsten 24 Stunden.“
Wagon: ?Also gut ... und ... worum wetten wir?“
Aladan: ?Wer verliert, dient dem anderen als lebendes Zielscheibe für Wurfübungen.“
Wagon: ?Bist du verrückt. Und wenn ich dich treffe?“
Aladan: ?Kein Angst, die übrigen Schwestern werden dich schon wieder zusammenflicken.“
Allgemeines Kichern.
Pl?tzlich taucht Meneor auf und fragt: ?Was ist ein ?hohes Position‘?“
Allgemeines Gegr?le.
Tanja ist von Meneors Anblick schockiert.
Tanja rennt ?Ah, das Sexmonster!!“ schreiend davon.
Meneor fragt mit Unschuldsmiene: ?Was ist ein Sexmonster?“
Alle kichern oder lachen.
Lara, mit vielsagendem L?cheln: ?Ich glaube, es meint, dass du schlimme Dinge tust beim Sex.“
Piri, sich l?chelnd an Meneor schmiegend: ?Tut es ja auch ... Es kann mich in das Wahnsinn treiben.“
Allgemeines Kichern und Lachen.
Tanja, schwitzend, panikerfüllt und in vollem Lauf, denkt: ?Früher oder sp?ter wird das Sexmonster mich erwischen, vergewaltigen und t?ten ... Ich bin in der Falle ...‘
Pl?tzlich steht Tanja vor der kleinen Leia, die mit einem Stock auf ein lebendes Kunstwerk einschl?gt. Das Kunstwerk windet sich unter den Schl?gen.
Tanja packt Leia ...
... und tr?gt sie aus der ?Reichweite‘ des lebenden Kunstwerks.
Leia, wütend zu der neben ihr knienden Tanja: ?Warum nimmst du mich weg?“
Tanja: ?Du darfst nicht so nahe an das Genmonster. Es wird dich sonst auffressen.“
Leia holt mit dem Stock aus und haut ihn der verblüfften Tanja auf den Sch?del.
Die emp?rte Tanja gibt Leia eine schallende Ohrfeige.
Leia schl?gt die H?nde vors Gesicht und heult herzzerreissend. Die mit Kindern unerfahrene Tanja ist erschrocken über die Wirkung ihrer Ohrfeige.
Tr?stend nimmt sie Leia in die Arme und fragt: ?Wo sind deine Eltern?“
Leia: ?Alle tot.“
Tanja, schockiert: ?Sind sie etwa von den Genmonstern umgebracht worden?“
Leia bedeckt ihr Gesicht so, dass Tanja ihren verschlagenen Gesichtsausdruck nicht sehen kann und sagt: ?Meneor hat Papa und Mama get?tet.“
Tanja: ?Wer ist Meneor?“
Leia, verschlagen: ?Der b?se Mann mit den zerrissenen Kleidern.“
Tanja, begreifend: ?Du meinst das S...monster.“
Leia, ihren tr?nenumflorten Blick Tanja zuwendend: ?Ja, das Smonster.“
Tanja, sehr betroffen: ?Wie k?nnen unsere Beh?rden so herzlos sein und ein Kind unter Verbrechern und Monstern aufwachsen lassen?“
Leia, mit unschuldigem Blick: ?Was sind B?rden?“
Tanja muss lachen, drückt Leia an die Brust und sagt: ?Ich werde deine Mama sein.“
Dann steht sie auf, nimmt Leia bei der Hand und sagt entschlossen: ?Als erstes bek?mpfen wir jetzt dieses Genmonster!“
Leia und Tanja hauen wild mit St?cken auf das lebende Kunstwerk ein, welches sich unter den Schl?gen windet.
Szeneanfang:
Leia n?hert sich mit einem verschlagenen L?cheln Flu, der sich zwischen Gestr?uch gemütlich hingefl?zt hat.
Leia, die Bedrückte mimend: "Meneor ist ein Smonster. Kannst du Meneor aufessen?"
Flu, sich spielerisch in den Schwanz beissend: "Wirrr sind alle Monsterrr. Dann fange ich am besten mit mirrr an."
Leia macht grosse Augen, wie Flu scheinbar seinen Schwanz verschlingt.
Wie Flu Leias bestürztes Gesicht sieht, ...
... l?sst er von seinem Schwanz ab und sagt lachend: "Hey, das warrr ein Scherrrz. Warrrum soll ich Meneorrr essen?"
Leia, immer noch verwirrt von Flus überraschender Reaktion: "Er hat Mama und Papa get?tet."
Flu: "Papa hat auf Pirrri, Mama und dich geschossen. Mama ist dabei gestorrrben. H?tte Meneorrr Papa nicht get?tet, w?rrrst du jetzt auch tot. Warrrum sagst du etwas, das nicht wahrrr ist?"
Leia, grimmig: "Weil ich will, dass du tust, was ich will."
Flu: "Du willst also, dass ich falsch denke und deshalb falsche Dinge tue? Du willst also, dass wirrr uns immerrr weiterrr wegbewegen von dem, was wirrrklich ist, bis das Wirrrkliche uns zerrrquetscht?"
Leia, davonrennend, verwirrt und wütend: "Du bist bl?d!"
Leia kauert sich hinter ein Gebüsch ...
... und beisst sich in den Unterarm, ...
... bis deutliche Bissspuren zu sehen sind.
Wie sie Hisch zwischen Büschen begegnet, geht Leia, ihren Arm zeigend, auf Hisch zu und sagt: "Ich wollte ihm gar nicht auf den Schwanz treten, aber Flu ist trotzdem wütend geworden und hat mich gebissen. Flu ist b?se."
Wie Hisch lacht, ist Leia verblüfft ...
... und ruft muffig: "Du sollst Flu bestrafen, nicht lachen, du dumme Kuh!"
Hisch staunt: "Oh, das war kein Scherz?"
Hisch nimmt Leias Arm in die H?nde, betrachtet aufmerksam die Bissspur und sagt: "Ich werde das mal ultraschallen."
Hisch ultraschallt die Wunde ...
