Szeneanfang:
Die vier Schwestern, Iris, Flu und Myrta, die inzwischen wieder selber gehen kann, stehen mit den vier Schicksalsgl?ubigen, denen sie lebende Kleider ohne Essperlen besorgt haben, auf Mars-Genville vor Ambellmi.
Ambellmi: ""Wenn ihr auf Mars-Genville leben wollt, muss ich euer Bedürfnisstruktur umwandeln. Seid ihr damit einverstanden?""
Schicksalsgl?ubige 1: "Das Schicksal hat uns erleuchtet. Wir brauchen keine weitere Erleuchtung."
Ambellmi, zu den Genvilles: ""Euer Idee mit den Lichtwesen war gut. Sie haben kein Furcht mehr. Aber jetzt halten sie sich für vollkommen, hahaha.""
Iris, seufzend: "So richtig lustig ist das aber nicht."
Hisch, kichernd: "Wenn du jedes Tag solche Dr?selmopsen flicken musst, brauchst du wohl ein geh?riges Schuss Humor, um nicht durchzudrehen."
Ambellmi: ""Ich mache das nicht, weil ich muss, sondern weil es faszinierend ist. Es ist ein ?usserst schwieriges Aufgabe, die Bedürfnisstrukturen von Tausenden so einzustellen, dass sie in Harmonie leben k?nnen. Ein winziges Fehler, das im einzelnen scheinbar kein Bedeutung hat, kann sich in dem Menge aufschaukeln zu Verwerfungen, die alle wieder ins Unglück stürzen. Ich kann mir nie sicher sein, ob ich es richtig mache. Es ist, als wollte ich ein Vulkan so beeinflussen, dass es nie ausbricht. Das ist nicht dr?selmopsig, sondern sehr spannend. Das Humor hilft mir dabei, nicht ununterbrochen gebannt auf das Vulkan zu starren. Denn irgendwie habe ich ja auch noch ein Leben.""
Tief beeindruckt h?ren die Genvilles zu.
Lara, z?gernd: "Dann ... hat Antara nichts falsch gemacht, als es dich erschaffen hat, und du musst nicht leiden?"
Ambellmi: ""Antaras Vision von einem Wesen, das Bedürfnisstrukturen umwandeln kann, ist ganz gut gelungen. Und wenn mir etwas nicht passt, kann ich ja selber an mir rum fummeln, hahaha.""
Iris, kritisch: "Hoffentlich fummelst du dir nie ein Allmachtsbedürfnis zusammen."
Ambellmi: ""Ich habe schon viele Allmachtsbedürfnisse gel?scht und dabei gesehen, dass sie vor allem eines bewirkt haben: Schmerz. Ein Allmachtsbedürfnis ist etwa so, als würdest du dir mit einem Messer selber Schnittwunden zufügen. Warum sollte ich so etwas wollen?""
Iris: "Ja, die hatten alle Schmerzen, weil sie ihr Allmachtsverlangen nicht stillen konnten. Aber mit deinen F?higkeiten k?nntest du das Allmacht erringen. Dann h?ttest du nur das Vergnügen und die Ohnm?chtigen das Schmerz."
Ambellmi: ""Das mag ja sein, wenn ich blind w?re und mich an einknickenden K?rpern und aufgesetzten L?cheln erfreuen k?nnte. Aber ich kann es sehen, das Angst, das Wut, das Verzweiflung der Geknechteten, das Falschheit jedes Ehrfurchtsbezeugung, welche das Vergnügen trüben, sodass es schliesslich nur noch schal schmeckt.""
Iris: "Du k?nntest deine Untertanen so ver?ndern, dass sie bei deinem Anblick in ehrliches Verzückung geraten. Dann würden sie dein Herrschaft anerkennen, ohne dass du Gewalt anwenden musst."
Ambellmi: ""Das ist ein gutes Idee. Dann kann ich mir ja doch ein Allmachtsbedürfnis geben. Und jetzt werde ich euch alle umwandeln, damit ihr bei meinem Anblick in Verzückung geratet.""
Iris und Myrta sind schockiert.
Die Schwestern verunsichert.
Flu: "Gib mirrr noch etwas Zeit, Ambellmi. Ich will dich vorrrherrr aufrrressen."
Ambellmi: ""Huhuuu, Angst, das schreckliche Kampfmonster will mich auffressen.""
Verblüfft und verwirrt schauen die übrigen Genvilles (Schwestern, Iris und Myrta) auf Flu und Ambellmi.
Flu und Ambellmi brechen in Gel?chter aus, was die Verwirrung bei den übrigen Genvilles noch steigert, ...
... bis sie begreifen und die Schwestern und Myrta erleichtert lachen, w?hrend Iris grimmig l?chelnd sagt: "Ihr verdammten Genmonster verarscht uns."
Ambellmi: ""Glaubst du wirklich, ich wolle mein Leben damit verbringen, in einem Heer verzückt grinsender Idioten zu baden? Da k?nnte ich mich viel einfacher selber so umbauen, dass ich ununterbrochen in Selbstverzückung schwelgen k?nnte. Ich würde damit mein Leben in einem Schwarzen Loch aus Lust versenken und auf ewig auf das reiche Farbenspiel verzichten, welches mir das Leben bietet, wenn ich mich am Aufbau eines Paradieses beteilige.""
Iris, neugierig: "Und ... Ist es ein Paradies?"
Ambellmi: ""Ich weiss es nicht. Aber ich staune immer wieder, was diese einfachen Natürlichen mit ihrem Leben anfangen, wenn sie nicht mehr gezwungen sind zu arbeiten und sich gegenseitig zu bek?mpfen. Sie entwickeln mit den Nutzwesen ein System, um das Wetter zu beobachten und uns vor Stürmen zu warnen. Sie sind dabei, das ganze Mars mit verknüpften Sensoren zu bedecken, die uns gef?hrliche Erdbeben ankündigen. Es ist, als h?tte jemand das Deckel abgehoben von einem Gef?ss, in dem alles sch?pferische Fantasie gefangen war.""
Myrta, schw?rmerisch: "Ja, Genville ist das Paradies für ein Ingenieur."
Iris schaut Ambellmi lange an ...
... und sagt zu Ambellmi mit feinem L?cheln: "Dieses Deckel hast du abgehoben."
Die Schwestern klatschen begeistert Beifall.
Iris, verblüfft: "Was soll das?"
Lara, zu Iris, schw?rmerisch: "Du kannst so wunderbare Befragungen machen. Das war so spannend!"
Myrta, l?chelnd: "Lara hat recht. Genville scheint auch für Reporter ein gutes Pflaster zu sein."
Iris err?tet ...
... und fragt ablenkend: "Wenn wir schon bei 'Befragungen ' sind, was wollt ihr jetzt machen? Die Schicksalsgl?ubigen k?nnen nicht hier bleiben."
Die Frage trifft die Schwestern unvorbereitet und sie schauen sich unschlüssig an.
Piri, unsicher: "Wir k?nnten sie bei uns leben lassen. Lena, Martin, Yon und Iris haben ja auch noch ihr natürliches Bedürfnisstruktur."
Hisch, grinsend: "Ja, weil wir Naivis bereit sind, das Risiko zu tragen. Aber mit jedem weiteren Natürlichen steigt das Wahrscheinlichkeit, dass sich Strukturen bilden, die ins Elend führen."
Iris, muffig: "Ich bin also ein Struktur, das ins Elend führt."
Die Schwestern lachen.
Wagon, lachend: "Du weisst genau, was Hisch meint. Oder warst du nicht im Elend, als du zu uns gekommen bist?"
Iris begreift pl?tzlich, dass es gar nicht selbstverst?ndlich ist, dass sie aufgenommen wurde, und sagt verwirrt: "Und warum durfte dieses Risiko dann bei euch bleiben?"
Lara und Piri im Chor: "Weil wir dich gern haben!"
Iris, err?tend: "Bl?dsinn. Mich kann niemand gern haben. Und überhaupt: Gern haben ist viel zu riskant. Das Entt?uschung wartet schon an dem n?chsten Ecke."
Piri, mit grossem Blick: "Aber nicht in Genville."
Wagon, lachend: "Ja, dort hat es n?mlich keine Ecken."
Die Schwestern und Myrta lachen.
Iris muss Kopf schüttelnd l?cheln: "Ihr lebt in einem M?rchen. Es dauert wohl noch ein Weile, bis ich dort ankomme."
Hisch: "Wir geben ihnen Lapsus' Kleid mit den Essperlen und bringen sie nach Natural City. Dann haben sie ein Grundversorgung und k?nnen schauen, was das Schicksal für sie bereit h?lt."
Beklommenes Schweigen.
Hisch: "Ja, mir gef?llt es auch nicht. Aber Genville Schritt für Schritt zu vernatürlichen gef?llt mir noch viel weniger. Es ist ja nicht so, dass wir Schicksal spielen. Wir lassen ihnen das Wahl. Und sie haben gew?hlt."
Die andern Schwestern nicken.
Die Schwestern schauen fragend Myrta und Iris an.
Myrta, beklommen: "Es wird nicht gut gehen, aber es ist ihr Entscheidung."
Iris: "Als Natürliches habe ich nichts zu sagen."
Wagon, zu Iris, erstaunt: "Warum sagst du so ein Algenschleim? Deine Gedanken sind gleich viel wert wie unsere."
Iris: "Na sch?n. Es wird ein Desaster, aber ich sehe auch kein anderes Weg."
Szeneanfang:
Lena und Ili sind in der N?he von Ritschs Hochhaus.
Ili: "Wie finden wir heraus, wo Ritschs Flugzeuge gebaut werden?"
Lena grübelt ...
... und zerrt Ili in eines der selbst fahrenden Elektromobile, das in der N?he parkiert.
Lena, zum Auto: "Zum Flugzeugwerk Ritsch."
Auto: "Adresse fehlt."
Wie Lena und Ili aussteigen, sagt Ili Stirn runzelnd: "Das Gut-Vibrierende hat gesagt, Ritsch sei ein Albtraum. Millionen Menschen leben in diesem Albtraum. Wenn ich Ritsch t?te, k?nnen sie vielleicht erwachen."
Lena, protestierend: "Aber du hast gesagt, du dürftest Ritsch nicht t?ten, weil dann das n?chste Diktator des Geldes kommt, das wir nicht kennen."
Ili, entschlossen: "Ich werde jedes Diktator des Geldes finden, bevor es wieder ein Albtraum für Millionen machen kann."
Lena, erschüttert: "Es ist ungeheuerlich, dass ich so fühle. Aber wenn ich mir vorstelle, wie du Ritsch t?test, macht mich das irgendwie glücklich. Als weiche ein Tonnen schweres Last von meinem Brust."
Ili, mit grossen Augen: "Und wie konntest du leben mit einem Tonne auf deinem Brust?"
Lena, mit tiefem Blick: "Vielleicht wegen deiner H?nde, Ili."
Ili, sich zum Gehen wendend, entschlossen: "Dann gehe ich jetzt zu Ritsch ins Zimmer und schlage ihm mit diesen H?nden das Kopf ab."
Lena, beklommen beim Gedanken an den bevor stehenden Mord: "Warum beisst du ihn nicht einfach?"
Ili, angeekelt: "Ich will dieses gruselige Wesen nicht in das Mund nehmen."
Lena, Kopf schüttelnd, mit schwachem L?cheln: "W?re es nicht so schrecklich, w?re es lustig."
Alarmiert h?ren Lena und Ili Schüsse.
Ili rennt in Richtung der Schüsse auf eine Hausecke zu.
Lena bleibt unschlüssig stehen und denkt: 'Ein normales Mensch würde jetzt fliehen, ...'
Lena, Ili nacheilend, kichernd: '... aber in Genville ist eben nichts normal.'
Ili und Lena linsen um die Hausecke und sehen Ritschs aufgeschlagenen Kopf auf dem Blut überstr?mten Tisch und den von den Bodyguards erschossenen Burschen am Boden liegen.
Ili, sich unsichtbar machend, zu Lena: "Bleib im Deckung. Ich gehe schauen."
Die unsichtbare Ili huscht nach vorn, ...
... kniet beim Burschen nieder, um dessen Haut zu berühren, ...
... wuselt durch die aufgeregten Bodyguards zu Ritsch, ...
... um dessen Haut zu berühren, w?hrend sie sein Gesicht sieht und denkt: 'Es ist Ritsch!'
Ili huscht wie ein Geist zurück, ...
... zieht Lena ausser Sicht der Bodyguards und sagt: "Ritsch ist tot."
Lena, überrascht und verwirrt: "Ritsch ist tot?!"
Ili, wieder sichtbar: "Was machen wir jetzt? Wer ist das n?chste?"
Lena: "Egal, wer jetzt das Sagen hat, die Flugzeuge sind auf jedes Fall ein Gefahr. Wir müssen sie finden."
Zu Ilis Erstaunen beginnt Lena in einem Müllcontainer zu wühlen.
Ili, lachend: "Willst du die Flugzeuge dort finden?"
Lena hat eine Art Pizzaschachtel und eine Papiertüte gefunden und sagt kichernd: "Irgendwo müssen wir ja anfangen."
Vor Ilis staunenden Augen steckt Lena die Schachtel in die Tüte und falzt die Tüte so, dass es schliesslich wie ein Paket aussieht.
Lena, Abmarsch bereit: "Mach dich unsichtbar. Wir holen jetzt das Adresse."
Mit einem Fragezeichengesicht folgt die unsichtbare Ili Lena, die auf den Eingang von Ritschs Wolkenkratzer zusteuert.
Im Erdgeschoss des Wolkenkratzers geht Lena zielstrebig auf den Empfang zu, ...
... wo sie mit dem "Paket" wedelt und im Tempo des Gehetzten zu dem Mann hinter dem Tresen sagt: "Ich habe ein Eilpaket für das Flugzeugwerk Ritsch. K?nnen Sie mir bitte die Adresse angeben?"
Der Mann schreibt etwas auf einen Zettel, ...
... übergibt ihn freundlich l?chelnd Lena und sagt: "Hier bitte."
Den Zettel nehmend, schenkt Lena dem Mann ein dankbares L?cheln ...
... und eilt zum Ausgang.
Wie Lena und Ili den Wolkenkratzer verlassen, prescht ein Guardwagen zu dem Restaurant, wo Ritschs Leichnam liegt.
Lena, zur unsichtbaren Ili: "Lass uns verschwinden, sonst nehmen sie uns noch als Zeugen auf das Posten."
Ili, kichernd: "Ich bin ja schon verschwunden."
In einer Nebenstrasse macht Ili sich sichtbar und sagt l?chelnd: "Du hast ihm gefallen. Das habe ich gespürt."
Lena, err?tend: "Du hast sicher auch gespürt, dass es mir gefallen hat. Ich bin so ein Luder. Wenn du eifersüchtig w?rst, würdest du mich eines Tages t?ten."
Ili, nüchtern: "Wenn dein Zuneigung in mir Hass ausl?ste, würde ich mich von Ambellmi flicken lassen."
Lena, mit grossen Augen, als s?he sie Ili zum ersten Mal: "Du hast das Mut, dich zu vervollkommnen. Dabei bist du doch schon ... irgendwie ... vollkommen."
Ili: "Und du? Wie hast du so viel Mut bekommen? Einfach da rein gehen und das Adresse verlangen."
Lena, sich erinnernd: "Als ich, schlotternd vom Angst, ein Schleier des Nacht get?tet habe, hat sich etwas ver?ndert in meinem Kopf ..."
Lena: "... Ich habe nicht nur verstanden, sondern ganz tief in mir gefühlt, was es bedeutet, wenn es ums Ganze geht. Wird Genville vernichtet, stirbt das Letzte Hoffnung für dieses Planet. Und ich musste daran denken, mit welchem Selbstverst?ndlichkeit du dein Leben eingesetzt hast, um dieses Lichtwesen zu retten. All das war so ... gewaltig. Und ich daneben war so ... kümmerlich in meinem ?ngstlichkeit. Ich werde nie so heldenhaft sein wie du. Aber wenigstens versuche ich meinem Kümmerlichkeit ein Tritt zu versetzen."
Ili, lachend: "Das ist gut gesagt. Verglichen mit Meneor bin ich auch kümmerlich. Ich muss meinem Kümmerlichkeit auch ein Tritt versetzen."
