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Band 27

  Kurz entschlossen nimmt Aladan Flirit auf die Arme ...

  ... und rennt den Reitv?geln nach. Hisch folgt den beiden.

  Wie sie die Landschaft mit den grossen Felsbl?cken hinter sich lassen, tauchen vor ihnen merkwürdige B?ume auf, deren St?mme die Form von kleinen H?usern oder Hütten haben. Ihre starken Kronen beschatten die H?uschen und tragen Früchte. Die B?ume sind so angeordnet, dass sich in der Mitte ein Geb?ude von beeindruckender Gr?sse findet, w?hrend die übrigen in einigem Abstand dazu, wie zuf?llig hingestreut, um das zentrale Geb?ude herum wachsen.

  Flirit zeigt auf eines der kleineren H?user und sagt ver?ngstigt: "Ins Haus, ... bitte ins Haus."

  Aladan schaut z?gernd den Reitv?geln nach, die zu entschwinden drohen, ...

  ... stellt dann kurz entschlossen Flirit vor dem bezeichneten Haus ab ...

  ... und rennt mit Hisch, Staub aufwirbelnd, den Reitv?geln nach.

  Immer die Reitv?gel im Blick rennt Aladan aus Leibeskr?ften.

  Da hechtet Hisch in Aladans Beine ...

  ... und bringt ihn zu Fall, ...

  ... sodass er unsanft auf dem Bauch landet, ...

  ... wobei sein Kopf über den Rand einer Schlucht hinausragt, die so tief ist, dass ihr Boden kaum zu sehen ist.

  Mit seinem dümmsten Gesicht schaut Aladan in den Abgrund.

  Hisch, Aladan einen Tritt in den Hintern versetzend: "Du vertrotteltes, altes Vogelgucker! Schau doch, wo du hinrennst!"

  Aladan dreht sich um, sitzt halb aufgerichtet im Sand und sagt, den Schreck noch in den Gliedern, mit dem missglückten Versuch eines L?chelns: "Du machst dir ja echt Sorgen um mich, Hisch ... Wie sch?n."

  Hisch streckt ihm grimmig die Zunge raus.

  Aladan streckt Hisch die Hand hin ...

  ... und widerwillig zieht sie ihn hoch.

  Aladans schwungvolles Aufstehen bringt ihn dicht an Hisch heran.

  Er legt die Arme um sie und küsst sie z?rtlich.

  Auch Hisch umarmt ihn und erwidert seinen Kuss, ...

  ... bringt den Mund an Aladans Ohr und flüstert: "Wir sind mitten im Krieg."

  Aladan, mit Blick auf die über der Schlucht h?ngenden Reitv?gel, als sei er aus einem Traum gerissen: "Ah ja ..."

  Von der anderen Seite der Schlucht schwebt eine Art Wolke auf die Reitv?gel zu.

  Wie die Wolke n?her kommt, entpuppt sie sich als eine Ansammlung von etwa 70 Zentimeter durchmessenden, halb durchsichtigen Blasen, die aussehen wie Wassertropfen.

  Aus den Zylindern der Pfeilk?pfe schiessen ellenlange Pfeile auf die Tropfen zu.

  Die Pfeile durchschlagen die Hüllen der Tropfen und bringen diese zum Platzen.

  W?hrend die schlaffe Tropfenhülle abstürzt, bleibt eine kaum sichtbare Gaswolke zurück.

  Die Gaswolken verbinden sich und driften auf die Reitv?gel zu.

  Die Reitv?gel stieben auseinander und versuchen H?he zu gewinnen.

  Ein Reitvogel ger?t in die Gaswolke, ...

  ... st?sst ein markerschütterndes 'Raaahhh' aus, ...

  ... um dann wie ein Stein in die Schlucht zu stürzen.

  Hisch ruft erschrocken: "Diese Dinger sind mit Giftgas gefüllt!"

  Immer mehr Tropfen schweben heran.

  Die Reitv?gel schweben über ihnen und die Pfeilk?pfe schiessen Salven von Pfeilen herab, ...

  ... welche die Tropfen platzen lassen.

  Dadurch wird die Giftgaswolke immer gr?sser.

  Da und dort ger?t ein Reitvogel in die Wolke und stürzt mit 'Raaahhh' ab.

  Die im Vergleich mit den Tropfen relativ kleine Schar Reitv?gel wird bei dieser absurden Schlacht zunehmend dezimiert.

  Aladan, mit gerunzelter Stirn den Kampf verfolgend: "Für unsere Freundlichen sieht's nicht gut aus."

  Hisch, mit zweifelndem Blick auf Aladan: "Woher weisst du, dass die Reitv?gel unsere Freundlichen sind?"

  Aladan, unverwandt den Kampf verfolgend: "Wenn sie verlieren, wird Flirit sterben ... Das habe ich auf seinem Gesicht gelesen."

  Hisch, sp?ttisch: "Oh, das selbstverliebte Herr Aladan hat sich bequemt, ein Gesicht zu lesen ..."

  Hisch, mit forschendem Blick auf Aladans Gesicht: "Flirit muss dich ja schwer beeindruckt haben."

  Aladan, mit stillem L?cheln Hisch anschauend: "Ja, hat es."

  Hisch, seufzend: "Na gut, lass uns dein schweres Eindruck beschützen."

  Aladan und Hisch rennen der Schlucht entlang, ...

  ... bis sie in der Angriffsrichtung der Tropfen stehen.

  Synchron beugen sie ihre K?pfe herab zu ihren Messergürteln und sagen 'Zisch'.

  Wie sie in rasend schneller Folge die Messer werfen, verwirbeln ihre Arme.

  Kaum in der Luft, zünden die Messer ihren Raketenstrahl ...

  ... und rasen auf die Tropfenwolke zu.

  Eine breite Bresche reissend, durchpflügt der Messerschwarm die Tropfenwolke.

  Kaum ist der Messerschwarm hindurch, ist das schrille Pfeifen von Aladan und Hisch zu h?ren.

  Sofort klappen die Messer ihre Flügel aus, ...

  ... wenden und rasen zurück.

  Mit wirbelnden Armen greifen Hisch und Aladan die Messer aus der Luft, ...

  ... um sie postwendend wieder zu werfen.

  Erneut reisst der Messerschwarm eine grosse Lücke in die Tropfenwolke.

  W?hrend die Messer zurückkehren, zerplatzen unter den Salven der verbliebenen Pfeilk?pfe die letzten Tropfen.

  Die Tropfenhüllen regnen hinab in die Schlucht.

  Kaum haben Hisch und Aladan ihre Messer in den Gürteln verschwinden lassen, h?ren sie hinter sich eine Stimme: "Danke, dass ihr uns gerettet habt ..."

  Wie sie sich, etwas erschrocken über den überraschend aufgetauchten jungen Mann in einem Laborkittel, umdrehen, f?hrt dieser fort: "Diesen Angriff h?tte meine dezimierte Armee von Pfeilk?pfen nicht überlebt."

  Mann, l?chelnd: "Ich bin Armonk, Chromos 2 Gentechniker ... und ihr seid Hi-sh und Aladan?"

  Hisch, ergrimmt: "Hisch, Hisch, Hisch, du dreimal gefaltetes Lurchenprotein!"

  Aladan grinst.

  Armonk ist bestürzt, ...

  ... wirft sich auf die Knie, das Gesicht dicht über dem Boden, und ruft: "O Verzeihung, Verzeihung, ich wollte dich nicht beleidigen."

  Hisch und Aladan sind verblüfft.

  Hisch, kichernd zu Aladan: "Das ist ja noch skurriler als du."

  Aladan, betupft: "Pah."

  Jetzt schaut Armonk verblüfft zu den beiden hoch.

  Armonk, immer noch auf Knien, unsicher: "Ihr werdet mich nicht schlagen?"

  Hisch, drohend: "Wenn du noch einmal Hi-sh sagst, kriegst du ein Tritt in das Hintern."

  Armonk steht auf, ...

  ... streckt Hisch seinen Hintern entgegen und sagt demütig: "Bitte bestrafe mich für mein Fehlverhalten."

  Hisch ist sprachlos. Aladan murmelt zu sich selbst mit Befremden: "Abgesehen davon, dass ich überhaupt nicht skurril bin, ist dieses Kerl wesentlich skurriler als ich."

  Aladan, den Arm um Armonks Schultern legend, g?nnerhaft: "Komm, liebes Armonk, zieh dein Hintern ein und erkl?re uns, was hier abgeht."

  Armonk wirft Aladan einen unsicheren Blick zu, ...

  ... fasst sich aber ein Herz und will eben erz?hlen, da unterbricht ihn eine Stimme aus dem Off: "Armonk, eile herbei und berichte mir über die Schlacht!"

  Ein junger Mann, dessen selbstbewusste und stolze Haltung keinen Zweifel aufkommen l?sst, wer hier das Sagen hat, steht da in seinen herrschaftlichen Gew?ndern und wartet ernst und fordernd auf eine Antwort.

  W?hrend Armonk dienstbeflissen zu dem jungen Mann wieselt, sagt Aladan leise zu Hisch: "Oh, ein Büblein zart ..."

  Hisch erg?nzt mit schiefem Grinsen: "Macht ganz auf hart."

  Armonk wirft sich vor dem Mann auf die Knie und sagt mit dem Kopf fast im Staub: "Dank der Hilfe von Hisch und Aladan ist es uns noch einmal gelungen, den Angriff der Tropfen abzuwehren, o Herr."

  Hisch und Aladan sind inzwischen herbei geschlendert und betrachten die Szene etwas ratlos.