... und sagt: "Das Knochenhaut ist unverletzt. Das war ein schw?chliches Biss. Flu ist ein Chromos 2-Kampforganismus mit enormer Kraft. H?tte es zugebissen, w?re dein Unterarm jetzt ab. Ausserdem ist das Gebissprofil das eines Kindes. Warum erz?hlst du ein Verhalten von Flu, das so nicht sein kann?"
Leia, den Arm wegziehend, wütend: "Weil ich will, das du tust, was ich will."
Hisch, eindringlich: "Wie kannst du leben, wenn du nie weisst, ob es wahr ist, was die andern sagen? Das Wahrheit ist eh schon ein flüchtiges Gespinst, dem wir uns behutsam n?hern, um es mit dem L?rm unserer pochenden Herzen und dem Strom unseres heftigen Atems nicht zu verformen. Wenn du dann umgeben bist von falschen Gesichtern, die sich ein Spass daraus machen, dich in Illusionen und Trugbilder zu packen, wird das Leben zu einem Albtraum, das dir unabl?ssig Wunden schl?gt."
Leia schaut mit grossen Augen v?lliger Verst?ndnislosigkeit.
Hisch, Leia betrachtend, sinnierend: "Du verstehst nicht, was ich sage, hm?"
Hisch reisst eine Wurzel aus dem Boden, ...
... h?lt sie Leia vor die Nase und sagt: "Wenn du dieses Wurzel isst, stirbst du."
Leia macht grosse Augen.
Hisch, mit derselben Wurzel wedelnd: "Wenn du dieses Wurzel isst, wirst du gesund."
Leia schaut verwirrt auf die Wurzel.
Hisch, wie oben: "Würdest du es essen, wenn du krank w?rst?"
Leia, trotzig: "Weiss nicht."
Hisch, wie oben: "Wie kannst du leben, wenn du nicht weisst, ob es wahr ist, was die andern sagen?"
Leia, davonrennend, verwirrt und wütend: "Du bist bl?d, bl?de Kuh!"
Leia rennt durchs Gebüsch ...
... und st?sst mit jemandem zusammen, ...
... der sich, wie sie aufblickt, als Aladan entpuppt.
Aladan, l?chelnd: "So eilig des Wegs, du kleines Gebild?"
Leia, ihre Bisswunde zeigend: "Hisch hat mich gebissen. Kannst du sie bestrafen?"
Aladan, lachend: "Hischs Z?rtlichkeit ist manchmal robust."
Leia, protestierend: "Das war nicht z?rtlich. Hisch hat ganz fest zugebissen, um mir weh zu tun."
Aladan, staunend: "Hischs Kraft ist furchterregend. H?tte es voll zugebissen, würdest du ein Stück deines Armes missen. Warum legst du falsches Zeugnis ab?"
Leia, trotzig: "Weil ich will, das du tust, was ich will."
Aladan: "Es ist erquicklich, fantastische Welten zu ersinnen, um in ihnen zu schwelgen oder um auszuloten, welches Weg das verheissungsvollste sein k?nnte. Aber ist es sinnvoll, fantastische Welten zu ersinnen, die Zwietracht s?en und zu Krieg, Vernichtung und Schmerz ohne Ende führen?"
Die überforderte Leia schaut Aladan grimmig an ...
... und rennt davon, wobei sie ruft: "Du bist bl?d!"
Leia begegnet Meneor, der am Boden sitzt und sich mit geschlossenen Augen an einen Felsen lehnt.
Die wütende Leia greift sich einen Stein ...
... und wirft ihn Meneor an den Kopf.
Meneor schaut Leia l?chelnd an und sagt: "Willst du etwas?"
Leia, grimmig: "Ich will, dass du tot bist."
Meneor, staunend: "Warum?"
Leia, weinend: "Mama und Papa sind tot, weil du gekommen bist."
Meneor, sinnierend: "Ja, das ist wahr."
Meneor, Leia ein Messer hin haltend: "Geht es dir besser, wenn du mich t?test?"
Die verweinte Leia schaut mit grossen Augen, ...
... greift mit aufkeimender Wut nach dem Messer ...
... und versucht mit beiden H?nden, es Meneor in die Brust zu stecken, ...
... wo es nur zwei, drei Zentimeter eindringt.
Meneor umfasst Leias H?nde am Messergriff und sagt: "Du brauchst mehr Kraft."
Meneor st?sst sich das Messer bis zum Griff in die Brust ...
... und l?sst sich mit geschlossenen Augen leblos hinsinken.
Leia l?st ihre H?nde vom Griff ...
... und starrt Sekunden lang auf den vermeintlich toten Meneor.
Sich an ihre Eltern erinnernd, rennt Leia weinend weg.
Eine Hand umklammert den Messergriff.
Hisch, das Messer herausziehend, kritisch: "Was soll das Theater, Meneor?"
Meneor ?ffnet die Augen und sieht Hisch mit dem blutenden Messer, Aladan und Flu.
Meneor: "Es musst schmerzhaft sein."
Hisch: "Was?"
Meneor: "Ein Natürliches zu sein."
Hisch, grimmig: "Hast du etwa Mitleid mit diesem kleinen Teufel, das dich eben get?tet hat und dauernd versucht, uns gegeneinander aufzuhetzen?"
Meneor: "Ich kann sein Schmerz spüren."
Aladan, zu Hisch: "Es ist doch gut, wenn ein Krieger Mitleid hat."
Hisch staunt.
Aladan, zu Hisch: "Stell dir vor, es w?re anders."
Hisch begreift mit grossen Augen.
Flu: "Und was ist, wenn Leia sieht, dass du garrr nicht tot bist?"
Hisch: "Dann sieht es wenigstens, wie es ist, wenn nichts von dem, was die andern sagen, wirklich ist."
Aladan, schmerzlich l?chelnd: "Ich glaube nicht, dass Leia etwas von uns lernen will."
Flu: "Das Wahrrrheit hat für Leia kein Bedeutung. Es will nurrr, dass geschieht, was es will."