Lena, Kopf schüttelnd, lachend: "Ach Ili."
Lena, auf ein Elektrofahrzeug zu gehend: "Komm, jetzt haben wir ja ein Adresse."
Lena und Ili steigen neben dem Flugzeugwerk aus. Die im Bau befindliche Startbahn ist schon etwas l?nger geworden. Ein Flugzeug steht vor dem Hangar. Ein Ingenieur ist damit besch?ftigt, eine Phosphorbombe mit einer Hebevorrichtung am Flugzeug aufzuh?ngen.
Ili und Lena stehen neben dem Ingenieur.
Ili: "Was machst du da?"
Ingenieur: "Ich teste die Aufh?ngung."
Ili: "Was h?ngst du auf?"
Ingenieur: "Eine Phosphorbombe."
Ili: "Was macht das?"
Ingenieur: "Wenn sie explodiert, erzeugt sie ein grosses, heisses Feuer, das alles verbrennt."
Ili: "Willst du Natural City verbrennen?"
Ingenieur, l?chelnd: "He Kleine, nimmst du mich auf den Arm?"
Ili: "Wenn du willst."
In einer schnellen, fliessenden Bewegung l?dt Ili sich den Ingenieur auf, ...
... sodass der verblüffte wie ein Baby in ihren Armen liegt.
Lena denkt alarmiert: 'Ili, dein Tarnung!' ...
... und sagt mit gezwungenem Lachen: "Hahaha, es sieht zwar nicht so aus, aber es hat ein Goldmedaille im Ringen gewonnen. Es hat Muskeln aus Stahl."
Ingenieur, eingeschüchtert: "Soso, l?sst du mich wieder runter?"
Ili, den Ingenieur absetzend: "Wenn du willst. Aber sag mir jetzt, was du verbrennen willst."
Ingenieur: "Unser Direktor, Herr Ritsch, hat gesagt dass wir eine Luftwaffe br?uchten, um eine Armee von Genmonstern zu vernichten, die den S?uregraben überwinden kann."
Ili: "Ja, das stimmt. Die Schleier des Nacht w?ren über das S?uregraben geschwebt und h?tten alle Natürlichen get?tet. Aber die sind jetzt alle tot."
Ingenieur, verunsichert, weil Ili ihm langsam unheimlich wird: "Soso, aber es gibt ja noch andere Genmonster."
Ili: "Ja, und Ritsch ist auch ein Monster. Aber du brauchst das Bombe nicht auf Ritsch zu werfen. Ritsch ist n?mlich tot."
Ingenieur, ungl?ubig: "Was erz?hlst du da? Das ist ein Scherz oder?"
Lena, kühl: "Nein. Ritsch hat das Bogen überspannt. Ein Bursche hat ihm mit einem Metallrohr das Gehirn aus dem Sch?del geschlagen. Leider musste das Bursche dafür mit seinem Leben bezahlen."
Ingenieur, es nicht wahr haben wollend: "Ihr lügt. Woher wisst ihr das? Es war nichts in den Nachrichten."
Lena: "Wir waren vor Ort, als es geschah. Sie werden es bald in den Nachrichten h?ren. Was geschieht jetzt mit diesem Luftwaffe, wenn Ritsch tot ist?"
Ingenieur, etwas hilflos vor sich hin: "Ich weiss es nicht. Das werden wohl seine Erben entscheiden."
Lena: "Ich glaube, Ritsch hat keine Erben."
Ili: "Was sind 'Erben'?"
Lena, zu Ili: "Wenn Ritsch mit einem natürlichen Weiblichen Kinder gebaut h?tte, bek?men diese sein Verm?gen geschenkt."
Ili, ungl?ubig: "Weil diese kleinen Natürlichen in einem bestimmten Tank gebaut wurden, dürfen sie das Stadt beherrschen?"
Lena nickt.
Ili, sinnierend: "Dann dürfen sie noch mehr H?user nehmen und diese an ihre Kleinen geben. Bis schliesslich einem alles geh?rt."
Ili, betroffen: "Dieses 'Erben' macht also, dass ohne Gewalt ganz von selber ein Diktatur entsteht."
Lena, düster: "Nein, nicht ohne Gewalt. Weil das Reiche so allein ist, braucht es immer Guards, die es mit Gewalt beschützen. Das hat bei Ritsch nicht geklappt. Deshalb wird das n?chste Reiche ein Armee um sich versammeln, damit niemand es tot schlagen kann."
Der Ingenieur h?rt das Gespr?ch etwas befremdet mit an ...
... und sagt nachdenklich: "Wenn Ritsch keine Erben hat, wird wohl die Stadt das Verm?gen erhalten. Und ich weiss nicht, was die mit der Luftwaffe vorhat. Vielleicht bin ich bald meinen Job los."
Ingenieur, den düsteren Gedanken abschüttelnd: "Egal. Solange ich noch kann, mache ich meine Arbeit."
Ili: "Und was machst du jetzt?"
Ingenieur, ins Cockpit steigend: "Ich klinke mal die Bombe aus, um zu sehen, ob es funktioniert."
Lena, erschrocken: "Und wenn es explodiert?"
Ingenieur, l?chelnd: "Sehen Sie die kleine Null? So sind die Attrappen gekennzeichnet, die wir zum Testen brauchen. Sie haben dasselbe Gewicht, k?nnen aber nicht explodieren."
Lena bemerkt die mit Kreide aufgemalte Null.
Ili, sich unter die Bombe legend: "Ich vertraue keinem Null. Ich werde es auffangen, dann sind wir sicher."
Ingenieur, besorgt: "Komm da weg, Kleine! Die Bombe ist schwer. Sie wird dich erschlagen."
Lena, zum Ingenieur: "Mir ist auch nicht wohl dabei. Aber glauben Sie mir, Ili weiss, was es tut."
Kopf schüttelnd drückt der Ingenieur auf einen Knopf und sagt seufzend: "Na dann."
Die Bombe klinkt aus ...
... und f?llt mit der Spitze nach unten auf Ili zu, ...
... deren H?nde die Bombe wie zwei Klemmbacken ergreifen ...
... und den Sturz aufhalten, ...
... sodass Ili die Bombe mit einem leisen "Klong" auf den Boden legen kann.
Ili ist schon aufgestanden und sagt zu dem verblüfften Ingenieur, strahlend: "Dein Maschine funktioniert. Das ist wie bei den Gentechs. Die machen auch Sachen, die funktionieren."
Ili: "Wie weit müssen wir weg sein, damit uns nichts passiert, wenn das Bombe explodiert?"
Ingenieur, aus dem Cockpit steigend, Stirn runzelnd: "Ich sch?tze so an die fünfzig Meter."
Ili, die Bombe so mühelos hoch hebend, als w?re sie ein K?tzchen: "Dann testen wir jetzt, ob es wirklich ein Attrappe ist.
Erschrocken beobachten Lena und der Ingenieur 1, wie Ili mit der Bombe an den Rand der Startbahn geht, ...
... die Bombe mit beiden H?nden hinten, an den Stabilisierungsflügeln packt ...
... und sich wie beim Hammerwurf zu drehen beginnt, ...
... bis sie verschwimmt ...
... und die Bombe losl?sst, ...
... die im 45-Grad-Winkel aufsteigt ...
... und mehr als fünfzig Meter weit entfernt auf das verwahrloste Niemandsland hinab sinkt, welches sich neben der Startbahn ausbreitet.
Mit einem gewaltigen "Wumm" explodiert die Bombe ...
... und ihre weissen Flammen verbreiten ein schmerzhaft helles Licht.
Fassungslos starren Lena und Ingenieur 1 auf die sich n?hernde Ili, die lachend sagt: "Das Null war kein Null. Vorsicht ist gut. Meneor hat recht."
Aus einer Hangartür str?mt eine Gruppe verst?rter junger Ingenieure heraus, ...
... die fassungslos auf das Flammenmeer starren.
Die kreidebleiche Lena, der schwer erschütterte Ingenieur 1 und die fr?hliche Ili gehen auf die Ingenieure zu.
Ingenieur 2 zu Ingenieur 1, aufgeregt: "Was geht hier ab?"
Ingenieur 1, auf Ili deutend, erschüttert: "Ich wollte den Abwurfmechanismus mit einer Attrappe testen. Die Kleine hat die Attrappe aufgefangen und weg geworfen. Es war aber eine Bombe. W?re sie hier hoch gegangen, h?tte es eine Kettenreaktion mit den Bomben im Hangar gegeben und wir w?ren jetzt alle tot."
Ingenieur 2, zu Ingenieur 1, an dessen Verstand zweifelnd: "Bist du noch bei Trost?"
Ingenieur 3, zu Ingenieur 2, unbehaglich l?chelnd: "Lass gut sein. Er will uns doch bloss verarschen. Er wollte sehen, wie so ein Phosphorfeuerchen aussieht und hat dort draussen eine Bombe gezündet. Und wir sollen ihm jetzt glauben, dass dieses Kindchen eine Bombe auch nur anheben kann."
Unbehagliches Lachen bei den Ingenieuren.
Lena, mit Blick auf Ingenieur 1, der sein Gesicht vor Erschütterung mit beiden H?nden bedeckt hat, denkt: 'Sollen sie lachen. Dann beh?lt Ili sein Tarnung. Und dieses arme Ingenieur wird schweigen, weil es sich nicht mehr l?cherlich machen will.'
Ili, zu den Ingenieuren: "Wenn ihr noch ein Attrappe holt, k?nnen wir testen, ob es auch ein Bombe ist."
Lena, zu Ili, alarmiert: "Ili, dein Tarnung."
Ili blinzelt Lena zu.
Ingenieur 3, sich zum Hangar wendend: "G?nnen wir uns den Spass."
Ingenieur 3 Schiebt die Attrappe auf einem Bombenw?gelchen herbei, ...
... stellt es vor Ili und sagt grinsend: "Bitte sch?n."
Ili, zu den grinsenden Ingenieuren, auf die Kreidenull zeigend: "Auf dem Bombe war auch so ein Null. Warum macht das jemand? Will es euch t?ten?"
Ingenieur 3, grinsend: "Na du testest jetzt, ob es eine Bombe ist. Und wenn sie nicht explodiert, ist alles in Ordnung."
Ingenieur 4, grinsend: "Wette, die kann das Ding nicht mal hochheben."
Ingenieur 5, grinsend: "Da kannst du mit dir selber wetten. Keiner wird dagegen halten."
Gel?chter bei den Ingenieuren.
Vor den verblüfften Ingenieuren l?dt sich Ili die Bombe mit einer Hand auf die Schulter ...
... und marschiert zum Rand der Startbahn, ...
... wo sie sich zum Hammerwurf herum wirbelt, ...
... bis die Bombe in hohem Bogen davon fliegt.
Mit offenen M?ulern verfolgen die Ingenieure den Flug der Bombe, ...
... bis sie am Boden landet und genauso explodiert wie die erste.
Ingenieur 3, fassungslos: "Himmelherrgott!"
Starr vor Fassungslosigkeit starren die Ingenieure auf das Flammenmeer.
Ingenieur 5, wütend und erschüttert, ruft: "Welcher gottverdammte Idiot hat diese Bombe als Attrappe markiert?!"
Ingenieur 4, zu Ili, erschüttert: "Wer um alles in der Welt bist du?"
Ili, zu den Ingenieuren: "Ich bin Ili. Ich muss heraus finden, wer Genville zerst?ren will. Ritsch l?sst euch Flugzeuge und Bomben bauen, um Genville zu verbrennen. Es kann sonst nicht Diktator dieses Stadt werden, weil die Genvilles jedes Gewaltherrscher t?ten. Aber Ritsch wurde vor ein paar Minuten von einem jungen Natürlichen get?tet. Ritsch hat jetzt kein Macht mehr über euch. Ihr braucht also keine Maschinen mehr zu bauen, um Genville zu zerst?ren."
Ingenieur 3, protestierend: "Davon hat Ritsch nichts gesagt. Wir bauen Flugzeuge, um angreifende Monsterarmeen auszuschalten, nicht um Genville zu vernichten."
Ili: "Ihr braucht kein Angst zu haben vor Monsterarmeen. Wenn eines sich Natural City n?hert, wird das Pilzwesen es uns sagen. Dann kommen wir und vernichten es mit Messern, Flus Parfüm oder sonst wie."
Ingenieur 5, mit ungl?ubigem Grinsen: "Mit Messern, Parfüm oder sonst wie, soso."
Nerv?ses Kichern bei den Ingenieuren.
Ingenieur 1, zu seinen Kollegen: "He Leute, die Kleine hat uns eben gezeigt, wo der Hammer h?ngt. Sie hat uns mit blossen H?nden das Leben gerettet. Vielleicht sollten wir uns den Spott in den Hintern schieben und anfangen, sie ernst zu nehmen, auch wenn ihre ?usserungen etwas gew?hnungsbedürftig sind."
Lena, zu den Ingenieuren, dunkel: "Es gibt noch ein anderes Grund, um Ili zuzuh?ren. Wenn ihr Genville vernichten wollt, seid ihr Feindliche. Ich war dabei, als sie kürzlich ein Million Schleier des Nacht get?tet haben. Ili k?nnte euch in zehn Sekunden alle in Staub verwandeln, wenn es zum Schluss kommt, dass ihr Feindliche seid."
Ingenieur 3, verwirrt: "Aber wir wollen doch gar nicht Genville vernichten. Sie haben uns von Hans Hart befreit und verhindert, dass Natural City von einer Atombombe zerfetzt wurde."
Betroffene Ingenieure.
Ili: "In Natural City werden eure konstruktiven F?higkeiten missbraucht, um M?chtigen mehr Macht zu verschaffen. Auf Mars-Genville gibt es keine M?chtigen. Dort k?nntet ihr zusammen mit den Nutzwesen Dinge bauen, die für alle nützlich sind."
Ingenieur 3, unsicher: "Aber wir sind keine Gentechs. Wir haben Genville nichts zu bieten."
Ili: "Myrta ist auch kein Gentech. Es hat mit Filterwesen von Caesar und einem Wegdoppler von Aladan und Estragon ein System gebaut, das Wasser vom Meer nach Natural City bringt."
Ingenieur 4, staunend: "Meint sie DIE Myrta?"
Ingenieur 5, begreifend: "Sie spricht von dem Wasser, das auf dem Unigel?nde aus dem Nichts erscheint."
Die Ingenieure zeigen eine gewisse Ehrfurcht.
Ingenieur 1, zu Ili: "Und wie kommen wir nach diesem Genville? Sobald wir die Stadt verlassen, frisst uns dieses Tentakelmonster in der Wüste."
Ili, lachend: "Du musst nur lieb sein zum Pilzwesen, dann ist es auch lieb zu dir."
Ingenieur 5, zweifelnd: "Du behauptest also, dass es dir nichts tut?"
Ili, sich zum Gehen wendend: "Kommt, ich gebe euch ein Augeneindruck."
Ingenieur 5, grinsend: " ' Augeneindruck'? Hoffentlich ist das nichts Schmerzhaftes."
Lena, Ili und die Ingenieure stehen auf der Mauer, die jenseits des S?uregrabens den Obstgarten umgrenzt, und schauen in die leere Wüste. Links und rechts stehen die Wachtürme mit den Mikrowellenkanonen.
Ingenieur 1, auf die Wachtürme deutend, zu Ili: "Wenn das Tentakelmonster auftaucht, werden die Mikrowellenkanonen es kochen und dich gleich mit."
Ili, los rennend: "Dann zerst?re ich sie."
Lena, mit einer zurück haltenden Geste: "Nicht, Ili! Sie k?nnen damit ein erstes Angriffswelle abwehren, bis Genville zu Hilfe kommt."
Ili, im Weiterrennen: "Dann werde ich die Guards ausschalten!"
Lena, Ili nach rufend: "Aber nur schlafen legen, nicht t?ten!"
Ili, wie oben: "Ja ja, nur schlafen!"
Ingenieur 4, zu Lena, Stirn runzelnd: "Wenn du es ihr nicht gesagt h?ttest, würde sie die Guards einfach t?ten?"
Ingenieur 3, zu Lena: "Bist du auch eine ... ?h ... Genville?"
Lena, l?chelnd: "Nein, ich habe mich bloss in eines verliebt ..."