  Mann, ver?rgert, dass die beiden stehen bleiben, aber Haltung wahrend: "Und warum, Armonk, erweisen mir die neuen Diener nicht den schuldigen Respekt?"

  Armonk, in seiner Demutshaltung nerv?s mit den H?nden nach unten wedelnd: "Bitte, meine Freunde, werft euch in den Staub, er ist der Herr."

  Sich einen schelmischen Blick zuwerfend, legen sich Aladan und Hisch zu beiden Seiten von Armonk auf die Knie, das Gesicht fast im Staub.

  Aladan: "Ist es gut so, der Herr?"

  Armonk zischt nerv?s: "Nicht 'der Herr', sag 'o Herr'."

  Hisch: "Also, Herr o Herr, kannst du uns vielleicht erkl?ren, was hier l?uft?"

  Armonk schl?gt sich verzweifelt die H?nde vors Gesicht.

  Beleidigt wendet sich der Herr ab und geht in Richtung Baumhaussiedlung.

  Armonk jammert, h?nderingend, auf Knien: "Was für ein Jammer, ihr habt den Herrn erzürnt ... Er wird mich schlagen."

  Hisch und Aladan rappeln sich hoch und werfen sich dabei einen amüsierten Blick zu.

  Armonk rennt dem Herrn nach und ruft: "O Herr, verzeiht, verzeiht!"

  Aladan, dem entschwindenden Armonk nachschauend, trocken: "Ich sch?tze, o Herr ist ein Chromos 1 Natürliches mit ausgepr?gtem Herrschbedürfnis ..."

  Hisch, in derselben Haltung, ebenso trocken: "Und Armonk ist ein Chromos 2 Genbastler mit ausgepr?gtem Dienbedürfnis."

  Hisch und Aladan spazieren Richtung Baumh?user. Hisch: "Stell dir vor, wir w?ren kein Fehlkonstruktion und würden sabbernd nach Erfüllung von o Herrns Wünschen gieren."

  Aladan, dem die Vorstellung sichtlich unangenehm ist: "Schauderlich."

  Wie sie an dem grossen, zentralen Baumhaus vorbeikommen, h?ren sie klatschende Ger?usche und Armonks 'Aua aua'-Schreie.

  Aladan, mit feinen Grinsen: "überlassen wir diese beiden M?nner ihren Vergnügungen und schauen nach Flirit."

  Hisch kichert.

  Hisch, suchend: "Weisst du noch, welches Haus es war?"

  Aladan ist ratlos.

  Hisch sp?ht in ein Baumhaus. Sanft gebogene Formen bilden einen Innenraum, der an eine H?hle erinnert. Durch Fenster?ffnungen f?llt etwas Licht. Der Raum scheint leer.

  Erst jetzt f?llt Hischs Blick auf einen Pfeilkopf, der auf einer Matte sitzt und sie mit einem ruhigen, intelligenten Blick beobachtet. Hisch, überrascht: "Oh, hallo Pfeilkopf."

  Neugierig taucht Aladan neben Hisch auf. Pfeilkopf: "Warum habt ihr unser Leben gerettet?"

  Hisch stottert überrascht: "Nun ja, ?hm ..."

  Aladan, Stirn runzelnd: "Warum stellst du ein so bl?des Frage?"

  Pfeilkopf, l?chelnd: "Wer nicht fragt, versteht nicht."

  Aladan h?lt sich, die Antwort bedenkend, das Kinn und sagt: "Hm."

  Hisch schaut Aladan an und kichert.

  Pfeilkopf, ernst: "Ihr seid Fremde und stellt euch auf unsere Seite, warum?"

  Aladan schwadroniert: "Nun, mir sind Giftgas gefüllte Luftballons nicht sympathisch, daher ..."

  Hisch f?llt ihm lachend ins Wort: "Sei ehrlich, Aladan ... Wir wollten nur Flirit beschützen ... und ..."

  Hisch, durch die tragische Erinnerung von pl?tzlichem Ernst erfüllt: "Wir konnten doch nicht zusehen, wie ihr alle unter qualvollen Schmerzen in das Schlucht stürzt."

  Pfeilkopf, ernst: "Zuerst waren wir viele, dann wenige ... Und morgen werden wir gar keine mehr sein ... Armonk kann nicht genug von uns herstellen. Der Krieg ist verloren."

  Aladan: "Worum geht es bei diesem Krieg?"

  Pfeilkopf: "Wir müssen die Tropfen abwehren. Mehr sagt uns der Herr nicht."

  Aladan und Hisch spazieren nachdenklich hinüber zu Flirits Baumhaus.

  Wie sie das Haus betreten, schaut Flirit sie mit grossen, ver?ngstigten Augen an und fragt: "Lebt noch jemand?"

  Aladan, tr?stlich l?chelnd: "Aber ja, ich habe die Feindlichen zurückgeschlagen. Ich bin schliesslich das Gr?sste."

  Mit Tr?nen der Erleichterung wirft sich Flirit an Aladan und umarmt ihn heftig.

  Tr?stend t?tschelt Aladan ihren Kopf neben der Stelle, wo die Blume w?chst.

  Erstaunt beobachtet Aladan Hischs erschrockenen Ausdruck, mit dem sie Flirits Gesicht beobachtet.

  Ohne mit dem T?tscheln aufzuh?ren, wirft Aladan einen neugierigen Blick seitlich nach unten und bemerkt, dass Flirit tapfer versucht, einen starken Schmerz auszuhalten.

  Sofort h?rt Aladan mit dem T?tscheln auf.

  Da entspannt sich Flirits Gesicht.

  Aladan und Hisch werfen sich einen fragenden Blick zu.

  Gleichzeitig schliessen sie ihre Augen und beginnen mit offenem Mund Flirits Kopfhaut zu ultraschallen.

  Hisch ?ffnet ihre Augen und ruft emp?rt: "Aber da ist ja alles entzündet!"

  Aladan, Stirn runzelnd: "Hast du Schmerzen Flirit, dort, wo das Blume w?chst?"

  Flirit l?st sich von Aladan und sagt, tapfer l?chelnd: "Ja, ich habe immer Schmerzen am Kopf ... Und wenn jemand hin fasst, muss ich ganz fest den Mund verschliessen."

  Aladan, mitfühlend: "Hast du dieses Blume von Anfang an getragen?"

  Flirit, wie oben: "Wie ich aus dem Tank gekommen bin, hat Armonk mir die Blume auf den Kopf getan. Damit ich aufh?re zu wachsen und zur Freude des Herrn."

  Hisch, ungl?ubig: "Aufh?ren zu wachsen?"

  Flirit, wie oben: "Ja, der Herr hat gern ein kleines Blumenm?dchen."

  Hisch und Aladan schauen sich ungl?ubig an.

  Aladan, der es kaum fassen kann: "Du hast das ganze Tag Schmerzen, nur um dem o Herrn zu gefallen?"

  Flirit, schw?rmerisch: "Ja, es ist so sch?n, dem Herrn zu dienen."

  Flirit, rührend besorgt: "Ich muss jetzt zum Herrn. Es ist immer so anstrengend für ihn, Armonk zu schlagen."

  Und schon huscht Flirit zur Tür?ffnung hinaus, gefolgt von den v?llig begriffslosen Blicken von Hisch und Aladan.

  Hisch, Stirn runzelnd: "Fühlst du dich auch permanent verarscht?"

  Aladan, würdevoll: "Ich kann dir nicht widersprechen, liebes Hisch. Vielleicht sollten wir unser forschendes Auge auf das andere Seite des Schlucht werfen."

  Hisch, forschend: "Du meinst, wir stehen hier vielleicht auf dem falschen Seite?"

  Aladan, das Haus verlassend: "Jedenfalls auf einem Seltsamen, das ist gewiss."

  Vor dem Haus dreht Aladan sich nach Hisch um, die ihm folgt.

  Aladan hat Hisch bei den Schultern gefasst und schaut ihr tief in die Augen: "Lass mich ein Blick in deine sch?nen Augen werfen, damit mein Geist Ruhe findet und Konzentration."

  Hisch l?chelt.

  Einen Augenblick schauen sie sich tief in die Augen, ...

  ... um sich dann zu umarmen und zu küssen.

  Tatendurstig rennen sie zwischen den Felsbrocken hindurch ...

  ... zum Madenteich, wo die überlebenden Reitv?gel sitzen und essen.

  Vorsichtig n?hern sich Aladan und Hisch dem ersten der beeindruckenden V?gel von der Seite.

  Sie bleiben unschlüssig stehen. Der Reitvogel isst unbeirrt weiter.

  Hisch, mit unsicherem Blick auf den Reitvogel: "Wir k?nnen uns doch nicht einfach da drauf setzen. Wer weiss, wie das Reitvogelwesen reagiert."

  Aladan h?lt sich sinnierend das Kinn: "Hm, wir h?tten das Pfeilkopf fragen sollen ..."

  Verblüfft h?ren die zwei den Reitvogel sagen: "Ihr k?nnt mich nicht reiten."

  Hisch versucht sich von ihrer überraschung zu erholen: "?hm ... du sprichst ja ..."

  Reitvogel: "Ja und du sprichst auch. So sprechen wir alle."

  Hisch schaut d?mlich drein und Aladan lacht schallend.

  Aladan, grinsend: "Ist das ein Befehl des o Herrn, dem ihr alle so freudvoll dient?"

  Reitvogel: "Das ist ein Befehl der Physik, der wir alle dienen, ob freudvoll oder nicht."

  Jetzt schaut Aladan doof aus der W?sche und Hisch kichert.

  Reitvogel: "Um dich zu tragen, braucht es zwei von uns."