Hisch: "Leia ist wie ein X in einem Gleichung, das sich nicht aufl?sen l?sst, sodass du nie weisst, womit du es zu tun hast."
Szeneanfang:
Chief Held steht von seinem Pult in der NG-Zentrale auf und sagt zu dem neben ihm stehenden Yon: ?Dann wollen wir mal.“
Yon: ??“
Held, zum Ausgang gehend: ?Das will ich mir nicht entgehen lassen. Darauf habe ich lange gewartet.“
Yon: ??“
Held, sich in der Tür umdrehend, l?chelnd: ?Na komm schon, Yon. Lass dich überraschen.“
Held und Yon fahren beim Regierungspalast vor. überall in der Stadt sind noch Schüsse zu h?ren.
Als Held und Yon aussteigen, salutieren die Natural Guards, die den Regierungspalast bereits in ihre Gewalt gebracht haben.
Held und Yon gehen im Geb?ude vorbei an erschossenem oder ?ngstlich zitterndem Büropersonal.
Vor Ecks Büro liegt die erschossene Sekret?rin im Bürostuhl. Ein NG ?ffnet die Tür zu Ecks Arbeitszimmer.
Martin Eck sitzt hinter seinem Schreibtisch und schaut den Eintretenden bleich und resigniert entgegen. Er weiss, dass er verloren hat.
Zynisch l?chelnd bleibt Held vor Ecks Pult stehen. Yon h?lt sich mit ausdruckslosem Gesicht etwas hinter Held.
Eck: ?Wollen Sie mich gleich erschiessen oder vielleicht vorher noch etwas foltern?“
Held, zynisch l?chelnd: ?Ich bin ein Mann von Kultur. Es ist unter meiner Würde, einen besiegten Gegner zu demütigen. Aber Sie werden mir gestatten, dass ich Sie gefangen setze. Sonst rufen Sie mir wom?glich noch eine Untergrundbewegung ins Leben.“
Held lacht mit b?ser Freude über seinen Scherz.
Dann weist er mit eleganter Geste zur Tür und sagt sarkastisch: ?Darf ich den Herrn Stadtpr?sidenten bitten?“
Eck verl?sst mit ausdruckslosem Gesicht sein Arbeitszimmer.
Eck ersteigt die Treppe zum Gef?ngnis, gefolgt von Held und Yon.
Die drei betreten das Labor von Dr. Meer, der irgendwo an etwas rummacht.
Aufger?umt sagt Held zu Meer. ?Hallo, verehrter Herr Doktor. Wir haben hier jemanden, der Ihre Dienste in Anspruch nehmen m?chte.“
Unwillig schaut Meer von seiner Arbeit auf.
Meer, überrascht: ?Herr Stadtpr?sident, ... was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?“
Eck, tonlos: ?Die Natural Guard hat die Stadt unter ihre Kontrolle gebracht ... und die zwei wollen mich nun ins Gef?ngnis werfen.“
Held lacht fr?hlich. Yon l?chelt ein wenig.
Meer, stirnrunzelnd: ?Die Natural Guard? ... Sie meinen diese Mafiosi in Uniform, die mich erpressen?“
Eck: ??“
Held, fr?hlich: ?Ja genau, diese Erpresserbande ... Aber machen Sie sich keine Sorgen, wir haben jetzt Natural City im Griff und freien Zugang zu allen finanziellen Mitteln ..."
Held, lachend: ?... Wir brauchen Sie also nicht mehr zu erpressen. Was wir brauchen, buchen wir einfach von Ihrem Konto ab.“
Meer ist v?llig konsterniert.
Eck, angewidert: ?K?nnen wir diese würdelose Unterhaltung nicht beenden ... Ich wünsche, in meine Zelle gebracht zu werden.“
Held, mit gespieltem Erstaunen: ?Zelle? ... Aber wer spricht denn da von Zelle? ... Ich dachte an etwas viel Würdevolleres.“
Eck, der das gar nicht witzig findet: ?Was k?nnte wohl für einen Teufel wie Sie würdevoller sein?“
Held, Eck fest ins Auge fassend: ?Aber Herr Stadtpr?sident, jetzt bin ich entt?uscht von Ihnen ... Wollen Sie denn gar nicht zu Ihrer Frau?“
Eck, im ersten Moment nicht begreifend: ?Zu meiner Frau? ...“
Dann begreifend: ?... nach Genville? ...“
Held, in fr?hlichem Plauderton: ?Ich denke, um diese Zeit wird Ihre Gattin gerade einen Verdauungsspaziergang im Magen des Sexmonsters machen, ...“
?... und es w?re doch ein Zeichen der Liebe, wenn Sie ihr bald dabei Gesellschaft leisten würden.“
Eck, schockiert: ?Das ist ein Todesurteil ... Ich verlange ein Gerichtsverfahren ...“
Held winkt ab: ?Bemühen wir doch Richter Zufall nicht mit einer solchen Bagatelle ...“
In Gedanken sieht Held ein Bild mit Richter Zufall, der den Hammer auf sein Pult knallt, vor ihm ein Dutzend Angeklagte. Held: ?... Der muss sich doch um die vielen Widerspenstigen kümmern, ...“
Held sieht im Geist ein Bild, wie Hunderte von Leuten von der NG in den S?uregraben gestossen werden. Held: ?... die alle unbedingt ein erfrischendes S?urebad von ihm wollen ...“
Held sieht im Geist ein Bild mit s?urezerfressenen K?rpern im S?uregraben.
Ecks Blick f?llt auf eine Spritze mit einer langen Nadel.
Held: ?... Da bleibt wohl kaum Zeit, ...“
Eck greift unauff?llig nach der Spritze.
Held: ?... sich um einen Einzelfall ...“
Eck st?sst die Nadel der Spritze tief in Helds Brustkorb. Held erstarrt, v?llig überrascht.
W?hrend Held mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammensackt, schiesst der geschockte Yon in einer blitzschnellen Reaktion Eck durch die Brust, ohne das Herz zu treffen.