Ingenieur 3, grinsend: "Oho, eine Lesbe."
Lena, wie oben: "... und nein, Ili würde die Guards nicht t?ten, aber ich wollte sicher gehen. Und was das Lesbe anbelangt, solche Kategorien gibt es in Genville nicht. Dort ist jedes in dem Lage, mir das Verstand zu rauben."
Ingenieure, erstaunt: "H?rt, h?rt!"
Ili, vor der Gruppe stehend, l?chelnd: "So, alle schlafen."
Die Ingenieure sind verblüfft, weil Ili das so schnell erledigt hat, ...
... und schauen erschrocken zu, wie Ili unbekümmert von der hohen Mauer in die Wüste hinunter springt.
Ingenieur 1 ruft erschrocken: "Sie wird sich alle Knochen brechen!"
Vor den verblüfften Ingenieuren rennt Ili in die Wüste hinaus, ...
... wo sie stehen bleibt und sich mit geschlossenen Augen konzentriert.
Unter ihren Füssen bricht ein Tentakel aus dem Boden ...
... und stemmt sie in einer fliessenden Bewegung gut zehn Meter in die H?he, ...
... wo Ili sich in einer t?nzerischen Bewegung abst?sst und scheinbar ins Leere springt.
Ein zweiter Tentakel f?ngt sie auf, ...
... von dem Ili sich mit einer Pirouette abst?sst ...
... und so in schwindelnder H?he ein klassisches Ballett aufführt.
Gefangen von dem für sie unwirklichen Spektakel, schauen die Ingenieure zu.
Ingenieur 1 murmelt: "Du musst nur lieb sein zum Pilzwesen, dann ist es auch lieb zu dir. Alles, was diese Kleine sagt, ist bescheuert. Und alles ist wahr."
Ingenieur 1 beobachtet, wie Lena beim Betrachten von Ilis Ballett Tr?nen übers Gesicht laufen, und fragt besorgt: "Warum weinst du?"
Lena, mit unverwandtem Blick auf Ili: "Ihr seht ein Wesen, das so rein ist, dass es mit einem Monster tanzen kann. Und das in einem Welt voll Tod, Terror und Trauer. Ihr solltet einfach tun, was es sagt, und ihr werdet verstehen."
Ingenieur 3 versucht, noch schwer unter dem Eindruck von Ilis Ballett, lustig zu sein: "Holla, das klingt fast biblisch."
Verhaltenes Gel?chter.
Ingenieur 1, mit Blick auf Ili: "Die Kleine ist wirklich zum Verlieben."
Ili landet federnd auf der Mauer.
Ingenieur 1, l?chelnd: "Das war ein aussergew?hnlich impressiver 'Augeneindruck', Ili."
Ingenieur 3, grinsend: "Na dann, folgen wir unserer Prophetin, hihihi."
Ili: "Dann gehen wir jetzt zum Kirche."
Die Ingenieure schauen sich verblüfft an ...
... und brechen in Gel?chter aus, weil sie denken, es handle sich um einen Scherz, der sich auf die Prophetin bezieht.
Ingenieur 3, lachend, scherzend: "Gibt's dort die zehn Gebote von Genville?"
Ili: "Nein, aber ein Wegdoppler. Sonst kommen wir nicht nach Mars-Genville."
Etwas verwirrt von der Antwort, aber neugierig folgen die Ingenieure Lena und Ili durch den Obstgarten, den Myrta angelegt hat, und an dessen B?umen Früchte reifen.
Ili, zu Lena: "Bringst du sie in das Kirche? Ich hole das Natürliche mit den weissen Haaren, das so traurige Sachen gesagt hat."
Ili rennt davon.
Ingenieur 3, Ili nach schauend, grinsend: "Steht sie auf alte Knacker?"
Lena, Ili nach schauend, l?chelnd: "Ili steht auf alles, was steht."
Das Gel?chter der Ingenieure macht Lena bewusst, dass sie einen derben Scherz gemacht hat, und sie schl?gt sich err?tend die Hand vor den Mund.
Szeneanfang:
Die Schwestern, Iris, Myrta und die vier Schicksalsgl?ubigen kommen hinter dem Wandbild in der Kirche hervor. Um sie zu tarnen, haben die lebenden Essperlenkleider der Schicksalsgl?ubigen verschiedene Farben. Die Schicksalsgl?ubigen wirken entrückt, als h?tten sie eine Droge genommen.
Schweigend verlassen alle die Kirche.
W?hrend die andern ihnen beklommen nach schauen, wandeln die Schicksalsgl?ubigen grusslos von dannen.
Lara: "Als Chromos 1 bleiben sie gesund ..."
Hisch: "... und mit den Essperlen müssen sie nie hungern, ..."
Piri: "... aber wenn sie durch dieses Stadt ziehen, ..."
Myrta: "... werden sie einem Wirklichkeit begegnen, ..."
Iris: "... das ihr Entrücktheit aufreisst ..."
Wagon: "... und sie in Verzweiflung stürzt."
Hisch, mit schr?gem L?cheln: "Lasst uns durch das Stadt ziehen. Vielleicht finden wir etwas, das unser Trauerkr?nzchen aufheitert."
Die sechs ziehen durch Natural City, ...
... bis sie auf einen kleinen Platz gelangen, der seinen Charme von den ihn umgebenden Geb?uden erh?lt. Da und dort stehen Bistrotischchen im Freien, die vereinzelt von Leuten besetzt sind.
Angetan von der architektonischen Sch?nheit, betrachten die sechs die Fassaden.
Lara: "Das ist sch?n gebaut."
Stimme aus dem Off: "Hallo, ihr Hübschen. Darf ich euch etwas offerieren?"
Ein etwa vierzigj?hriger, sportlicher Mann sitzt an einem Bistrotischen und macht l?chelnd eine einladende Geste.
Lara, neugierig: "Warum willst du das?"
Iris, grinsend: "Wenn ein natürliches M?nnchen Sex will, muss es dem Weibchen zuerst etwas offerieren, damit sich das Weibchen an das Gedanke gew?hnen kann."
Die vier Schwestern setzen sich spontan zu dem Mann.
Hisch, grinsend: "Wir haben uns auch ohne 'Offerieren' an das Gedanke gew?hnt."
Mann, etwas überrascht, unbehaglich: "Seid ihr Prostituierte? Ich habe nicht so viel Geld."
Wagon, zu Iris: "Kannst du uns das übersetzen, Iris?"
Iris, schelmisch: "Ein M?nnchen m?chte, dass das Weibchen mit ihm Sex will, weil es das M?nnchen attraktiv findet und nicht, weil es dafür Geld bekommt. Das ist irgendwie demütigend."
Die Schwestern runzeln nachdenklich die Stirn.
Der Mann ist verwirrt.
Hisch, zum Mann, streng: "Das ist mir zu kompliziert. Willst du jetzt Sex ohne Offerieren und ohne Geld oder nicht?"
Mann, überfordert: "?hm ... ja ... Herrgott, ist das versteckte Kamera?"
Iris, lachend: "Nein, ist es nicht. Aber wenn du uns jetzt zu dir nach Hause nimmst, hast du ein Ticket ins Paradies gewonnen."
Die Schwestern machen Fragezeichengesichter, weil sie nicht wissen, was "versteckte Kamera" ist.
Mann, sich zusammen reissend, aufstehend: "Na dann."
Die Schwestern haken sich beim Mann ein. Myrta und Iris folgen.
Iris, zu Myrta, flüsternd: "Es ist gestresst und wird es nicht hoch kriegen."
Myrta, flüsternd: "Vielleicht k?nnen sie es ja vorher ein bisschen beruhigen."
Iris, geheimnisvoll l?chelnd, flüsternd: "Ich habe was Besseres."
Wie sie in der Wohnung des Mannes sind, geht dieser duschen, w?hrend sich die Schwestern im Schlafzimmer ausziehen.
Iris h?lt den Schwestern fünf Iris-Früchte hin und sagt l?chelnd: "Gebt ihm auch ein Iris-Frucht. Dann geht das Post ab."
Lara, sich eine Iris-Frucht schnappend, begeistert: "Au ja, das wollte ich doch auch probieren."
Iris und Myrta sitzen sich in der Küche mit dampfenden Kaffeetassen gegenüber. Aus dem Schlafzimmer sind deutliche St?hnger?usche zu h?ren.
Iris, versonnen: "Nicht dass ich scharf auf dieses Brühe w?re, aber es erinnert mich an alte Zeiten."
Myrta, versonnen: "Ja."
Myrta, kichernd: "Sind wir schon so alt, dass wir an alte Zeiten denken k?nnen?"
Iris schaut Myrta an und l?chelt.
Iris, neugierig: "Macht dich dieses Gest?hne nicht an?"
Myrta, l?chelnd: "Doch, aber ich glaube nicht, dass die noch was für mich übrig lassen. Vier Genvilles auf einem natürlichen Schwanz. Das ist, als wolltest du auf einem Feuerwerksk?rper zum Mond fliegen."
Iris muss herzlich lachen und steckt damit auch Myrta an.
W?hrend Iris noch l?chelt, bemerkt sie erstaunt, wie Myrtas Gesicht ungew?hnlich ernst wird.
Iris: "Was ist?"
Myrta, mit traurigem L?cheln: "Dieses Mann wird noch auf dem Sterbebett an dieses Erlebnis denken."
Iris: "Na und?"
Myrta, wie oben: "Irgendwie traurig, dass dies sein sch?nstes Sexerlebnis gewesen sein soll."
Iris, erstaunt: "Hast du etwa Mitleid?"
Myrta, ernst: "Ich weiss aus eigenem Erfahrung, wie es ist, immer zu wenig Sex zu bekommen. Das Frust staut sich an, macht dich aggressiv und schl?gt dir aufs Gemüt. Bei uns Natürlichen hat Sex einfach zu viele Nebenbedeutungen, sodass wir nicht frei damit umgehen k?nnen. Statt es zu geniessen und uns zu entspannen, machen wir daraus ein Stress und schlagen manchmal Wunden, die ein Leben lang nicht aufh?ren zu bluten."
Iris, Stirn runzelnd: "Ich empfinde nichts beim Sex und habe es nur eingesetzt, um zu erreichen was ich wollte. Damit habe ich wohl auch manche verletzt."
Iris, erstaunt: "Aber als Frau h?ttest du dir jedes Tag ein Kerl anlachen und abschleppen k?nnen."
Myrta: "Ich war einsam. Und wenn du so ein stumpfes Kerl zwischen den Beinen hast, wirst du dir dessen noch viel schmerzlicher bewusst."
Myrta, verhalten lachend: "Ich bin eben ein mühsames Natürliches."
Iris: "Dann sind wir Schwestern."
Sie lachen sich an.
Etwas sp?ter taumeln die zerzausten Schwestern nackt in die Küche.
Lara, glücklich: "Mann o M?nnchen! Das Iris-Frucht hat in ihm ein Feuerwerk entzündet. Ich glaube, es hat sein Jahresdosis an Samen verspritzt."
Die andern Schwestern lachen.
Iris, besorgt: "Oh, ist das nicht gef?hrlich? Ich wollte nicht, dass es ein Herzinfarkt bekommt."
Wagon, zu Iris, beruhigend: "Kein Sorge. Wir haben es geultraschallt. Es ist alles in Ordnung."
Iris geht ins Schlafzimmer, ...
... sieht den Mann mit friedlichem Gesicht auf dem Bett liegen und fragt neugierig: "Wie fühlst du dich?"
Mann, wie oben: "Glücklich. Ich hatte eben das sch?nste Erlebnis meines Lebens. Und traurig, weil ich den Rest meines Lebens nur noch davon tr?umen kann."
Myrta und die Schwestern h?ren erstaunt das lautstarke Fluchen von Iris aus dem Schlafzimmer: "Verdammte Scheisse! Geht eigentlich alles, was wir für Natürliche tun, nach hinten los?!"
Myrta und die Schwestern kommen mit besorgten Gesichtern ins Schlafzimmer.
Iris schimpft: "Es ist traurig, weil es nie mehr ein so sch?nes Erlebnis haben wird. Das ist doch Kacke im Quadrat."
Die vier Schwestern, kichernd:
Wagon: "Wie wohl Kacke im Quadrat aussieht?"
Lara: "Vielleicht dünne Würstchen am Rand ..."
Piri: "... oder gleichm?ssig verteilt auf das ganze Fl?che ..."
Hisch: "... oder als hübsches H?ufchen in dem Mitte."
Iris, wütend: "K?nnt ihr nicht mal etwas ernst nehmen, ihr kichernden Hühner?"
Piri, lachend: "Beruhige dich, Iris. Das L?sung liegt doch auf dem Hand."
Iris, verblüfft: "So?"
Lara, l?chelnd: "Wir bringen es nach Mars-Genville. Dort gibt es kein sexuelles Imbalance."
Iris, Stirn runzelnd: "Und wenn es nicht will? So wie die Schicksalsgl?ubigen."
Wagon: "Dann hatte es wenigstens das Wahl und es hat selber gemacht, dass sein Zukunft nach hinten losgeht."
Mann, etwas verwirrt: "Darf ich bitte erfahren, worum's hier geht?"
Iris, ungeschminkt: "Du kannst auf Mars-Genville gehen. Dort wirst du wieder jung und unsterblich. Und du brauchst auch nicht den Supermacker zu spielen, damit dein Schwanz genügend Aufmerksamkeit bekommt."
Mann, misstrauisch: "Klingt nach Paradies. Und wo ist der Haken?"
Iris, wie oben: "Du musst dein Bedürfnisstruktur wandeln lassen. Dein Dominanzstreben wird gel?scht. Hass und Angst werden reduziert, sodass du kein Gefahr mehr bist für andere."
Mann, sarkastisch: "Muss ich mich dann Jesus nennen?"
Iris, wie oben: "Nein, das ist nicht n?tig. Es funktioniert von selbst, weil deine Sinnesreize anders bewertet werden. Du wirst kein Vergnügen empfinden, andere zu demütigen. Du wirst niemanden bek?mpfen wollen, weil es dich gedemütigt hat. Vielmehr wird das Freude im Antlitz des andern zum Quelle deines Wohlbefindens."
Zu Iris' überraschung klatschen die Schwestern begeistert Beifall.
Mann, die Schwestern betrachtend, nachdenklich: "War die Freude in meinem Antlitz auch eine Quelle eures Wohlbefindens?"
Hisch, zu dem Mann kriechend, grinsend: "Na und ob. Wir sind doch gierig auf dein Freude."
Hisch küsst den Mann innig auf den Mund ...
... und schaut ihn l?chelnd an.
Im Gesicht des Mannes spiegeln sich seine widerstrebenden Gefühle.
Mann, Stirn runzelnd: "Und wenn ich es bereue?"
Iris, hart: "Dann kannst du alles rückg?ngig machen und dich wieder in dein altes Kacke setzen."
Mann, zu Iris, l?chelnd: "Jetzt weiss ich, woher ich dich kenne. Du warst diese Reporterin aus dem Fernsehen. Du hast nie ein Blatt vor den Mund genommen. Deshalb glaube ich, dass du die Wahrheit sagst."
Umringst von den Schwestern, geht der Mann auf der Strasse. Myrta und Iris folgen.
Mann: "Hat es in Mars-Genville auch eine Bank."
Piri: "Ja, dort hat es viele Sitzgelegenheiten."
Mann, lachend: "Ich meine eine Bank, wo ich mein Geld abheben kann."
Wagon: "In Genville brauchst du kein Geld."
Der Mann hat ein Fragezeichengesicht, w?hrend sie weiter zur Kirche gehen.
Szeneanfang:
Ili steht vor einer unscheinbaren Wohnung in einem Wohnblock und klopft an die Tür.
Der alte Mann, der Ili und Lena den Hinweis auf Ritschs Luftwaffe gegeben hat, ?ffnet die Tür, ...
... schaut Ili mit einem langen, schicksalsergebenen Blick an ...
... und sagt: "Nun ist es also so weit."
Ili: "Ja, aber warum hast du pl?tzlich so schmerzhafte Vibrationen?"
Alter, schmerzlich l?chelnd: "Das Bewusstsein, gleich zu sterben, kann doch eine schmerzliche Komponente haben. Findest du nicht?"