  Hisch, sinnierend: "Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, wenn sich so intelligente Wesen für dieses Schwachkopf o Herrn aufopfern ..."

  Reitvogel: "Die Tropfen bedrohen uns alle. Also k?mpfen wir auch für uns. Und weil der Herr ein Schwachkopf ist und nichts kann, soll er Herr sein."

  Hisch kichert und Aladan grinst breit.

  Aladan, grinsend: "Ein eigentümliches, aber sehr amüsantes Sicht der Dinge."

  Hisch: "Wir wollen herausfinden, woher die Tropfen kommen. Aber leider k?nnen wir nicht über das Schlucht fliegen."

  Reitvogel: "Doch, wenn du ein Seil hast ..."

  Hisch, verblüfft: "Ein Seil?"

  Reitvogel: "Zwei von uns halten die Enden des Seils mit den Füssen und du h?ltst dich in der Mitte."

  Hisch, verblüfft zu Aladan: "Das ist das intelligenteste Vogel, mit dem ich je geredet habe."

  Aladan ist ebenfalls beeindruckt.

  Suchend schauen Aladan und Hisch in Armonks Baumhaus hinein. Ein unterdrücktes St?hnen 'Hng' ist zu h?ren.

  Wie sie eintreten, entdecken sie Armonk, der in Hosen, mit nacktem Oberk?rper, b?uchlings auf seiner Schlafmatte liegt und zittert. Sein Rücken ist übers?t mit blutigen Peitschenstriemen.

  Betroffen stehen Hisch und Aladan vor Armonks Lager.

  Aladan, beklommen: "Hat es dich wegen unseres bl?den Scherzes so zugerichtet?"

  Armonk, mit dem Gesicht zur Matte: "Der Herr ... Hng ... versteht keinen Spass."

  Hisch wendet sich wütend zum Gehen: "Dem werde ich mal unters Hemd pusten!"

  Reflexartig streckt Armonk die Hand nach Hisch aus, was ihm zus?tzliche Schmerzen bereitet, und sagt st?hnend: "Nein ... die Pfeilk?pfe werden dich t?ten."

  Gebremst von Armonks Worten stampft Hisch in hilfloser Wut mit voller Kraft auf den Boden, dass das Baumhaus erzittert. Armonk reisst überrascht die Augen auf.

  W?hrend Tr?nen der Wut über Hischs Gesicht laufen, zieht Aladan sie tr?stend an sich und sagt: "Beruhige dich, Hisch. Wir wissen ja, dass Natürliche Genschrott sind."

  Armonk, leise: "Das bin ich auch, denn ich muss diesem Genschrott gehorchen."

  Hisch faucht mit ohnm?chtiger Wut: "Ja, das bist du! Warum gehorchst du bloss diesem o Idioten?"

  Armonk, wie oben: "Mein Dienverlangen ist zu stark ... Ich werde zittrig und schwer depressiv, wenn ich es unterdrücken will."

  Aladan und Hisch tauschen einen langen, hilflosen Blick.

  Aladan: "Hast du wenigstens ein Schmerzmittel?"

  Armonk, wie oben: "Ja, ich habe etwas genommen. Es ist schon ertr?glicher."

  Hisch: "K?nnen wir dein Labor benutzen? Wir brauchen Seile."

  Armonk, überrascht von diesem seltsamen Wunsch: "?h ... ja ... es ist im Nachbarhaus."

  Wie Aladan und Hisch das Nachbarhaus betreten, stehen dort ein Tank- und ein Genkombinationswesen. Das Tankwesen hat keine Beine. Das Genkombinationswesen sieht aus wie ein zehn Zentimeter dicker Kuchen, einen Meter lang und siebzig Zentimeter tief. Auf seiner Oberfl?che befinden sich zahlreiche Punkte, die an eine Tastatur erinnern.

  Aladan, l?chelnd und mit zum Gruss erhobener Hand: "Hallo, ich bin Aladan, das Wunderbare."

  Schweigen.

  Aladan, etwas befremdet: "Hm, die sind wohl etwas schüchtern."

  Hisch, den kritischen Blick nahe am Genkombinationswesen: "Irrtum, die sind uralt. Die k?nnen gar nicht sprechen."

  Hisch, mit skeptischem Blick auf Aladan: "Oder vielleicht wollen sie mit einem Hocht?ner wie dir nichts zu tun haben."

  Aladan schreitet in vornehmster Haltung zum Genkombinationswesen und sagt, sich r?uspernd: "Schweig Weib und tu dein Arbeit!"

  Hisch, mit einem unterwürfigen Hofdamenknicks: "Gewiss, und was wünscht das wunderbare Herr?"

  Aladan, mit vornehmst nach oben gerecktem Kopf und geschlossenen Augen: "Natürlich ein Seil aus Seide."

  Hisch, sinnierend: "Hm, das Idee ist gut ... Aber ich habe das Gencode für die Seidenenzyme vergessen."

  Aladan, seine Finger mit grossem Gestus wie ein Klavierspieler bewegend: "Dann weiche und lass das grosse Meister ran."

  Geschmeidig, mit spitzbübischem L?cheln wischt Hisch zur Seite. Aladan, der grosse Pianist, rückt sich vor der Tastatur in Position.

  Aladans Gesicht ist hochkonzentriert, w?hrend seine Finger flink die Reihenfolge der Basen für den Gencode der Seidenenzyme eintippen. Hisch schaut Aladan bewundernd an.

  Nach einiger Zeit, Aladan steht schon der Schweiss auf der Stirn, ist die Arbeit beendet und Aladan zieht seine H?nde zurück.

  Hisch applaudiert begeistert und Aladan verbeugt sich vornehm vor seinem Publikum.

  Aladan wendet sich ab und sagt, ver?chtlich mit der Hand winkend: "Das Rest überlasse ich dem Gesinde."

  Hisch, verzweifelt: "Aber ich hab doch vergessen, wie das geht."

  Genervt dreht sich Aladan wieder um zum Genkombinationswesen, ...

  ... drückt eine Ecke langsam runter, ...

  ... bis eine kleine Kapsel hervorragt, ...

  ... greift die Kapsel mit zwei Fingern ...

  ... und ?ffnet den Deckel des Tankwesens, ...

  ... um die Kapsel vorsichtig in das Tankwesen zu legen. Da h?rt er Hisch kichern.

  Aladan f?hrt herum, gleichzeitig den Deckel des Tankwesens schliessend.

  Mit bohrendem Blick l?chert er die kichernde Hisch und sagt: "Du hast mir ein Gewürzecke erz?hlt. In Wahrheit hast du nichts vergessen."

  Hisch, kichernd: "Wenigstens einmal im Leben wollte ich dir bei dem Arbeit zusehen."

  Aladan geht, die Pranken erhoben wie ein wütender B?r, auf Hisch zu und macht 'Groaaar'.

  Hisch, kichernd: "Lass das Luft ab, du revidiertes Blasbalg. Du kannst ja gar nicht wütend werden."

  Aladan, ertappt: "Ich wollte dich wenigstens erschrecken."

  Hisch, sich wie ein schnurrendes K?tzchen an Aladan reibend: "Ach, Aladan, du kannst mich doch gar nicht erschrecken ..."

  Hisch, Aladan umarmend: "Dafür habe ich dich viel zu lieb."

  Aladan, seine Kleidung abstreifend: "Ergreifen Sie das günstige Gelegenheit."

  Hisch: "Ja, ich ergreife sie."

  Aladan: "Oh ..."

  Szeneanfang:

  Aladan und Hisch liegen nackt neben dem Tankwesen und scheinen zu schlafen.

  Hisch ?ffnet die Augen und stemmt im Sitzen neugierig den Deckel des Tankwesens auf.

  Im Tankwesen liegt, in zahlreichen Schlaufen, ein dickes Seidenseil.

  Flink ist Hisch auf den Beinen, streift sich Kleid und Messergürtel über, ...

  ... greift sich das Seil im Tank ...

  ... und beginnt, als sei es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt, den nackten, schlafenden Aladan mit dem Seil einzuwickeln.

  Wie Aladan müde die Augen ?ffnet, ...

  ... stellt er mit einem verwirrten Blick zu seinen Füssen fest, dass er bis auf Kopf und Füsse in ein Seil gewickelt ist.

  Erst jetzt ist zu sehen, dass Hisch den gefesselten Aladan wie einen Rucksack an zwei Schlaufen des Seils tr?gt.

  Aladan, der nicht sehen kann, was geschieht, unbehaglich: "?hm ... was führt mich da wohin?"

  Hisch, zielstrebig durch die Felsen in Richtung Teich marschierend, sp?ttisch: "Für das Meister des Schlafmütze geschieht Geschichte im Schlaf."

  Aladan ist erleichtert, Hischs Stimme zu h?ren ...

  ... und sagt schicksalsergeben: "Dein Humor ist, wie immer, sehr ausgefallen."

  Sie erreichen den Teich, wo die Reitv?gel herumstehen, sich das Gefieder putzen oder schlafen.

  Hisch kr?ht: "Fertig gefaulenzt, ihr schlappen Federbüschel! Wir brauchen Flugvieh!"

  Aladan verdreht die Augen über Hischs charmante Ann?herung.

  Interessiert beobachten die Reitv?gel, wie Hisch Aladan wie eine Lassok?nigin aus dem Seil wickelt, ...

  ... sodass er schliesslich nackt, mit Kleidern und Messergürtel unter den Armen, dasteht.

  Reitvogel: "Was habt ihr vor?"

  Hisch, das Seil hochhaltend: "Wir brauchen vier von euch, die das Seil halten und uns damit zu den Tropfen fliegen."