Held und Eck liegen mit geschlossenen Augen am Boden, wobei Eck stark blutet.
Meer und Yon starren entsetzt auf das Bild.
Meer erholt sich zuerst und denkt, beim Betrachten der beiden Verletzten, mit einem feinen L?cheln: ?Wenigstens du wirst nichts mehr von meinem Konto abbuchen.‘
Yon sieht Meers L?cheln und wird wütend.
Yon fuchtelt mit der Pistole herum und faucht Meer an: ?Sie sind doch Arzt ... Retten Sie ihn!“
Meer kniet sich unbeeindruckt neben Held nieder und fühlt dessen Puls.
Meer, zu Yon aufblickend: ?Der Mann ist tot. Die Nadel hat sein Herz durchbohrt.“
Zitternd vor Angst um Held und Wut über Meers Gleichgültigkeit, h?lt Yon Meer die Pistole vors Gesicht und sagt: ?Wenn Sie nicht sofort etwas tun, um ihn zu retten, drücke ich ab.“
Meer spürt den Ernst der Lage und wird nerv?s.
Meer, mit pl?tzlicher Gesch?ftigkeit unter die Arme Helds greifend: ?Helfen Sie mir.“
Meer und Yon heben Held auf eine fahrbare Trage.
Meer, auf Eck weisend: ?Den auch ... Wir brauchen ihn vielleicht als Ersatzteillager."
Jeder eine fahrbare Trage schiebend, rennen sie durch den Gef?ngnistrakt.
Sie betreten den Zugangsraum zu Genville. Yon schaut sich interessiert um.
Yon, die Pistole auf Meer richtend: ?Ich sehe hier keine medizinische Einrichtung, ... nur S?rge ... wollen Sie mich für dumm verkaufen?“
Ihn nicht beachtend, rennt Meer zur Gegensprechanlage.
Meer sagt in die Gegensprechanlage, gleichzeitig die Panzertür zur Glasr?hre ?ffnend: ?Achtung, ein Notfall! Achtung, ein Notfall! ... Der Erste ist zu retten. Der Zweite ist ein Gefangener und kann als Ersatzteillager benutzt werden.“
Die Genvilles sind gerade dabei, sich lachend und schwatzend vom Theaterplatz zu entfernen, ...
... als die Lautsprecherdurchsage mit Meers Worten ert?nt und ihre Aufmerksamkeit erregt.
Die vier Schwestern beginnen so schnell zu rennen, dass ihre K?rper verschwimmen. Drei rennen zur Eingangshalle, Lara zum Labor.
Piri, Wagon und Hisch beobachten die beiden Sargbeh?lter in der Glasr?hre.
Mit einem lauten ?Yah, yah!‘ kommt Lara auf zwei achtfüssigen Tragen angaloppiert. Sie steht mit je einem Bein auf einer Trage und h?lt sich an einem Arm der Hilfsorgane fest, welche sie auf die eine Trage gelegt hat.
Als Lara in der Eingangshalle ankommt, springt sie mit einem vielfachen Salto von den Tragen ...
... und landet perfekt vor den restlichen Schwestern, die begeistert lachen und klatschen.
Lara verbeugt sich vor ihrem Publikum.
Der erste Sargbeh?lter rollt in die Halle.
Hisch und Wagon ?ffnen den Deckel ...
... und ultraschallen Held mit geschlossenen Augen und offenen Mündern.
Hisch: ?Es ist ziemlich tot.“
Wagon: ?Das Spritze hat sein Herz durchstossen.“
Mit Schwung bef?rdern sie Held auf eine der Tragen, w?hrend im Hintergrund der zweite Sargbeh?lter eintrifft.
Piri und Lara ?ffnen Ecks Sargbeh?lter ...
... und ultraschallen Ecks K?rper.
Piri: ?Sein Lunge ist durchschossen. Es wird verbluten.“
Lara: ?Wir sollen es als Ersatzteillager brauchen, um das Erste zu retten. Dieses Meer glaubt wohl, wir h?tten das gleiche Steinzeitmedizin wie es.“
Piri und Lara wuchten Eck auf die zweite Trage.
Die Hilfsorgane befinden sich zwischen den Tragen und versorgen gleichzeitig die beiden K?rper.
Die vier Schwestern und die beiden Tragen bewegen sich langsam zurück ins Labor. Die Hilfsorgane watscheln auf kleinen Beinen mit.
Im Labor stehen die vier Schwestern um die beiden Tragen herum.
Wagon: ?Wenn wir die Hilfsorgane abh?ngen, sterben die Beiden.“
Lara hat in jeder Hand ein Regenerat ...
... und wirft eines davon Piri zu. Lara: ?Fang ... uns bleibt nichts anderes übrig, als ihre Gene in Chromos 1 umzuwandeln. Dann k?nnen sie sich selber regenerieren.“
Lara und Piri setzen die Regenerate je auf dem Bauch eines Patienten an.
Die Regenerate dringen mit einem Schlauch in den Bauchraum ein und beginnen mit dem Gentransfer.
Yon lehnt mit h?ngenden Armen und stark verunsichert an der Wand des Zugangsraumes zu Genville.
Meer steht mit auf dem Rücken verschr?nkten Armen am Fenster und schaut rüber zu Genville.
Meer, nachdenklich: ?Irgendwie ist Genville wundersch?n, finden Sie nicht?“
Yon tritt hinter Meer und schaut ebenfalls nach Genville.