Ili versteht nicht, warum der Alte das sagt: "Ja natürlich."
Ili, etwas hilflos: "Wann hattest du das letzte Mal Sex?"
Alter, sich zu erinnern versuchend: "Oh ... Das ist lange her."
Ili, ihr Kleid weg schmeissend, l?chelnd: "Dann machen wir jetzt, dass es nicht lange her ist."
Alter, verunsichert: "Aber ich bin alt und h?sslich."
Ili, den Alten ausziehend, anerkennend: "Es gibt viele h?ssliche Natürliche, aber du bist gut im Form."
Ili schleppt den nackten Alten an der Hand ins Schlafzimmer.
Alter: "Ist das die Henkersmalzeit?"
Ili, sich neben dem Alten aufs Bett legend, neugierig: "Was ist das?"
Alter: "Wenn jemand zum Tod verurteilt ist, bekommt er vor seiner Hinrichtung noch ein Essen."
Ili, betroffen: "Du sagst also einem Wesen, dass es gleich get?tet wird, und gibst ihm vorher ein Essen? Wie kann es das geniessen? Ist das ein Form von natürlichem Grausamkeit? Und warum sagst du das? ..."
Ili, begreifend: "Du denkst, das Sex ist wie das Essen, weil ich dich danach t?ten werde?"
Ili, lachend: "Du hast zu lange unter Natürlichen gelebt. Deshalb hast du so schadhafte Gedanken."
Alter, schmerzlich l?chelnd: " 'Schadhafte Gedanken', was für ein Ausdruck!"
Ili: "Wenn ich dich t?ten wollte, würde ich kein so grausames Ritual mit Henkersmalzeit machen. Ich würde dich in Sekunden in Staub verwandeln oder dir das Kopf mit einem Messer abschlagen. Das geht auch schnell."
Alter, leicht verst?rt: "Das klingt sehr tr?stlich."
Ili, seufzend: "Ich glaube, du glaubst mir erst, wenn wir in Mars-Genville sind. Dort wirst du wieder jung und kannst dein Leben noch einmal leben mit allem Erfahrung, das du in deinem alten Leben gesammelt hast."
Der Alte h?rt es ungl?ubig.
Ili, sich auf den Alten legend: "Aber jetzt machen wir zuerst Sex, damit es nicht so lange her ist und deine Vibrationen wieder mehr harmonisch sind."
Ili küsst den Alten, aus dessen Auge sich eine Tr?ne stiehlt.
Szeneanfang:
Wie Ili mit dem Alten die Kirche betritt, wo Lena mit den Ingenieuren wartet, ruft Ingenieur 3 grinsend: "Holla, da kommt ja das Liebespaar!"
Ingenieur 4 ruft sp?ttisch: "Euer Sch?ferstündchen hat aber lange gedauert."
Ili ruft lachend, auf den Alten weisend: "Es hat schon lange kein Sex mehr gehabt und wollte es geniessen!"
Die Ingenieure schweigen verblüfft, weil sie nicht damit gerechnet haben, dass ihre Neckerei auf Wahrheit trifft.
Ingenieur 4, Stirn runzelnd: "Ich hatte auch schon lange keinen Sex mehr."
Ili, als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt: "Ja, aber zuerst gehen wir nach Mars-Genville."
Die Schwestern, Myrta und Iris betreten mit dem Mann die Kirche.
Lara, beim Anblick all der M?nner, erfreut: "Ili, wo hast du all diese Hübschen her?"
Ili, auf den Alten zeigend: "Dieses Hübsche hat uns gesagt, dass Ritsch Flugzeuge bauen will, um Genville mit Bomben zu verbrennen. Es hat viele schadhafte Gedanken und ist sehr traurig. Deshalb bringe ich es nach Mars-Genville ..."
Ili, auf die Ingenieure zeigend: "... Und diese Hübschen bauen die Flugzeuge, die Genville vernichten sollen. Statt sie zu t?ten, bringe ich sie nach Mars-Genville. Oder sollte ich sie doch t?ten?"
Den Ingenieuren stehen die Haare zu Berge.
Lara, zu Ili, begütigend: "Du machst das gut, Ili. Wir werden noch über viele Leichen gehen. Deshalb sollten wir nur t?ten, was unbedingt n?tig ist zum überleben."
Ili, sinnierend: "Dann habe ich im Gef?ngnis zwei wegen meines Reflexes get?tet, bei denen es nicht n?tig gewesen w?re. Ich muss mit Ambellmi reden."
Lena, die eingeschüchterten Ingenieure betrachtend, denkt: 'Die machen sich noch in das Hose. Ich muss das Thema wechseln.'
Lena, auf den Mann der Genvilles deutend, zu den Genvilles: "Und was ist mit eurem Hübschen?"
Piri: "Es ist auch traurig, weil es zu wenig Sex hat. Deshalb haben wir uns mit ihm vergnügt und bringen es nach Mars-Genville, wo es nie mehr zu wenig Sex hat. Wir wollen heute noch etwas Erfreuliches tun. Es war ein trauriges Tag."
Stimme aus dem Off: "Und was ist mit uns? Wir haben auch zu wenig Sex."
Die Schwestern wollen sich freudig auf die Ingenieure stürzen.
Ili bremst sie mit dem Ruf: "Stopp! Hier ist es nicht so sicher!"
Auf Mars-Genville starren die Ingenieure mit offenen Mündern auf die Marslandschaft und auf Genville.
Ingenieur 4: "Wir sind ..."
Ingenieur 3: "... auf dem Mars. Ich dachte, Mars-Genville sei eine Stadt auf der Erde."
Wie Ambellmi herbei schwebt, starren die Ingenieure auf diese fliegende Flunder.
Ambellmi: ""Ihr Ingenieure tr?umt doch immer von den Weiten des Universums. Und jetzt, wo ihr ein Katzensprung vom Erde weg seid, habt ihr schon das kleine Zittern, hahaha.""
Ingenieur 1, zu Ambellmi, l?chelnd: "Vielleicht ist es gerade dieses 'kleine Zittern', das das Universum für uns so spannend macht."
Ambellmi: ""Oh, was für ein helles Denken. Ihr werdet hier viel Freude haben. Soll ich jetzt eure Bedürfnisstrukturen wandeln?""
Ingenieur 3: "Werden wir dann Sex noch geniessen k?nnen oder ist es ein Leben als kastrierter Hund?"
Ambellmi: ""Ich habe eure Bedürfnisstrukturen gewandelt. Probiert es aus.""
Ili und die vier Schwestern stürzen sich, ihre Kleider weg werfend, auf die Ingenieure.
Lara ruft freudig: "Auf sie!"
Bald ist eine wilde Orgie im Gang.
Lena, Myrta, Iris, der Mann und der alte Mann schauen l?chelnd zu.
Lena, l?chelnd: "Ob wir Natürlichen je so unbekümmert sein k?nnen wie die Genvilles?"
Myrta, l?chelnd: "In Genville bekomme ich alles, was ich brauche. Meine kleinen Verklemmtheiten st?ren mich kaum. Ich lasse mir Zeit."
Nach der Orgie stellt sich die zerzauste Ili, sich das Kleid überstreifend, vor Ambellmi und sagt, auf den alten Mann deutend: "Kannst du machen, das dieses Natürliche mit seinen schadhaften Gedanken nicht mehr traurig ist?"
Ambellmi: ""Sein Lebenserfahrung ist kostbar. Das werde ich nicht l?schen. Aber wenn es Chromos 1 ist, wird es jedes Tag jünger und die Schatten des Vergangenen werden neuem Freude weichen.""
Alter, mit schwachen L?cheln: "Ich weiss zwar nicht, was hier geschieht ..."
Alter, mit festem Schritt nach Genville marschierend: "... Aber ich habe nichts zu verlieren."
Ili, zu Ambellmi: "Ich habe zwei Natürliche umgebracht, ohne dass es n?tig gewesen w?re. Kannst du mein Beissreflex neutralisieren?"
Ambellmi: ""Da hat Lapsus wohl ein weiteres Lapsus begangen. Es k?nnte ja auch sein, dass ein Freundliches dir versehentlich auf das Fuss tritt und mit dem Schmerz das Beissreflex ausl?st.""
Ili, erschrocken: "Dann h?tte ich das ganze Zeit auch ein Genville t?ten k?nnen!"
Lena, zwischen Iris und Myrta, die Hand hebend: "Oder so ein Natürliches wie uns."
Ili, zu den dreien, abwinkend: "Ach, ihr seid für mich doch auch Genvilles."
Lena ist gerührt.
Ambellmi: ""Dein Beissreflex ist weg. Jetzt musst du ganz allein entscheiden, was du t?ten willst, hahaha.""
Wagon, l?chelnd: "Na so wie wir alle oder?"
Ingenieur 3, halb angezogen, mit zerzaustem Haar, kritisch: "Kommt es mir nur so vor oder haben Natürliche in eurem Weltbild einen geringeren Wert als Genvilles? Offenbar spielt es ja keine grosse Rolle, wenn ab und zu ein paar Natürliche über die Klinge springen."
Iris, zu Ingenieur 3: "Es geht hier nicht um ein Weltbild, sondern um ein Entwicklung. Ili ist erst sechs Jahre alt und hat das meiste Zeit in einem Keller mit seinem Gentech gelebt. Die vier Schwestern sind vier Jahre alt und wurden von uns Natürlichen zum Entwickeln von grausamen Kampfmonstern missbraucht ..."
Die Ingenieure starren Ili und die Schwestern verblüfft an.
Iris, wie oben: "... Sie suchen ein Weg, das Jahrtausende alte Morden der Natürlichen zu beenden und haben sich entschlossen, die nahe liegende L?sung, unseres Spezies auszurotten, nicht anzuwenden. Aber manchmal ist es im Umgang mit uns Raubtieren unvermeidlich, dass ein paar get?tet werden, sei es aus Selbsterhaltung oder aus einem unglücklichen Reflex heraus. Und Ili hat dieses Reflex eben weg machen lassen, um unn?tige Todesf?lle zu vermeiden. Und wenn ihr Ili verurteilen wollt, dann bedenkt, dass Ili es war, das das Explosion des Atombombe in Natural City verhindert hat. Ohne Ili w?rt ihr alle schon l?ngst tot ..."
Die Ingenieure starren Ili sprachlos an.
Iris, wie oben: "... Fangt also gar nicht erst an zu jammern wegen Geringsch?tzung, sondern klemmt euch in das Hintern und helft Ambellmi dabei, ein harmonisches Zivilisation zu entwickeln. Als kreative Ingenieure k?nnt ihr ein wertvolles Beitrag leisten."
Nachdenkliches Schweigen bei den Ingenieuren.
Ingenieur 1, zu den Ingenieuren: "Leute, eine Aufgabe ist eine Aufgabe. Ich werde mir das mal ansehen."
Ingenieur 1 setzt sich in Richtung Mars-Genville in Bewegung.
Die andern Ingenieure schauen sich an ...
... und folgen ihm.
Szeneanfang:
Chromos 5, Antara, Meneor, Estragon und Aladan stehen auf einer Brücke, die zwischen Estragons B?umen h?ngt, und schauen gespannt in den Himmel.
Estragon: "Sobald mein Baum genug Wasser hat, ?ffnen sich die Poren seiner Bl?tter und entlassen Feuchtigkeit in das Atmosph?re."
Aladan, ergriffen: "Es funktioniert!"
Hoch über Estragons Kilometer hohem Baum bildet sich eine kleine Wolke.
Chromos 5, entrückt: "Die Wolken werden das Wasser in das Wüste tragen, sodass noch mehr von Estragons B?umen wachsen k?nnen. Und diese werden das Wasser über neue Wolken weiter reichen ..."
Antara, entrückt: "... Und wo Wasser ist, ist auch Genville. Wir machen das Wüste grün. Das Planet wird wieder bewohnbar. Millionen k?nnen darauf leben."
Aladan, sich mit schmerzlichem Gesichtsausdruck am Hinterkopf kratzend: "Klingt fast nach Arbeit."
Fr?hliches Gel?chter.
Die Genvilles schauen sich l?chelnd an.
Antara, sehnsüchtig zum Himmel schauend: "Wann wird es zum ersten Mal regnen?"
Chromos 5, zu Antara: "Bringst du uns nach unten, Antara?"
Antara nickt.
Die vier M?nner springen von der Brücke ...
... und bleiben kreisf?rmig in der Luft, ...
... wo Antara zu ihnen schwebt ...
... und alle langsam hinunter sinken l?sst, ...
... wo sie sanft landen.
Aladan: "Nach diesem Anstrengung ist jetzt ein feines H?ppchen angesagt."
Fr?hliches Gel?chter.
Szeneanfang:
Lena hat in Genville die Wendeltreppe eines Estragon-Baumes erklommen und sieht mit grossen Augen Chromos 5, in die Betrachtung der Abendsonne versunken, auf dem Hochweg sitzen.
Schüchtern und ehrfürchtig n?hert sich Lena Chromos 5, ...
... der sie mit einem freundlichen L?cheln empf?ngt.
Ehrfürchtig kniet sich Lena vor Chromos 5 hin ...
... und sagt: "Ili meint, ich solle dich fragen, warum normal intelligente Leute so dumm sind."
Chromos 5, aufmerksam: "M?chtest du mir ein Beispiel nennen?"
Lena: "Da waren ein Frau und ein Mann mit wenig Geld zum Leben. Das Frau beschimpfte das Mann. Das Mann war immer wütend und schlug das Frau. Ineinander verhakt, steckten sie in einem tiefen Grube aus Unglück. Wir haben ihnen Genville gezeigt, wo sie kein Miete bezahlen, nicht arbeiten müssen, genug zu essen haben. Aber sie wollten nicht in einem Urwald leben und Bananen essen wie Affen. Sie haben nicht begriffen, was wir ihnen gezeigt haben, und gingen lieber zurück in ihr Grube aus Unglück."
Chromos 5, sinnierend: "Intelligenz ist nicht so intelligent, wie es klingt."
Lena macht ein Fragezeichengesicht.
Chromos 5: "Kannst du mir eines nennen, von dem du weisst, dass es viele gibt?"
Lena, etwas überrascht: "?hm ... In Natural City hat es viele Fahrzeuge."
Chromos 5 : "Und die sehen alle gleich aus?"
Lena: "Nein, es gibt verschiedenen Gr?ssen und Farben."
Chromos 5: "Und du kennst jedes einzelne von ihnen?"
Lena, kichernd: "Natürlich nicht, das sind Tausende."
Chromos 5: "Wie kannst du dann wissen, dass ein Fahrzeug mit einem Form und einem Farbe, das du noch nie gesehen hast, ein Fahrzeug ist?"
Lena, Stirn runzelnd: "?hm ... gutes Frage."
Chromos 5: "Weil dein Erinnerung ungenau ist."
Lena, kichernd: "Aber so ungenau, dass ich ein Blumentopf mit einem Fahrzeug verwechsle, ist es nun auch wieder nicht."
Chromos 5, lachend: "Dann w?rst du hilflos wie ein Neugeborenes."
Lena, begreifend: "Weil ich Fahrzeug ungenau gespeichert haben, kann ich alle Fahrzeuge erkennen, die mit dem Ungenauen übereinstimmen?"
Chromos 5: "Würdest du ein Fahrzeug nur erkennen, wenn es genau so auss?he, wie das erste, das du gesehen hast, w?ren alle neuen Fahrzeuge für dich unbekannte Gegenst?nde."
Lara, kichernd: "Dann k?nnte ich kein unbekanntes Fahrzeug benutzen, ausser es k?me zu mir und sagte: 'Hey Lena, ich bin auch ein Fahrzeug. Du kannst mich besteigen.'"
W?hrend er Lena mit einem warmen Blick anschaut, muss Chromos 5 lachen.
Chromos 5: "Intelligenz beruht auf Verwechslung. Wir verwechseln das Unbekannte mit etwas Bekanntem und wissen deshalb, was mit dem Unbekannten zu tun ist ..."
Lena, mit grossen Augen begreifend: "... Und wenn das Unbekannte kein Fruchtbaum ist, sondern ein getarntes Kampfmonster, k?nnen wir sterben."
Chromos 5: "Diese Leute aus deinem Beispiel konnten Genville nur mit einem Angst machenden Urwald verwechseln."