  Reitvogel: "Ich bin bereit."

  Hisch, auf die Füsse des Reitvogels schauend: "Soll ich das Seil an deinem Bein festbinden?"

  Reitvogel: "Nein, wenn ich sterbe, muss ich loslassen k?nnen, sonst reisse ich euch mit."

  Hisch begreift erst jetzt, dass die Reitv?gel ihr Leben riskieren, um ihren Wunsch zu erfüllen, und stottert betroffen: "?h ... aber ... warum sterben?"

  Anderer Reitvogel: "Bis jetzt sind noch jedes Mal ein paar von uns gestorben, wenn wir über die Schlucht geflogen sind."

  Hisch ist von dieser Wendung des Gespr?chs so baff, dass sie nur noch mit offenem Mund da steht.

  Aladan, der sich inzwischen angezogen hat: "Und wenn wir hoch oben bleiben?"

  Ein Reitvogel: "Ja, das steigert unsere überlebenschancen. Trotzdem werden wir zu sechst fliegen."

  Anderer Reitvogel: "Dann k?nnen zwei von uns sterben, ohne dass ihr abstürzt."

  Hisch, hilflos zu Aladan: "Sollten wir das Sache nicht abblasen?"

  Aladan, pathetisch zu den Reitv?geln: "Seid ihr bereit, euer Leben zu riskieren, um das Ph?nomen der Tropfen zu erforschen?"

  Reitv?gel, im Chor: "Jawohl."

  Aladan, mit s?uerlichem L?cheln zu Hisch: "Im übrigen, liebes Hisch, riskieren wir unser Leben genauso. Denn wir h?ngen mitten drin."

  Szeneanfang:

  Meneor n?hert sich Estragon, der mit geschlossenen Augen meditierend auf einem Felsen sitzt.

  Meneor bleibt vor Estragon stehen und mustert ihn interessiert.

  Estragon, wie oben: "Was sich fast lautlos n?hert, muss das Krieger sein."

  Meneor, neugierig: "Warum sitzt du da mit geschlossenen Augen?"

  Estragon ?ffnet die Augen: "Ich versuche das Kern des Existenz zu spüren."

  Meneor, nichts verstehend: "Wozu?"

  Estragon: "Das Krieger hat wohl stets ein Ziel. Drum fragt es nach dem Zweck gar viel."

  Meneor, grinsend: "W?re dein Tun zwecklos, würdest du es nicht tun."

  Estragon, lachend: "Ich liebe dein Verstand. Es ist von gnadenlosem Sch?rfe."

  Estragon: "Erlaube mir, mich Krieger tauglich auszudrücken: Schliesse die Augen ..."

  Meneor gehorcht.

  Estragon: "... Jetzt versuche durch das gewaltige Schw?rze des Alls bis an das Rand des Universums zu blicken ..."

  Meneor, mit geschlossenen Augen: "Es ist kein Ende ..."

  Estragon: "... Jetzt drehe dich um und versuche es in das andere Richtung ..."

  Meneor, wie oben: "Es ist kein Ende ..."

  Estragon: "Welches Bedeutung hat dein Existenz verglichen mit dem Durchmesser des Universums?"

  Meneor ?ffnet die Augen: "Keines."

  Estragon geht in die Knie und zeichnet eine 1 mit einem waagrechten Bruchstrich und einer liegenden Acht darunter. Estragon: "Seien wir grosszügig und sagen wir, dein Bedeutung sei ein Unendlichstel."

  Meneor, grinsend: "Sehr grosszügig."

  Beide lachen sich an.

  Meneor, wieder ernst: "Aber mein Gefühl sagt etwas anderes: Ich bin alles. Ohne mich ist alles nichts."

  Estragon, erfreut: "Ja, genau. Spüre also dein Alles und platziere es in das Unendlichkeit."

  Meneor schliesst die Augen und konzentriert sich.

  Meneor, wie oben: "Die Bilder des Tages ... Sie fliegen weg ... Ich spüre das Schlagen meiner Herzen ... Es ist dunkel ... und kein Halt ... fast wie bei Antara im Kern des Finsternis ..."

  Meneor ?ffnet die Augen: "Ist es das Kern des Existenz? Und was hast du davon?"

  Estragon fasst Meneor bei den Schultern und sagt: "Es ist wie das Besuch des Waschblume. Du w?schst das Schmutz des Geistes weg. Alle Wichtigkeiten zerbr?seln und du kannst dich allem Vorhandenen mit frischem Geist n?hern und ihm neue Bedeutungen beimessen."

  Estragon beobachtet, wie es in Meneors Gesicht arbeitet.

  Meneor: "Wenn ich im Schwarzen h?nge, sind die Freundlichen wie kleine Lichter ... Auch wenn alles andere ohne Bedeutung ist ... Die Lichter verl?schen nicht ... Sie sind wie Sterne, ... die verhindern, ... dass ich falle ..."

  Estragon ist tief beeindruckt von Meneors Schilderung ...

  ... und küsst ihn spontan leidenschaftlich auf den Mund.

  W?hrend die beiden die Kleider abstreifen, sinken sie hin, ...

  ... um sich im Sand zu umschlingen.

  Szeneanfang:

  Meneor n?hert sich den Nutzwesen, ...

  ... und beugt sich vor Bioskop, um etwas in den Sand zu schreiben.

  Bioskop: "O grosses Krieger, hab Dank für dein Huld. Aber auch wenn ich das Nützlichste aller Wesen bin, brauchst du nicht vor mir zu knien."

  Trage: "Ohne mich w?rst du das Hilfloseste aller Wesen."

  Hilfsorgane: "Und ohne Meneor w?ren wir alle nicht mehr am Leben. Also sollten wir uns vor ihm verbeugen."

  Staunend, was seine f?lschlich interpretierte Haltung ausgel?st hat, h?rt Meneor zu, ...

  ... um dann aufzustehen. Meneor, mit dem Finger auf den Boden deutend, wo etwas geschrieben steht, das im Bild nicht sichtbar ist: "Kannst du das auf ein Jacke für mich malen?"

  Bioskop:"Klar doch. Das Frage ist, ob ich es will."

  Meneor, im Weggehen: "Wenn du ein Licht sein willst, dann wirst du es wollen."

  Bioskop, verblüfft: "Licht?"

  Trage: "In seinem schlichten Sprache meinte es wohl 'Leuchte'. Und dass du ein Leuchte bist, ist ja wirklich nicht offensichtlich."

  Hilfsorgane: "Apropos Leuchte: Wir sollten für etwas Bioluminiszenz sorgen, damit es nachts in Genville nicht so dunkel ist."

  Hinweis: Im Folgenden ist auf Meneors Jacke das Symbol mit der 1, dem waagrechten Bruchstrich und der liegenden Acht zu sehen.

  Szeneanfang:

  In einem majest?tischen Bild fliegen die sechs Reitv?gel hoch über der Schlucht. Mit ihren Krallen haben sie das Seidenseil gegriffen, und zwar so, dass jeweils zwei V?gel die Enden halten und ein P?rchen die Mitte. Dadurch entstehen zwei Seilb?gen, auf denen Hisch und Aladan wie auf Schaukeln sitzen.

  Hisch schaut in die schwindelerregende Tiefe der Schlucht und denkt: 'Boahhh, ist das tief!'

  Ihr Blick f?llt auf Aladan, der verkrampft nach vorn starrt.

  Hisch, kichernd: "Du fühlst dich wohl nicht so wohl?"

  Der ertappte Aladan mit stolz nach oben gerecktem Kopf: "Widerspruch. Ich fühle mich 6fach vogelwohl."

  Hisch, kichernd: "Dann geniesse doch mal das sch?ne Aussicht nach unten."

  Aladan, ver?chtlich: "Pah, mein Genius strebt nach vorn, nicht nach unten."

  Hisch kichert.

  Jenseits der Schlucht erstreckt sich ein karges Felsplateau.

  Gegen die Mitte des Plateaus hin scheint eine Art Baumst?mme zu wachsen. Hinter den St?mmen erscheinen die Umrisse einer grossen Siedlung.

  Beim N?herkommen entpuppen sich die St?mme als haushohe R?hren, die aussehen wie abgeschlagene Pflanzenst?ngel mit etwa 70 Zentimeter Innendurchmesser und 10 Zentimeter Wandst?rke.

  Die Siedlung dahinter ist ein Meer von aus Steinen aufgeschichteten H?usern. Die St?ngel umschliessen die beeindruckend grosse Siedlung in einem 20 Meter breiten Gürtel.

  Hisch, fasziniert von dem Anblick: "Geht mal etwas tiefer."

  Auch Aladan starrt, seine Furcht v?llig vergessend, fasziniert auf diese merkwürdige Anlage hinab.

  Im Gleitflug verlieren die Reitv?gel rasch an H?he.

  Die Reitv?gel sind noch Hunderte von Metern von den St?ngeln entfernt, da l?sen sich, wie auf Befehl, aus einigen die ersten Tropfen. Aladan ist sofort alarmiert ...

  ... und ruft: "Zurück, sofort zurück!"

  Zahlreiche weitere Tropfen entsteigen den St?ngeln.

  W?hrend die Reitv?gel den Anfang einer m?glichst engen Fluchtkurve fliegen, treibt bereits eine Tropfenwolke auf sie zu.

  Dicht vor den Tropfen gelingt es, die Kurve zu vollenden.

  This book was originally published on Royal Road. Check it out there for the real experience.

  Dicht über dem Felsplateau fliegen sie zurück.

  Aladan ruft erleichtert: "Puhh, da haben wir noch mal Glück gehabt."