Yon, mit Blick auf Genville: ?Ja, irgendwie schon, ... aber es bleibt die Stadt der Genmonster ... und wir haben ihnen Chief Held ausgeliefert.“
Meer: ?Irrtum ... wir haben ihnen Chief Helds Leiche ausgeliefert ... Der Mann war tot.“
Yon, skeptisch: ?Und die Genmonster k?nnen also zaubern und ihn wieder lebendig machen.“
Meer, sich nach Yon umdrehend und ihn voll anblickend: ?Ja, sie k?nnen zaubern.“
Yon: ?Aber das Sexmonster ist dort. Es wird ihn t?ten.“
Meer, wieder nach Genville schauend: ?Vertrauen Sie mir, es gibt keinen Grund zur Sorge.“
Yon: ?Aber wie k?nnen sie Held retten?“
Meer denkt: ?Ich kann ihm doch nicht sagen, dass sie ihn in einen Chromos 1 umwandeln ... Der Chef der Natural Guard ein Genmonster ... Der Junge würde mich glatt erschiessen.‘
Meer sagt, mit feinem sarkastischem L?cheln: ?Nun, ich vermute, sie werden ihm das Herz von Martin Eck einpflanzen, wie ich ihnen empfohlen habe. Das w?re ja auch so eine Art Gerechtigkeit, nicht wahr?“
Yon, nachdenklich: ?Wie sind sie so, die Genmonster?“
Meer: ?Die dort drüben sind etwa vierj?hrig, kerngesund, unsterblich, vier bis fünf Mal intelligenter, schneller und kr?ftiger als Natürliche ...“
?... Sie haben grosse Erfindungen gemacht. Es sind alles Genies ... enorm kreativ, erkenntnishungrig, fantasievoll, künstlerisch begabt, verspielt, mit viel Sinn für absurden Humor. Sie k?nnen nicht hassen, wollen niemanden beherrschen, helfen gern ...“
Yon ist v?llig überrascht von Meers Schilderung ...
... Dann verdüstert sich sein Gesicht und er sagt drohend: ?Sympathisieren Sie etwa mit diesen Monstern?“
Meer dreht sich mit zornrotem Gesicht zu Yon um, ...
... packt ihn an der Brust ...
... und brüllt wenige Zentimeter vor Yons Gesicht: ?Du verdammter Rotzbengel, was laberst du dauernd von Monstern, wenn du überhaupt keine Ahnung hast. Die Genvilles haben niemandem etwas getan und sie setzen die Gentechnik zum Heilen und Helfen ein ...“
überrascht von Meers Ausbruch h?rt Yon zu.
?... Du mit deiner einf?ltigen Schwarzweissmalerei. H?r doch auf, dich von diesem wahnkranken Held vereinnahmen zu lassen und bilde dir selber ein Urteil. Oder müsst ihr beim Eintritt in euren l?cherlichen Naturhütedienst das Gehirn abgeben?“
Perplex und verunsichert wankt Yon einen Schritt zurück, als Meer ihn mit einem Schubs aus seinem Griff entl?sst.
Nachdem Yon sich wieder gefasst hat, sagt er tonlos: ?Wenn ich Richter Zufall berichte, was Sie eben gesagt haben, sind Sie ein toter Mann ... Aber wenn Chief Held lebend zurückkommt, vergessen wir den Vorfall.“
Meer, immer noch wütend, dreht sich wieder zum Fenster um und denkt: ?Diesen ?Vorfall‘ wirst du niemals vergessen, mein Junge. Und eines Tages wirst du die Wahrheit erkennen.‘
Szeneanfang:
Martin Eck erwacht auf seiner Trage. Er ist noch ganz benommen.
Er dreht den Kopf und sieht verschwommen Held auf der anderen Trage. Eck denkt: ?Wo bin ich? ... Was ist los?‘
Verschwommen sieht er die Arme der Hilfsorgane aus Helds Brust ragen und denkt: ?Ein Oktopus? ...‘
Sein Blick folgt den Armen der Hilfsorgane zu ihrem gedrungenen K?rper, ...
... wo weitere Arme nach oben führen zu Ecks eigenem Brustraum.
Voller Panik richtet sich Eck auf und betrachtet entsetzt die Arme, die in seinem Brustraum zu verschwinden scheinen.
Eck schaut rüber zu Held, den er nun mit klarem Blick sieht und erleichtert erkennt. Eck denkt: ?Chief Held ... dieses Monstrum ... Wir sind also in der Gef?ngnisklinik.‘
Vorsichtig zupft Eck an den Armen der Hilfsorgane, ...
... die sich sofort von seinem K?rper l?sen.
Eck betrachtet ungl?ubig seine nur leicht verletzte Brust ...
... und l?chelt dann schwach, immer noch gezeichnet vom eben durchlebten Schrecken. Eck denkt: ?Ich bin erschossen worden und lebe ... v?llig unversehrt ... ein Wunder!‘
W?hrend er von der Trage auf den Boden gleitet, fixiert er Held und denkt: ?Aber diese Bestie hat es auch überlebt, ...‘
Eck greift nach einem spitzen Gegenstand und denkt: ?... also werde ich mein Werk vollenden ...‘
Den spitzen Gegenstand hoch erhoben, tritt er auf Held zu, der eben die Augen aufschl?gt und Mühe hat, sich zu orientieren.
Eck l?sst den spitzen Gegenstand in Richtung von Helds Brust herabsausen und sagt voller Wut: ?Stirb!“
Held begreift mühsam und ist entsetzt. Schw?chlich versucht er die Arme zur Abwehr hochzureissen.
Eine Faust umklammert Ecks herabsausendes Handgelenk und stoppt es mitten in der Bewegung.
Ohne jede sichtliche Anstrengung h?lt Caesar Ecks Handgelenk fest und sagt l?chelnd: ?Warum denn unser verehrtes Chief Held gleich umbringen, ehrenwertes Herr Stadtpr?sident. Ich würde mich lieber um das Gattin kümmern. Das wird vermutlich in eben diesem Moment vom Sexmonster vergewaltigt.“
Eck, ?rgerlich: ?Woher wollen Sie das wissen? Tanja ist in Genville und nach Aussage von Held ermordet worden.“
Caesar, ernst: ?Sie sind auch in Genville, und das Einzige, das hier morden will, sind Sie.“
Held, schockiert: ?Wir sind in Genville?“
Vor Schreck vergisst Eck seine Wut.
W?hrend sich Eck und Held fassungslos anstarren, nimmt Caesar Eck den spitzen Gegenstand aus der Hand.