Lena, bedrückt: "Aber wie k?nnen sie etwas Neues lernen, wenn sie nicht bereit sind, sich dem Neuen in Demut und mit Vorsicht zu n?hern?"
Chromos 5: "Du hast gelernt, dich dem Neuen auf dieses Weise zu ?ffnen. Und jedem Neuen kannst du dich, es mit dem ersten Neuen verwechselnd, in Demut und mit Vorsicht n?hern."
Lena, sich erinnernd: "Ja, Ili hat mir gesagt: 'Wenn Neues kommt, musst du nur dein Geist weit auf tun und es einlassen. Dann wartest du, bis es sein Platz findet. Und dann bist du reicher geworden.' Ohne Ili w?re ich auch gefangen in meinem Dummheit."
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Chromos 5, beeindruckt: "Ili hat ein sch?nes Geist."
Lena, Stirn runzelnd: "Aber k?nnen sie es nicht irgendwie lernen?"
Chromos 5: "Logisch betrachtet, müssen ihnen Lernerlebnisse solche Schmerzen bereitet haben, dass sie beschlossen haben, vollkommen zu sein, um nichts mehr lernen zu müssen."
Lena, protestierend: "Vollkommenheit mit blauen Flecken?!"
Lena, bedrückt: "Dann gibt es für sie kein Erl?sung?"
Chromos 5: "Ambellmi k?nnte sie wandeln und dann fragen, ob es ihnen so gef?llt. Aber ohne ihr Einverst?ndnis würden wir damit das Grenze zwischen Dienen und Manipulieren überschreiten. Und wie wird das sein, wenn wir alles Andersartige, das uns befremdet, ausgerottet haben?"
Lena, mit grossen Augen: "Huh, mir wird ganz schwindlig. Dann w?re das Leben wie ein Schuhgesch?ft, in dem es nur ein einziges Modell zu kaufen gibt."
Chromos 5 muss lachen.
Lena, err?tend: "Verzeih mein dummes Vergleich. Ich bin halt nur ein Schuhverk?ufer."
Chromos 5, l?chelnd: "Wir sind alle nur ein Nur ..."
Lena, ehrfürchtig: "Nein, du bist ..."
Chromos 5: "... nur ein Gentech. Und sonst dumm wie ein Pflanze."
Lena, etwas verwirrt: "Aber ..."
Chromos 5, sich der Sonne zuwendend: "Lass uns das Sonne betrachten."
Lena hockt sich mit Fragezeichengesicht neben Chromos 5.
Wie beide die Sonne betrachten, sagt Chromos 5: "Wie funktioniert das Sonne?"
Lena, grübelnd: "?hm ..."
Lena, lachend: "Na ja, es brennt halt."
Chromos 5, lachend: "Genau, und mehr weiss ich auch nicht. Im Angesicht des Sonne sind wir gleich dumm, weil wir nichts zum Verwechseln haben, womit wir ihr Kraft erkl?ren k?nnten."
Lena, die Kindliche mimend: "Zum Glück hat das Sonne kein Gesicht. Sonst würde es uns wegen unserem Dummheit auslachen."
Chromos 5 muss lachen.
Chromos 5 betrachtet mit feinem L?cheln die kichernde Lena.
Chromos 5, mit offenem Blick zu Lena, ernst: "Dein Geist ist so sch?n, dass ich es küssen m?chte."
Lena, staunend: "Geist küssen? Wie soll das gehen?"
Chromos 5 küsst die verblüffte Lena z?rtlich auf den Mund.
W?hrend sie sich küssen, denkt Lena mit klopfendem Herzen und geschlossenen Augen: 'Warum habe ich immer das Gefühl zu sterben, wenn mich eines dieser wunderbaren Wesen küsst? ...'
Lena, wie oben, denkt: '... Ich m?chte mich aufl?sen ...'
Lena, wie oben, denkt: '... verschmelzen ...'
Lena, wie oben, denkt: '... nie mehr einsam sein ...'
Lena, wie oben, mit Tr?nen, denkt: '... sodass meine Tr?nen sich in Perlen des Glücks verwandeln.'
Wie sie sich l?sen, sieht Lena erstaunt Chromos 5s Tr?nen, ...
... umarmt ihn innig und sagt gerührt: "Wir sind alle nur ein Nur."
Chromos 5, Lena umarmend, ihr ins Ohr flüsternd: "Stell dir mich als Schuhverk?ufer vor."
Lena sieht vor ihrem geistigen Auge einen Chromos 5, der sich ratlos am Kopf kratzt, umgeben von Frauen, die ihm Schuhe hin strecken und ihn mit Fragen bedr?ngen und flüstert Chromos 5 ins Ohr: "Ein Katastrophe."
Sie schauen sich lachend an.
Szeneanfang:
Am Morgen sieht Lena Iris, die suchend durch Genville streift, und fragt sie: "Was suchst du?"
Iris, mit schr?gem L?cheln: "Im Gegensatz zu mir ist Meneor des Meinung, Piri sei ein sehr interessantes Frau. Ich will prüfen, ob das stimmt."
Lena, verblüfft: "Und wie willst du das machen?"
Iris, grinsend: "Kein Ahnung. Wir werden sehen."
Lena, schüchtern: "Darf ich mit kommen?"
Iris, weiter gehend: "Klaro. Hier dürfen sowieso alle alles."
Lena, kichernd: "Ja, irgendwie schon."
Wie sie Piri entdecken, sitzt diese mit geschlossenen Augen auf einem Stein.
Lena, vor Piri stehend, leise: "Was machst du, Piri? St?ren wir?"
Piri, mit offenen Augen, l?chelnd: "Ich warte auf ein Geschenk. Wie k?nntest du st?ren, wenn du vielleicht Teil bist des Geschenks."
Lena, verwirrt: "?hm, wer oder was beschenkt dich und wie kann ich Teil sein? Werde ich gleich verpackt?"
Piri, lachend: "Indem ich die Denks meines Bewusstseins wabern lasse, fügen sie sich früher oder sp?ter zu einem neuen Idee, was ich Genville noch hinzufügen kann."
Lena, lachend: "Irgendwie seid ihr alle gleich. Und doch ist jedes anders."
Piri: "Das Bedürfnisstruktur mag ?hnlich sein, aber jedes entwickelt sich anders, weil es anderen Sinnesdenks begegnet."
Iris, geringsch?tzig: "Anders gesagt: Erfahrung ver?ndert uns. Das ist ein recht banales Weisheit."
Lena, als wolle sie etwas in der Luft greifen: "Ich spüre, dass Piri damit noch etwas anderes sagen will. Aber ich kann es nicht recht fassen."
Piri: "Schau dich um, Lena. Du kannst von hier aus in alle Richtungen durch Genville gehen. Auf jedem Weg wirst du anderen Sinnesdenks begegnen. Jedes Weg wird dich auf anderes Weise ver?ndern, weil alle Sch?pfungen in Genville einzigartig sind. Genville ist wie ein Buch mit unz?hligen Geschichten, die du dir erz?hlen lassen kannst, indem du es mit wachen Sinnen erkundest."
Lena, schwer beeindruckt: "Wow, so habe ich das noch nie gesehen."
Iris, kritisch: "Das kannst du auch von Natural City sagen."
Lena, bedrückt: "Ja, aber wenn ich durch Natural City gehe, sehe ich immer die selben langweiligen Fassaden, die selben langweiligen Strassen, die selben unglücklichen Leute, bis ich mich grau fühle und deprimiert. In Genville komme ich nicht aus dem Staunen heraus. Das Sch?nheit überw?ltigt mich. Und mein Leben füllt sich mit Farbe und Glück."
Iris, sarkastisch: "Na, da hat Genville ein Fan gefunden."
Piri, vom Felsen hüpfend, freudig: "Kommt, ich zeige euch mein neustes Gesch?pf."
Lena und Iris eilen Piri nach ...
... und landen vor einem merkwürdigen kleinen Baum, der aus tausend Membranen zu bestehen scheint.
Piri, auf den Baum weisend, freudig: "Das ist ein Musikbaum. Du kannst ihm ein Lied singen und es macht dir daraus ein Tonsch?pfung."
Lena, unfroh: "Aber ich kenne kein Lied."
Piri, l?chelnd: "Dann sing ein paar T?ne."
Lena, err?tend: "Ich und singen, wie peinlich!"
Iris singt: "La la la la la la la la la la."
W?hrend Piri strahlt, h?ren Lena und Iris verblüfft, wie der Baum aus Iris' Vorgabe eine fantasievolle Komposition erklingen l?sst.
Lena lauscht ergriffen, ...
... l?sst sich von der anschwellenden Musik durchstr?men und beginnt zu tanzen.
Staunend beobachtet Iris, wie Lena und Piri sich anfassen ...
... und sich mit wachsender Freude dem Tanz hingeben.
Iris starrt mit offenem Mund auf die Tanzenden und den Baum und denkt: 'Dieses Gen-Magier erschafft ein Baum, das aus einem einfachen Melodie ein vielschichtiges Komposition kreiert und es wie ein ganzes Orchester erklingen l?sst. Dann verspasst es sich mit diesem Schuhverk?ufer, als h?tte das Ganze nicht mehr Bedeutung als ein Zuckerwatte ...'
Iris, sich auf einen Stein setzend, denkt: '... Piri ist eines der faszinierendsten Wesen, das je auf diesem Planeten gelebt hat. Und ich Idiot halte es für langweilig, weil ihm jedes Hochmut fehlt, jedes Stolz auf seine unfassbaren F?higkeiten. Weil es mit einem Schuhverk?ufer tanzt, als w?re es seinesgleichen ...'
Iris, auf dem Stein sitzend, die H?nde vor dem Gesicht, denkt: '... Du musst jetzt aufh?ren, Iris. Du drehst sonst durch ...'
Wie die Musik verklingt, liegt Lena in Piris Armen. Mit grossen Augen sieht Lena Piris strahlendes Gesicht.
W?hrend Lena die Augen schliesst, n?hert sich Piris Gesicht ...
... und sanft küsst Piri Lena auf den Mund, ...
... deren K?rper sich aufb?umt vor Lust.
Piri und Lena schauen sich wieder an. Glückstr?nen rollen über Lenas Gesicht.
Beide sehen erstaunt Iris' hartes, Schmerz gefülltes Lachen.
Lena, sanft: "Hat es dir nicht gefallen, Iris?"
Iris, wie oben: "Doch doch. Sehr beeindruckend."
Lena, mit fühlend: "Was hast du Iris?"
Iris, mit unbewegtem Gesicht: "Nichts."
Piri: "Ich glaube, Iris m?chte etwas haben und ist traurig, weil es nichts hat."
Iris, protestierend: "So war's nicht gemeint."
Lena: "Was m?chte es denn haben?"
Piri: "Ewald."
Lena: "Und wo ist dieses Ewald?"
Piri: "Ewald hat sich von Ambellmi wandeln lassen. Jetzt hat es Angst, dass Iris es dafür hasst und ist auf das Mars geflohen."
Iris ruft wütend: "He, ich kann alles h?ren!"
Lena, zu Iris, Stirn runzelnd: "Aber warum hasst du Ewald? Ambellmi macht doch, dass die Menschen besser werden. Willst du kein besseres Ewald?"
Iris, davon gehend, muffig: "Leckt mich, ihr Klatschweiber!"
Lena, zu Piri, betroffen: "Ui, das h?tte ich nicht sagen sollen."
Piri, begütigend: "Doch. Das Wahrheit ist nützlich."
Iris, sich die Ohren zu haltend, weiter gehend, schreit: "Aaahhh!!!"
Szeneanfang:
In einem Keller traktieren zwei elegant gekleidete M?nner eine auf einem Stuhl fest gebundene junge Frau mit Ohrfeigen.
Der Mafiaboss Papa betritt den Keller und fragt leutselig: "Na Jungs, wie l?uft's?"
Mafioso 1 gibt der jungen Frau eine klatschende Ohrfeige.
Mafioso 2, zu Papa: "Zehn haben wir zurecht gebogen. Aber dieses Miststück hier hat keine Familie, die wir bedrohen k?nnen."
Papa, vor die junge Frau tretend, l?chelnd: "H?r zu, mein T?ubchen, was Papa dir sagt: "Wenn du nicht im Bordell arbeiten willst, h?ngen wir dich an einen Kran und senken dich langsam in den S?uregraben, damit du ausgiebig geniessen kannst, wie die S?ure sich durch deinen K?rper frisst."
Junge Frau ruft: "Aber ich will das nicht!"
Papa, lachend: "Du wirst in Zukunft nur noch tun, was deine Kunden wollen. Was du willst, hat keine Bedeutung mehr."
Mafioso 1 und 2 lachen.
Die junge Frau starrt Papa mit stummer Wut an, ...
... was Papa als Zustimmung wertet.
Papa, l?chelnd: "Ich glaube, wir haben uns verstanden."
Etwas sp?ter steht die junge Frau im Bordell nackt unter der Dusche.
Mafioso 1 sitzt in einem Sessel mit Blick ins Badezimmer und sagt: "Mach schon, Schlampe! Unsere Kunden warten auf Frischfleisch."
Sich mit einem Badetuch abtrocknend, kommt die junge Frau aus dem Badezimmer.
Als mache sie einen Scherz, wirft die junge Frau Mafioso 1 das Badetuch zu, sodass er sie nicht mehr sehen kann und ruft: "Fang!"
W?hrend Mafioso 1 reflexhaft nach dem Badetuch greift, springt die junge Frau nackt aus dem offenen Fenster.
Wie er das Tuch weg legt, merkt Mafioso 1 verblüfft, dass die junge Frau weg ist, ...
... stürzt zum offenen Fenster, ...
... wo er sie durch die Strasse davon rennen sieht, und flucht: "Verdammte Hure!"
Hastig klettert Mafioso 1 aus dem Fenster ...
... und rennt auf die Ecke zu, hinter der die junge Frau verschwunden ist.
Mafioso 1 stürmt um die Hausecke ...
... und bleibt erschrocken stehen.
Die junge Frau spricht aufgeregt mit zwei Guards, die ihr eine Uniformjacke umh?ngen.
Mafioso 1, in seinen Kommunikator, zerknirscht: "Papa, die Schlampe von vorhin hat mich ausgetrickst und spricht jetzt mit den Guards."
Papa, aus dem Kommunikator, wütend: "Du kompletter Idiot! Jetzt haben sie eine Zeugin gegen mich ..."
Mafioso 1 h?rt es zerknirscht.
Papa, aus dem Kommunikator: "... H?r zu! Sie werden die Schlampe vor uns verstecken wollen, und zwar in einem Hotel. Lass unsere Kontakte spielen und finde heraus, wo sie ist. Dann stopf ihr das Maul!"
Mafioso 1, grimmig: "Ja Papa. Ich werd's der Schlampe besorgen."
Szeneanfang:
Chief Max, der Chef der Security Guard, in seinen Kommunikator: "Das ist ausgezeichnet. Dann haben wir dieses Schwein Papa endlich an der Angel. Bringt sie in ein Hotel und bewacht sie gut. Es darf ihr nichts geschehen."
Die junge Frau betritt, begleitet von zwei Guards eine Hotellobby.
Die drei besorgen sich beim Empfang einen Zimmerschlüssel.
Be?ugt vom Empfangschef, verschwinden sie in einem Lift.
Kaum hat sich die Lufttür geschlossen, greift der Empfangschef zum Telefon.
Auf ihrer Etage angekommen, verschwindet die junge Frau in ihrem Zimmer.
Die beiden Guards stellen sich als Wachen vor die Zimmertür.
Etwas sp?ter betritt Mafioso 1 mit einem grossen Blumenstrauss das Hotel ...
... und geht im Eilschritt auf den Empfangschef zu.
Der Empfangschef flüstert Mafioso 1 etwas zu, ...
... worauf Mafioso 1 in einer Tür verschwindet, hinter der eine Treppe zu sehen ist.
Auf der Etage der jungen Frau angekommen, sp?ht Mafioso 1 um eine Ecke und sieht die beiden Guards.
Den Verliebten mimend, den grossen Blumenstrauss mit beiden H?nden tragend, geht Mafioso 1 l?chelnd auf die Guards zu, die ihn angespannt beobachten.