  Da verschwindet das Felsplateau und Aladans Blick f?llt in die bodenlose Schlucht, wodurch seine Erleichterung durch massives Herzklopfen verdr?ngt wird.

  Ein Reitvogel: "Das Glück steht uns noch bevor."

  Aladan versteht nicht ...

  ... und schaut Erkenntnis heischend rüber zu Hisch, die, an der Unterlippe kauend, ziemlich bedrückt auf dem Seil sitzt.

  Hischs Anblick verwirrt Aladan noch mehr und er protestiert: "Würde mich mal jemand aufkl?ren?"

  Hisch, mit ernstem Blick: "Mit unserem schwachblütigen Vorgehen haben wir das schlafende Hund geweckt ... Es wird Tote geben."

  Aladan begreift erschrocken ...

  ... und reagiert schnell, indem er ruft: "Halt, halt, stellt uns hier ab!"

  Flatternd bremsen die Reitv?gel ab.

  Hisch und Aladan springen in den Sand.

  Hisch ruft den in Richtung Baumsiedlung davonfliegenden Reitv?geln nach: "Bringt das Seil zu Armonk! Wir werden es noch brauchen!"

  Hisch, zu Aladan, ohne jeden Spott: "Und jetzt, grosses Stratege?"

  Aladan, mit feldherrnm?ssig in die Seiten abgestützten F?usten: "Wir bleiben hier und stechen die angreifenden Tropfen ab. Dann haben wir unser Bockmist verführt."

  Hisch, der nichts Besseres einf?llt: "Ja."

  Beide wenden sich in Richtung der Angreifenden, die schon über der Schlucht sichtbar sind.

  Hisch, mit Galgenhumor: "Heldenmiene aufgesetzt!"

  Sie bemerkt, wie Aladan, ganz unk?mpferisch, mit ernstem Gesicht vor sich hinstarrt. Hisch, besorgt: "Was hast du?"

  Aladan, wie oben: "Wir haben kein Trumpf im ?rmel."

  Hisch: "Du meinst, hier stehen und unsere Messer zu verballern ist zwar heldenhaft ..."

  Aldan, ernst zu Hisch: "... aber dumm."

  Hisch, hilflos: "Uns fehlt das taktische Fiesheit von Meneor."

  Aladan, mit gespieltem übereifer nickend: "Ja, es ist ein hinterh?ltiges Subjekt."

  Hisch, emp?rt: "Das wollte ich damit nicht sagen, du quallenb?rtiges Hinkelstein."

  W?hrend Aladan sich vorzustellen versucht, wie wohl ein quallenb?rtiger Hinkelstein aussieht, sinniert Hisch im Selbstgespr?ch: "Was würde Meneor tun? ... Sich allein auf die Messer verlassen? ..."

  Bei Aladan macht es 'Pling', w?hrend das Bild vom Hinkelstein sich in ein Bild von einem gew?hnlichen faustgrossen Stein verwandelt.

  Aladan buddelt wie ein Hund im Sand. Hisch, irritiert: "Aha, du willst dich also eingraben ... Was für ein taktisches Genieblitz."

  Aladan findet einen Stein und wirft ihn der überraschten Hisch zu.

  Im Weiterbuddeln erl?utert Aladan: "Ein mit unserem Kraft geworfenes Stein ist fast so wirksam wie ein Pistolenkugel."

  Schlagartig begreift Hisch, ...

  ... dreht sich um und wirft den Stein mit aller Kraft zu den inzwischen bedrohlich über der Schlucht h?ngenden Tropfen.

  Wie eine kleine Kanonenkugel durchschl?gt der Stein alle Tropfen, die in seiner Bahn liegen.

  Die geplatzten Hüllen stürzen in die Schlucht.

  Aladan kommentiert trocken: "Jetzt wird's haarig für das Bruderschaft der fliegenden Gallenblasen."

  Stein um Stein wirft Aladan Hisch zu, ...

  ... die sie auff?ngt und weiterbef?rdert in die Tropfenwolke.

  Leblose Hüllen regnen in die Schlucht.

  Durch die zahlreichen geplatzten Tropfen entsteht eine immer gr?sser werdende Giftgaswolke, ...

  ... die sich bedrohlich auf Hisch und Aladan hin abzusenken beginnt.

  W?hrend Hisch, voll im Eifer des Gefechts, Steine wirft, h?lt Aladan beim Buddeln inne und betrachtet, auf Knien, die drohende Gefahr.

  Hisch wird pl?tzlich am Handgelenk weggerissen.

  Sie will aufbegehren, doch wie sie Aladans entschlossenes Gesicht sieht, erstirbt ihr Protest auf der Zunge ...

  ... und sie l?sst sich von ihm an die zweihundert Meter weit zurückführen, ...

  ... wo er stehen bleibt und, auf die Gaswolke zeigend, sagt: "Wenn wir so weitermachen, werden wir bald in dem Gaswolke sterben."

  Hisch, erschrocken: "Ich war so mit Werfen besch?ftigt ... Ich habe glatt das übersicht verloren."

  Hand in Hand stehen sie da und betrachten ungew?hnlich ruhig, aber ernst die Situation.

  Aladan: "Mir scheint, indem wir die Tropfen zerst?ren, erzeugen wir erst das Gefahr, vor dem wir uns schützen wollen ... Warum lassen wir sie nicht einfach wie Luftballons davon schweben?"

  Hisch, zweifelnd: "Kampforganismen sind in dem Regel nicht so harmlos."

  Hisch: "Stell dir vor, wir h?tten sie gebaut ..."

  Aladan, sich in Studierpose das Kinn haltend: "Ich h?tte sie Luft ansaugen und hinten ausblasen lassen zum Man?vrieren ... Das Giftgas würden sie erw?rmen, um H?he zu gewinnen ... Sobald sie ein Lebewesen s?hen, würden sie darauf zusteuern ..."

  Hisch und Aladan schauen sich begreifend in die Augen. Hisch spricht es aus: "Und wenn ein Tropfen nahe genug ist, l?sst es sich platzen, das abkühlende Giftgas senkt sich und t?tet das Lebewesen."

  Aladan, mit Blick auf die Tropfen, erschüttert von ihrer Erkenntnis: "Ein Kamikaze-Angriff in Zeitlupe."

  W?hrend die Giftgaswolke ausfranst und sich in der Luft zu verteilen scheint, kommen die Tropfen unbeirrbar n?her. Hisch ruft: "Wir müssen sie aufhalten!"

  Wie zwei Hunde buddeln Hisch und Aladan im Sand nach Steinen, dass es nur so stiebt.

  Mit grosser Kraft und Schnelligkeit werfen sie ihre Ausbeute den Tropfen entgegen, sodass ein ganzer Steinhagel auf die Tropfen zurast ...

  ... und L?cher in die Reihen der Angreifenden reisst.

  Buddeln und werfen, ...

  ... dass die Tropfenhüllen nur so herabregnen.

  Und wieder entsteht eine Gaswolke, die sich bedrohlich n?hert.

  Nach kurzem Blickkontakt rennen beide in Richtung Baumhaussiedlung davon ...

  ... und bleiben nach 200 Metern deutlich atmend stehen.

  Wie Hisch zu den Tropfen blickt, traut sie ihren Augen nicht. Hischs Gesichtsausdruck alarmiert Aladan ...

  ... und auch er schaut nun überrascht zu den Tropfen, die ihre Reihen wieder geschlossen haben, so als h?tten sie keine Verluste gehabt. Aladan ruft: "Werden die denn nicht weniger?!"

  Hisch, gestresst: "Wenn wir so weitermachen, haben wir bald ein Giftgaswolke in dem Baumhaussiedlung."

  Aladan, angestrengt nachdenkend: "Vielleicht sollten wir aus einem anderen Richtung angreifen, dann lenken wir sie ab ..."

  Aladan, amüsiert von dem Vergleich: "Dieses Zeitlupenkampf kommt mir vor wie ein Schachspiel."

  Hisch: "Ja, aber das Bube und das K?nig werden es allein nicht schaffen ..."

  Hisch, zur Baumsiedlung rennend: "Das Bube macht jetzt sein Ablenkungsangriff, w?hrend das K?nig die Bauern holt."

  Aladan ruft ihr protestierend nach: "Aber im Schach gibt es keine Buben!"

  Hisch, von weitem: "Hast du etwa geglaubt, du seist das K?nig?"

  Aladan, selbstverliebt zu sich selber: "Nun, das w?re doch angemessen."

  Aladan, erfüllt von der Tragik seines Schicksals, pathetisch: "Ich Unglückliches! Jetzt bleibt das ganze Arbeit wieder an mir h?ngen."

  Leidend und entschlossen zugleich rast er los auf eine Seite der Tropfen zu, ...

  ... sodass er nun in ihrer Flanke steht.

  Er wirft sich in Pose und deklamiert:

  "Verkannt des K?nigs edles Pracht!

  Verkannt des starken Armes Macht!

  O Aladan, du sch?nes Held,

  Ziehst ganz allein auf's blut'ge Feld.

  Gen überm?cht'ge Schwebescharen,

  die dunkelwolkig sich gebaren,

  sollst du das lichte Glück bewahren.

  Die B?che des Tapferkeit, m?gen sie fliessen,

  sich sammeln im Herzen, auf dass dort spriessen

  die Ranken des Zuversicht, wild und voll Saft,

  den Gew?chsen des Furcht entziehend das Kraft.

  O Aladan, du grosses Held,

  bist ganz allein auf blut'gem Feld,

  Das Publikum weilt fern zu Hause.

  Es fehlen H?nde zum Applause.