Eck schaut Caesar ernst und gefasst an: ?Wo ist Tanja?“
Caesar deutet über seine Schulter: ?Irgendwo da draussen.“
So schnell er in seinem geschw?chten Zustand kann, verl?sst Eck das Labor.
Held, k?sebleich und tonlos zu Caesar: ?Sie sind also ein Genmonst... ich meine, ein Genville ... und Sie haben mir eben das Leben gerettet ...“
Caesar, ernst: ?Sie sind in Genville bereits zwei Mal gerettet worden. Als Sie hergeschickt wurden, waren Sie bereits tot.“
Held, k?sebleich und tonlos: ?Und was geschieht jetzt mit mir?“
Caesar, freundlich: ?Ich werde Sie zum Eingangshalle begleiten und dann nach Natural City zurückschicken.“
Held denkt stirnrunzelnd: ?Dieser Schwachkopf weiss offenbar nicht, dass ich der Mann bin, der eines Tages alle Genmonster ausrotten wird.‘
Held, sich erhebend, freundlich: ?Dann k?nnen wir gehen, Herr ...?“
Caesar, ihn stützend: ?Caesar.“
Auf dem Weg zur Eingangshalle. Held, noch gestützt von Caesar, freundlich: ?Warum haben Sie mir das Leben gerettet, Herr Caesar?“
Caesar: ?Bei dem Revolution vor vier Jahren haben Sie sich als das h?rteste Verfolger der Genvilles hervorgetan ...“
Held denkt schwitzend: ?Er weiss es!‘
Caesar: ?... Ich denke, dass ich Ihnen im Kampf gegen die restlichen Genvilles gute Dienste leisten kann, indem ich Ihnen alle ihre Pl?ne verrate und gelegentlich ein kleines Sabotage ausführe.“
Held, sein zynisches L?cheln unterdrückend: ?Und was erwarten Sie als Gegenleistung?“
Caesar, hintergründig l?chelnd: ?Ein langes Leben.“
Held, erstaunt über die Antwort: ?Ist das alles? ... Ich soll Ihr Leben garantieren?“
Caesar, hintergründig l?chelnd: ?Ja, das genügt.“
Held, Caesar mit aufrichtigem Blick die Hand hinhaltend: ?Abgemacht.“
W?hrend sie sich die Hand geben, denkt Held, zynisch l?chelnd: ?Ein Vertrag mit einem Monster ist ungültig.‘
Caesar denkt, hintergründig l?chelnd: ?Zusammen werden wir mein Konkurrenz, diese l?stigen Genvilles, aus dem Weg r?umen ... und dann werde ich dich aus dem Weg r?umen.‘
Wie sie die Eingangshalle betreten, stützt Caesar Held nicht mehr.
Held, im Plauderton: ?übrigens ... was ich noch fragen wollte ... Wie haben Sie mich eigentlich retten k?nnen, wenn ich doch schon tot gewesen bin?“
In der N?he der Sargbeh?lter. Caesar, im Plauderton: ?Nun, wir haben Ihre natürlichen Gene in Chromos 1 Gene umgewandelt, w?hrend die Hilfsorgane Ihre Lebensfunktionen aufrecht erhalten haben. Als Chromos 1 regeneriert sich Ihr Gewebe. Sie werden also wieder jung und sind unsterblich.“
Held ist so bestürzt, dass ihm das Wort im Hals stecken bleibt: ?Wa...?“
Held, k?sebleich und vor Wut zitternd: ?Wissen Sie, was Sie getan haben?“
Caesar, arglos: ?Ja, wir haben ein Totes ins Leben zurückgeholt.“
Held, k?sebleich, zitternd vor Wut, die F?uste geballt: ?Sie haben mich in ein Genmonster verwandelt.“
Caesar, ungerührt: ?Sie werden verstehen, dass ich das etwas anders sehe ... Im übrigen k?nnen Sie das Zustand des Todes jederzeit selber herstellen, wenn Ihnen Ihr zweites, besser gesagt Ihr drittes Leben nicht gef?llt.“
Held holt aus und rammt seine Faust auf Caesars Kopf zu. Dieser weicht, ohne eine Miene zu verziehen, aus.
Caesar packt Helds Arme, ...
... und biegt sie ihm hinter dem Rücken zusammen.
Dann hebt er ihn hoch ...
... und wirft Held in einen Sargbeh?lter.
Caesar, den sich wehrenden Held im Sargbeh?lter festhaltend, herablassend und ver?rgert zugleich: ?Wenn Sie beschlossen haben, wieder ein Mann zu sein, denken Sie an unser Vertrag... andernfalls werden Sie sich in Genville ein blutiges Nase holen.“
Caesar schl?gt den Deckel des Sargbeh?lters zu ...
... und schiebt den Beh?lter über die Schienen in die Glasr?hre.
Caesar in die Gegensprechanlage: ?Wir haben Chief Held geflickt.“
Szeneanfang:
V?llig überrascht, dass Tanja noch lebt, beobachtet Eck Tanja und Leia, wie sie mit St?cken gegen das lebende Kunstwerk k?mpfen.
Ein Ausleger des Kunstwerks bewegt sich zuf?llig auf Tanja zu, so als wolle das Kunstwerk Tanja angreifen. Eck erschrickt ob der Bedrohung, ...
... rennt los ...
... und ?rettet‘ Tanja mit einem Hechtsprung vor der vermeintlichen Gefahr.
Martin hat Tanja von hinten umschlungen. Beide liegen am Boden. Tanja beginnt zu kreischen: ?Hiiilfeee!! Das Sexmonster vergewaltigt mich!!“
Martin erschrickt, ...
... h?lt ihr den Mund zu und macht ?Psst‘. Tanja macht zuerst grosse, geschockte Augen, ...
... dann beisst sie Martin in den Finger ...
... und schreit wieder los: ?Hiiilfeee!! Vergewaltigung!!“
Unweit sind Aladan und Wagon beim Training. Aladan hat in jeder Hand ein Messer. Das Geschrei l?sst sie innehalten.