Wie er die Guards erreicht hat, l?sst Mafioso 1 den Blumenstrauss fallen, wodurch seine Schall ged?mpfte Pistole zum Vorschein kommt.
Die erschrockenen Guards versuchen ihre Waffen zu ziehen, ...
... aber nach zwei schnellen Schüssen mit dumpfem "Plop" von Mafioso 1 sinken sie tot zu Boden.
Mafioso 1, an die Zimmertür klopfend: "Zimmer-Service."
Die junge Frau ?ffnet die Tür ...
... und sinkt, von einer Kugel getroffen, tot zu Boden.
L?chelnd legt Mafioso auf jede Leiche ein paar Blumen ...
... und macht sich dann eilig aus dem Staub.
Wie Mafioso 1 am Empfangschef vorbei kommt, schiebt er ihm dezent ein Kuvert mit Geld zu ...
... und verl?sst das Hotel, w?hrend der Empfangschef das Kuvert in seiner Jacke verschwinden l?sst.
Szeneanfang:
Im Hotel, bei den drei Leichen sind Guards dabei, Spuren zu sichern.
Chief Max, zum Empfangschef: "Die Morde geschahen vor etlichen Stunden und Sie haben es erst jetzt gemerkt?"
Empfangschef, den Betroffenen mimend: "Ja natürlich. Ich bin Empfangschef. Ich renne nicht den ganzen Tag durch die G?nge. Die Putzfrau hat's entdeckt und kam ganz aufgel?st angerannt."
Chief Max, auf eine überwachungskamera deutend: "Dann schauen wir uns mal das überwachungsvideo an."
Empfangschef, bedauernd: "Das ist leider defekt."
Chief Max, misstrauisch: "Kann ich es sehen?"
Empfangschef, diensteifrig: "Selbstverst?ndlich."
Chief Max und der Empfangschef betreten einen Raum hinter dem Empfangstresen.
Mehrere Aufnahmeger?te mit Bildschirmen, auf denen Hotelg?nge zu sehen sind, sind in Betrieb bis auf eines, ...
... auf das der Empfangschef deutet und sagt: "Sehen Sie."
Chief Max drückt auf den Startknopf ...
... und sofort ist die aktuelle Szene mit den Leichen auf dem Bildschirm zu sehen.
Chief Max, den Empfangschef kritisch be?ugend: "Kaputt, hm?"
Empfangschef, sich überrascht gebend: "Oh, dann war der Servicemann schon hier. Und der Idiot hat vergessen, es einzuschalten. Wie schade!"
Chief Max, grimmig l?chelnd: "Ja, Serviceleute pflegen, etwas zu reparieren und es dann nicht mal einzuschalten, um es zu testen."
Empfangschef, beklommen: "Er war wohl etwas in Eile. Ich werde mich bei seiner Firma beschweren."
Chief Max bemerkt die Ausbuchtung, welche das eingesteckte Geldkuvert an der Jacke des Empfangschefs erzeugt, ...
... schl?gt die Jacke auf ...
... und entnimmt das Kuvert mit den Worten: "Gestatten Sie?"
Empfangschef, gestresst, den Emp?rten mimend: "Ich muss doch sehr bitten."
Chief Max, die Noten im Kuvert durch bl?tternd: "Ist das Ihr Taschengeld?"
Empfangschef, gestresst: "Ich habe mir das erspart. Ich will eine kleine Auszeit nehmen."
Chief Max, drohend: "Sie meinen, Sie wollen ein Weilchen im Gef?ngnis sitzen, weil Sie mit geholfen haben, einen dreifachen Mord auszuführen?"
Empfangschef, gestresst protestierend: "Sie k?nnen mir doch nicht vorwerfen, dass ich etwas gespart habe!"
Chief Max, bitter: "Nein, kann ich nicht."
Szeneanfang:
Lena, Ili auf einen Platz mit einem Stadtbildschirm ziehend: "Komm Ili, wir schauen jetzt Nachrichten. M?chtige Leute, die gef?hrlich werden k?nnten, erscheinen früher oder sp?ter in den Nachrichten. Das macht uns das Sache einfacher."
Lena und Ili setzen sich auf eine Bank mit Blick auf den Stadtbildschirm.
Chief Max schlendert gedankenverloren über den Platz.
Lena, auf Max deutend: "Nach dem Uniform ist das das neue Chef der Security Guard. Was tut es hier?"
Lena setzt sich die Wisperfeldbrille auf und sagt: "Es hat Schmerzen, Angst und Zorn. Das verstehe ich nicht. Es k?nnte ihm doch gut gehen. Es ist schliesslich das Chef."
Auf dem Stadtbildschirm erscheint eine Reporterin, die Papa interviewt: "Herr Papa, Sie haben eben die Ritsch Immobilien im Wert von zehn Milliarden für eine Milliarde von der Stadt gekauft. Wie ist Ihnen dieses Schn?ppchen gelungen?"
Papa, mit gezwungenem L?cheln: "Sie sind falsch informiert, meine Verehrte. Die Ritsch Immobilien wurden im Auftrag der Stadt von einer neutralen Treuhandgesellschaft bewertet. Diese hat den angemessenen Preis von einer Milliarde berechnet, den ich akzeptiert habe. Die Stadt kommt so an zus?tzliche flüssige Mittel, die sie zum Wohle aller einsetzen kann."
Lena, aufgeregt auf Chief Max deutend, der wie eingefroren auf den Stadtbildschirm starrt: "Schau nur, das Angst vom Chief hat sich massiv vergr?ssert. Was ist da los?"
Ili hat sich ebenfalls die Brille aufgesetzt: "Es muss mit diesem Papa zu tun haben. Das ist jetzt so m?chtig wie Ritsch. Vielleicht ist es auch das gr?sste Gefahr für Genville."
Lena, verwirrt: "Aber warum hat dann das Chief so viel Angst? Es wird ja nicht bombardiert."
Ili, nachdenklich: "Das ist ein interessantes Frage."
Ili, sich erhebend: "Beobachten wir es, bevor wir uns um Papa kümmern. Das Chief ist schliesslich auch m?chtig und kann Genville gef?hrlich werden."
Nachdenklich bewegt sich Chief Max weg vom Platz mit dem Stadtbildschirm, ...
... schlendert durch die Stadt, immer verfolgt von Ili und Lena.
Ili, grübelnd: "Warum nimmt es kein Fahrzeug?"
Lena: "Wenn ihm etwas zu schaffen macht, braucht es vielleicht frisches Luft zum Nachdenken."
Ili, Stirn runzelnd: "Ja, Luft ist gut zum Denken. Aber in den Fahrzeugen hat es doch auch Luft."
Lena, lachend: " 'Frisches Luft' meint, dass du in einem aufwühlenden Moment etwas Ruhe und Zeit brauchst, um nachzudenken. Da eignet sich ein Spaziergang besser als das Herumsurren in einem Fahrzeug."
Lena, bedauernd: "Leider k?nnen wir mit unseren Brillen nicht sehen, was es denkt."
Wie Ritschs Flugzeugwerk ins Blickfeld kommt und Chief Max darauf zu steuert, machen Ili und Lena Ausrufezeichengesichter. Das Flugzeugwerk ist verlassen. Auch der Bau der Startbahn scheint auf halber L?nge eingestellt worden zu sein.
Chief Max betritt durch eine Tür den Hangar.
Lena, unschlüssig: "Was machen wir jetzt?"
Ili, auf die Tür zu marschierend, entschlossen: "Wenn wir nicht sehen k?nnen, was es denkt, fragen wir es."
Lena, Ili am Arm zurück haltend, besorgt: "Und was ist mit unserem Tarnung?"
Ili: "Wenn es Genville vernichten will, werde ich es t?ten. Dann haben wir wieder Tarnung."
Lena, schaudernd: "Ist das nicht etwas hart?"
Ili: "Hart ist, wenn jemand Genville vernichtet, um ungehindert andere t?ten zu k?nnen."
Lena, überfordert: "?hm ... ja ... gewiss ... aber ... ich ... es ..."
Lena, mit der weiter marschierenden Ili mit haltend, etwas hilflos: "... Ich muss mich erst daran gew?hnen. Jemand zu t?ten ist für mich halt so, als würde ich dabei ein Teil von mir mit t?ten ... Irgendwie habe ich das dumme Gefühl, dass nach all dem Morden nichts Lebendiges von mir übrig bleibt."
Ili, stehen bleibend, mit grossem Blick: "Ich verstehe, was du sagst. Aber wenn ich mich nicht wehre und mich t?ten lasse, bleibt auch nichts Lebendiges mehr von mir übrig. Wenn ich get?tet habe, brauche ich auch frisches Luft. Es ist, als würde ich mir selber ein Wunde schlagen. Ich muss das Schmerz ertragen, das Wunde heilen lassen. Und das Schmerz, das niemals vergeht, ist, dass du niemals weisst, ob das, was du tust, das Richtige ist. Ich kann nur hoffen, dass alles, was ich tue, am Ende im Universum mehr Freude als Schmerz erzeugt."
Lena, Ili bei den Schultern fassend, ergriffen: "Verzeih mir, Ili. Ich wollte dich nicht kritisieren. Ich war nur ein Schuhverk?ufer. Das gr?sste Herausforderung war, welche Modelle ich bestellen sollte, und was ich fürs Abendessen einkaufen musste. Für mein kleines Welt sind diese Entscheidungen über Leben und Tod so gewaltig, dass sie mich verst?ren. Ich will von dir lernen, nicht daran zu zerbrechen."
Ili und Lena umarmen sich innig mit geschlossenen Augen.
Hand in Hand betreten sie den Hangar, ...
... wo Chief Max bei einem Stapel Phosphorbomben steht und sie befingert.
Ili und Lena gehen auf Chief Max zu.
Ili ruft: "Pass auf! Das sind Phosphorbomben! Wenn du die fallen l?sst, verbrennen wir zu Asche!"
Max schaut sich überrascht um ...
... und sagt bedrückt zu den N?herkommenden: "Ich weiss."
Ili: "Was wollte Ritsch mit diesen Bomben?"
Max, wie oben: "Dieser Verrückte wollte, dass ich alle Obdachlosen erschiessen und in den S?uregraben schmeissen lasse. Und weil Genville das verhindern würde, wollte er es verbrennen. Ich habe gute Miene zu dem b?sen Spiel gemacht. Ich dachte, wenn ich Genville mit Vernichtung drohe, würden sie sich raus halten und ich k?nnte durchgreifen."
Ili: "Was heisst 'durchgreifen'?"
Max, wie oben: "Ich bin in einer vertrackten Situation. Ritsch hat sich diese Stadt mit Bestechung untertan gemacht, sodass die Gesetze nach seinem Bedarf ausgelegt wurden. Daneben gibt es das organisierte Verbrechen mit Papa als Kopf. Er verdient sein Geld mit Erpressung und indem er Frauen zur Sexarbeit zwingt. Er hat die Verantwortlichen der Stadt bestochen. Deshalb haben sie ihm Ritschs Erbe für einen Bruchteil des Wertes verkauft. Der Verbrecher Papa ist jetzt also über Nacht zum m?chtigsten Mann von Natural City aufgestiegen. Vorhin wurden eine Zeugin, die ihn ins Gef?ngnis gebracht h?tte, und zwei meiner M?nner umgebracht, weil ein bestochener Hotelangestellter sie verraten hat. Bald sind auch meine Guards bestochen, sodass ich mich nicht mehr auf sie verlassen kann. Und wenn ich ihn weiterhin verfolge, wird er mich zertreten wie ein l?stiges Insekt. Deshalb wollte ich die ganze verdammte Bande inklusive Ritsch ohne Prozess ins Gef?ngnis stecken und diesen Korruptionssumpf trocken legen. Wenn die S?ure der Korruption sich durch die Stadt gefressen hat, wird unsere Gesellschaft nur noch durch Angstschweiss zusammen gehalten."
Ili: "Und warum hast du dann solches Angst?"
Max, wie oben: "Weil es zu sp?t ist. Ich habe keine einsatzf?hige Bomberstaffel, mit der ich Genville unter Druck setzen kann. Und mit jeder Stunde br?ckelt meine Macht, weil Papa die Guards auf seiner Gehaltsliste hat."
Ili, treuherzig: "Du bist dumm. Warum fragst du die Genvilles nicht, ob sie dir helfen, statt sie zu drücken?"
Max, schmerzlich l?chelnd: "Das wird ein kurzes Gespr?ch. Wenn ich einen Fuss in die Wüste setze, werde ich gefressen."
Ili, lachend: "Ja, das ist ein gutes Argument. Komm mit, Chief ..."
Max, etwas überrascht: "... Max."
Ili, Max bei der Hand fassend, fr?hlich: "Wir gehen jetzt nach Genville."
Max, pl?tzlich misstrauisch, greift nach seiner Pistole und sagt gestresst: "Seid ihr Papas Killer?"
Lena, ihre Hand auf Maxens Hand an der Waffe legend, begütigend: "Ili ist zwar ein Kampforganismus, das dich in einem Sekunde t?ten k?nnte, aber du kannst ihm vertrauen."
Max, verblüfft: "Ihr seid Genvilles?!"
Lena, zu Max, eindringlich: "Nimm jetzt das Hand von dem Pistole. Und vergiss am besten, dass du ein Waffe hast. Die Genvilles verstehen n?mlich überhaupt kein Spass, wenn jemand ihr Leben bedroht."
Max, verunsichert: "Und wenn ihr mich in eine Falle locken wollt?"
Ili, neugierig: "Was für ein Falle?"
Max, wie oben: "Mich an einen Ort bringen, wo ihr mich gefahrlos umbringen k?nnt."
Ili, Stirn runzelnd: "Aber dafür brauchen wir doch nicht zu einem Falle zu gehen. Dieses Ort hier ist doch gut zum Umbringen."
Max, sich umschauend und sich der Situation bewusst werdend, etwas erschüttert: "?h ... ja ... Ich kann nicht mehr klar denken."
Ili: "Willst du jetzt nach Genville klar denken gehen oder willst du hier bleiben und Angst haben."
Max, die Hand von der Pistole nehmen, seufzend: "Na sch?n, ich habe eh nichts mehr zu verlieren."
Wie die drei vor der Kirche stehen, sagt Lena besorgt: "Ili, wenn Chief Max weiss, wie das Wegdoppler funktioniert, kann es Genville mit zweitausend Guards überfallen."
Ili, nüchtern: "Dann soll es das tun. Ich kann allein tausend Guards t?ten."
Chief Max, Ili betrachtend, zweifelnd: "Du willst allein tausend Guards t?ten?"
Lena, kichernd: "Ja, es k?nnte auch zweitausend, aber Ili wollte nicht übertreiben und Meneor auch ein paar übrig lassen."
Chief Max schüttelt ungl?ubig den Kopf.
Szeneanfang:
Chief Max steht mit Ili und Lena auf der Bühne in Genville.
Ili kr?ht laut: "Vooortraaag!!!"
Von allen Seiten sammeln sich auf den Sitzreihen: Myrta, Iris, Flu, die vier Schwestern, Chromos 5, Antara, Aladan, Estragon, Meneor, Caesar.
Chief Max sieht staunend das seltsame Publikum wachsen.
Max bemerkt, wie Iris nach oben schaut und etwas herbei winkt.
Wie Max nach oben schaut, erblickt er mit offenem Mund die Wolke der Lichtwesen.
Iris ruft: "Hand hoch, wer sich mit den Lichtwesen verkabeln will!"
Alle H?nde und Flus Pfote schiessen nach oben.
Die Lichtwesen beginnen mit dem Verbinden.
Max, verwirrt: "Was ist das?"
Iris, lachend: "Das sind bloss Aliens. Ich mache ein bisschen Show für sie, damit es ihnen nicht langweilig wird. Sie kommunizieren über ihre Tentakel. So k?nnen sie verstehen, was hier abgeht."
Obwohl ihm die ganze Szenerie unheimlich ist, versucht Max ein tapferes L?cheln und sagt, die Hand hebend: "Na dann will ich mich dem Gespr?ch nicht verweigern."
Wie alle "verkabelt" sind, deutet Ili auf Max und sagt: "Das ist Chief Max, das neue Chef des Security Guard. Es hat grosses Angst vor Papa. Seit Ritsch tot ist, ist Papa das m?chtigste Natürliche in Natural City."