  Warum sich dann in Arbeit bücken? ...

  Beim letzten Vers macht Aladan Anstalten, sich davon zu schleichen:

  "Ich k?nnt doch leise mich verdrücken ..."

  Vor seinem geistigen Auge sieht er die im Giftgas erstickende Flirit, was seine Bewegungen augenblicklich gefrieren l?sst.

  Aladan, sich mit der Hand über den Hinterkopf streichend, seufzend: "Hab ich denn wirklich schon genug gelebt? ..."

  Unbehaglich die Tropfenwolke musternd: "Mein Unsterblichkeit wird wohl etwas kurz geraten."

  Spontan in wildes Geschrei ausbrechend, rennt Aladan, mit den Armen fuchtelnd, auf die Tropfen zu: "Kommt her, ihr hinterh?ltigen Schwebefürze! Kommt her! Huhuuu!"

  Kaum ist Aladan in den Wahrnehmungsbereich der ersten Tropfen geraten, beginnen diese, auf ihn zuzuschweben.

  Wie ein Vogelschwarm, bloss mit majest?tischer Langsamkeit richten sich auch die übrigen Tropfen auf das neue Ziel aus.

  Wie Aladan merkt, dass die Tropfenwolke auf ihn zu schwebt, macht er bang: "Ups, die haben das wohl pers?nlich genommen."

  Aladan dreht sich um in die Richtung entlang der Schlucht und weg von der Baumhaussiedlung und murmelt mit schr?gem Grinsen: "Das hast du doch gewollt."

  Aladan macht einen eleganten Ballettsprung und singt dabei: "Kommt, ihr Kinderlein, folgt mir nach, lasst uns in das Wüste zieh'n, weit weg von dem süssen Flirit ..."

  Nach einigen Ballettsprüngen schaut Aladan zurück, um zu sehen, ob die Tropfen ihm folgen, was sie auch tun.

  Mitten im Ballettsprung sagt Aladan schw?rmerisch: "Ach, wie erfrischend, ein Zeitlupenarmee im Genick zu haben ..."

  Beim n?chsten Sprung, eher nachdenklich: "Und wenn du dich müde bettest, werden sie kommen und dich in das ewige Schlaf singen."

  Wie Aladan landet, versinken seine Beine bis unterhalb der Knie im Treibsand.

  Ohne dies zu bemerken, will er wieder abspringen, muss aber verblüfft feststellen, dass er feststeckt.

  Rasch verdreht er seinen Oberk?rper so, dass er einen Blick hat auf die Tropfenwolke, die sich ihm unbeirrbar n?hert.

  Wieder zurückgedreht, murmelt Aladan bekümmert: "Das ist also das unrühmliche Ende eines Helden."

  Da hat er eine Eingebung: Aladan sieht vor seinem geistigen Auge, wie der Wind die Giftgaswolke von der Schlucht weg auf ihn und Hisch zugetrieben hat und denkt: 'Der Wind weht das Gaswolke in dieses Richtung ...'

  Er sieht die neue Situation vor sich, wo er seitlich der Tropfenwolke steht, sodass die Gaswolke im 90°-Winkel von ihm fortgeweht werden müsste, und denkt: 'Ich aber stehe jetzt seitlich davon ...'

  Aladan reckt seine F?uste gen Himmel und ruft: "Ich werde nicht kampflos sterben!"

  Rasch l?sst er sich nach hinten fallen, bis sein K?rper waagrecht zum Boden, aber noch etwas in der Luft h?ngt. Sein Kopf knickt nach hinten, sodass er die Tropfen im Blickfeld hat.

  Seine Arme wirbeln ...

  ... und ein Schwarm von Messern reitet auf ihrem Feuerstrahl der Tropfenwolke entgegen.

  Wie nicht anders zu erwarten, reissen sie ein erhebliches Loch in die Tropfenwolke, ...

  ... um dann, auf Aladans Pfiff hin, mit ausgeklappten Flügeln zurückzueilen.

  Aladan f?ngt die Messer auf und wirbelt sie erneut auf die Tropfen zu.

  Die Giftgaswolke driftet erwartungsgem?ss im 90°-Winkel von Aladan weg, was dieser mit einem schmerzlichen L?cheln bemerkt, wobei er denkt: 'Das Gaswolke driftet weg. Mein überlegung war also richtig.'

  Zum dritten Mal wirft Aladan seine Messer.

  Trotz ihrer betr?chtlichen Verluste kommen die Tropfen bedrohlich n?her. Aladan denkt: 'Das wird eng ...'

  Eine ziemlich mitgenommene Hisch rennt den Rand der Schlucht entlang in Richtung Aladan. Hisch denkt grimmig besorgt: 'Dieses Feigling ist wohl bis ans Ende des Welt gerannt ...'

  Da zischen ein paar von Aladans Messern heran ...

  ... und bleiben vor Hischs Füssen im Boden stecken.

  Hisch sammelt sie rasch ein und denkt: 'Ihm passiert dasselbe wie mir ...'

  Hisch sieht die Reste der Tropfenwolke und rast los, wobei sie denkt: 'Die Messer kommen nicht mehr zurück, ...'

  Hisch spurtet durch die Lücke zwischen Tropfenwolke und Schluchtrand und denkt: 'Weil sie kein Treibstoff mehr haben.'

  Wie sie Aladan in seiner merkwürdigen zurückgelehnten 'Kampfhaltung' entdeckt, denkt Hisch Stirn runzelnd: 'Muss es immer übertreiben?'

  Aladan wirft ein Messer, ...

  ... da schreit Hisch im Heran-rennen: "H?r auf, deine Messer zu verschwenden! Sie kommen nicht mehr zurück!"

  Aladan, halb froh, Hisch zu sehen, halb hoffnungslos, was seine Lage angeht: "Das habe ich gemerkt ..."

  Aladan, mit zweifelndem Blick auf Hisch: "Aber jetzt kommt ja neues Kampfkraft."

  Hisch, mit unruhigem Blick auf die verdammt nahen Tropfen: "Ich bin auch ausgeschossen ..."

  Hisch schreit Aladan impulsiv an: "H?r endlich auf, dich wie ein Parkbank aufzuführen! Wir müssen weg!"

  Aladan, schmerzlich l?chelnd: "Gern, aber wie? Ich stecke fest."

  Hisch, wie oben: "Und warum hast du dich nicht befreit?!"

  Aladan, als würde er Hisch unsicher eine Prüfungsaufgabe beantworten: "Ob ich dann nicht tiefer gesunken w?re?"

  Sich über Aladans Bl?dheit an den Kopf greifend, zieht Hisch ein langes Messer, ...

  ... sagt 'Sirrr' und schwingt es mit grimmiger Entschlossenheit auf Aladans Beine zu.

  Aladan, entsetzt: "Nicht die Beine abschneiden!"

  Mit rasend schnellen Schnitten zers?belt Hisch den verh?rteten Treibsand, ...

  ... l?dt sich den verdutzten Aladan auf die Arme ...

  ... und rast davon, w?hrend dicht hinter ihnen das erste Tropfenwesen von selber platzt und sein Giftgas ausstr?men l?sst.

  Aladan, in Hischs Armen, geschockt von seiner Dummheit: "So einfach ... und ich bin nicht drauf gekommen."

  Aladan, sich selber tr?stend: "Nun, ich kann ja nicht alles selber machen."

  So getr?stet und mit feinem L?cheln will er sich mit geschlossenen Augen an Hischs Brust kuscheln, ...

  ... da landet er unsanft im Sand und h?rt Hisch schimpfen: "Das Rekonvaleszenz ist beendet! Beweg deine Zahnstocher selber!"

  Sich ?chzend aufrappelnd, fragt Aladan mit schmerzlichem L?cheln: "Was ist denn los, mein liebes Hisch? Du bist ja noch garstiger als sonst."

  Sehr zur Verblüffung von Aladan hat Hisch Tr?nen in den Augen, wie sie sagt: "Es kam ein zweites Angriffswelle ... Wir haben sie zurückgeschlagen ... Dabei sind alle Reitv?gel mit ihren Pfeilk?pfen gestorben ..."

  Hisch, verzweifelt, mit Tr?nen nassem Gesicht: "Aladan, wir waren so dumm. Wir h?tten dieses Erkundungsflug nicht machen dürfen. Das hat sie provoziert ... Und Armonk kann nicht so schnell ein neues Armee aufbauen ... Beim n?chsten Angriff wird das Baumhaussiedlung zerst?rt."

  Aladan nimmt Hisch tr?stend in die Arme.

  über ihre Schulter hinweg sieht er die n?her kommende Tropfenwolke und sagt gefasst: "Wir werden schon ein L?sung finden ... Aber zuerst müssen wir uns retten."

  Wie Aladan Hischs Gesicht in die H?nde nimmt, sieht er ein tapferes L?cheln.

  Hisch küsst ihn hungrig auf den Mund.

  Hisch, l?chelnd: "Ich bin froh, dass es dich gibt ..."

  Hisch, kichernd: "Welches Wesen würde sonst meine Gefühle ertragen."

  Aladan, vorsichtig mit dem Zeigefinger auf die Tropfen hinweisend: "?h ... ja ..."

  Hisch, mit Blick auf die Tropfen, l?chelnd: "Zeit zu küssen ..."

  Hisch, mit k?mpferisch erhobenem Arm, entschlossen: "Zeit zu k?mpfen!"

  Aladan, schmerzlich l?chelnd: "?h ... ja ... bloss wie?"

  Hisch, mit erhobenem Zeigefinger: "Wie hat Meneor wohl 100'000 Chromos 2 Krieger vernichtet?"