Wagon: ?Sollten wir nicht schauen, was los ist?“
Aladan, seine Messer auf die nun wieder wild herum hüpfende Wagon werfend, vergnügt: ?Sollen wir im Ernst unser vergnügliches Training unterbrechen, bloss weil ein eingebildetes Schnepfe ihre Wahnideen allen kundtut?“
Wagon, mit ?ngstlichem Gesicht: ?Das Vergnügen ist etwas einseitig.“
Aladan, vergnügt: ?Du hast das Wette verloren. Aber mach dir keine Sorgen, ich geniesse es für zwei.“
Martin hat seine immer noch ?Hiiilfeee!‘ schreiende Frau inzwischen losgelassen und sitzt, seine schmerzende Hand schüttelnd, am Boden.
Erstaunt, dass sie nicht mehr angegriffen wird, dreht sich die mit aufgestütztem Oberk?rper am Boden liegende Tanja um ...
... und entdeckt mit dem Ausdruck v?lligster Verblüffung, dass es sich bei dem ?Sexmonster‘ um ihren Mann handelt. Tanja: ?Aber ...“
Martin wirkt etwas zerknirscht.
Tanjas Gesicht zeigt eine Mischung aus Bedauern für ihr Verhalten und Rührung über das Wiedersehen. Mit Tr?nen in den Augen umarmt sie Martin und sagt: ?Oh Martin ... verzeih mir ... habe ich dir weh getan ... verzeih ... das wollte ich nicht ... oh Martin.“
Martin wirkt etwas gequetscht, aber er l?chelt.
Martin, Tanjas Tr?nen küssend: ?Ich habe dich so vermisst, Tanja ... Mein Leben hatte keinen Sinn mehr ohne dich ...“
Tanja, noch mehr Tr?nen in den Augen, überlaufend vor Rührung: ?Oh Martin, deshalb hast du auf alles verzichtet und bist mir gefolgt ... oh Martin, ich liebe dich ...“
Martin staunt über die grosszügige Interpretation seiner Motive, ...
... findet es aber nicht n?tig, die Wahrheit zu sagen. Mit geborgenem L?cheln den Kopf an ihre Brust drückend: ?Mein Liebstes ... nun lebe ich wieder.“
Eine Stimme aus dem Off: ?Ein Vergewaltigung habe ich mir immer anders vorgestellt."
L?chelnd steht Meneor da. Tanja und Martin rufen gemeinsam bestürzt: ?Das Sexmonster!“
Martin springt auf ...
... und stellt sich in Kampfstellung schützend vor Tanja.
Meneor, l?chelnd: ?Du willst k?mpfen?“
Eine Stimme aus dem Off: ?Nein, Meneor, es will nicht k?mpfen.“
Alle schauen neugierig auf die heranschlendernde Lara. Lara: ?Natürliche M?nnchen wollen mit diesem Verhalten bloss ihre Weibchen beeindrucken.“
Meneor, staunend ob solcher Neuigkeiten: ?Ich dachte, die Natürlichen k?mpfen, um zu herrschen.“
Lara, Meneors Hand nehmend: ?Es weiss, dass es dich nicht besiegen kann. Also wird es versuchen, dich anders zu beherrschen. Aber wenn es sein Weibchen beeindrucken will, bleibt ihm kein anderes Wahl ... Du kannst doch Gefühle spüren ...“
Lara führt Meneors Hand auf Martins Brust. Meneor: ?Ja, das Mann hat grosses Angst.“
Lara: ?Siehst du, du hast es schon besiegt, ... mit deinem blossen Gegenwart.“
Tanja schaut Martin entt?uscht an. Dieser merkt es ...
... und legt bedrückt den Arm um ihre Schultern.
Lara drückt Meneors Hand auf ihre Brust und sagt, verführerisch l?chelnd: ?Es gibt noch mehr Gefühle zu spüren.“
Meneor l?chelt.
Lara küsst Meneor z?rtlich auf den Mund.
Die drei andern Schwestern treten hinzu. Hisch sp?ttisch: ?Ah, Frau Stadtpr?sidentin Eck hat ein Liebhaber gefunden.“
Tanja, wütend und entt?uscht Martins Arm abschüttelnd: ?Das ist kein Liebhaber. Das ist mein Mann, Stadtpr?sident Eck. Bitte etwas mehr Respekt!“
Piri, mit dem unschuldigsten Gesicht der Welt: ?Aber kann es Sie denn nicht trotzdem lieb haben?“
Die andern Schwestern kichern.
Meneor, l?chelnd: ??“
Szeneanfang:
Meer und Yon vor dem Zugangsraum zu Genville. Yon, besorgt: ?Die Glasr?hre ist doch eine Einbahnstrasse Richtung Genville. Was ist, wenn nun etwas aus Genville zurückkommt? K?nnen dadurch nicht irgendwelche gef?hrlichen Viren nach Natural City eingeschleppt werden?“
Meer, kopfschüttelnd: ?Bisher hatten wir noch nie Probleme.“
Yon, besorgt: ?Sie meinen, Sie haben das schon mehrmals gemacht?“
Meer, den Zugangsraum betretend, wortkarg: ?Ja.“
Yon weiss nicht recht, was er von dieser Antwort halten soll.
Meer ?ffnet die Panzertür zur Glasr?hre ...
... und zieht den Sargbeh?lter auf eine fahrbare Trage.
Yon ?ffnet sogleich den Deckel.
Ein gespenstisch ruhiger, leichenblasser Chief Held schaut ihn ausdruckslos an.
Yon legt spontan seinen Kopf auf Helds Brust und sagt glücklich: ?Du lebst ...“
Meer beobachtet die Szene mit süffisantem L?cheln.
Wortlos steigt Chief Held aus dem Beh?lter.