Lara, verblüfft: "Hast du Ritsch get?tet?"
Max ist es peinlich, dass Ili ihm in aller ?ffentlichkeit grosse Angst attestiert, ...
... reisst sich zusammen und sagt: "Ritsch hat einen jungen Burschen entlassen und ihm darauf noch die Wohnung gekündigt. Der Bursche wurde über Nacht zum Obdachlosen. Er hat Ritsch mit einem Metallrohr den Sch?del eingeschlagen."
Aladan, lachend: "Dann hat Ritsch sich sozusagen selber umgebracht."
Allgemeine Heiterkeit.
Max, verwirrt: "?hm, ich verstehe nicht, warum ein brutaler Mord so viel Heiterkeit ausl?st."
Antara, melancholisch l?chelnd: "Wir haben Ritsch in dem N?he als altes, Tod krankes Natürliches entdeckt, ihm Gesundheit, Jugend und Unsterblichkeit geschenkt, es mit Tonnen von Diamanten ausgestattet, mit denen es sein Imperium aufbauen konnte. Und statt mit seinen Gaben Freude zu erzeugen, hat es sie missbraucht, die Schmerzen zu mehren. Wir sind nicht heiter wegen des Mordes, sondern erleichtert, weil unser Fehler nun gel?scht ist."
Gebannt von Antaras Sch?nheit und Aura kann Max den Blick nicht von ihr wenden und sagt, überrascht von den Informationen: "Das ... wusste ich nicht."
Iris, Max beobachtend, l?chelnd: "Antara ist auch für mich umwerfend sch?n, aber so direkt mitzufühlen, wie bei einem Mann beim Anblick eines Frau die Hormone durch das Decke gehen, l?sst mich erschauern und all die l?stigen Tapsigkeiten, die ich erleiden musste, in milderem Licht erscheinen."
Allgemeine Heiterkeit.
Max, zu Iris, err?tend, verdattert: "Woher ..."
Iris, l?chelnd: "Das Verkabelung mit den Lichtwesen sorgt dafür, dass du die Gedanken und Gefühle der andern mit erleben kannst. Konzentriere dich auf ein Person und du siehst, was ich meine."
Maxens Blick wandert von Person zu Person, wobei seine Augen immer gr?sser werden, ...
... bis er sich dem Kristall der Lichtwesen zuwendet, ...
... dessen Innenwelt ihn mit geschlossenen Augen erschauern l?sst.
Max, wie oben, ergriffen: "Diese Harmonie!"
Chromos 5, zu Max: "Deine Erfahrungen als Security Guard lassen dich annehmen, dass Leben vor allem aus Schmerz besteht. Aber wie du siehst, gibt es auch lichte Formen des Existenz, sodass es sich lohnt, gegen das Finsternis zu k?mpfen. Zeige uns in deinen Gedanken, warum Papa dich mit Düsternis erfüllt. Dann lasst uns heraus finden, was zu tun ist."
Max versinkt in seinen Gedanken und zeigt dem Publikum Bilder des organisierten Verbrechens: Bestechung, Erpressung von Schutzgeld, Zwangsprostitution, Glücksspiel, Drogenelend, Mord und Totschlag.
Antara, bewundernd: "Was für ein treffendes Bild, dass ein durch Bestechung verseuchtes Gesellschaft nur noch vom Angstschweiss zusammen gehalten wird!"
Hisch, grimmig: "Aber abgesehen von diesem Trefflichkeit steckt Max bis zum Hals im Mistkübel."
Allgemeine Heiterkeit.
Max, irritiert in die Runde blickend: "Was ist so lustig daran, dass jemand bis zum Hals im ... ?h ... Mistkübel steckt?"
Chromos 5, l?chelnd: "Wenn du nur bis zum Hals drin steckst, kannst du noch atmen. Und solange du atmen kannst, finden wir ein L?sung."
Aladan, grinsend: "Und finden wir kein L?sung, bringen wir einfach alle Natürlichen um. Dann ist das Mistkübel leer."
Gekicher.
Max, verwirrt: "?hm, das ist, glaub ich, nicht ganz die L?sung, die ich mir erhofft habe."
Lena, zu Max, tr?stend: "Das Humor der Genvilles ist etwas gew?hnungsbedürftig. Lass dich davon nicht irritieren."
Max, bedrückt vor sich hin: "Ritsch wollte Genville mit Phosphorbomben verbrennen. Ich habe bei dem Plan mit gemacht. Sobald die Flugzeuge mit den Brandbomben startbereit gewesen w?ren, h?tte ich mit Gewalt das Macht in Natural City übernommen und alle ins Gef?ngnis gesteckt, von denen ich weiss, dass sie Dreck am Stecken haben. Ich dachte, mit der Drohung eines Luftangriffs k?nnte ich euch davon abhalten, mich zu k?pfen."
Chromos 5: "Und warum hast du es nicht getan?"
Max, wie oben: "Durch die Gewalt, die ein Diktator anwendet, bekommt er jeden Tag mehr Feinde, die er wieder mit Gewalt bek?mpfen muss. Die Gewaltspirale steigert sich so lange, bis die Gesellschaft auch nur noch von Angstschweiss zusammen gehalten wird. Was w?re dadurch gewonnen?"
Chromos 5: "Du k?nntest dein Herrschbedürfnis hemmungslos befriedigen, weil alle Leute vor dir einknicken müssen."
Max, schmerzlich l?chelnd: "Und bei jeder Person, die dir nahe kommt, musst du damit rechnen, dass sie dir ein Messer in den Rücken steckt, weil sie einen Grund hat, dich zu hassen. Was für ein tolles Lebensgefühl."
Antara: "Du bist hin und her gerissen zwischen dem Lust zu herrschen und dem Lust, geliebt zu werden. Aber da du hier stehst, hast du dich für das Geliebtwerden entschieden. Wir sollten also das Problem so l?sen, dass Chief Max geliebt statt gefürchtet wird."
Max, peinlich berührt: "?hm ja ... irgendwie peinlich, wenn alle in dein Innerstes sehen k?nnen."
Lara, tr?stend: "Du k?mpfst das Kampf aller Natürlichen. Und du hast dich dafür entschieden, wenig Schmerz zu erzeugen. Das ist nicht peinlich, sondern bewundernswert."
Max schaut Lara lange an und es ist ihm anzusehen, dass ihr Zuspruch ihm gut tut.
Iris: "Dieses Papa-Diktatur funktioniert doch so, dass ein kleines gewaltt?tiges Minderheit das grosse Mehrheit einschüchtert und daran hindert, sich gegen Papa zu organisieren."
Aladan: "Das organisierte Verbrechen verhindert die organisierte Gewaltfreiheit."
Iris: "Genau. Wenn wir also dieses gewaltt?tige Minderheit entfernen, kann sich das organisierte Gewaltfreiheit wieder ausbreiten, ..."
Iris, mit schmerzlichem L?cheln: "... auch wenn das immer noch ein unerfreuliches Veranstaltung natürlicher Kotzbrocken ist."
Kichern.
Max: "Genau das will ich tun. Nur werde ich das nicht überleben, wenn Papa seine Killerbrut auf mich hetzt."
Myrta: "Und wenn du ein Bodyguard h?ttest?"
Max, schmerzlich l?chelnd: "Ritsch hatte mehrere Bodyguards. Trotzdem wurde er mit einem Rohr erschlagen."
Iris: "Mit einem Gewehr k?nnte Max auch aus grossem Entfernung erschossen werden. Davor kann es nicht mal Meneor beschützen."
Allgemeines Nachdenken.
Estragon, zu Iris, wenig begeistert: "Was heisst 'entfernen'? Willst du Papas Trupp abmurksen?"
Iris, zwei Messer zückend, mit Furcht erregendem Lachen: "Mit Vergnügen, hahaha!"
Max erschrickt.
Allgemeines Gel?chter.
Iris, die Messer weg steckend, zu Max, grinsend: "Mach dir nicht ins Hose, Max. Mein Bedürfnisstruktur ist noch natürlich. Ich h?tte gr?sstes Lust, diese Schweine niederzumetzeln. Aber da ich auf dem Weg des Kriegers wandle, muss ich mich beherrschen."
Max, etwas verlegen l?chelnd: "Seit wann muss sich ein Krieger beherrschen?"
Iris: "Ein Krieger hat immer ein Zweck, sonst würde es nur tatenlos rum sitzen ..."
Hisch: "Dann ist Aladan kein Krieger!"
Gel?chter.
Iris, grinsend: "... Und wenn das Zweck des Krieges ist, das Freude im Universum zu mehren und das Schmerz zu mindern, müssen die Taten des Kriegers so sanft wie m?glich auf das Ziel hin führen."
Max staunt.
Applaus.
Pl?tzlich wird es so hell, dass alle die Augen zukneifen ...
... und, die Augen schützend, nach oben schauen, wo der Kristall der Lichtwesen vielfach heller erstrahlt.
Wagon ruft: "Dein Milliardenpublikum ist begeistert, Iris!"
Iris ist verblüfft ...
... und ruft den Lichtwesen zu: "Na dann zeigt uns ein sanftes Weg, ihr Tentakelmonster!"
Kichern.
Die Lichtwesen sammeln die Informationen aus den irdischen Gehirnen ...
... und bringen allen Ambellmi und Mars-Genville ins Bewusstsein.
Wagon: "Sie bringen Ambellmi und Mars-Genville ins Spiel. Aber wie schaffen wir Papas Brut dort hin?"
Meneor: "Max kann ein Gruppe Guards zusammen stellen, die nicht auf Papa h?ren. Dann packen wir ein Papa nach dem andern und bringen sie nach Mars-Genville. Dort müssen sie sich entscheiden, ob sie ihr Bedürfnisstruktur wandeln oder sterben wollen."
Estragon, zweifelnd: "Und wenn sie weder wandeln noch sterben wollen?"
Chromos 5: "Sie zu t?ten ist ein Akt des Notwehr. Ohne Anpassung k?nnen wir keine Killer auf Mars-Genville los lassen. Und wenn wir sie zurück nach Natural City schicken, geht das Morden weiter."
Estragon: "Und wer t?tet sie?"
Ausser Myrta, Iris, Lena, Max, Estragon und Flu alle im Chor: "Ich!"
Iris, Stirn runzelnd: "Und warum wird Max bei diesem Vorgehen nicht ermordet, Meneor?"
Meneor: "Die Papas verschwinden einfach. Das Truppe von Max muss klein sein und niemandem etwas sagen. Dann wissen die Papas nicht, wen sie t?ten sollen."
Iris, grinsend: "Ach so, jetzt begreife ich, du hinterlistiges Monster. Aber woher weiss Max, wen es in sein verschworenes Gruppe aufnehmen kann? Jedes Guard k?nnte Loyalit?t heucheln und sich einschleichen. Dann w?re das ganze Gruppe tot."
Meneor: "Ich werde jedem ins Gehirn schauen und sehen, wenn es falsch ist."
Max, zu Meneor, l?chelnd: "Willst du ihnen die Sch?deldecke aufschneiden?"
Ili: "Meneor kann Wisperfelder wahrnehmen und so Gedanken lesen. Da brauchst du nichts aufzuschneiden."
Max, ungl?ubig: "Aha."
Max, unsicher: "Und dieses Mars-Genville. Ist das ein Gef?ngnis? Kann ich das mal sehen?"
Ili: "Klar."
Aladan ruft: "Hunger!"
Lachen und begeisterter Zuspruch.
Antara geht auf Max zu ...
... fasst den erstaunten am Arm und sagt mit melancholischem L?cheln: "Liebes Max, lass uns die Früchte Genvilles geniessen."
Lena, Antara und Max nach schauend, verwundert: "Wie Antara das gesagt hat ... Da sind wohl alle Früchte gemeint."
Ili, l?chelnd: "Antaras Vibrationen lassen daran kein Zweifel."
Szeneanfang:
Am n?chsten Morgen begleitet Antara Chief Max zum Wegdoppler in Genville.
Max: "Hast du einen Freund?"
Antara: "Ja, ich habe viele Freunde."
Max: "Ich meine ..."
Antara: "Du meinst, ob mein Zuneigung für ein einzelnes Wesen reserviert ist?"
Max, etwas unsicher: "Wenn jemand in dich verliebt ist, m?chte er dich vielleicht nicht mit andern teilen."
Antara: "Das Glühen für ein einzelnes Wesen ist mit Risiken behaftet, die zu t?dlichen Schmerzen führen k?nnen, wenn sie begleitet werden von Verlustangst und Wut."
Max, nachdenklich: "Wem sagst du das? In meinem Beruf sehe ich erschlagene Frauen, Menschen, die sich umgebracht haben, weil ihr 'Glühen' nicht erwidert wurde. Aber ich bin auch nur ein Mensch. Eine Frau wie du k?nnte alle Hemmungen einreissen, die bislang meine Existenz gestützt haben. Und einfach jedes 'Glühen' abschalten, damit nichts Trauriges passiert, ist doch auch irgendwie ..."
Antara: "Aber was w?re, wenn du das Glühen ein- und ausschalten k?nntest, so wie ich?"
Max, erstaunt: "Wie soll das gehen?"
Antara: "Wenn ich mit dir zusammen bin, schalte ich mein Glühen ein. Und wenn du schmerzhaft weg bist, reduziere ich es auf ein angenehmes Intensit?t. Kommt ein anderes Freund, kann ich das Glühen hoch fahren und es ist immer ein kleines Schweben im Himmel, ohne dass dabei jemand verletzt wird."
Max, zweifelnd: "Aber wenn mich der Gedanke, dass du bei einem andern Freund bist, zerreisst vor Eifersucht?"
Antara: "Das Glühen soll dich nicht verbrennen. Lass Ambellmi es so einrichten, dass du es steuern kannst. Und lass alle Gefühle l?schen, die das freie Fliessen des Behagens st?ren."
Antara und Max betreten den Wegdoppler ...
... und tauchen auf Mars-Genville vor Ambellmi auf.
Ambellmi: ""Antara, du Dieb, warum raubst du diesem armen Natürlichen das Verstand, hahaha?""
Antara, melancholisch l?chelnd: "Gibst du ihm sein Verstand zurück?"
Ambellmi: ""Max, willst du, dass ich dich so wandle, wie du es vorhin mit Antara besprochen hast?""
Max, schmerzlich l?chelnd: "Ja, ich h?tte gern meinen Verstand zurück."
Max, Antara anblickend, staunend: "Wow, alles Unbehagen ist weg! Und ich kann wieder klar denken."
Antara, zu Ambellmi: "Max m?chte Mars-Genville besichtigen, um schadhafte Natürliche her zu bringen. Kannst du es ohne weitere Wandlungen eintreten lassen?"
Ambellmi: ""Alles, was du dir wünschst, G?ttliches, hahaha.""
Antara muss l?cheln ...
... und begibt sich zum Wegdoppler.
Max realisiert erst jetzt, dass er auf dem Mars ist und ruft verblüfft: "Das ist ja der Mars!"
Ambellmi: ""Hast du gedacht, Mars-Genville sei auf dem Venus?""
Max, etwas peinlich berührt, l?chelnd: "?hm nein ... Dann ist das so etwas wie eine Strafkolonie ..."
Max, die W?nde der Sph?ren betrachtend, anerkennend: "... Und total ausbruchsicher. Jeder, der fliehen will, erstickt in der Mars-Atmosph?re."
Erstaunt sieht Max Pferdchen und Giftstrauss n?her kommen und sagt: "Ihr habt hier auch einen Zoo?"
Ambellmi: ""Hahaha, wie ich sehe, hast du Humor. Ihr werdet euch gut verstehen.""
Wie Pferdchen und Giftstrauss bei Max ankommen, sagt Pferdchen: "He Ambellmi, warum l?sst du dieses Guard-Monster mit einem Peng-Peng hinein? Ist dir langweilig? Willst du Blut sehen?"
Giftstrauss: "Spreng das Guard. Dann hat Ambellmi viel Blut."
Konsterniert h?rt Max die Unterhaltung ...
... und sagt beklommen: "Guten Tag, die ... Herren oder ... was auch immer. Ich beabsichtige nicht, mein Peng-Peng zu benutzen."
Pferdchen, vor Erleichterung seufzend: "Ach bin ich froh. Mir ist heute so gar nicht nach t?ten."