  Aladan denkt nach.

  Aladan: "Es war mit seinen 100 Kampforganismen st?ndig auf dem Flucht. Sie haben nur angegriffen, wenn ihnen das Sieg sicher war."

  Hisch, Aladan bei der Hand fassend: "Lass uns fliehen!"

  Aladan, überrascht: "Aber ..."

  Hisch zieht Aladan auf den Schluchtrand zu.

  Unbekümmert von dem schwindelerregenden Abgrund steigt Hisch in die Schlucht, ...

  ... sodass noch ihr Kopf über den Rand hinausragt. Aladan kniet am Rand, schaut hinab und jammert: "Aber das ist so tiiieeef ..."

  Hisch, eindringlich: "H?r zu, du Haarbüschel eines Hasenfusses. Ausser Antara k?nnen wir Genvilles nicht so starke ?ngste empfinden wie die Natürlichen. Dein bisschen Angst wird dich also nicht behindern, runter zu steigen."

  Aladan, wie oben, kleinlaut: "Ein wenig schlottern werde ich doch wohl noch dürfen."

  Hisch, sp?ttisch: "Ja ja, zittere du ruhig."

  Aladan, wie oben, mit erhobenem Zeigefinger ein Ablenkungsman?ver startend: "Du verhedderst dich in Widersprüche, liebes Hisch. Wie kann jemand ruhig zittern ..."

  Aladan, etwas aufgerichtet, die Hand theatralisch auf die Brust gelegt: "Und überhaupt bin ich ein hochsensibles Wesen. Jedes kleine Angst ist für mich ein unendliches Qual."

  Hisch bemerkt erschrocken, dass die Tropfen schon dicht hinter dem schwadronierenden Aladan schweben ...

  ... und schreit drohend: "Was denkst du, wenn ich dich kr?ftig in das Hintern trete, ob dich das deine 'unendlichen Qualen' vergessen l?sst?!"

  Etwas verst?rt von dem pl?tzlichen Lautst?rkezuschlag klettert Aladan schnell in die Schlucht, ...

  ... um ebenfalls zu erschrecken, weil die Tropfen so nahe sind.

  Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, beginnen die beiden den Abstieg an der senkrechten Wand, deren Glattheit nur alle hundert Meter durch eine Felsennase oder einen -buckel unterbrochen wird.

  In einer Freeclimbing-Paradeleistung halten sie sich an der selbstm?rderischen Wand mit einem Finger in einem kleinen Loch, mit der Fussspitze auf einem winzigen Zacken, mit den Fingerkuppen an einem wenige Millimeter breiten Vorsprünglein.

  Auf diese halsbrecherische Weise arbeiten sie sich zügig nach unten, ...

  ... auf die H?he einer Felsennase.

  In dem Moment, wo die ersten Tropfen über den Schluchtrand hinaus schweben, finden die beiden Sichtschutz unter der Felsennase.

  Sie klettern die Unterseite der Felsnase entlang, bis nur noch die Füsse an der Felswand anliegen. So h?ngen sie nebeneinander, fast horizontal über dem Abgrund.

  Aladan und Hisch schauen sich an, wagen kaum zu atmen und verharren in v?lliger Bewegungslosigkeit.

  Als w?ren sie harmlose Luftballons, schweben die Tropfen gem?chlich über die Schlucht.

  Auf dem Rückweg zur Baumhaussiedlung trotten Hisch und Aladan niedergeschlagen nebeneinander her.

  Sich einen hoffenden Blick zuwerfend, ...

  ... wissen sie jedoch nichts zu sagen ...

  ... und trotten weiter wie gehabt.

  Wie sie die Baumhaussiedlung betreten, erwartet sie der Herr vor seinem Haus, umgeben von seiner Leibwache aus sechs Pfeilk?pfen. Sein finsteres Gesicht l?sst nichts Gutes ahnen.

  Herr, erhaben, doch erfüllt von Verachtung und unterdrückter Wut: "Auch wenn ihr keine wahre Demut kennt, so ist euer Platz jetzt im Staub ..."

  Die Pfeilk?pfe haben Hisch und Aladan im Visier. Diese bleiben stehen, ...

  ... merken jedoch, wie dadurch die Gefahr eines Kampfes rasant ansteigt, ...

  ... und werfen sich schliesslich vor dem Herrn in den Staub, was dieser mit einem schwachen, verachtungsvollen L?cheln quittiert.

  Hisch flüstert Aladan zu: "Lass bloss das O weg, sonst kriegt Armonk wieder ?rger."

  Herr, bebend vor Verachtung und Zorn: "Wie konntet ihr es wagen, ohne meine Erlaubnis einen Angriff der Tropfen zu provozieren?! Mit eurer grenzenlosen Dummheit habt ihr unseren Versuch, die Zivilisation zu retten, der Vernichtung preisgegeben!"

  Hisch, ohne aufzublicken: "Ja, es war ein dummes Fehler, Herr."

  Aladan, wie Hisch: "Wir werden das Problem l?sen, Herr."

  Herr, erfüllt von Fassungslosigkeit und ?tzendem Hohn zugleich: "Das Problem? ... Wir gehen unter und dieses Subjekt spricht von einem 'Problem' ..."

  Herr, dramatisierend auf die Baumhaussiedlung weisend: "Wenn die Tropfen unsere Siedlung zerst?ren, haben wir nichts mehr zu essen ..."

  Herr, sich zu seinem Haus abwendend, voller Verachtung: "Dann l?st mal sch?n das 'Problem', wie wir uns von Sand und Steinen ern?hren sollen."

  Wie der Herr mit der Leibgarde in seiner 'Villa' verschwunden ist, sind Hisch und Aladan schon aufgestanden und klopfen sich den Staub von den Kleidern. Aladan: "So ein Herrschbedürftiges ist sehr unpraktisch. Jedes Mal habe ich staubige Knie und Ellenbogen."

  Hisch, mit langem Blick auf die 'Villa': "Wenn du mich fragst, ist ein Herrschbedürfnis was verdammt Krankes."

  Aladan, sinnierend: "Wir k?nnten die Pfeilk?pfe mit ein paar Zischbums wegputzen. Dann schneiden wir den o Herrn in Scheiben."

  Hisch, protestiert: "Ich will aber keine Pfeilk?pfe t?ten!"

  Aladan rennt suchend um Hisch herum und macht: "Huhuuu? Huhuuu? Wo bist duuu?"

  Hisch, befremdet: "Bloss weil ich ein Vorschlag vor dir nicht gut finde, brauchst du nicht gleich durchzudrehen."

  Aladan; grinsend: "Ich suche nur dein Humor, Hisch. Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich diesen netten Gnomen etwas zu Leide tun k?nnte?"

  Hisch, Aladan kritisch betrachtend: "Hm, dein Humor ist noch schwerer zu entdecken als dein Fleiss."

  Aladan lacht.

  Hisch betrachtet mit gerunzelter Stirn die 'Villa'. Aladan, fragend: "Was ist?"

  Hisch, wie oben: "Warum peitscht es uns nicht aus?"

  Aladan, verblüfft: "Du hast vielleicht Sorgen?"

  Hisch, mit dem Finger auf den Boden zeigend, streng: "In das Staub mit dir! Und beantworte mein Frage!"

  Aladan, wie ein verunsicherter Bittsteller: "Darf ich dein Frage auch ohne Staub beantworten?"

  Hisch, mit stolz hoch gerecktem Kinn und vornehm geschlossenen Augen: "Wir warten."

  Aladan, professoral dozierend: "Herrschbedürftige haben ein feines Gespür für Machtverh?ltnisse. Das Herr hat gespürt, dass wir nur unter Androhung von Gewalt vor ihm hingekniet sind ..."

  Hisch: "Dann k?nnte es uns auf dasselbe Weise zwingen, beim Auspeitschen still zu halten."

  Aladan, wie oben: "Es hat gespürt, dass es unser Widerstand nur knapp gebrochen hat. Gegen das Auspeitschen w?re unser Widerstand aber erheblich gr?sser. Mehr Widerstand von uns würde sein Macht überschreiten und es k?me zum offenen Kampf ..."

  Hisch: "Aha, und dieses will es vermeiden, weil es nicht sicher ist, es mit seinem mickrigen Streitmacht zu gewinnen."

  Aladan klatscht Beifall.

  Hisch, auf Knien, mit gefalteten H?nden eine Gottheit anrufend: "O welches Glück, dass das Umstand, das mich erschuf, mir kein Herrschbedürfnis einpflanzte. Das Leben w?re unendlich komplizierter."

  Aladan, wenig entzückt: "Das ist aber nicht sehr poetisch."

  Aladan nimmt Anlauf und federt sich mit einem einzigen Satz in eine der umliegenden Kronen eines Baumhauses.

  Aladan und Hisch liegen entspannt je in einer Astgabel und schmatzen genüsslich die Früchte des Baumes.

  Aladan zieht einen Beutel mit Samen aus seiner Kleidung und sagt, ihn hochhaltend: "Wenn wir unsere Chromos 4 Hilfswesen einsetzen, haben wir schnell ein schlagkr?ftiges Armee."

  Hisch ist nicht begeistert: "Willst du diesem Herrschkranken wirklich Chromos 4 in das Hand geben?"

  Aladan, den Samenbeutel weg steckend, ernst: "Nein, will ich nicht ..."

  Aladan, mit ungewohnter Düsternis im Blick: "Sonst haben wir bald 100'000 Chromos 4 Krieger am Hals."

  Hisch, zustimmend: "Mit denen fertig zu werden w?re erheblich schwieriger als mit diesen stumpfsinnigen Tropfen und ihrem bl?den Giftgas."