Yon plappert glücklich: ?Dr. Meer sagt, sie h?tten dir Ecks Herz eingepflanzt ...“
Held denkt: ?Yon weiss von nichts.‘
Die drei verlassen den Zugangsraum, wobei Meer sagt: ?Darüber hinaus müssen wir Ihre Genesung mit einer Hormontherapie unterstützen ...“
Im Gef?ngnistrakt gehen die drei nebeneinander. Meer: ?... Diese Therapie wird allerdings einige Ver?nderungen an Ihrem ?usseren zur Folge haben ...“
Held: ?Ver?nderungen?“
Meer: ?Nun ja, Sie werden jünger aussehen ... Ein Grund zur Freude finde ich.“
Held denkt: ?Meer weiss es, ... aber er wird dicht halten, weil er nicht sterben will.‘
Szeneanfang:
Held an seinem Schreibtisch. Yon redet auf ihn ein: ?Chief Held, jetzt wo Ihnen die Stadt geh?rt, k?nnen Sie doch im Regierungspalast residieren ...“
Held ist geistesabwesend und denkt: ?Dieser Caesar hat mich gedemütigt ... Ich werde ihm zeigen, was ein Mann wie ich mit seinem zweiten, besser gesagt seinem dritten Leben anf?ngt.‘
Yon: ?... Jetzt brauchen wir uns nicht mehr im Keller zu verstecken ...“
Held, irritiert von Yons Geschw?tz: ?Ich habe diesen Raum als Zentrale gew?hlt, weil er strategisch günstig liegt und nicht, um mich zu verstecken ...“
Yon ist durch die Antwort brüskiert.
Held, mit eiserner Wut: ?Stell sofort ein Kommando mit zw?lf Schwerbewaffneten zusammen. Sie sollen morgen Genville stürmen und alles niedermachen, was lebt.“
Yon, eingeschüchtert salutierend: ?Verstanden, Chief.“
Held, dem davoneilenden Yon nachrufend: ?Und Yon ...“
Yon dreht sich fragend um.
Held, zynisch l?chelnd: ?Ein Fernsehteam soll den Untergang von Genville live übertragen ... zur Feier unserer Revolution sozusagen.“
Yon salutiert und denkt verunsichert: 'Sie haben ihn gerettet und das erste, was er tut, ist sie umbringen.'
Szeneanfang:
Es ist Abend.
Lara, zu Meneor: "Kommst du? Ich m?chte mit dir sein."
Meneor: "Mit mir sein?"
Meneor folgt Lara ...
... bis zu einem baumhohen Gew?chs, das aussieht wie ein riesiges Blatt, das sich zusammengerollt hat und so eine Art R?hre bildet.
Meneor, das Gew?chs musternd, kritisch: "Aber so schmutzig bin ich nicht, dass ich ein so grosses Waschblume brauche."
Lara, kichernd: "Das ist ein Kuschelbaum."
Meneor, neugierig: "Und wozu?"
Lara, kichernd: "Na zum Kuscheln."
Meneor, mit Stirnfalten: "Ku-scheln?"
Lara, l?chelnd: "Kuscheln ist, wenn zwei K?rper sich berühren, um sich Geborgenheit zu schenken."
Meneor, begreifend: "Ah, du kuschelst mit dem Baum und es fühlt sich geborgen."
Lara schl?gt's auf den Rücken.
Lara fasst Meneor bei der Hand ...
... und zieht ihn in die R?hre, ...
... wo Stufen den Aufstieg erm?glichen, ...
... bis sie in einer waagrechten Mulde landen, ...
... wo Lara Meneor zu sich hinabzieht ...
... und sie nebeneinander in einer weichen Umgebung zu liegen kommen.
Lara, sich an Meneor schmiegend: "Siehst du, jetzt ist das grausame Welt weg. Nur wir sind da und k?nnen uns ein kleines Zeit mit Geborgenheit volllaufen lassen."
Meneor, staunend: "Und wie funktioniert das mit einem grausamen Krieger?"
Lara, mit grossen Augen: "Um dem Aussichtslosigkeit zu entfliehen, habe ich verdr?ngt, dass wir in einem Gef?ngnis leben, und mir eingebildet, es sei ein Paradies. Aber dein blutiges Reaktion auf die Angriffe der Natürlichen ... Das Wirklichkeit hat mein Illusion zerfetzt. Dieses ungeheuerliche Wirklichkeit. Dieses haarscharfe N?he zum Tod."
Meneor: "Ich spüre viel Unruhe in dir, aber kein Geborgenheit."
Lara, hilflos l?chelnd: "Ich Dummy dachte, wenn ich mit dem Wirklichkeit kuschle, würde mein Verwirrung entschwinden."
Meneor umschliesst die verloren wirkende Lara mit den Armen.
Lara ist etwas überrascht, ...
... und schliesst die Augen.
Lara, mit geschlossenen Augen: "Das Wirklichkeit ist so gewaltig. Und ich bin so klein und schwach."
Meneor: "Das ist nicht wahr. Die Gentechs sind m?chtig. Sie haben das Leben ausgerottet."
Lara, wie oben: "Ich will nicht ausrotten. Ich kenne alle Gene. Ich kann alles bauen, was lebt. Ich brauche dazu nur die Samen von Bioskop und Tank, die ich immer bei mir trage."
Meneor, staunend: "Dann gibt es nur eines, das so ist wie du."
Lara, wie oben: "Ich bin nicht einzigartig. In Genville k?nnen das alle Gentechs."
Meneor: "Dann gehen wir in das Wüste und bauen Genville, wo die Natürlichen es nicht zerst?ren k?nnen."
Lara, wie oben, l?chelnd: "Ein sch?nes Aussicht. Das vierte Sicht der Dinge. Aber wir k?nnen nicht Millionen Natürliche besiegen."
Meneor: "Warum nicht? Ich bin das Wirklichkeit."
Lara, mit offenen Augen, lachend: "Du bist bloss ein süsses, grausames Bl?di. Aber dein Zuversicht macht mir Mut. Das w?re dann das fünfte Sicht der Dinge."
Lara, sich mit geschlossenen Augen an Meneor kuschelnd: "Ich will jetzt alles vergessen und nur dein W?rme spüren. Wenn dein Zuversicht hilft, Genville zu bauen, wirst du mich eines Tages mit Geborgenheit fluten."