Wie Ambellmi, Pferdchen und Giftstrauss lachen, merkt Max, dass es ein Scherz war und muss verhalten l?cheln.
Ambellmi: ""Diese beiden Witzfiguren sind Pferdchen und Giftstrauss. Sie werden dich auf deinem Erkundung begleiten.""
Maxens Blick auf Pferdchen und Giftstrauss ist deutlich anzusehen, dass er an der Qualit?t dieser Begleitung seine Zweifel hegt.
Giftstrauss, zu Max: "Lass dich nicht t?uschen von dem, was du siehst."
Max, sich ertappt fühlend: "Verzeihung, ich bin den Umgang mit genetisch ver?nderten Organismen noch nicht so gewohnt."
Pferdchen, lachend: "Sag ruhig Genmonster. Wer bist du und was willst du hier?"
Max: "Ich bin Max, Chief der Security Guard. Natural City ist von einer wachsenden Bande von Verbrechern bedroht, die ich mit Hilfe der Genvilles in diese Strafkolonie bringen will, weil die Stadt sonst im Sumpf des organisierten Verbrechens versinkt."
Giftstrauss: "Und warum t?test du sie nicht einfach?"
Max, schmerzlich l?chelnd: "Dafür würden mich die Verbrecher erschiessen oder die Genvilles k?pfen. Beides scheint mir nicht sehr verlockend."
Pferdchen, kichernd: "Klingt überzeugend."
Auch Giftstrauss kichert.
Die drei bewegen sich zu den ersten Pflanzungen.
Max bemerkt eine schwangere Frau, die sich mit drei Kleinkindern besch?ftigt, und fragt: "Guten Tag, Sie haben hier Kinder?"
Frau: "Ja, wo denn sonst?"
Max, dem es spanisch vorkommt, in einem Gef?ngnis Kinder zu sehen: "Nun, ich meine ... Wir sind doch hier ..."
Frau, selbstsicher: "Ich habe mir vorgenommen, tausend Kinder zu geb?ren."
Max, erstaunt und verwirrt: "Aber dafür brauchen Sie tausend Jahre!"
Frau, milde: "Na und? Siehst du nicht, wie leer das Universum ist? Ich will es mit Leben füllen."
Im Weitergehen beobachtet Pferdchen, wie es in Max arbeitet, und sagt: "Die Natürlichen haben manchmal merkwürdige Ideen."
Nach einem kurzen Gang durch die Pflanzen- und H?userwelt gelangen sie zu einer jungen Frau, die neben einem Bildschirmwesen sitzt, auf dem ein Wesen steht, das an einen kleinen Flugsaurier erinnert.
Max, zur Frau: "Guten Tag, darf ich Sie fragen, was Sie hier machen?"
Frau, erfreut: "Oh, ein neues Gesicht. Ich erstelle ein fotografisches Karte des Marsoberfl?che ..."
Frau, auf den Flugsaurier zeigend: "... Mein Bildwesen hat ein fotografisches Ged?chtnis. Es fliegt das ganze Mars ab und bringt mir Bilder, die es ins Bildschirmwesen eingibt. Das Bildschirmwesen speichert es im Bibliothekswesen, sodass schliesslich alle Zugriff auf ein fotografisches Karte vom Mars haben."
Max, staunend: "Das ist ... genial."
Frau, angetan l?chelnd: "Ja gell."
Die Frau fasst Max am Arm und fragt l?chelnd: "Willst du heute Abend das Lager mit mir teilen?"
Max, etwas überfordert von dem eindeutigen Angebot: "?hm, vielen Dank. Leider geht es heute nicht. Vielleicht ein ander Mal."
Frau, zum Bildschirmwesen, kichernd: "Wie schüchtern es ist."
Bildschirmwesen: "Guards müssen wohl etwas verklemmt sein, hihihi."
Giftstrauss bemerkt den im Weitergehen err?tenden Max und sagt: "Brauchst nicht rot werden. Sex ist hier wie essen, ein Form von Genuss."
Max, schmerzlich l?chelnd: "Daran muss ich mich noch gew?hnen."
Ein paar Schritte weiter begegnen sie einem Mann, der vor einem Halbrund seltsamer Pflanzen steht, deren Früchte an eine Tasse erinnern.
Max, zum Mann: "Guten Tag, was sind das für seltsame Pflanzen?"
Mann, begeistert von seiner Arbeit: "Das sind Kaffeepflanzen. Ich will das perfekte Kaffee erzeugen."
Max, die Pflanzen betrachtend: "Ich dachte, Kaffee werde aus ger?steten Bohnen hergestellt."
Mann, wie oben: "Wozu diese Umschweife? Kaffee ist doch einfach ein Gebr?u, das ein Pflanze direkt erzeugen kann."
Mann, eine "Tasse" ergreifend: "Wenn ich das Gef?ss anfasse, erw?rmt das Pflanze den Inhalt ..."
Der Mann l?st das Gef?ss von der Pflanze ...
... und reicht es Max, der es entgegen nimmt.
Mann, wie oben: "... Nun musst du es nur noch ?ffnen."
Max entfernt den Deckel und sieht die dampfende schwarze Flüssigkeit.
Vorsichtig kostet Max ...
... und sagt staunend: "Das schmeckt ja wie richtiger Kaffee und nicht wie dieses Algengebr?u!"
Mann, erfreut: "Ja gell. Ich muss noch viel experimentieren, aber ich n?here mich dem Ziel. Es soll auch feine Unterschiede geben, sodass jedes nach seinem Geschmack sich verw?hnen kann. Dann ist das Leben hier um ein Facette reicher."
Im Weitergehen wundert sich Max: "Woher kommt das Wasser für all diese Pflanzen. Ich dachte, der Mars sei trocken wie ein Furz."
Giftstrauss: "Das Mars hat viel Wasser. Du musst es nur finden. Dafür haben wir ein Kopie des Pilzwesens eingesetzt. Es spürt die Wasseradern auf und pumpt es hierher. Die Sph?ren, die alles überdachen, verhindern, dass das Wasser verloren geht."
Sie kommen zu den Nutzwesen, Bioskop, Trage, Hilfsorgane und Tank, die umlagert sind von den Ingenieuren, welche für Ritsch Flugzeuge gebaut haben.
Bioskop ruft: "Achtung, da kommt so ein Peng-Peng-Guard, dem Ambellmi die übelsten Killer zum Seite gestellt hat, damit es nicht zu viel Schaden anrichten kann!"
Max erschrickt ...
... und sieht sich etwas bel?mmert im Zentrum eines allgemeinen Gel?chters, bei dem auch Pferdchen und Giftstrauss mit machen.
Max, etwas verlegen: "Guten Tag, die Herren und ... ?hm ... Nutzwesen. Darf ich fragen, was Sie hier machen?"
Trage: "Ganz das Guard: immer schnüffeln."
Gel?chter und Gekicher.
Ingenieur 1, l?chelnd: "Wir wollen ein Art Sensorium entwickeln, das sich im ganzen Mars-Atmosph?re ausbreiten kann, damit das Bibliothekswesen spüren kann, wo sich Stürme zusammen brauen. Das ist vor allem auch wichtig für die Individualsph?ren, damit sie rechtzeitig Schutz suchen k?nnen und es keine Todesf?lle gibt."
Max: "So eine Art Wettervorhersage also ..."
Max, unfroh l?chelnd: "... Auf der Erde gibt es ja nur noch ein Wetter: heiss und trocken."
Im Weitergehen sagt Max sinnierend: "Seltsam, wie kreativ und konstruktiv diese Kriminellen sind. Das passt so gar nicht zu ihnen."
Giftstrauss und Pferdchen kichern.
Max schaut sie irritiert an.
Wie sie vor der Wand der Sph?re stehen, hinter der sich endlose Wüste ausbreitet, meint Max: "Das ist also die ultimative Gef?ngnismauer. Wer fliehen will, erstickt. Wie lange kann ein Mensch da draussen überleben?"
Alarmiert h?rt Max Pferdchen sagen: "Probier's doch aus!"
Pferdchen und Giftstrauss stossen den entsetzten Max durch die Sph?renwand, ...
... wo er sich ausserhalb in einer schützenden Individualsph?re findet und gestresst beobachtet, wie seine Begleiter sich ebenfalls in Individualsph?ren wieder finden, ...
... die sich bei Berührung zusammen schliessen, sodass sich die drei in einer Sph?re befinden.
Pferdchen, zum verdatterten Max, grinsend: "Dein Guard gef?rbtes Blick hat dich ein Strafkolonie sehen lassen, wo Ambellmi versucht, den Natürlichen ein harmonisches Form des Zusammenlebens zu erm?glichen."
Max, verwirrt: "Aber dieses Nutzwesen hat euch als übelste Killer bezeichnet. Ich dachte, ihr seid hier die W?chter."
Giftstrauss: "Ja, wir haben früher jedes Tag get?tet, aber seither schaffen wir Tag für Tag Natürliche aus Natural City nach Mars-Genville, damit sie hier ihr Glück finden."
Max fasst sich an den Kopf und lacht: "Ili hat schon gesagt, ich sei dumm. Sie hat wohl recht gehabt."
Giftstrauss: "Du bist das erste Chief, das mit Genville zusammen arbeitet, um das Problem der Natürlichen zu l?sen. Also kein Krieg mehr. Ist das dumm?"
Max schaut Giftstrauss lange an ...
... und sagt dann, etwas aufgewühlt: "So viel Neues! Das ist verwirrend. Ich fühle mich wie in einem Boot auf stürmischer See, obwohl ich noch nie in einem Boot war."
Pferdchen, kichernd: "Das Erlebnis k?nnen wir dir nicht bieten. Auf dem Mars gibt es keine Boote."
Max, die beiden betrachtend, Kopf schüttelnd, l?chelnd: "Ihr Scherzbolde seht so gar nicht aus wie Killer, eher wie putzige Haustiere."
Pferdchen, das Harmlose mimend: "Ooch, es ist immer gut, wenn dein Gegner dich untersch?tzt."
Max, entschlossen: "K?nnt ihr mich bitte zum Wegdoppler bringen. Ich muss nach dem Rechten sehen, sonst l?uft mir der Laden aus dem Ruder."
Pferdchen, kichernd: "Dabei hat Max gar kein Ruderboot."
Wie Max auf dem Wegdoppler steht, ruft Giftstrauss: "Wenn du Meneor siehst, sag ihm, dass wir etwas Abwechslung brauchen."
Szeneanfang:
Max steht in Genville bei Meneor und Piri.
Meneor, l?chelnd: "Bist du zufrieden mit Mars-Genville?"
Max, unsicher: "Eigentlich schon, aber ... Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gut gehen soll. Ich bringe die gewaltt?tigsten Drecks?cke in dieses Paradies. Diese Schweine empfinden Lust, wenn sie Grausamkeiten begehen. Sie werden diese gutmütigen Leute bedrohen, einschüchtern, zusammen schlagen, foltern und ermorden."
Meneor, lachend: "Dann sind sie ja Chromos 2 Krieger."
Piri kichert.
Max ist irritiert, weil er den Witz nicht versteht.
Piri, zu Max, tr?stend: "Ambellmi kann das Bedürfnisstruktur wandeln. Jedes Bedürfnis ist als Speichdenks im Gehirn eingebaut. Es fügt den Sinnesreizen Gefühle hinzu, damit sie für dich ein Wert erhalten ..."
Max: "Wie muss ich mir das vorstellen?"
Piri: "... Ambellmi k?nnte dir ein Bedürfnis implementieren, das in dir beim Anblick eines bestimmten Blume ein Orgasmus ausl?st ..."
Max, l?chelnd: "Das w?re sch?n peinlich."
Piri: "... Das Bedürfnis k?nnte aber auch ein Wutanfall ausl?sen, sodass du das Blume in Stücke hackst. Oder es verursacht ein so starkes Appetit auf das Blume, dass du dich nicht dagegen wehren kannst, das Blume aufzuessen. Wenn Ambellmi die Speichdenks l?scht, die bei Grausamkeiten Lust erzeugen, gibt es kein Grund mehr, grausam zu sein. Wenn deine Drecks?cke aber Lust empfinden, wenn sie angel?chelt werden, wird es sie dazu bewegen, L?cheln zu erzeugen."
Max, etwas ungl?ubig: "Du meinst, nett zu sein. Es f?llt mir schwer, mir diese Bestien als nette Menschen vorzustellen."
Piri, sinnierend: "Eigentlich kann ein Wesen nichts dafür, dass es ein grausames Bedürfnisstruktur hat."
Max, aufgewühlt: "Ja, aber ich kann auch nichts dafür, dass ich diesen Monstern am liebsten den Kopf abreissen würde."
Piri küsst den erstaunten Max auf die Wange ...
... und flüstert ihm ins Ohr: "Dass du das Problem friedlich l?sen willst, zeigt, dass dein Bedürfnisstruktur gar nicht so schlecht ist."
Err?tend versucht Max abzulenken: "Und wie gehen wir vor?"
Meneor: "Ich komme mit dir und schaue, welche Guards brauchbar sind."
Max, zweifelnd: "Ich bin mir da nicht mehr so sicher. Die Mitglieder der Spezialtruppe werden immer wieder weg sein. Das f?llt ihren Kollegen auf. Sie werden Fragen stellen. Früher oder sp?ter wird sich einer verplappern. Dann bin ich tot."
Piri: "Wozu braucht ihr Guards? Ein paar Leute abschleppen k?nnen wir doch auch zu dritt."
Meneor nickt.
Max, Piri musternd, verblüfft: "?hm ... zu dritt? Du wirkst nicht gerade ... Ich meine ..."
Piri hat die Arme um Meneors Hals geschlungen, liegt gerade ausgestreckt auf seinen Armen und sagt süss: "Aber ich liebe es doch, mit Meneor Sachen zu machen. Da muss ich doch nicht gerade wirken."
Max hat das Gefühl, dass jetzt etwas schief l?uft und kratzt sich am Hinterkopf.
Dieser Anblick bringt Meneor und Piri zum Lachen.
Max, verlegen l?chelnd: "Arg, ich glaube, ich werde hier wieder ver?ppelt."
Piri, fr?hlich: "Du musst nicht sehen, wie etwas wirkt. Du musst sehen, wie etwas ist."
Max: "Wie soll ich wissen, was du bist? Ich kenne dich ja nicht."
Meneor, den Weisen mimend: "Antara ist das Mond. Piri ist das Sonne."
Piri, kichernd: "Ich glaube nicht, dass es das ist, was es wissen wollte."
Meneor, grinsend: "Aber es macht so ein lustiges Gesicht."
Piri kichert.
Max seufzt.
Piri, zu Max: "Du denkst, ich sei schwach und k?nne nicht k?mpfen."
Piri entfernt rasend schnell Maxens Pistolengurt und zieht ihn selber an.
Max starrt verblüfft auf seinen Pistolengurt, der um Piris Hüften liegt.
Piri geht in die Knie, ...
... packt mit jeder Hand einen Mann über dem Fusskn?chel ..
... und hebt mühelos beide bis zu ihren Schultern hoch.
Mit offenem Mund starrt Max auf das zierliche Gesch?pf hinab, das seinen Blick ohne sichtliche Anstrengung mit strahlendem L?cheln erwidert.
Max, verdattert: "Ich ... ?hm ... Ich m?chte mich für mein unangemessenes Vorurteil entschuldigen."
Piri stellt die M?nner auf die Füsse.
W?hrend Piri Max in Sekundenschnelle das Pistolengürtel umh?ngt, sagt Max verlegen l?chelnd: "Dann bin ich wohl das schw?chste Glied in der Kette."
Piri: "Das ist kein gutes Bild. Das Schw?chste kann entscheidend sein. Und dann war es für das Ergebnis das St?rkste."
Max: "Und wie soll ich das verstehen?"
Piri: "Du bist Ursache dafür, dass Natural City von Gewalt befreit wird, weil du weisst, wer Gewalt ausübt, und weil du unser Hilfe holst. Das ist mehr, als wir mit all unserem Kraft bewirken k?nnten."
Max betrachtet Piri mit einem langen Blick ...
... und sagt: "Du bist eine sehr freundliche Person."
Max schaut die beiden fragend an: "Dann auf in den Kampf?"
Meneor und Piri nicken l?chelnd.