  Aladan hat eine Idee: "Das ist es!"

  Hisch schaut ihn überrascht an.

  Szeneanfang:

  Freudig erregt, nimmt Aladan einen grossen Satz aus Armonks Baumhauslabor hinaus. Auf seinen Armen liegen kelchf?rmige Pflanzen, deren ?ffnung so gross ist wie ein Suppenteller.

  Er wieselt von Baumhaus zu Baumhaus und steckt überall neben dem Eingang einen Pflanzenkelch in den Boden.

  Wie er den letzten Kelch gepflanzt hat, macht Aladan einen Riesensatz, der ihn, in einer Pose der Selbstbewunderung, weit durch die Luft tr?gt.

  Aladan landet mit grosser Eleganz auf dem Platz, der die 'Villa' umgibt, ...

  ... legt seine H?nde trichterf?rmig um den Mund und ruft: "Vooortraaag! Kommt her, ihr Pfeilk?pfe, und h?rt das grosse Aladan!"

  Aus der 'Villa' des Herrn str?mt dessen Leibgarde und aus verschiedenen Seiten traben noch vier Pfeilk?pfe herbei, ...

  ... sodass Aladan schliesslich ein Publikum von zehn Pfeilk?pfen vor sich hat.

  Aladan will eben mit seinem Vortrag beginnen, da erscheint der Herr im Eingang seiner 'Villa' und donnert mit finsterem Gesicht: "Was soll der Aufruhr?!"

  W?hrend die sechs Pfeilk?pfe der Leibgarde wachsam die Umgebung beobachten, fallen die vier 'gew?hnlichen' Pfeilk?pfe und Aladan auf die Knie, mit dem Gesicht fast im Staub. Aladan: "Ich wollte den Pfeilk?pfen erkl?ren, wie die Tropfen zu besiegen sind, verehrtes Herr."

  Herr, mit unduldsamer Arroganz: "Hast du meine Erlaubnis eingeholt?"

  Aladan, verwirrt: "?h ... nein, Herr ..."

  Aladan: "Ich dachte, es sein in Ihrem Interesse, die Tropfen zu besiegen."

  Herr, mit seufzender Herablassung: "Du hast wohl nicht begriffen, dass du für jede geistige Regung meiner Zustimmung bedarfst?"

  Aladan: "Nein, Herr, mein Dummheit hat mir das Begreifen verwehrt ... Aber ich werde mich bessern."

  Herr, den die Worte etwas milder stimmen, huldvoll: "Dann fahre er fort in seinem Vortrag."

  Aladan, immer in seiner knienden Haltung: "Mir ist pl?tzlich klar geworden, dass es ein Fehler ist, die Tropfen zu bek?mpfen. Je mehr Tropfen wir t?ten, desto mehr Giftgas erzeugen wir. Damit verhalten wir uns im Sinne jener, welche die Tropfen gebaut haben ... Deshalb habe ich ein Enzym entwickelt, welches das Giftgas neutralisiert. Als Tr?ger des Enzyms habe ich ein Pilz gew?hlt, das wiederum in einem Kelchpflanze heranw?chst. Ihr taucht die Mündungen eures Pfeilwaffe in das Pflanzenkelch und nehmt das Pilz auf. Das Pilz w?chst dann in die Pfeill?ufe hinein, wo es sich überall auf das frisch gewachsene Pfeil niederl?sst. Sogleich bildet das Pilz Million von Sporen, alle angefüllt mit dem Enzym. Durchschl?gt nun ein Pfeil das Hülle eines Tropfens, katapultieren sich die Sporen vom Pfeilschaft weg und verteilen sich in dem Giftgaswolke. Dort platzen sie auf und geben das Enzym frei, welches das Wolke in Sekundenbruchteilen zu einem harmlosen Gas neutralisiert."

  Herr, Stirn runzelnd: "Und wer sagt uns, dass du kein Agent unserer Feinde bist, der mit diesem Pilz alle Pfeilk?pfe vergiften will?"

  Aladan: "Wie Ihr wisst, gn?diges Herr, wurde das vorletzte Schlacht nur dank unserem Eingreifen siegreich geschlagen ... Ausserdem kann das Pilz nur ein Woche in den Pfeilk?pfen überleben und muss dann erneuert werden. Ich wollte sie nicht dauerhaft mit einem Fremdk?rper infizieren."

  Stolz und voller Selbstgefallen denkt der Herr einen Augenblick nach, ...

  ... um dann, sich vornehm abwendend, zu sagen: "Nun gut, fahre fort in deinem Plan."

  Wie der Herr mit seiner Leibgarde verschwunden ist, hocken die vier 'normalen' Pfeilk?pfe um Aladan herum und schauen ihn bewundernd an. Dieser klopft sich den Staub ab und bemerkt sein Publikum gar nicht.

  Pfeilkopf: "Du bist genial, Aladan."

  Die andern nicken eifrig.

  Ziemlich verblüfft schaut Aladan den sich davon trollenden Pfeilk?pfen nach, ...

  ... um dann, mit Tr?nen der Rührung in den Augen, selbstverliebt zu sagen: "Selbst in diesem fremden Dürre noch bringt mein Geist die Schmetterlinge des Bewunderung zum Tanzen."

  Nachdem er sich von seiner Selbstverzückung erholt hat, f?llt Aladans Blick auf eine Spur frischer Blutstropfen, die vom Eingang der 'Villa' wegführt.

  Befremdet und neugierig zugleich folgt Aladan der Spur, ...

  ... die ihn zu Flirits Baumhaus führt.

  Beim N?herkommen h?rt er ein Schluchzen.

  Lautlos bewegt er sich zum Eingang und sp?ht hinein.

  Dort kniet Flirit auf einer Matte, das Gesicht in den H?nden vergraben, und weint bitterlich.

  Aladan kniet sich unbemerkt neben Flirit hin und will ihren Kopf streicheln, ...

  ... entsinnt sich aber noch rechtzeitig ihrer Schmerzen ...

  ... und will ihren Rücken streicheln.

  Kaum spürt Flirit die Berührung, f?hrt sie hoch, erkennt Aladan ...

  ... und sagt mit Tr?nen nassem Gesicht und erzwungener Fr?hlichkeit: "Oh, Aladan ... Ich habe dich gar nicht geh?rt ... Wie sch?n, dich zu sehen!"

  Schweigend und ungew?hnlich ernst schaut Aladan Flirit an.

  Flirit, unsicher sich zum Lachen zwingend: "Haha, Aladan, warum schaust du so? ... Bist du b?se auf mich?"

  Aladan, mit ernstem, aufmerksamem Blick: "Warum weinst du?"

  Flirit, sich die Tr?nen aus dem Gesicht wischend, nerv?s lachend: "Aber was sagst du da? Ich weine doch gar nicht."

  Aladan, wie oben: "Warum blutest du, Flirit?"

  Flirit sieht ihre Blutspur und sagt, erschrocken sich verleugnend: "Oh, tut mir Leid, dass ich den Boden beschmutzt habe. Tut mir Leid. Tut mir Leid ..."

  Aladan, wie oben: "Flirit ..."

  Flirit, ?ngstlich zu Aladan aufblickend: "Ja?"

  Aladan, wie oben: "Warum blutest du?"

  Flirit, Verzeihung erheischend: "Es ist nichts ... Nur der Stachel des Herrn ist so dick, dass es jedes Mal aufreisst da unten ..."

  Aladan schaut so verblüfft aus der W?sche, als h?tte ihm Flirit eben bewiesen, dass die Erde ein Dreieck sei.

  Aladan stammelt: "Ich verstehe nicht ..."

  Flirit nimmt Aladans Hand und kl?rt ihn auf, als w?re er ein Kind: "Weisst du, lieber Aladan, ich bin dazu da, den harten Stachel des Herrn weich zu machen ... Wenn er hart ist, leidet der Herr ... Und wenn ich ihn weich gemacht habe, ist der Herr zufrieden ..."

  Aladan, verwirrt: "Aber deine Schmerzen ..."

  Flirit, mit stillem, traurigem L?cheln: "Meine Schmerzen sind seine Freude."

  Flirits Blick f?llt auf Aladans Schoss ...

  ... und sie sagt, ihm in den Schritt greifend: "Oh verzeih mir, Aladan, du hast bestimmt auch einen harten Stachel, der dich schmerzt. Ich werde ihn weich machen ..."

  Aladan ist überrumpelt, ...

  ... legt aber ihre Hand weg von seinem Schoss und sagt ernst: "Mein Paarungsbedürfnis richtet sich auf voll entwickelte Frauen und M?nner ... nicht auf Kinder."

  Flirit, traurig: "Oh, das tut mir Leid ... Dann kann ich dir ja gar nicht helfen."

  Aladan, mit mildem L?cheln: "Doch, du kannst mir helfen."

  Flirit will schon ihr R?ckchen beiseite schieben.

  Aladan, wie oben: "Du wirst jetzt dein Gesicht in mein Schoss vergraben und dich gründlich aus heulen."

  Flirit, entt?uscht: "Aber wo ist da die Hilfe?"

  Aladan, mit schw?rmerisch geschlossenen Augen und auf die Brust gelegten Fingerspitzen der einen Hand, das Gesicht nach oben: "Du hilfst mir, mein Selbstvertrauen zu st?rken als Vernichter der Tr?nen, als gr?sstes Tr?ster des Universums."

  Flirit, deren Augen schon wieder überquellen: "Ja, dann werde ich für dich weinen."

  Schluchzend liegt Flirit in Aladans Schoss. Ernst und nachdenklich streichelt er zart ihren Rücken.

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